Peter der Einsiedler weist den Kreuzrittern den Weg nach Jerusalem, Malerei um 1270Peter der Einsiedler organisiert den Volkskreuzzug, der von den Seldschuken bald vernichtet wird.
Der Verlauf des Ersten Kreuzzuges Der Erste Kreuzzug bricht ins Heilige Land auf.
12. April: Unter der Führung von Peter dem Einsiedler versammeln sich in Köln zahlreiche Bauern und Kleinadelige unter dem Eindruck der Synode von Clermont, um einen Volkskreuzzug ins Heilige Land zu führen. Ein Volksheer unter Walter Sans-Avoir stößt von Frankreich aus zu ihnen. Walter und Peter reisen in der Osterwoche den Rhein und Main hinauf und anschließend die Donau hinunter durch Ungarn auf den Balkan, ohne dass es zu Zwischenfällen kommt, der Rest bleibt unter Leitung von Peters Gefolgsleuten Gottschalk und Volkmar sowie dem Grafen Emicho von Leiningen erst einmal zurück.
Gottfried von Bouillon und Ademar, Bischof von Puy, in einer Illustration Ende des 13. Jh.
April bis Juni: Unter Gottschalk, Volkmar und Emicho, deren Züge rund 10.000 Menschen umfassen, kommt es zu eskalierenden Judenverfolgungen in Deutschland, die auch als Gezerot-Tatnu-Massaker im Rheinland in Erinnerung sind:
29. September: Das deutsche und italienische Kontingent des Volkskreuzzuges wird in Xerigordon vom Sultanat der Rum-Seldschuken vernichtet oder versklavt.
21. Oktober: Rum-Seldschuken vernichten den restlichen Volkskreuzzug vor Nikaia. Peter der Einsiedler entgeht dem Massaker, weil er zuvor zur Sicherung des Nachschubes nach Konstantinopel zurückgereist ist. Er schließt sich den Truppen des Ersten Kreuzzuges an, die ab November in Konstantinopel eintreffen.