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Wikipedia:Digitaler Themenabend

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Abkürzung: WP:DTA

Der Digitale Themenabend (DTA) – bis 2024: Digitaler Themenstammtisch (DTS) – ist ein Format unregelmäßig stattfindender Online-Treffen. Dabei reden wir über die Wikipedia und verwandte Themen. Jedes Treffen hat normalerweise ein Thema; es wird auf dieser Seite angekündigt.

Entstanden ist das Projekt als Digitaler Themenstammtisch im April 2020, weil man sich pandemiebedingt nicht so gut an realen Orten treffen konnte. Aber auch davon abgesehen: Dank der Onlinetreffen können wir kommunizieren und Kontakt halten, egal, wo man lebt oder wie mobil man ist.

Wie kannst du teilnehmen? Du klickst zur Veranstaltungszeit einfach auf den Link unten. Du brauchst keine Anmeldung, keine Installation auf deinem Gerät, keine Kamera, kein Mikrofon. Alle sind herzlich willkommen, egal, ob sie die Wikipedia bearbeiten oder nicht. (Natürlich haben wir Anstandsregeln. Wer pöbelt, fliegt raus.)

Möchtest du dir und uns helfen? Wenn du dich in unsere Einladungsliste einträgst, erhältst du jedes Mal eine Ankündigung auf deiner Benutzerdiskussionsseite. Wir freuen uns auch, wenn du dich bei den einzelnen Treffen in die Liste der Interessierten („Ich nehme teil“) einträgst. Das ist aber keine Pflicht.

Gibt es ein Thema, das dich besonders interessiert? Kennst du jemanden, der darüber referieren möchte? Vielleicht du selbst? Auf der Diskussionsseite zu dieser Seite hier sammeln wir Ideen für künftige Veranstaltungen. Dort kannst du auch Fragen stellen, etwa, wenn du technische oder andere Hilfe brauchst.

Technisches:

Für das Meeting verwenden wir BigBlueButton. Damit können viele Menschen teilnehmen und müssen sich auch nicht registrieren, eine Email-Adresse angeben oder persönliche Daten von sich preis geben. Du kannst dann anonym teilnehmen.

Man benötigt einen relativ neuen Browser auf Handy oder PC mit Lautsprecher (weitere Installationen von Programmen sind nicht notwendig). Wer eine Kamera und ein Mikrofon hat, kann auch mit Bild/Ton teilnehmen (ist aber keine Pflicht). Außerdem ist es bei Audioproblemen möglich, für den Ton einen Telefonzugang zu nutzen.
Hiermit verleihen wir

Digitaler Themenabend
die Auszeichnung

ProjektEule 2024.

gez. WikiEulenAcademy 10/2024
Insbesondere wer das System noch nie genutzt hat, kann unter https://bbb.wikipedia.de/rooms/5ea-r1j-nqt-ooo/join

im Vorfeld prüfen, ob das Mikrofon und die Kamera freigegeben werden können und die eigenen technischen Einstellungen im Browser anpassen oder notfalls einen anderen Browser verwenden.

Der Themenabend wird nicht aufgezeichnet, es gibt aber anschließend einen kurzen Bericht (siehe unten).

Auszeichnung: Nach zwei Nominier­un­gen in den Jahren 2022 und 2023 wurde der Digitale Themen­stamm­tisch jetzt mit der Projekt­eule 2024 ausgezeichnet. Vielen Dank an alle, die dieses Projekt unterstützen.

Wikipedia-Terminkalender   Bearbeiten

17.10.2026–
23.10.
Online-Veranstaltung Wikidata Query Service Days 2026
Heute–
25.10.
Clio-a-thon 2026 in Kassel
Heute Große Hamburger Adminverschwörung am Stammtisch
24.10.2026 70. Stammtisch in Braunschweig
24.10.2026 Stammtisch Zürich Stammtisch im Anschluss an das Atelier bei Memoriav in Bern
27.10.2026 WikiDienstag in Hannover
27.10.2026 Queers und Frauen Tübingen
27.10.2026 FemNetz/Online-Der FLINTA-Treff für Fragen rund um Wikipedia
28.10.2026 Stammtisch Dresden
29.10.2026 Wikipedia-Café Gotha mit Stammtisch
29.10.2026 Wikipedia-Sprechstunde in Bautzen
29.10.2026 Online-Veranstaltung Digitale Moderation/Virtuelle Treffen lebendig und vernetzt gestalten – Modul 1 – Innere Haltung und Rolle der Moderation klären

Weitere Veranstaltungen finden regelmäßig in den lokalen Räumen (2026: Berlin, Hannover, Köln, Fürth, Neu-Ulm, München, RuhrRevier) statt. – Es gibt auch eine Liste für internationale Events.

Nächste Treffen

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141. DTA: xx. November, 19:00 Uhr „Wikivoyage“

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Samstag
.
November
2026
.ics




Zugangsdaten:

Für das Meeting werden wir BigBlueButton (siehe oben) verwenden. Nach der Eingabe eines Namens kann jeder (auch Nichtwikipedianer) über den folgenden Link beitreten: https://bbb.wikipedia.de/rooms/5ea-r1j-nqt-ooo/join

Ich nehme teil

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  1. …

Ich nehme vielleicht teil

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  1. …

Diesmal leider nicht dabei

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  1. …

Vorschau auf weitere Themen

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DatumThemawer macht’s
Nov 2026WikivoyageRoland Unger
2026 ??Wikability. Über die Wikipedia als neue Konsekrationsinstanz im literarischen FeldVortragende Annette Gilbert (angefragt)
?Animationen und Videos in WikipediaSalino01
?Bildbearbeitung mit GIMPChristian
?Die soziale Seite der Wikipedia (Kommunikation innerhalb der WP, Auskunft, Stammtische und Treffen, ...)Salino01 + ?
?Portale am Beispiel der Portale xxx??
?Wikipedia macht SchuleDaniel Mietchen
??Du?

141. DTA: 19. Oktober 2026: „Wünsch dir was – neue Funktionen fürs Wiki“

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An dem von Johannes Richter (WMDE) gestalteten Themenabend nahmen teil:

Präsentation "Wünsch dir was – neue Funktionen fürs Wiki" des Technische-Wünsche-Teams beim Digitalen Themenabend
Präsentation

Salino01, Artessa, Aschmidt, BÄRater, Bär Minimum, DeeDelDum, FCptPicard, Grizma, Jumbo1435, Klaus v. Wortulo, Kogge, Lina Farid (WMDE), maphry, Martin Rulsch (WMDE), Maschienenbau, Molgreen, Mombacher, Nordprinz, Perrak, RudolfSimon, slashpub, Stefan Karl, Trimalkia, Troubled @sset, Varina und Vux

Inhalt folgt!

140. DTA: 11. September 2026: „Zwischen Retusche und Realität – wo sind die Grenzen der Bildbearbeitung auf Commons?“

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Präsentation

An dem von Salino01 gestalteten Themenabend nahmen teil:

Ailura, Aschmidt, Chhelp, DeeDelDum, FCptPicard, Georgfotoart, Granada, HaDi, J. Patrick Fischer, Kamée, Kasa Fue, Lux volatica, Martin Bahmann, Martin Thurnherr, Matthias.Wolf, Molgreen, Mombacher, NearEMPTiness, Nolispanmo, Nordprinz, Radler59, RudolfSimon, Schiplagerheide, slashpub, Sophie, Stefan Karl, symposiarch, Trimalkia, Troubled @sset, Vux, Ziko, Zinnmann, 📸

Beim Digitalen Themenabend am 11. September drehte sich alles um die Frage, wo die Grenze zwischen Bildoptimierung, Restaurierung und inhaltlicher Veränderung liegt.

Anhand zahlreicher Vorher-Nachher-Beispiele wurden ganz unterschiedliche Formen der Bildbearbeitung vorgestellt – von Belichtungs- und Kontrastkorrekturen über Perspektivkorrekturen und Restaurierungen bis hin zum Entfernen von Personen und Gegenständen sowie KI-gestütztem Upscaling.

Nach jeder Bildvorstellung wurden zunächst die Veränderungen gemeinsam betrachtet und anschließend die Vor- und Nachteile der jeweiligen Bearbeitung diskutiert. Dabei ging es nicht darum, ob eine Bearbeitung technisch gut gelungen ist, sondern vor allem darum, was sich dadurch an der Aussage des Bildes verändert. Ist das Bild nach der Bearbeitung noch eine möglichst getreue Darstellung dessen, was fotografiert wurde? Oder entstehen neue Bildinhalte, die so im Original gar nicht vorhanden waren?

Besonders deutlich wurde dies beim Entfernen von Bildinhalten. Denn ein Bereich, der auf dem Original von einer Person oder einem Gegenstand verdeckt war, kann nach dessen Entfernung nicht einfach wieder „sichtbar“ gemacht werden. Er muss ersetzt oder rekonstruiert werden. Auch beim KI-Upscaling können Details entstehen, die im ursprünglichen Bild nicht enthalten waren.

Ein wichtiger Bestandteil des Abends waren außerdem Umfragen zu den einzelnen Beispielen. So konnte jeder selbst seine Einschätzung abgeben und anschließend sehen, wie unterschiedlich die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieselbe Bearbeitung bewerteten. Gerade diese unmittelbaren Vergleiche machten deutlich, dass die Grenze zwischen unkritischer Verbesserung und problematischer Veränderung keineswegs immer eindeutig ist.

Dabei zeigte sich auch, dass die Frage „Ist diese Bearbeitung erlaubt oder verboten?“ möglicherweise zu kurz greift. Viel interessanter könnte es sein, danach zu fragen, ob eine Bearbeitung für den jeweiligen Zweck zielführend oder irreführend ist. Auch diese Frage hängt vom Einsatzzweck ab. Ist das Objekt das Foto selbst mit all seinen Eigenschaften oder die darauf abgebildete Person, der Inhalt? Eine Bearbeitung kann beispielsweise gleichzeitig akzeptabel oder aber problematisch werden, wenn das Bild anschließend als unveränderte Dokumentation verstanden wird.

Im Verlauf des Abends wurde schließlich eine mögliche Unterscheidung zwischen Optimieren, Restaurieren und Rekonstruieren herausgearbeitet:

  • Optimieren: Helligkeit, Kontrast oder Farbtreue verbessern.
  • Restaurieren: Abbildungsfehler oder Alterungserscheinungen beheben.
  • Rekonstruieren: Fehlende Bildbereiche durch Vermutungen oder Algorithmen ergänzen.

Dabei wurde auch deutlich, dass die Grenze nicht erst bei Photoshop oder KI beginnt. Bereits bei der Aufnahme selbst lässt sich die Bildaussage erheblich beeinflussen – etwa durch Standort, Brennweite, Tiefenschärfe, Aufnahmezeitpunkt oder die bewusste Inszenierung einer Szene. Ein Beispiel mit einem Hotel in einem Gewerbegebiet zeigte, wie unterschiedlich dieselbe Umgebung allein durch unterschiedliche Perspektiven und Brennweiten wirken kann.

Eine einfache und für alle Fälle gültige Grenze ließ sich erwartungsgemäß nicht ziehen. Vielmehr hängt die Bewertung davon ab, welchen Zweck ein Bild auf Commons erfüllen soll: Geht es um eine möglichst genaue Dokumentation des Zustands eines Objekt zum Zeitpunkt der Aufnahme oder sind Veränderungen außerhalb des Objektes (z.B. Hintergrund oder temporäre Erscheinungen) akzeptabel?

Die zentrale Frage des Abends lautete damit letztlich auch: Welche Bildversion wollen wir auf Commons bewahren – und wofür soll sie verwendet werden? Legt man auf Commons ein neues Bild an und verweist auf das Original oder überschreibt man die Bilddatei? Reicht es die Veränderungen auf Commons zu beschreiben oder müssen diese auch im Wikipedia-Artikel direkt beschrieben werden?

139. DTA, 20. August 2026: „Wer hat das geschrieben? – Spurensuche in der Versionsgeschichte“

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Comic zur Illustration des Themenabends: Zwei Detektive untersuchen die Versionsgeschichte eines Artikels und Verschaffen sich so einen Überblick über die Täter (Autoren) und den zeitlichen Verlauf.
Jede Änderung hinterlässt Spuren
Präsentation

An dem von Salino01 gestalteten Themenabend nahmen teil:

Barbasca, Bernhard, Chhelp, Chief335, DeeDelDum, Dirtsc, Dread, Enyavar, FCptPicard, Jensbest, Jumbo1435, Lux volatica, M.ottenbruch, maphry, Martin (WMDE), Matthias.Wolf, Matutinho, Mirkur, Mombacher, Nordprinz, Perrak, Piet Parkiet, ScheWo, Sophie, Stefan Karl, Tango8, Thomas Lapp, Troubled @sset, Unukorno, Varina, Vux und Weltenspringerin.

Die Versionsgeschichte gehört zu den mächtigsten, aber von reinen Lesern meist wenig genutzten Werkzeugen der Wikipedia. Sie macht nachvollziehbar, wer wann welche Änderungen vorgenommen hat und ermöglicht einen tiefen Einblick in die Entstehung und Entwicklung von Artikeln.

Im ersten Teil des Themenabends wurde der allgemeine Aufbau der Versionsgeschichte erläutert. Jeder Eintrag enthält unter anderem einen Zeitstempel, den Benutzernamen oder die IP-Adresse des Bearbeiters, die Größe der Änderung sowie einen Bearbeitungskommentar. Viele Angaben sind direkt verlinkt und erlauben beispielsweise den Vergleich verschiedener Versionen eines Artikels. Solche Versionsvergleiche können auch in Diskussionen verlinkt werden, um gezielt auf Änderungen hinzuweisen. Darüber hinaus wurde gezeigt, wie Bearbeitungen nach Vandalismus mithilfe der Versionsgeschichte zurückgesetzt werden können.

Um die lückenlose Nachvollziehbarkeit der Bearbeitungshistorie zu gewährleisten, muss diese auch bei Übersetzungen aus anderen Sprachversionen sowie bei Ausgliederungen von Artikelinhalten berücksichtigt werden. Hierfür steht der Versionsimport zur Verfügung. Ebenfalls behandelt wurde die Rolle der Versionsgeschichte bei den Sichtungen neuer Bearbeitungen.

Nach einem Überblick über statistische Auswertungsmöglichkeiten von Seitenhistorien widmete sich der zweite Hauptteil des Vortrags der Recherche innerhalb der Versionsgeschichte. Dabei wurden insbesondere die Werkzeuge „WikiBlame“ und „Wer hat das geschrieben?“ vorgestellt. Mit ihrer Hilfe lässt sich nachvollziehen, wann bestimmte Textpassagen oder Begriffe in einen Artikel eingefügt wurden und von welchem Autor sie stammen. Anhand praktischer Beispiele wurden Möglichkeiten und Grenzen der Werkzeuge erläutert sowie Tipps für eine erfolgreiche Recherche mit WikiBlame gegeben.

138. DTA, 3. August 2026: „Meinungsbilder in der Wikipedia – Erfahrungen, Strategien und Stolpersteine“

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"Meinungsbilder in der Wikipedia"

An dem von Der-Wir-Ing (DWI) gestalteten Themenabend nahmen teil:

Salino01, Ailura, Artessa, Bärbel, Christoph Jackel (WMDE), DeeDelDum, Dread, Klaus v. Wortulo, maphry, Middle Distance Biker 39, Mombacher, Mpns (Martin), Nordprinz, poupou, RudolfSimon, ScheWo, Schiplagerheide, Trimalkia, Varina, Vux und Ziko

Meinungsbilder (MB) sind ein zentrales Instrument der Entscheidungsfindung in der Wikipedia. Doch wann ist ein Meinungsbild tatsächlich sinnvoll? Wie bereitet man es erfolgreich vor? Und warum scheitern manche Vorhaben trotz guter Ideen?

In diesem Themenabend berichtete Der-Wir-Ing aus seinen Erfahrungen als Initiator, Unterstützer und Beobachter zahlreicher Meinungsbilder. Eines vorweg: Ein Meinungsbild sollte nicht die erste, sondern häufig die letzte Stufe einer Entscheidungsfindung sein. Viele Fragestellungen lassen sich bereits auf Diskussionsseiten oder durch informelle Umfragen klären. Ein Meinungsbild ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine grundsätzliche Entscheidung der Community erforderlich ist und ein breiter Konsens auf anderem Weg nicht erreicht werden kann. Andererseits sind Meinungsbilder für alle Themen gleich gut geeignet.

Wird eine Meinungsbild vom Initiator angelegt, braucht man mindestens 10 stimmberechtigte Unterstützer. Diese kommen häufig aus der vorgeschalteten Diskussion. Ein oder mehrere umsetzbare Vorschläge sind auszuarbeiten und mit Pro- und Contra-Argumenten zu versehen. Dann folgt eine formale Abstimmung über die Gültigkeit des Meinungsbildes. In allen Phasen können Überraschungen lauern oder es sind neue Ideen zu berücksichtigen. Erst, wenn diese Hürden genommen sind, kommt es zur eigentlichen Abstimmung und anschließender Stimmenauszählung.

Der Themenabend machte deutlich, dass erfolgreiche Meinungsbilder vor allem auf einer guten Vorbereitung, einer klaren Fragestellung und einer konstruktiven Einbindung der Community beruhen.

Als Grundlage und weiterführende Hilfe diente die Benutzerseite „Wie schreibe ich gute Meinungsbilder“, auf der die wichtigsten Hinweise, Empfehlungen und Erfahrungen zur Vorbereitung und Durchführung von Meinungsbildern zusammengefasst sind.

137. DTA, 29. Juli 2026: „Lesende und Community“ – Die Perspektive der Lesenden – Impulse für die Community

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Präsentation zum DTA „Lesende und Community“

Bei dem von Gabriele Gerlof (WMDE) und Andreas Krauss (WMDE) gestalteten Themenabend nahmen teil:

Salino01, 958s, Albinfo, AnBuKu, Artessa, Aschmidt, BineMan, BitterLemon2021, Carbidfischer, Chhelp, DeeDelDum, Dread, FCptPicard, HaDi, Itti, J. Patrick Fischer, Jens Best, Konvexkonkav, Leserättin, Lupe, Lux volatica, maphry, Michael E. alias Triomint69, Mpns (Martin), Nina, Nordprinz, Perrak, Regiomontanus, Reisen8, ScheWo, slashpub, Sophie, Troubled @sset, Varina, Vux und Ziko.

Zu Beginn des Themenabends stellte Andreas das Team „Teilhabe und Nutzung“ von Wikimedia Deutschland vor, das sich mit der Perspektive der Lesenden auf die Wikipedia beschäftigt. Im Rahmen dieser Arbeit führte das Team qualitative Interviews mit insgesamt 30 Leserinnen und Lesern durch. Dabei wurde bewusst auf eine möglichst vielfältige und repräsentative Auswahl der Teilnehmenden geachtet. Aus den Interviews entstanden kurze Videosequenzen, die zentrale Aussagen der Befragten zusammenfassten.

Im Hauptteil des Abends kamen die Lesenden in diesen Kurzvideos selbst zu Wort. Nach jedem Erkenntnisblock nahmen sich die Teilnehmenden des Themenabends Zeit, die geäußerten Perspektiven gemeinsam zu reflektieren und zu diskutieren, welche Bedeutung sie für die Weiterentwicklung der Wikipedia und ihre Community haben könnten.

Wie gelangen Lesende zur Wikipedia?

Die Interviews zeigten, dass die meisten Menschen nicht gezielt die Wikipedia aufrufen, sondern über Suchmaschinen – insbesondere Google – auf einzelne Artikel gelangen. Nur ein kleiner Teil nutzt die interne Wikipedia-Suche oder besucht die Seite direkt. Damit ist die Wikipedia in hohem Maße von Suchmaschinen als wichtigstem Zugangsweg abhängig.

Wie wird Wikipedia genutzt?

Das Nutzungsverhalten der Lesenden lässt sich in vier typische Formen einteilen:

  • Unsichtbare Nutzung: Suchmaschinen oder KI-Systeme fassen Inhalte der Wikipedia direkt zusammen, sodass die eigentliche Website gar nicht mehr besucht wird. Verlässliche Zahlen hierzu liegen bislang nicht vor, es ist jedoch zu erwarten, dass diese Form der Nutzung künftig zunimmt.
  • Kurzes Nachschlagen: Rund 69 % der Nutzungen dienen dem schnellen Auffinden einzelner Informationen wie Namen, Daten oder Zahlen, ohne den gesamten Artikel zu lesen.
  • Vertieftes Lesen: Etwa 12 bis 15 % der Lesenden beschäftigen sich intensiver mit einem Thema und lesen größere Teile eines Artikels, um Zusammenhänge zu verstehen.
  • Stöbern und Erkunden: Manche Leserinnen und Leser folgen den internen Verlinkungen und bewegen sich ohne konkretes Ziel von Artikel zu Artikel.

Dabei zeigte sich außerdem, dass sich viele Lesende entlang des Inhaltsverzeichnisses orientieren und gezielt einzelne Abschnitte ansteuern.

Wünsche an Texte und Artikelstruktur

Viele Befragte empfinden Wikipedia-Artikel als sehr umfangreich und teilweise zu textlastig. Häufig wurde der Wunsch nach einer verständlichen Zusammenfassung am Beginn eines Artikels geäußert. Ebenfalls vermisst werden mehr erklärende Bilder, Grafiken oder Videos, die komplexe Inhalte leichter verständlich machen und den Lesefluss unterstützen.

Warum Menschen Wikipedia vertrauen

Das Vertrauen in die Wikipedia ist insgesamt sehr hoch. Als wichtigste Vertrauenssignale werden Quellenangaben und Fußnoten wahrgenommen, obwohl diese nur selten tatsächlich geöffnet werden. Auch die neutrale Darstellung der Inhalte sowie die Werbefreiheit tragen wesentlich zur Glaubwürdigkeit bei.

Wenig bekannt ist hingegen, wie die Qualitätssicherung innerhalb der Wikipedia funktioniert, beispielsweise durch Sichtungen oder die kontinuierliche Kontrolle durch die Community. Die meisten Befragten berichteten von überwiegend positiven Erfahrungen. Gleichzeitig zeigte sich, dass bereits ein einzelner sachlich fehlerhafter Artikel das Vertrauen nachhaltig beeinträchtigen kann.

Wikipedia und Künstliche Intelligenz

Wikipedia genießt ein hohes Ansehen, weil die Inhalte von Menschen erstellt werden und ihre Quellen transparent nachvollziehbar sind. Zudem bieten Wikipedia-Artikel häufig Bilder und weiterführende Informationen, die in KI-Antworten oft fehlen. Einige Befragte nutzen Wikipedia sogar, um Aussagen von KI-Systemen zu überprüfen.

Künstliche Intelligenz bietet dagegen den Vorteil, dass Antworten direkt auf die gestellte Frage zugeschnitten sind und sich durch Nachfragen leicht vertiefen lassen. Die schnelle und dialogorientierte Informationsvermittlung wird geschätzt. Gleichzeitig besteht jedoch das Bewusstsein, dass KI-Antworten fehlerhaft sein können und deshalb überprüft werden sollten.

Insgesamt machten die Interviews deutlich, dass Wikipedia von ihren Leserinnen und Lesern als vertrauenswürdige und hochwertige Wissensquelle wahrgenommen wird. Gleichzeitig wurden konkrete Verbesserungsvorschläge sichtbar – insbesondere hinsichtlich einer besseren Lesbarkeit, verständlicher Einstiege in Artikel und einer stärkeren visuellen Unterstützung der Inhalte.

Ältere Berichte

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Berichte über frühere Themenabende wurden auf eine Unterseite ausgelagert und können dort eingesehen werden:

Commons: Digitaler Themenabend – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien