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Westsilvretta

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Westsilvretta
Litzner-Plattenspitze-Gruppe
Großes Seehorn
Großes Seehorn
Großes Seehorn
Höchster Gipfel Großes Seehorn (3121 m ü. A.)
Lage Österreich

Schweiz

Teil der Silvretta
Einteilung nach SOIUSA II/A-15.VI-A.3
Koordinaten 46° 53′ N, 10° 2′ OKoordinaten: 46° 53′ N, 10° 2′ O
Ritzenspitzen und Rotbühelspitze
Valisera
Klostertaler Umwelthütte und Sonntagspitze
Blick vom Gandakopf: Burg, Versettla, Madrisella, Heimbühel, Heimspitze (hinter der Fichte), Valisera, im Vordergrund die Bergstation der Versettlabahn
Burg oberhalb der Nova Stoba, in der Garneragruppe der Silvretta
Heimspitze und Valisera von Norden

Die Westsilvretta ist eine Gruppe der Silvretta nach dem Alpenvereinsführer Silvretta oder Litzner-Plattenspitze-Gruppe nach der SOIUSA. Beide Begriffe meinen exakt dasselbe Gebiet.[1][2] Das Gebiet hat eine Höhenlage von 801 m bis zu 3121 m ü. A., eine maximale Ausdehnung von rund 21 km und eine Fläche von rund 200 km2.[3]

Nach der SOIUSA wird die Berggruppe eingeordnet in ein hierarchisches System:[2]

Einordnung nach SOIUSA
Teil II Ostalpen
Sektor II/A Zentrale Ostalpen
Abschnitt II/A-15 Westliche Rätische Alpen
Unterabschnitt II/A-15.VI Alpen von Silvretta, Samnaun und Verwall
Obergruppe II/A-15.VI-A Silvretta (AVE 26)
Gruppe II/A-15.VI-A.3 Litzner-Plattenspitze-Gruppe (Westsilvretta)

Lage und Umgrenzung

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Politisch liegt der nördliche Teil in den Gemeinden St. Gallenkirch und Gaschurn, im Bezirk Bludenz, im Bundesland Vorarlberg und im Staat Österreich. Der südliche Teil liegt in der Gemeinde Klosters, in der Region Prättigau/Davos, im Kanton Graubünden und in der Schweiz. Der Hauptkamm der Westsilvretta ist die Staatsgrenze sowie die Wasserscheide zwischen Ill und Landquart.[4][5]

Regional gehört der österreichische Teil zur Region Montafon, die Schweizer Seite zum Prättigau.

Geographisch ist die Westsilvretta der nordwestliche Teil der Silvretta. Der Hauptkamm geht von der Rotfluh in der Zentral- oder Mittelsilvretta aus. Die Rote Furka gilt als Grenze zur Westsilvretta. Ab da verläuft der Kamm mehrfach gebogen nach Nordwesten bis zum Schlappiner Joch, dem Übergang zum Rätikon.

Die Umgrenzung erfolgt von Norden her im Uhrzeigersinn entlang der Linie Ill – Klostertaler Bach – Rote Furka – Verstanclabach – Landquart – Schlappinbach – Büelenbach – Furggabach – Schlappiner Joch – ValzifenzbachSuggadinbach – Ill.[6][5][7]

Untergliederung

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Nach dem Alpenvereinsführer gibt es folgende Untergruppen:

Nach der SOIUSA wird die Rotbühlspitzgruppe und die Garneragruppe zusammengefasst als Rotbühlspitz-Platten-Gruppe mit den Sektoren Rotbühlspitzgruppe und Garneragruppe.[2]

Berge und Sättel

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Der Hautkamm besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv):

Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung
Rote Furka 2688 Übergang zur Zentralsilvretta
Tälihorn 2844
Klostertaler Spitze 2842
Klosterpass 2751
Sonntagspitze 2881
Winterlücke 2830 Glöttergletscher nördlich
Winterberg 2924 Kleiner Seitenkamm nach Südwesten zum Hüttenwanghorn
Großlitzner 3109 Großer Seitenkamm nach Nordosten über den Litzner Sattel zu den Lobspitzen
Großes Seehorn 3121 Kleines Seehorn westlich davon
Seelücke 2771 Litzner Gletscher östlich, Seegletscher westlich, Saarbrücker Hütte nordöstlich
Östliche Kromerspitze 2844 Kleinlitzner nordöstlich
Kromerscharte 2793
Westliche Kromerspitze 2865
Schweizer Lücke 2741 Schweizer Gletscher nordöstlich
Östliche Plattenspitze 2852 Großer Seiterkamm nach Norden zum Valgraggeskamm und zur Hochmaderergruppe
Plattenjoch 2728 Tübinger Hütte nordwestlich, Seetalhütte südlich
Westliche Plattenspitze 2883
Plattenspitzen 2851 Großer Seitengrat nach Süden und Südwesten zur Ferggengruppe
Hüenertällijoch 2695 nördlich das Garneratal, südlich das hinterste Schlappintal
Chessichopf/Kessikopf 2765
Kessispitze 2833
Chessihorn/Kessihorn 2744
Carnäirajoch/Garnerajoch 2489 niedrigster Übergang zwischen Garneratal und Schlappintal
Hinterberg 2682 Großer Seitenkamm nach Norden, der sich später in drei Kämme aufteilt, Garnergruppe und Heimspitz-Valisera-Gruppe
Kunterbandfurgga 2617 Scharte zwischen Vergaldatal und Schlappintal
Isentällispitze/Eisentälispitze 2875
Rotbühlspitze 2853 Seitenkamm nach Nordwesten zu den Ritzenspitzen
Teuf Furgga 2479 Scharte im Valzifenzgrat
Schlappiner Spitze 2442
Schlappiner Joch 2201 Übergang zum Rätikon, niedrigste Verbindung von Gargellen nach Klosters

Der Seitenkamm zu den Lobspitzen besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv):

Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung
Großlitzner 3109 am Hauptkamm
Litzner Sattel 2737 Wanderweg
Sattelkopf 2863 Kleiner Seitengrat nach Nordwesten zur Glötterspitze
Verhupfspitze 2957
Hintere Lobspitze 2873
Lobturm 2867
Mittlere Lobspitze 2799
Vordere Lobspitze 2835
Kleine Lobspitze 2760

Der Seiterkamm zum Valgraggeskamm und zur Hochmaderergruppe besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv):

Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung
Östliche Plattenspitze 2852 am Hauptkamm
Zwillinge 2896
Blodigturm 2784
Valgraggestürme 2705
Valgraggeskopf 2820
Südliche Valgraggesspitze 2761
Nördliche Valgraggesspitze 2793
Hochmaderjoch 2505 Wanderweg
Hochmaderer 2823
Stritkopf 2745 Seitenkamm über das Schafbodenjoch zum Schafboden
Tschambreuspitze 2605
Breitfielerberg 2417 an der Nordflanke liegt die Bergstation der Vermuntbahn

Bei den Plattenspitzen zweigt ein Seitenkamm ab nach Süden zur Ferggengruppe, der Kamm besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv):

Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung
Plattenspitzen 2851 am Hauptkamm
Seenadlen 2686
Schottenseefürggli 2644
Seeschijen 2773
Schijenfurgga 2571
Leidhorn 2839
Chessler 2836
Fergenfurgga 2651
Fergenhorn 2846
Schildflue 2887
Älpeltispitz 2685
Versitspitz 2174


Der Seitenkamm der Garneragruppe vom Hinterberg nach Norden besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv):

Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung
Hinterberg 2682 am Hauptkamm
Mittelberg 2657
Vergaldner Joch 2515
Vorderberg 2553
Kuchenberg 2523
Matschuner Jöchli 2423
Heimbühelturm 2499
Heimbüheljoch 2495 Übergangszone zur Heimspitz-Valisera-Gruppe
Heimbühel 2540
Matschuner Joch 2391
Matschuner Köpfe 2426
Madrisella 2466
Versettla 2372
Burg 2247 Bergstation der Versettlabahn zwischen Burg und Gantakopf
Gantakopf 1958

Die Heimspitz-Valisera-Gruppe ganz im Nordwesten der Westsilvretta besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv):

Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung
Schmalzberg 2345 östlich von Gargellen
Valiserakopf 2449
Mittagspitze 2665
Valisera 2716
Valiserajöchli 2601
Zwischenspitze 2661 Übergang zur Garneragruppe
Heimspitze 2685
Kleine Heimspitze 2515
Schwarzkopf 2370 Nördlich davon liegt das Skigebiet Silvretta Montafon, Teilbereich Nova

Der Kamm von der Rotbühlspitze nach Nordwesten besteht aus folgenden Bergen und Sättel (kursiv):

Gipfel/Sattel Höhe m ü. A. Anmerkung
Rotbühlspitze 2852 am Hauptkamm
Valzifenzer Joch 2485
Valzifenzer Turm 2589
Schneeberg 2583
Wormakopf 2540
Palmtaljoch 2478
Ritzenspitzen 2650

Täler und Siedlungen

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Nur die umgrenzenden Täler sind teilweise besiedelt:

Innerhalb der Westsilvretta sind mehrere unbewohnte Hochgebirgstäler:

In Vorarlberg steht das Vergaldner Tal und umliegende Berge unter Schutz (Ruhezone Vergaldatal).[8] Oberhalb von Klosters ist die Wildruhezone Alp mit Wegegebot vom 20. Dezember bis zum 15. April.[9]

Im Norden der Gebirgsgruppe befindet sich ein Teilbereich des Skigebiets Silvretta Montafon. Das übrige Gebiet ist beliebt bei Wanderern, Bergsteigern und Skitourengehern. Wichtige Stützpunkte sind die Schutzhütten:

Einzelnachweise

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  1. Silvretta, Alpenvereinsführer alpin. Bergverlag Rudolf Rother, München 2005, ISBN 978-3-7633-1097-5.
  2. 1 2 3 European Data Portal - Einheitliche internationale orografische Unterteilung des Alpensystems – SOIUSA. Europäische Union, abgerufen am 24. Mai 2026.
  3. Höhenschichten. Abgerufen am 1. Juni 2026.
  4. Verwaltungsgrenzen. Abgerufen am 24. Mai 2026.
  5. 1 2 Maps of Switzerland - Swiss Confederation - map.geo.admin.ch. Abgerufen am 24. Mai 2026.
  6. Wandern. Abgerufen am 24. Mai 2026.
  7. Gewässer. Abgerufen am 24. Mai 2026.
  8. Schutzgebiete. Abgerufen am 1. Juni 2026.
  9. Maps of Switzerland - Wildlife areas. Abgerufen am 1. Juni 2026.