Das Unternehmen wurde 2012 von Frank Stefan Jorga sowie Tim-Markus Kaiser und Franz Thomas Fürst in Berlin gegründet.[2][3] Das Team entwickelte ein Verfahren für die Personenidentifikation per Videochat, das 2014 von der Bafin genehmigt wurde.[4][5] 2016 wurde ein Standort in Kiel eröffnet für App- und Software-Entwicklung, IT-Projektmanagement und Server Administration.[6] Im gleichen Jahr weitete WebID das Geschäft mit einer neu gegründeten Tochtergesellschaft und einer Kooperation mit der Swisscom AG auf die Schweiz aus.[7]
WebID befand sich für mehrere Jahre in einem Rechtsstreit mit einem Wettbewerber, der WebID Solutions der Patentverletzung bezichtigte.[8][9] 2020 wurde die Klage vom Oberlandesgericht Düsseldorf als unberechtigt abgewiesen.[10]
Durch die Aufnahme mehrerer Kredite finanzierte WebID die Expansion in die USA, wo das Unternehmen 2018 einen Standort aufbaute und die Onlineidentifikation patentieren ließ.[11][12]
Die Angebote des Unternehmens konzentrieren sich auf Produkte und Serviceleistungen für Rechtsgeschäfte, die über das Internet abgewickelt werden. Das umfasst die Personenidentifikation per Videocall, durch Online-Ausweis, Onlinebanking, digitale Identität oder mithilfe von KI sowie Altersprüfungen (AVS) und Online-Vertragsabschlüsse.[20] Außerdem hat WebID die herstellerneutrale Plattform GTTP („Global Trust Technology Platform“) entwickelt, die alle am Online-Identifizierungsprozess Beteiligten zusammenbringt.[21] WebID arbeitet zusätzlich mit anderen Plattformen wie Verimi zusammen, um die Online-Identifikation bei mehrmaliger Anmeldung zu vereinfachen.[12]
Das erste Unternehmen, das die Online-Videoidentifizierung über WebID Solutions einsetzte, war die SWK Bank.[35] Als erste größere Bank in Deutschland etablierte die ING-DiBa 2014 die vollständige Online-Kontoeröffnung und band dabei WebID Solutions ein.[36] Stand November 2025 setzte die ING für Kontoeröffnungen wieder PostIdent Videochat ein.[37]
12 Bundesanzeiger: Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024, abgerufen am 18. Juli 2026.
↑Franz Thomas Fürst und Frank Stefan Jorga: Onlineidentifikation – Medienbruchfreies Multikanalmanagement, in: Harald Brock, Ingo Bieberstein (Hrsg.): Multi- und Omnichannel-Management in Banken und Sparkassen. Wege in eine erfolgreiche Zukunft, Springer Gabler, Wiesbaden 2015, S. 363–375, ISBN 978-3-658-06537-9. Biografische Angaben zu Fürst und Jorga dort S. 375. Zu Jorga siehe auch Kerstin Dämon:„Der Druck ist noch nicht groß genug“.In:Wirtschaftswoche (online).Abgerufen am 12.April 2017.
12Helmut Bünder:Identifikation von Ausweisen: Der Vertragsabschluss auf der Couch – per Videochat. In: FAZ.NET. ISSN0174-4909 (faz.net[abgerufen am 18.März 2021]).
↑Franz Thomas Fürst und Frank Stefan Jorga: Onlineidentifikation – Medienbruchfreies Multikanalmanagement, in: Harald Brock, Ingo Bieberstein (Hrsg.): Multi- und Omnichannel-Management in Banken und Sparkassen. Wege in eine erfolgreiche Zukunft, Springer Gabler, Wiesbaden 2015, S. 363–375, hier S. 364–367, ISBN 978-3-658-06537-9.
↑Franz Thomas Fürst und Frank Stefan Jorga: Onlineidentifikation – Medienbruchfreies Multikanalmanagement, in: Harald Brock, Ingo Bieberstein (Hrsg.): Multi- und Omnichannel-Management in Banken und Sparkassen. Wege in eine erfolgreiche Zukunft, Springer Gabler, Wiesbaden 2015, S. 363–375, hier S. 367, ISBN 978-3-658-06537-9.