Die Volvo Group stellt für den europäischen Markt seit 2014 keine Stadtbusse mit reinem Verbrennerantrieb mehr her.[1] Daher waren ab diesem Zeitpunkt nur noch Versionen mit parallelem Hybridantrieb und später mit elektrischem Antrieb (Batteriebus) verfügbar.
Der Volvo 7900 war in folgenden Versionen verfügbar, hierbei werden die über 18m langen Gelenkbusse als 7900A (A für Articulated = Gelenkbus) bezeichnet:
Volvo 7900 Hybrid: 10,6 m Länge, 3280 mm Höhe, 2 Achsen mit 4450 mm Achsstand
Volvo 7900 Diesel: 12,0 m Länge, 2866 mm Höhe, 2 Achsen mit 5945mm Achsstand
Volvo 7900 CNG: 12,0 m Länge, 2866 mm Höhe, 2 Achsen mit 5945mm Achsstand
Volvo 7900 Hybrid: 12,0 m Länge, 3280 mm Höhe, 2 Achsen mit 5945mm Achsstand
Volvo 7900 Electric Hybrid: 12,0 m Länge, 3280 mm Höhe, 2 Achsen mit 5945mm Achsstand
Volvo 7900 Electric: 12,0 m Länge, 3280 mm Höhe, 2 Achsen mit 5945mm Achsstand
Volvo 7900A Diesel: (Gelenkbus) 18,0 m Länge, 2866 mm Höhe an der Front, 3 Achsen mit 5190mm und 6755mm Achsstand
Volvo 7900A CNG: 18,0 m Länge, 2866 mm Höhe, 3 Achsen mit 5190mm und 6755mm Achsstand
Volvo 7900A Hybrid: 18,0 m Länge, 3280 mm Höhe, 3 Achsen mit 5190 mm und 6755mm Achsstand
Alle Modelle verfügen über eine Wagenkastenbreite von 2550 mm.
Optional konnte der Käufer die Anzahl der Doppeltüren (möglich: vorn, in der Mitte, am Heck) festlegen sowie die Sitze mit Sicherheitsgurten ausstatten lassen.
Volvo 7900 Electric Hybrid der Hamburger Hochbahn mit LadeeinheitHybridmotor bestehend aus 4-Zylinder-Dieselmotor und leistungsstarkem Elektromotor
Auf Basis des Volvo 7900 Hybrid wurde eine Erweiterung angeboten, die u.a. eine auf dem Dach montierte Vorrichtung für gelegentliches Laden an Haltestellen enthielt. Sobald ein Bus eine Haltestelle mit Ladestation (Hersteller ABB) erreicht, senkt sich eine an einer Säule am Straßenrand befestigte Ladeeinheit auf die auf dem Dach des Busses montierte Kopplungsstelle. Ein Ladevorgang dauert drei bis sechs Minuten.
Die Busse können zwischen zwei Ladevorgängen bis zu sieben Kilometer leise und emissionsfrei fahren. Dies entspricht nach Angaben des Herstellers etwa 70 Prozent der Strecke einer durchschnittlichen Buslinie in Europa.[4]
Neben der Bremsenergierückgewinnung haben die Hybridbusse für eine höhere Reichweite einen Dieselmotor mit 5,1 statt 9 Liter Hubraum, der die Räder bei ungenügender Akkuladung parallel zum Elektromotor antreibt.[5] Das Fahrzeug sowie das Ladesystem wurden erstmals im September 2014 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Verkehrsunternehmen Hamburger Hochbahn nahm Mitte Dezember 2014 den ersten Bus dieses Typs auf der „Innovationslinie“ 109 in Betrieb.[6]
Der Batteriebus 7900E wurde erstmals im Oktober 2017 auf der Busworld Europe, der internationalen Busausstellung im belgischen Kortrijk, vorgestellt. Der 12m lange Bus ist mit zwei oder drei Türen ausgestattet und konnte mit drei verschiedenen Batteriekapazitäten geliefert werden: 150kWh, 200kWh oder 250kWh. Die Batterien können durch Schnellladen (sog. OppCharge) oder CCS geladen werden.[7]
Seit Juni 2017 verkehren in der Luxemburgischen Stadt Differdingen vier Volvo 7900E beim Unternehmen Sales-Lentz.[8] Ein erster größerer Kaufvertrag wurde mit der norwegischen Stadt Trondheim abgeschlossen. Bis zum Sommer 2019 lieferte Volvo insgesamt 25 Busse des Modells 7900E.[9]
↑Volvo-7900-LAH-HYBRID Technische Daten.Busplaner Ausgabe August 2015.In:busplaner.de.Huss-Verlag GmbH,August 2015,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am13.März 2018;abgerufen am 13.Mai 2025.