Villigen
| Villigen | ||||||||||||
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| Staat: | ||||||||||||
| Kanton: | ||||||||||||
| Bezirk: | Brugg | |||||||||||
| BFS-Nr.: | 4121 | |||||||||||
| Postleitzahl: | 5234 Villigen 5233 Stilli | |||||||||||
| Koordinaten: | 658456 / 264293 | |||||||||||
| Höhe: | 365 m ü. M. | |||||||||||
| Höhenbereich: | 325–701 m ü. M.[1] | |||||||||||
| Fläche: | 11,21 km²[2] | |||||||||||
| Einwohner: | 2231 (31. Dezember 2024)[3] | |||||||||||
| Einwohnerdichte: | 199 Einw. pro km² | |||||||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 26,8 % (31. Dezember 2024)[4] | |||||||||||
| Gemeindeammann: | Olivier Moser[5] | |||||||||||
| Website: | www.villigen.ch | |||||||||||
Aussicht vom Geissberg | ||||||||||||
| Lage der Gemeinde | ||||||||||||
| Jahr | 1764 | 1850 | 1900 | 1930 | 1950 | 1960 | 1970 | 1980 | 1990 | 2000 | 2010 | 2020 |
| Einwohner | 460 | 733 | 591 | 601 | 630 | 621 | 779 | 914 | 1247 | 1430 | 2010 | 2120 |
Am 31. Dezember 2024 lebten 2231 Menschen in Villigen, der Ausländeranteil betrug 26,8 %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 30,7 % als reformiert und 30,4 % als römisch-katholisch; 38,9 % waren konfessionslos oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.[11] 89,8 % gaben bei der Volkszählung 2000 Deutsch als ihre Hauptsprache an, je 1,7 % Albanisch und Italienisch, 1,6 % Portugiesisch sowie 1,0 % Französisch.[12]
Politik und Recht
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige Gemeinderat. Er wird im Majorzverfahren vom Volk gewählt, seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden. Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das Bezirksgericht Brugg zuständig. Villigen gehört zum Friedensrichterkreis VIII (Brugg).[13]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Villigen hat im Vergleich zu den Nachbargemeinden relativ viele Arbeitsplätze, nämlich über 1500 gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT). Davon sind 3 % in der Landwirtschaft, 11 % in der Industrie und 86 % im Dienstleistungssektor.[14] Der mit Abstand grösste Arbeitgeber ist das Paul Scherrer Institut (PSI), ein multidisziplinäres Forschungszentrum für Natur- und Ingenieurwissenschaften. Daneben gibt mehrere Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Rund anderthalb Kilometer nordwestlich des Dorfes liegt am Osthang des Geissbergs der Steinbruch Gabenchopf. Die dort abgebauten Steine (Kalkstein und Mergel) werden mit einem vier Kilometer langen Förderband über die Aare hinweg zum LafargeHolcim-Zementwerk in Würenlingen transportiert.
Weiterhin von grosser Bedeutung ist der Weinbau. An den Südhängen der Geissberg-Ausläufer war im Jahr 2018 eine Fläche von 14,9 Hektaren mit Reben bestockt. Es werden über ein Dutzend verschiedene Sorten angepflanzt, wobei Blauburgunder und Riesling × Sylvaner dominieren.[15]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Villigen und Stilli liegen an der Kantonsstrasse 441/442, die von Brugg her dem westlichen Aareufer entlang nach Böttstein und Klingnau verläuft. Bei Stilli führt eine 1970 gebaute Brücke über die Aare nach Würenlingen. Der Anschluss an das Netz des öffentlichen Verkehrs erfolgt durch die Postautolinie vom Bahnhof Brugg nach Döttingen, mit Zusatzkursen zwischen Brugg und dem PSI. Durch Stilli verkehrt zusätzlich die Linie zwischen Brugg und Bad Zurzach, vom PSI aus eine Linie über Untersiggenthal nach Gebenstorf. An Wochenenden fährt ein Nachtbus von Brugg über Villigen und Remigen nach Riniken.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über einen Kindergarten und ein Schulhaus, in dem die Primarschule unterrichtet wird. Sämtliche Oberstufen (Realschule, Sekundarschule und Bezirksschule) können in Brugg besucht werden. Die nächstgelegenen Gymnasien sind die Kantonsschule Baden und die Kantonsschule Wettingen.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ernst Keller (1891–1968), Grafikdesigner, Typograf, Bildhauer, Heraldiker und Lehrer
- Esther Süss (* 1974), Mountainbikerin
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Felix Müller: Villigen. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Michael Stettler, Emil Maurer: Die Kunstdenkmaeler des Kantons Aargau. Hrsg.: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band II: Die Bezirke Lenzburg und Brugg. Birkhäuser Verlag, Basel 1953, DNB 750561750.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ Gemeinderat. Abgerufen am 30. April 2024.
- 1 2 Beat Zehnder: Die Gemeindenamen des Kantons Aargau. In: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (Hrsg.): Argovia. Band 100. Verlag Sauerländer, Aarau 1991, ISBN 3-7941-3122-3, S. 447–448.
- 1 2 Landeskarte der Schweiz, Blatt 1070, Swisstopo.
- ↑ Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen. Bundesamt für Statistik, 26. November 2018, abgerufen am 8. Juni 2019.
- ↑ Joseph Galliker, Marcel Giger: Gemeindewappen des Kantons Aargau. Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, Buchs 2004, ISBN 3-906738-07-8, S. 305.
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850. (Excel) In: Eidg. Volkszählung 2000. Statistik Aargau, 2001, archiviert vom am 8. Oktober 2018; abgerufen am 8. Juni 2019.
- ↑ Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015. (Excel) In: Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015. Statistik Aargau, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2019; abgerufen am 8. Juni 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden. (Excel) Statistik Aargau, archiviert vom am 8. Oktober 2018; abgerufen am 8. Juni 2019.
- ↑ Friedensrichterkreise. Kanton Aargau, abgerufen am 18. Juni 2019.
- ↑ Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT). (Excel, 157 kB) Statistik Aargau, 2016, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. Mai 2019; abgerufen am 8. Juni 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Weinlesekontrolle 2018 Kanton Aargau. (PDF, 2,4 MB) Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg, 2019, abgerufen am 12. Juni 2019.



