Ubbedissen
Ubbedissen Stadtbezirk Stieghorst Stadt Bielefeld | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 51° 59′ N, 8° 38′ O | |
| Höhe: | 145 m | |
| Fläche: | 7,27 km² | |
| Einwohner: | 6012 (31. Dez. 2008)[Ohne Beleg] | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1973 | |
| Postleitzahl: | 33699 | |
Lage von Ubbedissen in Stieghorst Stadt Bielefeld | ||
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1799 | 487 1) | [9] |
| 1822 | 644 2) | [10] |
| 1843 | 1097 | [11] |
| 1864 | 1050 | [12] |
| 1910 | 1526 | [13] |
| 1939 | 2407 | [14] |
| 1950 | 3341 | [15] |
| 1961 | 3264 | [8] |
| 1966 | 3249 | [16] |
| 1970 | 3453 | [8] |
| 1972 | 3675 | [17] |
| 2008 | 6012 | [18] |
Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis zur Bildung einer eigenen Kirchengemeinde in der Mitte des 19. Jahrhunderts war Ubbedissen ins Kirchspiel Oerlinghausen eingepfarrt, obwohl Oerlinghausen selber seit jeher zum Fürstentum Lippe gehörte.[1] Die Evangelische Pfarrkirche an der Detmolder Straße wurde in den Jahren 1877 und 1878 nach Entwürfen des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler, einem Schüler Karl Friedrich Schinkels, als dreischiffige Pfeilerhallenkirche in neugotischem Stil errichtet.
Die Ubbedisser Katholiken gehören zur Kirchengemeinde St. Bonifatius in Stieghorst.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Ubbedissen gibt es mehrere Kindertagesstätten und die Grundschule Ubbedissen.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ubbedissen besitzt einen eigenen Sportverein namens SV Ubbedissen 09. Dieser teilt sich mit der Grundschule Ubbedissen eine Turnhalle sowie einen Kunstrasenplatz, der 2003 errichtet wurde. Mit über 1150 Mitgliedern gehört der SV Ubbedissen zu den größten Vereinen in Bielefeld. Der Verein besitzt Abteilungen für Fußball, Volleyball, Schach, Aerobic, Leichtathletik, Turnen, Tischtennis, Basketball, Badminton, Wandern und seit Juni 2025 auch Dart. Seit 2010 nutzen Sportverein und Grundschule eine neue Doppelturnhalle.
Verkehr
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Die Bundesautobahn 2 führt westlich an Ubbedissen vorbei und kann über die Bundesstraße 66 erreicht werden, die im Bereich von Ubbedissen autobahnähnlich ausgebaut ist. Die wichtigste innerörtliche Straße in Ubbedissen ist die Detmolder Straße.
Im Schienenverkehr verfügt Ubbedissen über einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Bielefeld–Lemgo, die seit 1904 durch Ubbedissen führt. Auf dieser Strecke betreibt die Eurobahn im Stundentakt die Regionalbahnlinie 73 „Der Lipperländer“.
Die Buslinien 38 und 138 verbinden Ubbedissen mit der Endhaltestelle Stieghorst der Linie 4 der Stadtbahn Bielefeld, die Buslinie 369 verbindet Dingerdissen und das südliche Frordissen direkt mit der Bielefelder Innenstadt.
Natur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Große Teile der Niederungen und des Waldes der Windwehe im Nordosten sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. In Ubbedissen liegt ein Teil des Naturschutzgebietes Windweheniederung mit 29,5 ha Größe.[19] Dieses setzt sich in östlicher Richtung auf dem Gebiet der Gemeinde Leopoldshöhe mit dem ca. 56,5 ha großen Naturschutzgebiet Windwehetal fort.[20]
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Volkssternwarte Ubbedissen wird vom Naturwissenschaftlichen Verein für Bielefeld und Umgegend e. V. betrieben.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Peter Florenz Weddigen: Neues westphälisches Magazin zur Geographie, Historie und Statistik. (Digitalisat) 1789, S. 141, abgerufen am 12. April 2010.
- ↑ Vieweg (Hrsg.): Westfalen unter Hieronymus Napoleon. Braunschweig 1812, S. 47 (google.de).
- ↑ Verordnung Nr. 713. (Digitalisat) In: Amtsblatt der Regierung Minden. 17. November 1843, S. 360, abgerufen am 22. April 2010.
- ↑ Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1905, S. 12
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich 1940, S. 124
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis 1964, Zeile 114
- ↑ Ministerialblatt NRW 1964, S. 1581
- 1 2 3 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 320 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Peter Florens Weddigen: Westphälischer historisch-geographischer National-Kalender. Kleinenbremen 1805, § 1 Das Amt Sparrenberg, S. 15 (google.de).
- ↑ Statistisch-Topographische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Minden 1821. In: Digitale Sammlungen ULB Münster. S. 41, abgerufen am 9. Januar 2025.
- ↑ Seemann: Geographisch-statistisch-topographische Übersicht des Regierungsbezirks Minden. 1843, abgerufen am 23. April 2024.
- ↑ Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Minden. (Digitalisat) 1866, S. 12, abgerufen am 22. April 2010.
- ↑ Landkreis Bielefeld. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023.
- ↑ Michael Rademacher: Bielefeld. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
- ↑ Landkreis Bielefeld (Hrsg.): 150 Jahre Landkreis Bielefeld. 1966.
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 97 f.
- ↑ Sozialleistungsbericht 2008. (pdf; 9,5 MB) Stadt Bielefeld, 31. Dezember 2008, S. 185, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2012; abgerufen am 25. Mai 2010: „Einwohnerzahl der Statistischen Bezirke 774 Dingerdissen und 775 Ubbedissen“ Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Naturschutzgebiet „Windweheniederung“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 24. Februar 2017.
- ↑ Naturschutzgebiet „Windwehetal“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 24. Februar 2017.
