Milse
Milse Stadtbezirk Heepen Stadt Bielefeld | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 3′ N, 8° 36′ O | |
| Höhe: | 85 m ü. NN | |
| Fläche: | 3,38 km² | |
| Einwohner: | 6265 (31. Dez. 2024)[Ohne Beleg] | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1973 | |
| Postleitzahl: | 33729 | |
| Vorwahl: | 0521 | |
Lage von Milse in Heepen Stadt Bielefeld | ||
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1799 | 365 | [8] |
| 1812 | 582 | [9] |
| 1822 | 303 | [10] |
| 1843 | 540 | [5] |
| 1864 | 481 | [11] |
| 1885 | 454 | [12] |
| 1910 | 1324 | [13] |
| 1939 | 1866 | [14] |
| 1950 | 2323 | [15] |
| 1961 | 2832 | [7] |
| 1966 | 3105 | [6] |
| 1970 | 3111 | [7] |
| 1972 | 3205 | [16] |
| 2008 | 6319 | [17] |
| 2019 | 6276 | [18] |
| 2022 | 6255 | [19] |
| 2024 | 6265 | [20] |
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Milse gehörte früher zum evangelischen Kirchspiel Heepen. Heute besteht in Milse eine eigene evangelische Kirchengemeinde, deren Kirche die Evangelische Kirche Milse ist. Die Milser Katholiken gehören zur Braker Pfarrei Maria Königin. Außerdem existiert in Milse eine Mennonitengemeinde.
Wasserschloss Milse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das alte Gutshaus stammt vermutlich aus der Zeit um 800. Erstmals erwähnt wird das Gut im Jahre 1194 als „Milesou“.[21] Auf dem Anwesen verbinden sich Johannisbach und Lutter und werden zur Aa. Die Aa fließt in Herford wiederum in die Werre, die schließlich in die Weser mündet. Seit 1886 ist das Anwesen im Besitz der Familie Lott. Heinrich Lott gründete dort in den Wirtschaftsgebäuden eine Lackfabrik, die jedoch nicht mehr in Betrieb ist.
Die Milser Mühle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Milser Mühle ist seit mehr als 125 Jahren im Besitz der Familie Borgstedt. 1875 wurde die Mühle, die seinerzeit zum Gut Milse gehörte, von der Familie gepachtet und später gekauft. Ursprünglich wurde hier Futterschrot für die Tierhaltung hergestellt. Seit 1918 wird hier Getreide für die menschliche Ernährung gemahlen. Noch heute wird die Mühle zu 10 bis 15 Prozent durch Wasserkraft betrieben.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Milse liegt östlich der Bundesstraße 61 zwischen Bielefeld und Herford. Die Bundesautobahn 2 wird von Milse aus an der zwei Kilometer entfernten Anschlussstelle Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld-Altenhagen erreicht. Von dort soll zukünftig die Ostwestfalenstraße bis zur B 61 verlängert werden und dabei als L 712n nördlich an Milse vorbeigeführt werden.
Milse ist durch die Linie 2 der Bielefelder Stadtbahn direkt mit dem Bielefelder Stadtzentrum verbunden. An der Stadtbahnhaltestelle Milse verkehren außerdem die Buslinien 33, 51 und 352 nach Brake, Altenhagen und Herford. Im August 2008 wurde der Umbau der Endhaltestelle von einer Wendeschleife in eine Stumpfendstelle mit Hochbahnsteig sowie Parkplätzen für 250 PKW fertiggestellt. Ende 2015 entstand ein neuer Kreisverkehr im Bereich Milser Straße/Elverdisser Straße. Weiterhin wurde die Stadtbahnlinie 2 verlängert bis zur neuen Endhaltestelle im benachbarten Altenhagen. Der neue Streckenteil wurde am 6. Dezember 2015 offiziell eingeweiht.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Peter Florenz Weddigen: Neues westphälisches Magazin zur Geographie, Historie und Statistik. (Digitalisat) 1789, S. 142, abgerufen am 12. April 2010.
- ↑ Gesetz-Bülletin des Königreichs Westphalen. 18. Mai 1808, S. 145, abgerufen am 13. April 2010 (Digitalisat).
- ↑ Gesetz-Bülletin des Königreichs Westphalen Band 2. 20. November 1812, S. 425, abgerufen am 13. April 2010 (Digitalisat).
- ↑ Alfred Bruns (Hrsg.): Westfalenlexikon 1832-1835. (Nachdrucke zur westfälischen Archivpflege). Westfälisches Landesamt für Archivpflege, Münster 1978.
- 1 2 Seemann: Geographisch-statistisch-topographische Übersicht des Regierungsbezirks Minden. 1843, abgerufen am 23. April 2024.
- 1 2 Landkreis Bielefeld (Hrsg.): 150 Jahre Landkreis Bielefeld. 1966.
- 1 2 3 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 320 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Peter Florens Weddigen: Westphälischer historisch-geographischer National-Kalender. Kleinenbremen 1805, § 1 Das Amt Sparrenberg, S. 15 (google.de).
- ↑ Westfalen unter Hieronymus Napoleon. (Digitalisat) 1812, S. 47, abgerufen am 20. April 2010.
- ↑ Statistisch-Topographische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Minden 1821. In: Digitale Sammlungen ULB Münster. S. 41, abgerufen am 9. Januar 2025.
- ↑ Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Minden. (Digitalisat) 1866, S. 12, abgerufen am 22. April 2010.
- ↑ Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Düsseldorf 1966
- ↑ Landkreis Bielefeld. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023.
- ↑ Michael Rademacher: Bielefeld. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 97 f.
- ↑ Sozialleistungsbericht 2008. (pdf; 9,5 MB) Stadt Bielefeld, 31. Dezember 2008, S. 185, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2012; abgerufen am 25. Mai 2010: „Einwohnerzahl des Statistischen Bezirks 666 Milse“ Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Daten der Stadt Bielefeld
- ↑ Statistische Bezirke; Angabe der Stadt Bielefeld
- ↑ Stadt Bielefeld: Demographie und statistische Gebietsgliederung
- ↑ Milse in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts
