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Tagmersheim

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Wappen Deutschlandkarte
Tagmersheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tagmersheim hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 49′ N, 10° 58′ OKoordinaten: 48° 49′ N, 10° 58′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Monheim
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 15,94 km²
Einwohner: 1047 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86704
Vorwahl: 09094
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 217
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
86704 Tagmersheim
Website: tagmersheim.de
Erste Bürgermeisterin: Lothar Behringer (BVB/GMT)
Lage der Gemeinde Tagmersheim im Landkreis Donau-Ries
Karte
Karte
Tagmersheim von Nordwesten
Pfarrkirche St. Jakobus

Tagmersheim (umgangssprachlich Damascha) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Monheim.

Tagmersheim liegt in der Planungsregion Augsburg, ca. 19 km nordöstlich von Donauwörth.

Es gibt zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Die Einöden Hagenauhof und Steinerhof zählen zum Gemeindeteil Tagmersheim.

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Blossenau und Tagmersheim.[4] Die Gemarkung Tagmersheim hat eine Fläche von 12,319 km². Sie ist in 962 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12805,88 m² haben.[5][6]

Bis zur Gemeindegründung

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Die Wasserburg Tagmersheim im Besitz der Familie von Otting wurde 1523 durch den Schwäbischen Bund zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Besitzer der Burg hatten sich als Unterstützer des Raubritters Hans Thomas von Absberg Feinde geschaffen, das Geschlecht der Otting starb 1578 im Mannesstamm aus. Tagmersheim war vor 1800 Amtssitz und gehörte seit 1672 den Grafen von Pestalozza, die auch die Hochgerichtsbarkeit besaßen. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Tagmersheim war. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert

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Im Jahr 1848 wurde das seit 1818 bestehende Patrimonialgericht aufgehoben.

Von 1965 bis 1973 wurde die Flurbereinigung durchgeführt und zum Abschluss ein St.-Jakobus-Mosaikstandbild des Künstlers Peter Recker aufgestellt.[7]

Eingemeindungen

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Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 die Gemeinde Blossenau eingegliedert.[8]

Einwohnerentwicklung

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Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1069 auf 1088 um 19 Einwohner bzw. um 1,8 %.

  • 1961: 978 Einwohner
  • 1970: 960 Einwohner
  • 1987: 1025 Einwohner
  • 1991: 1106 Einwohner
  • 1995: 1096 Einwohner
  • 2000: 1084 Einwohner
  • 2005: 1070 Einwohner
  • 2010: 1042 Einwohner
  • 2015: 1096 Einwohner

Bürgermeister und Gemeinderat

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Seit 1. Mai 2008 war Georg Schnell (FWG) Bürgermeister, der Bürgermeisterin Centa Büttner (CSU, 24 Jahre im Amt) ablöste. Dieser wurde am 16. März 2014 wieder gewählt. Vom 1. Mai 2020 bis 30. April 2026 war aufgrund der Kommunalwahl am 15. März 2020 Petra Riedelsheimer (CSU) Bürgermeisterin. Ihr Nachfolger ab 1. Mai 2026 wurde bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 Lothar Behringer (nominiert von GMT und BVB); er erreichte 54,5 % der Stimmen, die bisherige Amtsinhaberin kam auf 35,1 % und ein dritter Bewerber auf 10,4 % der Stimmen.[9]

Im Gemeinderat mit zwölf Mitgliedern hatten in der Amtszeit 2020–2026 alle vier damals angetretenen Parteien beziehungsweise Wählergruppen jeweils drei Sitze errungen. Bei der Gemeinderatswahl am 8. März 2026 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • CSU: 4
  • Freie Wählergruppe Tagmersheim (FWG): 3
  • Gemeinsames Miteinander Tagmersheim (GMT): 3
  • Bürgervereinigung Blossenau (BVB): 2
Gemeindewappen
Gemeindewappen
Blasonierung: „In Blau unter einer halben goldenen Sonne am oberen Schildrand ein aus goldenem Dreiberg aufwachsender beblätterter und gegabelter silberner Zweig, daran zwei silberne Heckenrosen mit blauen Butzen.“[10]

Wappenführung seit 1960.

Das Kirchdorf Blossenau führte bis zur Gebietsreform ein eigenes Wappen.

Bau- und Bodendenkmäler

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Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

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2017 gab es in der Gemeinde 187 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 461 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Die Zahl der Auspendler war damit um 274 höher als die der Einpendler. 10 Einwohner waren arbeitslos. Im Jahr 2016 bestanden 14 landwirtschaftliche Betriebe; 2003 waren es noch 26. Von der Gemeindefläche waren 689 ha landwirtschaftlich genutzt. 513 ha waren Ackerfläche und 177 ha Dauergrünland.

Im Jahre 2018 gab es folgende Einrichtungen:

  • eine Kindertageseinrichtung mit 54 Plätzen und 46 Kindern
  • eine Volksschule (Grundschule) mit drei Lehrern, drei Klassen und 62 Schülern

Persönlichkeiten

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  • Herbert Lang (1936–2026), Pfarrer und Historiker, ist im Ort geboren und aufgewachsen.
  • Doris Schröder-Köpf (* 1963), deutsche Journalistin und Buchautorin, ist hier aufgewachsen.
Commons: Tagmersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Tagmersheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. September 2019.
  3. Gemeinde Tagmersheim, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 9. Dezember 2021.
  4. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 18. April 2026.
  5. Gemarkung Tagmersheim (096917). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 18. April 2026.
  6. Webkarte. ALKIS-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. April 2026.
  7. Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt vom 5. August 1973, S. 6
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 450.
  9. Ergebnis Bürgermeisterwahl 2026, abgerufen am 2. Mai 2026
  10. Wappen von Tagmersheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte