Der T 188 war eine Weiterentwicklung des T 185, von dem der Oberwagen übernommen wurde. Wichtige Neuerungen waren die Joysticksteuerung sowie die Panoramakabine für einen verbesserten Arbeitskomfort. Auch ein Schiebeschild oder optional eine 4-Punkt-Abstützung sowie die vollhydraulische Gerätesteuerung und der hydraulische Fahrantrieb waren wichtige und notwendige Verbesserungen gegenüber seinem Vorgängermodell. Der Reihenvierzylinderdieselmotor 4 VD 14,5/12-1 SRW war ein Standardmotor des Motorenwerks Nordhausen, dessen leistungsstärkere Varianten auch im ZT 320 und W50 Verwendung fanden. Die Achsen wurden aus Gründen der Materialökonomie und um die spätere Wartung effizienter zu gestalten vom L60 übernommen. Die Hochleistungshydraulikpumpen mit Arbeitsdrücken bis 320 bar waren vollkommen neu entwickelt.
Das erste Muster wurde 1983 erprobt. Die Maschinen mit der Nr. 001 und 002 waren lediglich Baumuster. Die Maschinen mit den Nummern 003, 004 und 005 waren Erprobungsmaschinen und wurden in der Landwirtschaft (LPG Utzberg, LPG Korbußen) und im Bauwesen (Bau- und Montagebetrieb 17 der SDAG Wismut) erprobt. In den Jahren 1988 und 1989 wurden insgesamt 378 Stück gebaut. Die Tragfähigkeit ist mit 3,6t angegeben, abhängig von der Auslegerverstellung. Es standen insgesamt 29Anbaugeräte zur Verfügung, die nur zum Teil vom T 174 verwendet werden konnten. Für den T188 wurden komplett neue Arbeitswerkzeuge entwickelt (z.B. Lasthaken, Greifergrundgerüste, Löffel und Schachtgreiferschalen), da der T188 mit viel höherem Druck im Hydrauliksystem ausgestattet war. Es konnten lediglich Greiferschalen für die Schüttgüter beim T188 verwendet werden.
Der Bagger hat zwei Vorwärtsgänge (5 bzw. 20km/h), einen Rückwärtsgang (5km/h) sowie eine Differenzialsperre, um auch im Gelände einen guten Vortrieb zu gewährleisten. Die Steigfähigkeit ist mit 45° angegeben.
maximale Tragfähigkeit mit Hilfshaken am Baggerlöffel
1,5 t
maximale Tragfähigkeit im Greiferbetrieb
1,7 t
maximale Schürfkraft im Baggerbetrieb
65 kN
Umschlagleistung mit Greifer
150–250 t/h
Baggerleistung mit Tieflöffel
40–60 m³/h
Neigungsgrenze
1,5° ohne Reduzierung der Tragfähigkeit
5° mit reduzierter Tragfähigkeit
Fahrgeschwindigkeiten
Straßengang (1. Gang)
0 bis 20 km/h
Geländegang (2. Gang)
0 bis 5 km/h
Rückwärtsgang
0 bis 5 km/h
Steigfähigkeit auf befestigter Fahrbahn
Straßengang
10%
Geländegang
50%
Einsatzgrenzen
minimale Umgebungstemperatur
−20 °C
maximale Umgebungstemperatur
+40 °C
Weimar T 188 Bagger in der Version A03 (mit Abstützpratzen und Schiebeschild) mit dem sehr selten verbauten Monoblockausleger für Tieflöffelarbeiten.Der Monoblockausleger für Kranarbeiten war gestreckter.