Groupe TF1
| Groupe TF1 | |
|---|---|
| Rechtsform | Société Anonyme |
| ISIN | FR0000054900 |
| Gründung | 1987 |
| Sitz | Boulogne-Billancourt |
| Mitarbeiterzahl | 3.115 (2024) |
| Umsatz | 2,4 Mrd. Euro (2024)[1] |
| Branche | Medien |
| Website | groupe-tf1.fr |
TF1 S.A. ist ein börsennotiertes Medienunternehmen in Frankreich. Mit seinen verbundenen Unternehmen bildet es einen Konzern, der Groupe TF1 oder englisch TF1 Group genannt wird.
Neben dem namensgebenden Hauptsender TF1, der mit einem Marktanteil von rund 24 % der meistgesehene Kanal des Landes ist, betreibt die Gruppe mehrere Spartensender, die Streaming-Plattformen TF1+ und TFOU MAX (Subscription-Video-on-Demand), eine Werbeagentur sowie die Fernsehproduktionsgesellschaft Studio TF1 (vormals Newen Studios).[2] Hauptaktionär ist der Mischkonzern Bouygues.[3] Die Aktie ist an der Börse Euronext registriert und im Index CAC Mid 60 gelistet.

Sitz des Unternehmens ist der 59 Meter hohe Tour TF1 in Boulogne-Billancourt, unmittelbar an der westlichen Stadtgrenze von Paris.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Unternehmen entstand 1987 im Zuge der Privatisierung des zuvor öffentlich-rechtlichen ersten Programms des französischen Fernsehens durch die zweite Regierung des Premierministers Jacques Chirac. Ein Konsortium unter Führung des Baukonzerns Bouygues erhielt dabei den Zuschlag für eine zunächst zehnjährige Konzession. Am 24. Juli 1987 erfolgte der Börsengang. In den folgenden Jahrzehnten expandierte die Gruppe, u. a. durch die Gründung des Nachrichtensenders LCI (La Chaîne info) 1994 und die Übernahme des Senders TMC (Télé Monte-Carlo) 2010.[4] Im Jahr 2015 übernahm die Gruppe die Mehrheitsanteile an Newen Studios und baute damit ihre Produktionskapazitäten aus.[5]
Nachdem ein geplanter Zusammenschluss mit der M6-Gruppe im Jahr 2022 an Wettbewerbsauflagen scheiterte,[6] liegt der Fokus heute auf dem hauseigenen digitalen Angebot, das Anfang 2024 mit dem Start der Streaming-Plattform TF1+ begann.[7]
Eine strategische Kooperation ist für das Jahr 2026 vereinbart. Die Partnerschaft mit Netflix soll ab Sommer 2026 alle fünf frei empfangbaren Sender der Gruppe sowie über 30.000 Stunden On-Demand-Inhalte direkt in die Netflix-Plattform in Frankreich integrieren.[8]
Fernsehsender
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- frei empfangbares Fernsehen
- TF1 (republikweit sendendes Vollprogramm)
- TMC (republikweit sendendes unterhaltungsorientiertes Vollprogramm, ehemals monegassischer Privatsender mit hoher Akzeptanz in Südostfrankreich)
- TFX (republikweit sendendes unterhaltungsorientiertes Vollprogramm, das mit der Einführung von DVB-T etabliert wurde)
- LCI (Nachrichtensender)
- TF1 Séries Films
- Bezahlfernsehen
- Ushuaïa TV (Natur und Biodiversität)
- Histoire TV (Geschichte)
- TV Breizh[9]
- Série Club (gemeinsames Programm von TF1 and M6)
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Finanzen.net TF1 Group Umsatz, Kennzahlen, Bilanz/GuV. Abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ TÉLÉVISION FRANÇAISE 1 SA • onvista. 5. Januar 2026, abgerufen am 5. Januar 2026.
- ↑ Frankreich. 7. Mai 2024, abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Redaktion: TF1 kauft sich in TV-Geschäft der Groupe AB ein. In: DIGITAL FERNSEHEN. 29. Mai 2009, abgerufen am 6. Januar 2026 (deutsch).
- ↑ Bouygues: Press release. Abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).
- ↑ manager magazin: Zu viele Auflagen: RTL und Bouygues stoppen TV-Senderfusion von TF1 und M6 in Frankreich. 16. September 2022, abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Julian Clover: International launch for TF1+ confirmed. In: Broadband TV News. 1. Mai 2024, abgerufen am 6. Januar 2026 (britisches Englisch).
- ↑ DWDL de GmbH: Netflix integriert in Frankreich alle Sender und Inhalte von TF1. Abgerufen am 5. Januar 2026.
- ↑ TV Breizh. Abgerufen am 29. März 2020.
Koordinaten: 48° 50′ 1″ N, 2° 15′ 38″ O
