Ipsos
| Ipsos SA | |
|---|---|
| Rechtsform | Société Anonyme |
| ISIN | FR0000073298 |
| Gründung | 1975 |
| Sitz | Paris |
| Leitung | Didier Truchot,[1] Ben Page[2] |
| Mitarbeiterzahl | 16.664[3] |
| Umsatz | 2,4 Mrd. Euro (2022)[4] |
| Branche | Marktforschung |
| Website | ipsos.com |
Die Ipsos SA ist ein global tätiges Sozial-, Politik- und Marktforschungsunternehmen. Es wurde 1975 gegründet[5] und ist seit 1999 an der Pariser Börse notiert.[6] Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Paris. Ipsos war 2021 nach Umsatz das viertgrößte Marktforschungsunternehmen der Welt und 2021 das drittgrößte in Deutschland.[7][8]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ipsos wurde 1975 von Didier Truchot in Paris gegründet. In den 1990er-Jahren expandierte das Unternehmen durch Übernahmen weltweit und ging 1999 an die Börse in Paris.[9][10]
Die Übernahme von Synovate konnte im Jahr 2011 gestemmt werden, die Ipsos zu einem der weltweit größten Markt- und Meinungsforschungsinstitute machte.[9][11]
Mitte 2026 war der Konzern nach eigenen Angaben in knapp 90 Ländern aktiv und bietet Medien- und Werbeforschung sowie politischen Umfragen für internationale Kunden an.[9]
Ipsos in Deutschland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ipsos GmbH ist das deutsche Tochterunternehmen von Ipsos. In Deutschland beschäftigt das Marktforschungsunternehmen etwa 500 Mitarbeiter an den Standorten Hamburg, nach der Übernahme von Synovate 2011, auch Frankfurt am Main und München und, seit 2013, auch Berlin, sowie ca. 3300 freiberuflich tätige Interviewer bundesweit. Im Jahr 2021 betrug der Umsatz der Ipsos GmbH 82 Mio. Euro. Ipsos arbeitet in Deutschland schwerpunktmäßig in den Bereichen:
- Vermarktungsforschung
- Werbeforschung
- Kundenzufriedenheitsforschung
- Mediaforschung
- Politikforschung
und ist auf umfragebasierte Forschung spezialisiert: qualitativ und quantitativ, mit telefonischen, persönlichen, schriftlichen oder online durchgeführten Befragungen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Deutschland ging Ipsos aus dem sukzessiven Zusammenschluss mehrerer Forschungsinstitute hervor[12]:
- GFM (gegründet 1945 in Hamburg, 1986 Fusionierung mit GETAS zu GFM-GETAS, 1993 Übernahme durch Ipsos)
- GETAS (gegründet 1957 in Hamburg, 1986 Fusionierung mit GFM zu GFM-GETAS, 1993 Übernahme durch Ipsos)
- WBA (gegründet 1971 in Hamburg, 1995 Übernahme durch Ipsos)
- INRA (gegründet 1963 als Sample Institut in Hamburg, 1983 verlegt nach Mölln, 2002 Übernahme durch Ipsos, 2021 Schließung Standort Mölln)[13]
- Infas (gegründet 1959 in Bonn, 2024 Übernahme durch Ipsos)[14]
Verschwörungserzählung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während der COVID-19-Pandemie wurde aus dem QAnon-Umfeld das Gerücht verbreitet, Corona-Testkits würden von der Tochtergesellschaft Ipsos MORI hergestellt, deren Name angeblich Latein für „sie sterben“ wäre. Tatsächlich ist diese Übersetzung fehlerhaft.[15] Der Name stammt aus der Zusammenführung von Ipsos und Market and Opinion Research International (MORI).[16] Zwar führte Ipsos MORI auch Studien durch, die sich mit SARS-CoV-2 befassten, brachte selbst jedoch keine Testkits in Umlauf.[15]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Homepage des Unternehmens
- ↑ Homepage des Unternehmens
- ↑ Homepage des Unternehmens
- ↑ Homepage des Unternehmens
- ↑ Den Weg weisend - 40 Jahre Ipsos | Ipsos. IPSOS, 5. Januar 2015, abgerufen am 23. Juni 2026 (deutsch).
- ↑ 1999 annual report. IPSOS, 23. Mai 2000, abgerufen am 23. Juni 2026 (englisch).
- ↑ ESOMAR’s global top-25 insights companies. Abgerufen am 14. Februar 2024.
- ↑ Die umsatzstärksten Marktforschungsinstitute Deutschlands 2021. Abgerufen am 14. Februar 2024.
- 1 2 3 Unsere Geschichte | Ipsos. Abgerufen am 16. August 2026 (deutsch).
- ↑ absatzwirtschaft: Kleine Geschichte der Marktforschung I (Vorkriegszeit bis 90er-Jahre). Abgerufen am 16. August 2026.
- ↑ marktforschung.de: Ipsos: Synovate-Übernahme erfolgreich abgeschlossen. 14. August 2026, abgerufen am 16. August 2026 (deutsch).
- ↑ Geschichte der Marktforschung: Immer näher an die Menschen. In: Absatzwirtschaft. 2. Juli 2014, abgerufen am 23. Juli 2025.
- ↑ Sabine Hedewig-Mohr: Ipsos schließt Standort in Mölln. In: Planung & Analyse/Horizont. 18. November 2020, abgerufen am 23. Juli 2025.
- ↑ Information zur Genehmigung der Übernahme von infas durch Ipsos. In: Infas. 20. Dezember 2024, abgerufen am 23. Juli 2025.
- 1 2 Brecht Castel: Factcheck: Nee, deze complottheorie over corona klopt niet. 31. Juli 2020, abgerufen am 21. August 2020.
- ↑ Ipsos MORI COVID-19 Home Testing FAQs. Abgerufen am 21. August 2020 (britisches Englisch).
