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Snakes & Arrows

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Snakes & Arrows
Studioalbum von Rush

Veröffent-
lichung

Mai 2007

Label(s)

Atlantic Records

Format(e)

CD

Genre(s)

Hard Rock

Titel (Anzahl)

13

Länge

62:48

Besetzung

  • Geddy Lee – Bass, Basspedale, Mellotron, Gesang
  • Alex Lifeson – 6- und 12-saitige E- und Akustikgitarren, Mandola, Mandoline, Bouzouki
  • Neil Peart – Schlagzeug, Cymbals, Perkussion, Tamburin

Produktion

Nick Raskulinecz und Rush

Studio(s)

Allaire Studios, Shokan (New York); Grandmaster Recorders, Hollywood

Chronologie
Feedback
(2004)
Snakes & Arrows Clockwork Angels
(2012)

Snakes & Arrows lautet der Titel des 18. Studioalbums, das die kanadische Rockband Rush im Mai 2007 veröffentlicht hat.

Nach Vapor Trails hatte die Band mit der Coverversionen-EP Feedback, der Jubiläumstournee R30 und Auftritten in neuen Märkten wie Mexiko und Brasilien ihren Ruf als Legende gefestigt. Die neuen Songs sollten nach Martin Popoffs Darstellung auch Abstand zu den Ereignissen schaffen, die das emotional aufgeladene Vorgängeralbum geprägt hatten. Neil Peart setzte sich in seinen Texten philosophisch mit dem Thema Glauben und seiner eigenen Stellung in der Welt auseinander, als Ungläubiger, der dennoch moralisch empört sei. Im Kern stellten die Texte die Frage „Was nun?“.[1]

Aufgenommen wurde das Album in den Allaire Studios in Shokan im Bundesstaat New York und in den Grandmaster Recorders in Hollywood.[1] Als Produzent kam mit Nick Raskulinecz ein bekennender Fan einer jüngeren Generation hinzu, dessen Begeisterung die Band anspornte und zügig arbeiten ließ. Raskulinecz produzierte fünf Jahre später auch den Nachfolger Clockwork Angels.[2]

Musik und Texte

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Das Album verbindet geradlinige Rocksongs wie Far Cry mit progressiven, spielfreudigen Elementen. Streicher, Mellotron und andere Klangfarben bringen Abwechslung in den Grundsound. Mit The Main Monkey Business, Hope und Malignant Narcissism enthält das Album drei Instrumentalstücke. Die Texte von Neil Peart kreisen vor allem um Glaubensfragen.[3]

Alex Lifeson griff häufig zur Akustikgitarre. Er hatte David Gilmour bei dessen Soloauftritt in der Torontoer Massey Hall getroffen und dessen Rat beherzigt, mehr auf der akustischen Gitarre zu komponieren.[3][2] Der Zusatz A Pantoum im Titel von The Larger Bowl verweist auf die Gedichtform des Pantun, in der Verse aus einer Strophe in der nächsten wiederkehren.[4]

Für das Cover wählte Peart nach Darstellung des in Popoffs Buch zitierten Rush-Kenners Ray Wawrzyniak die Abbildung eines Spielbretts des indischen Spiels Leela, auf das er bei der Recherche zum Albumtitel gestoßen war. Es war damit das erste Rush-Cover seit Fly by Night, das nicht von Hugh Syme gestaltet wurde. Symes eigener Entwurf fand stattdessen im Beiheft Verwendung.[5]

Veröffentlichung

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Erste Single war das Eröffnungsstück Far Cry. Es folgte Spindrift, das sich nicht in den Charts platzieren konnte, als dritte und letzte Auskopplung erschien The Larger Bowl, die im Radio etwas erfolgreicher lief.[4]

Das Album war auch in interaktiver Form als MVI-Format („Music Video Interactive“) erhältlich (limitierte Auflage).

Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Platte begaben sich Rush Mitte 2007 auf Welttournee. Im April 2008 erschien die Live-CD Snakes & Arrows Live mit Aufnahmen ihres Auftritts in Rotterdam 2007.

Im eclipsed-Buch Rock (2013) wird Snakes & Arrows mit „Qualitätskauf“ bewertet, der mittleren von fünf Kategorien der Skala. Nach dem „ruppig-spartanischen Neuanfang“ mit Vapor Trails klinge das Album zwar nicht wie eine Rückkehr zu keyboardlastigen Zeiten, injiziere aber wieder „eine wohldosierte Portion Abwechslung und Lebendigkeit“ in den Grundsound. Produzent Nick Raskulinecz habe die Band wieder zu komplexeren Strukturen und Rhythmen inspiriert.[3] Der Pressespiegel des Buchs zitiert zwei zeitgenössische Stimmen: Der Rock Hard hielt es im Juni 2007 für die „schwächste“ Platte seit dem Debüt, weil fünf der 13 Songs relativ austauschbar klängen, der Rest sei allerdings „über jeden Zweifel erhaben“. Die Zeitschrift Visions verglich das Album im selben Monat mit einem „Saunagang ohne Aufguss“, befand aber auch, eine intelligente Band könne „nur intelligente Musik machen“.[3]

Martin Popoff nannte Snakes & Arrows in seinem Buch Rush: Album by Album (2017) eine „seltsame“ Platte mit einer „exzentrischen“ Songsammlung, deren akustische Wurzeln Lifeson sowohl in die Balladen als auch in den „stürmischen, fast tribalistischen“ neuen Zugang der Band zu lautem Rock eingebracht habe. Dass die Band mit dem Ergebnis sehr zufrieden war, zeige die Zahl der Stücke, die in das Liveprogramm aufgenommen wurden.[2]

Steve Wright vom Onlineauftritt des britischen Magazins BBC Music Magazine (classical-music.com) setzte das Album im Februar 2026 auf Platz 11 seiner Rangliste der 19 Rush-Studioalben. Er beschrieb es als reifes, nachdenkliches und unterschätztes Spätwerk, das schwere Gitarrentexturen mit philosophischen, oft spirituellen Themen verbinde, und hob Far Cry und The Larger Bowl hervor.[6] Deutlich kritischer urteilte Al Shipley, der das Album im Februar 2025 in der Rangliste „Every Rush Album, Ranked“ des Magazins Spin auf den vorletzten Platz setzte. Armor and Sword sei zwar ein Höhepunkt des Spätwerks, insgesamt sei das Album aber zu lang und weitschweifig, und die drei Instrumentalstücke wirkten wie Füllmaterial.[7]

Alle Texte von Neil Peart, alle Kompositionen von Geddy Lee und Alex Lifeson, sofern nicht anders angegeben.[1]

  1. Far Cry – 5:19
  2. Armor and Sword – 6:36
  3. Workin’ Them Angels – 4:47
  4. The Larger Bowl (A Pantoum) – 4:07
  5. Spindrift – 5:24
  6. The Main Monkey Business (Instrumental) – 6:01
  7. The Way the Wind Blows – 6:28
  8. Hope (Instrumental; Lifeson) – 2:02
  9. Faithless – 5:31
  10. Bravest Face – 5:12
  11. Good News First – 4:52
  12. Malignant Narcissism (Instrumental; Lee, Lifeson, Peart) – 2:17
  13. We Hold On – 4:13

Gastmusiker

  • Ben Mink – zusätzliche Streicherarrangements auf Faithless

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Martin Popoff: Rush. Album by Album. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 978-0-7603-5220-5, S. 166 (englisch).
  2. 1 2 3 Martin Popoff: Rush. Album by Album. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 978-0-7603-5220-5, S. 168 (englisch).
  3. 1 2 3 4 Mike Borrink, Marcus Wicker, Sascha Seiler: Rock. Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check: alle Alben, alle Songs. Sysyphus Verlag, Aschaffenburg 2013, ISBN 978-3-86852-646-2, S. 221.
  4. 1 2 Martin Popoff: Rush. Album by Album. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 978-0-7603-5220-5, S. 170 (englisch).
  5. ↑ Martin Popoff: Rush. Album by Album. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 978-0-7603-5220-5, S. 174 (englisch).
  6. ↑ Steve Wright: Canada calling: all 19 Rush albums ranked, from worst to best. In: classical-music.com. 10. Februar 2026, abgerufen am 7. Oktober 2026 (englisch).
  7. ↑ Al Shipley: Every Rush Album, Ranked. In: Spin. 12. Februar 2025, abgerufen am 7. Oktober 2026 (englisch).