Power Windows
| Power Windows | ||||
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| Studioalbum von Rush | ||||
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Veröffent- |
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Format(e) |
LP, CD | |||
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Titel (Anzahl) |
8 | |||
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44:30 | ||||
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Besetzung |
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Peter Collins und Rush | ||||
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Studio(s) |
The Manor Studio, Oxfordshire; Sarm East Studios und Abbey Road Studios, London; Air Studios, Montserrat | |||
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Power Windows lautet der Titel des elften Studioalbums, das die kanadische Rockband Rush im Oktober 1985 veröffentlichte. Geschrieben hatte die Band die Songs in einer ländlichen Unterkunft in Kanada und sie anschließend in den Elora Sound Studios sowie auf einer kurzen Aufwärmtournee in Florida weiter ausgearbeitet. Die acht Lieder wurden von Toningenieur Jim Barton in den Air Studios auf Montserrat, The Manor in England sowie den Sarm East Studios und den Abbey Road Studios in London aufgenommen.[1]
Synthesizer dominieren das Klangbild, und Produzent Peter Collins hat einigen der Stücke einen ziemlich bombastischen Klang verpasst. Unterstützt wurde die Band vom Studio-Keyboarder Andy Richards (der unter anderem für die Pet Shop Boys arbeitete) sowie von einem 30-köpfigen Orchester, das in den Abbey Road Studios aufgenommen wurde, und einem 25-köpfigen Chor aus den Angel Studios in London.[1][2]
Das musikalische Erscheinungsbild der Lieder, die von Bassist und Sänger Geddy Lee gemeinsam mit dem Gitarristen Alex Lifeson komponiert wurden, hat noch nicht die Eingängigkeit späterer Alben erreicht, rockige Anklänge aus früheren Alben lassen sich etwa im Eröffnungstitel „Big Money“, aber auch in Stücken wie „Territories“ ausmachen.
Die Texte wurden von Schlagzeuger Neil Peart verfasst, der in den Achtzigern eher Themen aus dem Umfeld des politischen, sozialen, aber auch kulturellen Alltags verarbeitete. So beschreibt er das Atombombenforschungsprojekt der USA im Zweiten Weltkrieg im Song „Manhattan Project“. Im Refrain heißt es dazu: „The big bang – took and shook the world, shot down the rising sun“.
Aus der Titelliste von Power Windows wurde neben „Big Money“ vor allem „Manhattan Project“ zu einem Klassiker der Band, der auch immer wieder live gespielt wird. Etliche der Songs aus Power Windows finden sich auch auf dem später veröffentlichten Live-Album A Show of Hands. Das Covermodell ist Neill Cunningham, Inhaber des Torontoer Plattenladens Pandemonium Records.[3]
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Big Money – 5:34
- Grand Designs – 5:05
- Manhattan Project – 5:05
- Marathon – 6:09
- Territories – 6:19
- Middletown Dreams – 5:15
- Emotion Detector – 5:10
- Mystic Rhythms – 5:53
Besetzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Geddy Lee – Bass, Synthesizer, Gesang
- Alex Lifeson – Gitarre, Synthesizer
- Neil Peart – Schlagzeug, Percussion
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im eclipsed-Buch Rock (2013) wird Power Windows als „Pflichtkauf“ eingestuft, die zweithöchste von fünf Kategorien, die von „Kaufrausch“ bis „Fehlkauf“ reichen. Produzent Peter Collins habe so viele Klangschichten und Rhythmen aufeinandergetürmt wie nie zuvor, weshalb die Live-Umsetzung des Materials später zum echten Kraftakt geworden sei. Mit dem Album nähere sich die Band so weit wie möglich dem Zeitgeist der 1980er, ohne dabei ihr Gesicht zu verlieren. Auch textlich sei man mit politischen und sozialen Themen am Puls der Zeit.[4] Zitiert wird zudem eine Besprechung aus dem Rock Hard-Buch Best of Rock & Metal (2005), in der es heißt, Rush hätten die aufkeimende Digitaltechnik bis zum Äußersten ausgereizt. Die Produktion sei im Gegensatz zu den New-Romantic-Frisuren der Zeit schlicht genial, und die Band habe es einmal mehr geschafft, aus den vorherrschenden Trends ihr eigenes Ding zu drehen und ein zeitloses Monument zu erschaffen.[4]
Steve Wright vom Onlineauftritt des britischen Magazins BBC Music Magazine (classical-music.com) platzierte Power Windows in einem Ranking aller 19 Studioalben von Rush auf Rang 9. Er beschrieb es als mutigen, hochglänzenden Ausflug in synthesizergetriebenen Rock, der emotionale Tiefe mit technischer Brillanz verbinde. Stücke wie „Manhattan Project“ und „Marathon“ kombinierten ausladende Arrangements mit gesellschaftskritischen Texten. Wegen des Produktionsstils sei das Album zwar umstritten, bleibe aber ein dynamisches und ehrgeiziges Highlight der Synthesizer-Phase der Band.[5]
Al Shipley setzte es in einem Ranking für das US-Magazin Spin dagegen auf den letzten Platz (19 von 19). Rush hätten sich hier beinahe in der neuen Technik verloren, Sampler und Sequenzer wirkten vor allem in der Single „Big Money“ fast komisch. Lifeson spiele auf „Grand Designs“ und „Emotion Detector“ inspirierte Soli, werde über weite Strecken aber von den Synthesizern überlagert.[6]
Martin Popoff nannte Power Windows 2017 das technisch aufwendigste Album der Band. Es klinge so teuer, wie es produziert wurde, es fehle ihm aber bewusst an Wucht: Rush hätten sich für „Ohrenschmaus“ und uneitles Songwriting entschieden und seien nur noch auf subtilere Weise progressiv. Lose verbunden seien die Songs durch Pearts Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen von Macht. Zwanzig Jahre später wirke der Hightech-Klang allerdings veraltet.[1][2] Das Album erreichte Platz 10 der US-Charts und Platin-Status. Offiziell war es das letzte Platin-Album der Band bis Roll the Bones.[2]
Kommerzieller Erfolg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chartplatzierungen
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Auszeichnungen für Musikverkäufe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Land/Region | Auszeichnungen für Musikverkäufe (Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe) |
Verkäufe |
|---|---|---|
| 100.000 | ||
| 1.000.000 | ||
| 60.000 | ||
| Insgesamt | 1.160.000 |
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Martin Popoff: Rush. Album by Album. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 978-0-7603-5220-5, S. 100 (englisch).
- 1 2 3 Martin Popoff: Rush. Album by Album. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 978-0-7603-5220-5, S. 102 (englisch).
- ↑ Martin Popoff: Rush. Album by Album. Voyageur Press, Minneapolis 2017, ISBN 978-0-7603-5220-5, S. 104 (englisch).
- 1 2 Mike Borrink, Marcus Wicker, Sascha Seiler: Rock. Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check: alle Alben, alle Songs. Sysyphus Verlag, Aschaffenburg 2013, ISBN 978-3-86852-646-2, S. 218.
- ↑ Steve Wright: Canada calling: all 19 Rush albums ranked, from worst to best. In: classical-music.com. 10. Februar 2026, abgerufen am 6. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ Al Shipley: Every Rush Album, Ranked. In: Spin. 12. Februar 2025, abgerufen am 6. Oktober 2026 (englisch).
- ↑ Chartplatzierung in den USA. In: billboard.com. Abgerufen am 19. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Chartplatzierung in Großbritannien. In: officialcharts.com. Abgerufen am 19. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Jahrescharts 1986 in den USA. In: billboard.com. Abgerufen am 19. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Gold/Platinum. In: musiccanada.com. Abgerufen am 19. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Gold & Platinum. In: riaa.com. Abgerufen am 19. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Brit certified. In: bpi.co.uk. Abgerufen am 19. Juni 2026 (englisch).