Schernfeld
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 54′ N, 11° 6′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Eichstätt | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Eichstätt | |
| Höhe: | 548 m ü. NHN | |
| Fläche: | 52,25 km² | |
| Einwohner: | 3285 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 63 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 85132, 85072 | |
| Vorwahlen: | 08422, 08421 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EI | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 76 160 | |
| LOCODE: | DE CED | |
| Gemeindegliederung: | 13 Gemeindeteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | VG Eichstätt Gundekarstr. 7a 85072 Eichstätt | |
| Website: | www.schernfeld.de | |
| Erster Bürgermeister: | Stefan Bauer | |
| Lage der Gemeinde Schernfeld im Landkreis Eichstätt | ||
Schernfeld (bairisch Schermfööd[2]) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Eichstätt. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eichstätt.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schernfeld liegt auf der Hochfläche der Frankenalb sechs Kilometer nordwestlich von Eichstätt.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt 13 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3][4]
- Birkhof (Dorf)
- Ferdinandsfeld (Einöde)
- Geländer (Einöde)
- Harthof (Weiler)
- Langensallach (Dorf)
- Lohrmannshof (Einöde)
- Rupertsbuch (Pfarrdorf)
- Sappenfeld (Kirchdorf)
- Schernfeld (Pfarrdorf)
- Schönau (Kirchdorf)
- Schönfeld (Pfarrdorf)
- Sperberslohe (Einöde)
- Workerszell (Dorf)
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Weißenburg in Bayern | Raitenbuch | Pollenfeld | |||||||
| Pappenheim Solnhofen |
Eichstätt | ||||||||
| Mörnsheim | Dollnstein |
| Jahr | 1961 | 1970 | 1987 | 1991 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 |
| Einwohner | 1904 | 1981 | 2229 | 2572 | 2778 | 2968 | 3118 | 3027 | 3155 |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder:
- CSU/Bürgerliste 5 Sitze
- FREIE WÄHLER / Freie Christliche Wählergemeinschaft (FREIE WÄHLER/FCWG Schernfeld) 11 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 8. März 2026)
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2020 Bauer Stefan (FREIE WÄHLER/FCWG Schernfeld).
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Unter gespaltenem Schildhaupt, darin vorne in Silber ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, hinten in Blau schräggekreuzt ein silbernes Flammenschwert und ein silberner Pfeil, in Rot ein silberner Ammonit.“[10] | |
| Wappenbegründung: Im Zentrum des Wappens befindet sich ein Ammonit – die Versteinerung einer vor etwa 150 Millionen Jahren lebenden Weichtierart – als Hinweis auf die zahlreichen Fossilienfunde in den Jurasteinbrüchen des auf den Höhen der Eichstätter Alb liegenden Gemeindegebiets; im Museum Harthof werden viele dieser Funde ausgestellt. Das Schildhaupt symbolisiert die Kirchenpatrozinien im Gemeindegebiet: Das Kreuz steht für St. Georg in Schernfeld, der Pfeil für St. Sebastian in Sappenfeld sowie für St. Ägidius in Schönfeld, das Flammenschwert schließlich für St. Michael in Rupertsbuch. Die Farbgebung Rot-Silber erinnert an die ehemalige Territorialherrschaft des Hochstifts Eichstätt, die Farben Blau-Silber an das Kloster Rebdorf, das historisch als Grundbesitzer für das Gemeindegebiet von Bedeutung war.
Das Wappen wurde von dem Heraldiker Theodor Goerge aus Freising gestaltet und wurde am 15. November 1985 durch die Regierung von Oberbayern genehmigt. |
Baudenkmäler
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- Schernfeld: Neben der Pfarrkirche St. Georg, einem Neubau aus den 1950er Jahren, beherrscht der alte Wasserturm das Ortsbild.
- Schönfeld: Die Erbauungszeit der Kirche St. Ägidius ist nicht bekannt. Chor und Turm wurden im späten 17. Jahrhundert erbaut, das Langhaus wurde 1860 verlängert; im Zuge dieser Umbaumaßnahme wurde die ursprünglich barocke Kirche neuromanisch. Den Hochaltar baute 1726 Meister Jakob Meisler aus Dollnstein unter Wiederverwendung des alten Altarblattes; 1738 kamen von ihm zwei neue Seitenaltäre dazu. Die Altarblätter und zwei Antependien malte der Eichstätter Künstler Martin Zwicklein (Zwickl). Das Dorf besitzt einen vom Eichstätter Hofbaumeister Maurizio Pedetti 1778 erbauten barocken Pfarrhof.
- Schönau: Ortskapelle Mariä Himmelfahrt
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.069.000 €, davon waren umgerechnet 220.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.
Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 221 und im Bereich Handel und Verkehr 50 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 58 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 957. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 94 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2547 Hektar, davon waren 1926 Hektar Ackerfläche und 620 Hektar Dauergrünfläche.
Walderlebniszentrum Schernfeld
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Walderlebniszentrum Schernfeld ist eine Einrichtung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt, Außenstelle Forsten in Eichstätt. Es wurde 1997 ins Leben gerufen, die Büroräume befinden sich im historischen Forstamtsgebäude in Schernfeld. Im Jahre 2004 wurde das neugebaute Anlaufzentrum Schönwieselhaus im Schernfelder Forst durch Staatsminister Miller eingeweiht. Nahe dem Schönwieselhaus befindet sich eine historische Wolfsgrube in sehr gutem Zustand. Für die Waldbesucher wurden bisher zwei Parcours (der Abenteuerparcours und die Naturentdeckungsreise) angelegt. Ein dritter Weg, besonders für Behinderte, ist schon etliche Jahre in Benützung.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2012 gab es folgende Einrichtungen:
- vier Kindertagesstätten[11] mit 142 Plätzen und 96 Kindern
- eine Volksschule in Schernfeld mit neun Lehrern und 133 Schülern
- Walderlebniszentrum Schernfeld
- regelmäßige Veranstaltungen des katholischen Bildungswerkes im Landkreis Eichstätt in Schernfeld und in Schönfeld
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Xaver Bittl (* 1943), Politiker (CSU), ehemaliger Landrat von Eichstätt
- Anna Knauer (* 1995), Radrennfahrerin[12]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Zwischn Doischda und Gummeding, auf www.donaukurier.de ( vom 29. Oktober 2021 im Internet Archive), abgerufen am 29. Oktober 2021
- ↑ Gemeinde Schernfeld in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 14. September 2019.
- ↑ Gemeinde Schernfeld, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 13. Dezember 2021.
- ↑ E. Weis: Die Begründung des modernen bayerischen Staates (1799-1825). In: Das neue Bayern: Staat und Politik. Von 1800 bis zur Gegenwart. hrsg. von Alois Schmid, zweite Ausgabe, München 2003, S. 4–128, hier: S. 23
- ↑ Als die Pest nach Schernfeld kam, Eichstätter Kurier vom 30. September 2020; Zugriff am 2. Oktober 2020
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 456.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 599 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Gemeinderatswahl 2026. Abgerufen am 14. Mai 2026.
- ↑ Wappen von Schernfeld in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ http://gemeinde-schernfeld.de/einrichtungen/kindergaerten-kita/
- ↑ Kurz vor Jahresende ein Erfolgserlebnis, Donaukurier vom 22. Dezember 2015

