Kösching
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 49′ N, 11° 30′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Eichstätt | |
| Höhe: | 389 m ü. NHN | |
| Fläche: | 55,69 km² | |
| Einwohner: | 9737 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 175 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 85092 | |
| Vorwahl: | 08456 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EI | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 76 139 | |
| LOCODE: | DE KHG | |
| Marktgliederung: | 6 Gemeindeteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Marktplatz 1 85092 Kösching | |
| Website: | www.markt-koesching.de | |
| Erster Bürgermeister: | Ralf Sitzmann (UW) | |
| Lage des Marktes Kösching im Landkreis Eichstätt | ||
Kösching (bairisch Kesching) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Eichstätt und liegt nordöstlich von Ingolstadt. Die Fläche beträgt über 5550 ha, davon 279 ha bebaut. Die Bevölkerungsanzahl beträgt rund 10.000.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kösching liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Ingolstadt. Die Marktgemeinde gehört zur Planungsregion Ingolstadt und ist im Regionalplan zusammen mit der Gemeinde Großmehring als Doppelgrundzentrum eingestuft.

Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt sechs Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Stammham | Altmannstein | |
| Hepberg Lenting |
Mindelstetten Oberdolling | |
| Ingolstadt | Großmehring | |
| Gebiet | Einwohner |
|---|---|
| Kösching | 8355 |
| Kasing | 1322 |
| Bettbrunn | 235 |
| Interpark | 10 |
| Stand: 2. Januar 2023 | |
[7] Hauptwohnsitze
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Marktgemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und 20 Mitgliedern. Die Sitze verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl 2026)[8]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erster Bürgermeister ist Ralf Sitzmann (UW).[9] Er ist seit 1. Mai 2020 im Amt. Bei der Stichwahl am 29. März 2020 gewann er gegen die amtierende Bürgermeisterin Andrea Ernhofer (SPD).[10] 2026 konnte er sein Amt im ersten Wahlgang verteidigen.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Gespalten; vorne weiß-blau gerautet (bayerische Wecken), hinten in Silber auf grünem Bogenschildfuß ein Laubbaum in natürlichen Farben.“[11] | |
| Wappenbegründung: Die bayerischen Rauten weisen auf die Orts- und Landesherrschaft der bayerischen Herzöge seit 1293 hin. Zuvor waren die Burg Kösching und ein Teil des nördlich gelegenen Forstes im Besitz der Grafen von Hirschberg. Die Wittelsbacher waren schon seit dem frühen 13. Jahrhundert in Kösching begütert und konnten ihren Besitz zur bedeutendsten Grundherrschaft im Markt ausbauen. Der Baum, anfangs bewurzelt, dann aber immer aus dem Rasenboden wachsend, symbolisiert die Lage des Ortes an ausgedehnten Waldungen. Der Köschinger Forst, ein Mischwald mit Eichen- und Buchenbeständen, spielte auch als wittelsbachisches Jagdrevier eine Rolle. Die Siedlung Kösching entwickelte sich auf dem Areal eines römischen Kastells und wird 1310 erstmals als Markt bezeichnet. Das heutige Wappen führt der Markt Kösching seit dem frühen 17. Jahrhundert. Es ist zwar schon um 1562 als Holzschnitt überliefert, wird jedoch erstmals 1609 und dann ab 1640 ständig in den Siegeln verwendet. Das erste, seit dem 14. Jahrhundert geführte und 1396 erstmals, 1631/33 letztmals nachweisbare Siegel zeigte ein anderes Bild: Inmitten eines Kranzes von zehn, später sieben Bäumen steht der Rautenschild der Wittelsbacher. Die Vielzahl der Bäume brachte den Waldreichtum der Umgebung noch deutlicher zum Ausdruck. In der farbigen Darstellung von 1565 stehen die grünen Bäume im roten Feld. |
Sehenswürdigkeiten
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Die Ausstellung im Museum Kösching veranschaulicht die regionale kontinuierliche Siedlungsgeschichte sowie das Leben seiner Menschen von der Altsteinzeit bis in die Gegenwart.
Auf Köschinger Gebiet befinden sich fünf Kirchen: die Barockkirche „Mariä Himmelfahrt“, die Peterskirche aus dem 16. Jahrhundert, die Kirche „St. Martin“ in Kasing und die Wallfahrtskirche „St. Salvator“ in Bettbrunn mit der ältesten Hostienwallfahrt seit dem Jahr 1125. 2018 wurde die evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche eingeweiht. Von Bettbrunn aus führt der Ostbayerische Jakobsweg von Regensburg kommend weiter durch den Köschinger Forst in Richtung Eichstätt. Dabei wird der Weg von verschiedenen künstlerisch gestalteten Ruhe- und Raststationen gesäumt.
- Bau- und Bodendenkmäler
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Kösching gibt es ein Hallenfreibad und eine Dreifachturnhalle
- Größter Sportverein ist der TSV 1897 Kösching e.V. Folgende Sportarten werden angeboten: Fußball, Badminton, Judo, Radsport, Schach, Ski, Tennis, Turnen/Gymnastik sowie Volleyball. Auch der Spielmannszug und das zugehörige Blasorchester ist eine Abteilung des TSV 1897 Kösching e. V.
- Weitere Sportvereine:
- Die DJK Kösching fungiert als reiner Tischtennisverein.
- Es gibt zwei Schützenvereine, die Kgl. priv. FSG Kösching sowie die SG 1880 "Tell" Kösching.
- Reit- und Fahrverein Kösching
Soziale und wirtschaftliche Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Kösching stehen für Kinder vier Kindergärten zur Verfügung, der Stegbach-Kindergarten und die Kindergärten „im Bogen“, Schlehenstein sowie der Kindergarten Kasing. Weiterhin gibt es eine Montessori-Kinderkrippe sowie einen Kinderhort. Im Ort befinden sich die Rudolph-Winterstein-Grundschule und -Mittelschule, die private Montessori Grund- und Mittelschule, die Staatliche Realschule Kösching und das Sonderpädagogische Förderzentrum Kösching.
Neben einem Seniorenwohnheim mit Pflegestation gibt es in Kösching eine Caritas Sozialstation, eine Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes und das Kreiskrankenhaus für den Landkreis Eichstätt, das den Rang einer Klinik hat.
Daneben gibt es in Kösching eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten. Seit 1990 ist Kösching an den Ingolstädter Verkehrsverbund INVG angeschlossen und wurde 2005 zusammen mit der Nachbargemeinde Großmehring als wirtschaftliches Unterzentrum eingestuft.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Wolfgang Walcher (um 1459 – 18. Juni 1518), Benediktiner und Abt in Salzburg, Gutsverwalter, Kellermeister und Übersetzer in Dornbach
- Theodor Grünberger (1756–1820), in Bettbrunn geborener Komponist, Organist, Augustinermönch, Priester
- Ferdinand Ott (1851–1928), Maler, Köschinger Chronist, Römer- und Limesforscher
- Josef Maier (1881–1957), Maurer, Römerforscher, erster Ehrenbürger Köschings
- Richard Scheringer (1904–1986), kommunistischer Politiker
- Knut Schnurer (1920–2007), Maler
- Rudolf Winterstein (1920–2000), Heimatpfleger
- Johann Scheringer (* 1936), Politiker (Die Linke)
- Edmund Stöhr (* 1956), ehemaliger Fußballspieler und ehemaliger Fußballtrainer
- Johanna Scheringer-Wright (* 1963), Politikerin (Die Linke), Landtagsabgeordnete in Thüringen
- Andreas Hartmann (* 1977), Althistoriker und Hochschullehrer
- Serkan Atak (* 1984), deutsch-türkischer Fußballspieler
- Cüneyt Köz (* 1992), deutsch-türkischer Fußballspieler
- Enrique Bösl (* 2004), deutsch-dominikanischer Fußballspieler
- Marian Bauer (* 2005), deutscher Eishockeyspieler
Ortsneckname
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsneckname der Köschinger ist Mantelflicker.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Markt Kösching in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. Dezember 2017.
- ↑ Gemeinde Kösching, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 13. Dezember 2021.
- ↑ Josepf Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Hrsg.: Bistum Regensburg. Pustet, Regensburg 1838, S. 204 (Digitalisat).
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 133, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 492.
- ↑ Einwohnerzahlen. In: www.markt-koesching.de. Abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Ergebnisse Marktgemeinderatswahlen 2026 in Markt Kösching. Abgerufen am 30. März 2026.
- ↑ Grußwort des 1. Bürgermeisters. Gemeinde Kösching, archiviert vom am 15. August 2020; abgerufen am 3. September 2020.
- ↑ https://www.statistik.bayern.de/wahlen/
- ↑ Wappen von Kösching in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte

