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Sambród

Gesichtet
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Sambród
?
Sambród (Polen)
Sambród (Polen)
Sambród
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ostróda
Gmina: Małdyty
Geographische Lage: 53° 57′ N, 19° 44′ OKoordinaten: 53° 57′ 10″ N, 19° 43′ 36″ O
Einwohner: 264 (2021[1])
Postleitzahl: 14-330
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NOS
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Małdyty/DW 519/DW 613 – Leśnica ↔ Marzewo
Chojnik – Sambród Mały → Sambród
Zalesie → Sambród
Eisenbahn: Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo
Bahnstation: Małdyty
Nächster int. Flughafen: Danzig

Sambród (deutsch Groß Samrodt, 1928 bis 1945 Samrodt) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.

Geographische Lage

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Sambród liegt nördlich des Jezioro Sambród (deutsch Samdrodt-See) im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer nordwestlich der Stadt Morąg bzw. 30 Kilometer nordwestlich der heutigen Kreismetropole Ostróda.

Das einstige Sambrad,[2] auch Groß Sambrad und Groß Zamrodt, um 1785 Groß Samrodt und ab 1928 Samrodt genannt, war ein Kirchdorf und Gutsort bereits zur Zeit des Deutschen Ordens im Kammeramt Preußisch Holland innerhalb der Komturei Elbing.[3]

Aus dem Jahre 1364 stammt ein Bericht über eine dortige Landvergabe. Am 22. Juli 1410 lagerte hier der polnische König Władysław II. Jagiełło hier nach der Schlacht bei Tannenberg, um dann zur Belagerung von Marienburg weiter zu ziehen.[3] Im Jahre 1448 findet sich ein Eintrag Sambrads im Zinsbuch des Ordens.

Am 14. Februar 1527 verschrieb Albrecht, der Markgraf von Brandenburg, dem Andres von Wilminsdorff die Güter Klein- und Groß Samrodt sowie Bestendorf und Freiwalde.[3]

Im Jahre 1785 wurde Groß Samrodt mit Klein Samrodt als ein aus zwei Dörfern bestehendes „adliges Vorwerk“ mit 54 Feuerstellen genannt, im Jahre 1820 Groß Samrodt als adliges Vorwerk und Dorf mit 17 Feuerstellen bei 112 Einwohnern.[3]

Der Gutsbezirk Groß Samrodt wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Groß Bestendorf im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, aufgenommen.[4]

263 Einwohner zählte Groß Samrodt im Jahre 1885,[3] im Jahre 1910 waren es 611 mit den eingegliederten Orten Fischerbuden, Friedrichshof, Klein Samrodt, Mahrau, Pfalsdorf, Rehberg und Wackelsdorf.[5]

Der 30. September 1928 war das Enddatum des Gutsbezirks Groß Samrodt. Er schloss sich an diesem Tage mit den Landgemeinden Klein Samrodt und Mahrau zur neuen Landgemeinde Samrodt zusammen, die bis 1930 zum Amtsbezirk Groß Bestendorf gehörte, der dann in „Amtsbezirk Alt Bestendorf“ umbenannt wurde.[4]

Die Landgemeinde Samrodt zählte im Jahre 1933 821 und im Jahrer 1939 822 Einwohner.[6]

In Kriegsfolge wurde 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. Samrodt erhielt die polnische Namensform „Sambród“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Sambród 264 Einwohner.[1]

Sambród liegt an einer Nebenstraße, die parallel zur Schnellstraße S 7 (Europastraße 77) von Małdyty nach Marzewo verläuft. Weitere Straße führen von Chojnik bzw. von Zalesie in den Ort.

Die nächste Bahnstation ist Małdyty an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo zur Weiterfahrt nach Elbląg.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Polska w Liczbach: Wieś Sambród w liczbach (polnisch)
  2. ↑ Dietrich Lange. Samrodt, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. 1 2 3 4 5 Geschichtliches Ort-Verzeichnis: Samrodt
  4. 1 2 Rolf Jehke: Amtsbezirk Groß Bestendorf/Alt Bestendorf
  5. ↑ Meyers Gazetteer: Groß Samrodt
  6. ↑ Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen