Połowite
| Połowite | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Małdyty | |
| Geographische Lage: | 53° 55′ N, 19° 37′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 14-330[1] | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOS | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Zajezierze/DW 519 – Jarnołtowo – Wielki Dwór ↔ Kreki – Bartno/DW 526 | |
| Gumniska Wielkie/DW 613 – Budwity – Kadzie → Połowite | ||
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Połowite (deutsch Pollwitten) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Połowite liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 21 Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 31 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der bis vor 1871 Polwitten und erst danach Pollwitten genannte Ort war ein Dorf mit einer Molkerei.[2] Im Jahre 1785 wurde es als köllmisches Dorf mit elf Feuerstellen und dem Domänenamt Preußisch Mark sowie der Kirche Arnsdorf zugehörig erwähnt,[3] im Jahre 1820 als ebensolches mit sieben Feuerstellen bei 40 Einwohnern.
Im Jahre 1874 wurde die Landgemeinde Pollwitten in den neu geschaffenen Amtsbezirk Sassen im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.[4]
Bis zum Jahre 1885 stieg die Einwohnerzahl Pollwittens auf 69, und im Jahre 1910 belief sie sich auf 68.[3]
Am 30. September 1928 vergrößerte sich die Landgemeinde Pollwitten, als die beiden Gutsbezirke Ankern und Eichhorst eingemeindet wurden, und am 31. Oktober 1928 der Gutsbezirk Lopittken folgte.[4] Die Einwohnerzahl dieser neu formierten Gemeinde belief sich im Jahre 1933 auf 462.[5] Am 1. Oktober 1935 wurden noch Teile der Gemeinde Sadlauken im Amtsbezirk Koschainen nach Pollwitten eingegliedert.[4] Die Zahl der Einwohner betrug im Jahre 1939 465.[5]
Seit 1945 trägt Pollwitten die polnische Namensform „Połowite“ aufgrund der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen an Polen. Als eine Osada (= „Siedlung“) ist Połowite eine Ortschaft im Verbund der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Prähistorisches Gräberfeld
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 1927 legten Ausgrabungen des Prussia-Museums bei Pollwitten ein römisch-kaiserzeitliches Gräberfeld frei.[6] Es wurde unter anderem ein waffenloses gotisch-gepidisches Kriegergrab entdeckt. Die Ausgrabungen ergaben, dass sich hier ein Bestattungsplatz in der römischen Kaiserzeit im 3. Jahrhundert befand.
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pollwitten war bis 1945 in die evangelische Kirche Groß Arnsdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[7] außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Stadt Mohrungen eingepfarrt.[3]
Heute gehört Połowite katholischerseits zur Pfarrei der Christkönigkirche Jarnołtowo im Dekanat Morąg im Bistum Elbląg, evangelischerseits zur Stadt Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Połowite liegt an einer Nebenstraße, die die Woiwodschaftsstraße 519 (einstige Reichsstraße 126) bei Zajezierze über Jarnołtowo und Wielki Dwór mit der Woiwodschaftsstraße 526 bei Bartno verbindet. Eine von der Woiwodschaftsstraße 613 bei Gumniska Wielkie abzweigende Nebenstraße endet außerdem in Połowite.
Von 1893 bis 1999 war Pollwitten resp. Połowite Bahnstation und lag an der Bahnstrecke Małdyty–Malbork. Sie existiert heute nicht mehr, die Bahnanlagen sind größtenteils demontiert.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Polska w Liczbach: Osada Połowite w liczbach (polnisch)
- ↑ Dietrich Lange: Pollwitten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- 1 2 3 Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Pollwitten (Landkreis Mohrungen)
- 1 2 3 Rolf Jehke: Amtsbezirk Sassen
- 1 2 Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen
- ↑ Hans Jürgen Eggers: Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Pollwitten, Kreis Mohrungen, Ostpreussen, in: Jahrbuch des römisch-germanischen Zentralmuseums Mainz, Band 11 (1964), S. 154–175
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467
