Röllbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 46′ N, 9° 15′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Miltenberg | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Mönchberg | |
| Höhe: | 219 m ü. NHN | |
| Fläche: | 12,41 km² | |
| Einwohner: | 1758 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 142 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63934 | |
| Vorwahl: | 09372 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MIL, OBB | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 76 151 | |
| Gemeindegliederung: | 1 Gemeindeteil | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchgasse 10 63934 Röllbach | |
| Website: | roellbach.de | |
| Erster Bürgermeister: | Michael Schwing (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Röllbach im Landkreis Miltenberg | ||

Röllbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mönchberg.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt im Spessart, im Mainviereck zwischen Klingenberg, Mönchberg und Großheubach. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 486 m ü. NHN am Geiersberg nordöstlich des Ortes, der niedrigste liegt am Röllbach in der Nähe der Paradeismühle auf 160 m ü. NHN. Durch Röllbach führt der Fränkische Marienweg.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Außer dem Pfarrdorf Röllbach gibt es keine weiteren Gemeindeteile,[2][3] allerdings mehrere Aussiedlerhöfe und Mühlen.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Röllbach.[4] Sie hat eine Fläche von 12,401 km² und ist in 2395 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5178,02 m² haben.[5][6]
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Markt Mönchberg |
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| Stadt Klingenberg am Main |
Gemeinde Collenberg | |
| Markt Großheubach |
| Blasonierung: „Auf der linken Hälfte ist ein silbernes sechsspeichiges Rad. Gegenüber fünf goldene Schindeln, die in der Formation 2-1-2 von oben nach unten angeordnet sind.“[12] | |
| Wappenbegründung: Ein Schultheißensiegel aus dem 18. Jahrhundert ist das historische Vorbild des Wappens. Darin fand man als Zeichen der seit 1484 territorialen Zugehörigkeit zum Erzstift Mainz das sechsspeichige Rad sowie Pfahl und Schindeln aus dem Familienwappen der Freiherren von Hoheneck, die seit 1718 in Röllbach belegt und 1808 ausgestorben sind.
Wappenführung seit 1970. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Maria-Schnee-Kapelle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von einem Schneewunder, welches den Grundriss der Kapelle aufzeichnet, ist in einer Sage die Rede. Schon länger wurde hier ein Gnadenbild von Maria und dem Jesuskind in einem Eichenbildstock verehrt. Im Dreißigjährigen Krieg fielen 1631 die Schweden in Röllbach ein und legten den Ort und Kapelle in Schutt und Asche. Während dieser Zeit entwickelte sich die Kapelle als Wallfahrtsziel vieler Pestprozessionen. Hierbei wurde nicht nur die Gottesmutter, sondern auch der Hl. Rochus angebetet. 1680 wurde die Kapelle vergrößert neu aufgebaut. Seither ist auch die Orgel mit eingebaut. 1849–1850 wurde die Kapelle erhöht und von 1902 bis 1905 restauriert. Seit 1986 hat die Kapelle ihr äußeres Erscheinungsbild, das Innere wurde zuletzt 1990 erneuert.
Bau- und Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ludwig Ackermann (1826–?), fränkischer Landwirt, Bäcker und Abgeordneter im Landtag
- Roland Schwing (1949–2017), Kommunalpolitiker (CSU)
Kurioses
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der fruchtbare Lössboden der Gemarkung ließ die dort gewachsene Feldfrucht besonders gut gedeihen. Besonders die dicken, fetten Rüben, im Volksmund Dickwurz = Worzel, brachten den Röllbachern den Spitznamen / Ortsnecknamen „Worzelköpp“ ein.[13][14]
Obwohl der Ort über keinen eigenen Bahnhof verfügte, war er in den 1980er Jahren in den bundesweit an Bahnhöfen ausliegenden Reisekatalogen der DB-Städtetouren – Kurzurlaub vertreten, seinerzeit neben bekannten Urlaubsorten wie Westerland, Bernkastel-Kues oder Prien am Chiemsee. Die grundsätzlich mit der Deutschen Bundesbahn anreisenden Gäste wurden durch die Zimmervermieter persönlich von den Bahnhöfen in Klingenberg und Miltenberg abgeholt. Hervorgehoben im touristischen Angebot Röllbachs wurden neben Fahrradverleih, Wanderwegen und gesundem Reizklima die seinerzeit im Ort vorhandene Gastronomie mit Spezialitäten aus aller Welt sowie gepflegter einheimischer Küche.[15]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anton Rottmayer (Hrsg.): Statistisch-topographisches Handbuch für den Unter-Mainkreis des Königreichs Bayern. Sartorius’sche Buchdruckerei, Würzburg 1830, OCLC 248968455, S. 258 (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Röllbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 2. April 2021.
- ↑ Gemeinde Röllbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 6. Dezember 2021.
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 20. März 2026.
- ↑ Gemarkung Röllbach (090447). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 20. März 2026.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. März 2026.
- 1 2 Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 190 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Röllbach (VG Mönchberg, Kreis Miltenberg). Jüdische Geschichte / Synagoge auf www.alemannia-judaica.de; abgerufen am 6. März 2024.
- ↑ Quelle: BayLfStat
- ↑ Ergebnis der Gemeinderatswahl vom 15. März 2020, abgerufen am 19. Juni 2020
- ↑ Europawahl in der Gemeinde Röllbach
- ↑ Wappen von Röllbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Werner Trost Stampes, Worzelköpp und Staffelbrunzer Lkr. Miltenberg 2003
- ↑ Uz-Atlas - Primasonntag 11. November 2012
- ↑ Ameropa-Reisen Katalog DB-Städtetouren – Kurzurlaub, Sommer 1987, S. 144.

