Collenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 46′ N, 9° 20′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Miltenberg | |
| Höhe: | 140 m ü. NHN | |
| Fläche: | 25,66 km² | |
| Einwohner: | 2448 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 95 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 97903, 97896 | |
| Vorwahlen: | 09376, 09375 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MIL, OBB | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 76 117 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchplatz 2 97903 Collenberg | |
| Website: | collenberg-main.de | |
| Erster Bürgermeister: | Andreas Freiburg (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Collenberg im Landkreis Miltenberg | ||

Collenberg ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Hauptort, ein Doppeldorf bestehend aus Reistenhausen (westlich)[2] und Fechenbach (östlich),[3] liegt am Main und ist 13 km von Miltenberg und 18 km von Wertheim entfernt. Im Main zwischen Collenberg und Freudenberg liegt die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 497 m ü. NHN (Lage) am Geiersberg nordwestlich von Reistenhausen, der niedrigste liegt im Main auf 124,5 m ü. NHN (Lage). Durch Collenberg führt der Fränkische Marienweg.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde hat drei Gemeindeteile (in Klammern der Siedlungstyp):[4][5]
- Fechenbach (Pfarrdorf)
- Kirschfurt (Dorf)
- Reistenhausen (Kirchdorf)
Die Einöde Theresienhof zählt zum Gemeindeteil Kirschfurt.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Fechenbach und Reistenhausen.[6]
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Markt Mönchberg |
Markt Eschau |
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| Gemeinde Röllbach |
Gemeinde Dorfprozelten | |
| Markt Großheubach |
Markt Bürgstadt |
Stadt Freudenberg |
| Blasonierung: „Durch eine silberne Wellenleiste geteilt von Rot und Blau; oben nebeneinander ein sechsspeichiges silbernes Rad und ein silberner Rüdenkopf mit schwarzem Stachelhalsband; unten drei, zwei zu eins gestellte, wachsende silberne Kolben (aus dem Wappen der Schenken von Limpurg).“[12] | |
| Wappenbegründung: Die Gemeinde Collenberg besteht seit 1971 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Fechenbach und Reistenhausen und führt seitdem den Namen Collenberg. Dieser leitet sich von der gleichnamigen, in unmittelbarer Nähe von Fechenbach gelegenen Burgruine ab. Die Schenken von Klingenberg, Reichsministerialen, erbauten vor 1214 die Burg, die seitdem den Namen Kollenberg in Anlehnung an den Namen des Stammvaters Walter Kolbo trägt. Mit dem Aussterben der Schenken von Klingenberg um 1270 kam die Burg in den Besitz der Rüdt, die sich seitdem Rüdt von Collenberg nannten. 1450 erwarben sie Fechenbach und Reistenhausen und bauten diese zu einer selbstständigen Ritterschaft aus. Die Familie ist 1635 im Mannesstamm ausgestorben. Die Burg, die seit 1483 Mainzer Lehen war, fiel daraufhin an den Kurstaat Mainz. Die Streitkolben sind dem Wappen der Schenken von Klingenberg entnommen, der Rüdenkopf dem Wappen der Rüdt von Kollenberg. Das Mainzer Rad sowie die Farben Silber und Rot erinnern an die Landesherrschaft des Kurstaates Mainz bis zum Ende des Alten Reichs 1803. Der silberne Wellenbalken symbolisiert den Main, der das Gemeindegebiet durchfließt.
Dieses Wappen wird seit 1973 geführt. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bau- und Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ruine der Collenburg, errichtet durch das Geschlecht der Rüdt von Collenberg 1250. (vgl. Buchen (Odenwald))
- Fechenbacher Schloss, errichtet 1750 vom Grafen von Reigersberg
- Fechenbacher ehemalige Synagoge der jüdischen Gemeinde Kleine Gasse 12, die beim Novemberpogrom 1938 verwüstet wurde[13]
- Jüdischer Friedhof im Gemeindeteil Reistenhausen
Kulinarische Spezialitäten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Himmel und Erde (Himmel ist Apfelbrei, Erde ist Kartoffelstampf) Dazu gibt es gebackene Blut- und Leberwürstle. Darüber kommen geröstete Zwiebeln.
- Öpfelwoi (selbstgekelterter Apfelwein). Wegen Farbe und Geschmack werden oft Quitten mit gekeltert. Es wurde extra ein Lied über den Apfelwein komponiert:
Reistenhäuser Apfelweinlied „Der Apfelwein der sucht sich seinesgleichen“.
Öffentlicher Bücherschrank
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Treppenhaus des Rathauses wurde ein öffentlicher Bücherschrank eingerichtet, der als kostenlose Tauschbörse oder zur Mitnahme von Büchern genutzt wird.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Haltepunkte Collenberg und Freudenberg-Kirschfurt liegen an der Bahnstrecke Miltenberg West–Wertheim. Hier fahren Züge der Westfrankenbahn zwischen Aschaffenburg, Wertheim, Lauda und Crailsheim.
Auf der anderen Mainseite liegt die baden-württembergische Landesstraße L 2310, die in Kirschfurt über die bayerische Staatsstraße St 2315 mit der Hauptstraße von Collenberg verbunden ist. Die Hauptstraße führt auf der Collenberger Mainseite am Main entlang bis Hasloch.
Bildungseinrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Haus für Kinder, Kindergarten St. Martin mit etwa 120 Kindern (Kinderkrippe, Kindergarten, Hort)
- Volksschule
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Parcours für das 3D-Bogenschießen mit 33 Zielen.[14]
- Mountainbike-Rundstrecke[15]
- Sportverein TSV Collenberg 1947 e. V.[16]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Georg Hennch (1839–1919), Eisenbahningenieur[17][18]
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf dem Gebiet der Gemeinde und somit auf bayerischen Territorium befindet sich der Sender Freudenberg des Südwestrundfunks (SWR) zur Versorgung von Freudenberg mit UKW-Hörfunkprogrammen des SWR.
Direkt am Mainufer befindet sich ein Campingplatz.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Reistenhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. April 2021.
- ↑ Fechenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. April 2021.
- ↑ Gemeinde Collenberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. April 2021.
- ↑ Gemeinde Collenberg, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 6. Dezember 2021.
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 19. März 2026.
- ↑ Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 50 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 523.
- ↑ Grußwort. Gemeinde Collenberg, abgerufen am 9. März 2021.
- ↑ Wahlergebnis Bürgermeister 2020, abgerufen am 13. Juni 2020
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderat 2020, abgerufen am 13. Juni 2020
- ↑ Wappen von Collenberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 121
- ↑ Website des Bogenparcours Collenberg
- ↑ http://www.bike-und.burg.de
- ↑ http://www.tsvcollenberg.de
- ↑ bavarikon
- ↑ wißner


