Das Angerdorf Repsch liegt fünf Kilometer nördlich von Oberglogau, 22 Kilometer östlich von Prudnik (Neustadt O.S.) und 32 Kilometer südlich von Opole (Oppeln) in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) an einem Arm der Hotzenplotz, die am westlichen Ortsrand entlang fließt. Durch den Ort führt die Woiwodschaftsstraße Droga wojewódzka 416.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Repsch ab 1816 zum Landkreis Neustadt O.S., mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Ort ein Vorwerk, eine katholische Schule, eine Wassermühle, einen Kretschmar, eine Schmiede und 61 Häuser. Die Einwohnerzahl lag bei 388, davon einer evangelisch.[2] 1865 bestanden in Reptsch sechs Bauern, drei Halbbauern, 23 Gärtner und 13 Häusler, eine katholische Schule mit 71 Schülern. Eingepfarrt war es nach Oberglogau.[4] 1874 wurde der AmtsbezirkSchloß Ober Glogau II gebildet, dem die Landgemeinden Blaschewitz, Freiherrlich Dirschelwitz, Gräflich Dirschelwitz, Kerpen, Freiherrlich Mochau, Gräflich Mochau, Pauliner Mochau, Pauliner Wiese, Pleitersdorf, Rzeptsch und Schreibersdorf und die Gutsbezirke Adelenhof, Blaschewitz, Freiherrlich Dirschelwitz, Freiherrlich Mochau, Gräflich Dirschelwitz, Kerpen, Pauliner Wiese, Rzeptsch und Schreibersdorf eingegliedert wurden.[5]
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 227 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 83 für Polen.[6] Repsch verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 499 Einwohner, 1939 waren es 505 Einwohner.[7]
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Reptsch 1945 an Polen, wurde in Rzepcze umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert, seit 1999 gehört es zum Powiat Prudnicki. Am 22. April 2009 wurde in der Gemeinde OberglogauDeutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 1. Dezember 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Reptsch.
Die römisch-katholische Jakobskirche (Kościół św. Jakuba Starszego) ist eine Schrotholzkirche aus dem Jahr 1751. Die barocke Kanzel aus dem 17. Jahrhundert enthält Bildnisse des Jesus Christus und der hll. August und Hieronymus.[8][9]
12Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 568.
↑Johann Ernst Tramp: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, Band 2, Brieg 1783. S. 112