Nachbarorte von Radzikowice sind im Norden Nowaki (Nowag), im Nordosten Korzękwice (Korkwitz), im Osten Sękowice (Sengwitz), im Südosten Jędrzychów (Heidersdorf), im Südwesten Goświnowice (Friedenthal-Giesmannsdorf) und im Westen Goraszowice (Graschwitz).
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Stephansdorf ab 1816 zum Landkreis Neisse, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Pfarrkirche, eine katholische Schule und 83 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 571, allesamt katholisch.[3] 1855 lebten 622 Einwohner im Ort.[4] 1874 wurde der AmtsbezirkGiesmannsdorf gebildet, dem die Landgemeinden Gießmannsdorf, Glumpenau, Jentsch, Nowag und Stephansdorf sowie die Gutsbezirken Gießmannsdorf, Glumpenau, Jentsch, Nowag und Schilde eingegliedert wurden.[5] 1885 zählte Stephansdorf 687 Einwohner.[6] 1933 lebten in Stephansdorf 561 Einwohner, 1939 waren es 555.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Stephansdorf mit dem größten Teil Schlesiens 1945 an Polen. Nachfolgend wurde es in Radzikowice umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde – soweit sie nicht vorher geflohen war – weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Von 1945 bis 1950 gehörte Radzikowice zur Woiwodschaft Schlesien, anschließend wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Nyski.
12Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 657.