Morów liegt etwa neun Kilometer südwestlich von Nysa und 64 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene am Moorwasser (polnischMora) an der stillgelegten Bahnstrecke der ehemaligen Neisser Kreisbahn.
Nachbarorte von Morów sind im Norden Biała Nyska (Bielau), im Osten Przełęk (Preiland), im Süden Iława (Eilau), im Südwesten Koperniki (Köppernig) und im Nordwesten Siestrzechowice (Grunau).
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Mohrau ab 1816 zum Landkreis Neisse, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1827 wurde eine katholische Schule eröffnet. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Schule und weitere 80 Häuser. Die Einwohnerzahl lag bei 582, davon einer evangelisch.[3] 1855 lebten 412 Einwohner im Ort. 1865 zählte der Ort sieben Bauernhöfe, 35 Gärtner- und 25 Häuslerstellen. Die katholische Schule wurde im gleichen Jahr von 113 Schülern besucht.[4] 1874 wurde der AmtsbezirkBielau gegründet, dem die Landgemeinden Bielau, Eilau, Mohrau, Preiland und Steinhübel sowie die gleichnamigen Gutsbezirke eingegliedert wurden.[5] 1885 zählte Mohrau 594 Einwohner.[6] 1933 waren es 527 und 1939 504 Einwohner.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Morau 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Morów umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. 1950 wurde Morów der Woiwodschaft Opole eingegliedert.
↑Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 417.