Das Mariä-Entschlafens-Kloster in der Stadt ist das zweitgrößte Kloster der Ukraine und einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte. Ihn ihm ist der heilige Hiob von Potschajiw bestattet.
Die Stadt liegt im Südwesten des Rajon Kremenez auf einer Höhe von 356m, fünf Kilometer westlich vom linken Ufer der Ikwa. Sie befindet sich 23km südwestlich vom Rajonzentrum Kremenez und 62km nördlich vom Oblastzentrum Ternopil. In der Stadt trifft die TerritorialstraßeT–20–13 auf die FernstraßeN 02 (RegionalstraßeP–26).
1450 wurde Potschajiw zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Der Name leitet sich vom heute nicht mehr existierenden, im nördlichen Kiew gelegenen acht Kilometer langen rechten Nebenfluss des Dnepr, der Potschajna, her. An deren Ufer befand sich das aufgegebene Kloster der Mönche, welche nach der Mongolischen Invasion der Rus im 13.Jahrhundert in Richtung Westen flohen und auf dem heutigen Klosterberg eine neue Niederlassung gründeten.
Die heutige Stadt entstand nach dem Zusammenschluss der Dörfer Nowyj Potschajiw (Новий Почаїв), Jurydyka (Юридика) und Nowyj Tarasch (Новий Тараж) zur Gemeinde Schdanowa (Жданова) im Jahre 1948. 1950 erhielt diese Ortschaft den Namen Potschajiw sowie den Status einer Siedlung städtischen Typs. Am 8. Mai 1978 wurde das nordwestlich liegende Dorf Staryj Potschajiw (Старий Почаїв) mitsamt Satyschschja eingemeindet und der Gemeinde wurde der Status einer Stadt verliehen. Staryj Potschajiw behielt bis 1992 einen eigenen Stadtrat und wurde danach wieder als eigenständige Gemeinde ausgegliedert.
Am 7. August 2015 wurde Potschajiw zum administrativen Zentrum der neu gegründeten Stadtgemeinde Potschajiw (Почаївська міська громадаPotschajiwska miska hromada), zu der noch die 3 Dörfer Komaryn (Комарин), Satyschschja (Затишшя) und Staryj Tarasch (Старий Тараж) zählen.,[3] bis dahin bildete sie zusammen mit dem nordöstlich gelegenen Dorf Satyschschja die gleichnamige Stadtratsgemeinde Potschajiw (Почаївська міська рада/Potschajiwska miska rada) im Westen des Rajons Kremenez.
Am 12. Juni 2020 kamen noch weitere 8 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer zum Gemeindegebiet.[4]
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Potschajiw Teil der Gemeinde:
Poczajów. In: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem: Yad Vashem, 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 603.