Ponilala
| Ponilala | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Fläche | 8,54 km²[1] | |
| Einwohnerzahl | 4.055 (2022)[2] | |
| Chefe de Suco | Alberto Martins (Wahl 2023) | |
| Aldeias | Einwohner (2015)[1] | |
| Cota Heu | 897 | |
| Eroho | 427 | |
| Hatuposi | 452 | |
| Nunupu | 501 | |
| Sacoco | 1095 | |
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Ponilala (Punilala) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Ermera (Gemeinde Ermera).
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Ponilala | ||
|---|---|---|
| Orte | Position[3] | Höhe |
| Aiphu | 8° 44′ 35″ S, 125° 22′ 55″ O | 1268 m |
| Bazartete | 8° 43′ 49″ S, 125° 22′ 55″ O | 1170 m |
| Eroho | 8° 43′ 53″ S, 125° 22′ 52″ O | 1162 m |
| Gurethe | 8° 43′ 21″ S, 125° 22′ 52″ O | 1124 m |
| Hatuposi | 8° 43′ 14″ S, 125° 23′ 20″ O | 863 m |
| Hatuta | 8° 43′ 23″ S, 125° 22′ 40″ O | 1057 m |
| Kotamata | 8° 44′ 0″ S, 125° 22′ 54″ O | 1165 m |
| Moges | 8° 43′ 48″ S, 125° 22′ 48″ O | 1147 m |
| Nunupu | 8° 43′ 23″ S, 125° 23′ 9″ O | 983 m |
| Sacoco | 8° 42′ 58″ S, 125° 22′ 29″ O | 866 m |
| Name unbekannt (1) | 8° 42′ 15″ S, 125° 22′ 13″ O | 694 m |
| Name unbekannt (2) | 8° 42′ 31″ S, 125° 21′ 53″ O | 633 m |
Ponilala liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Ermera. Östlich liegt der Suco Poetete Vila und südöstlich der Suco Samatrae. Im Nordosten grenzt Ponilala an das Verwaltungsamt Railaco mit seinem Suco Matata und im Südwesten an das Verwaltungsamt Hatulia B mit seinen Sucos Lisapat und Fatubolo. Im Norden liegen die zur Gemeinde Liquiçá gehörenden Verwaltungsämter Liquiçá (mit dem Suco Açumanu) und Bazartete (mit dem Suco Leorema). Die Nordgrenze bildet der Fluss Gleno, in den auch der westliche Grenzfluss Lendeum fließt. Auch die Ostgrenze wird durch einen Zufluss des Glenos markiert. Die Gewässer gehören zum Flusssystem des Lóis.[4][5] Östlich des Tals des Lendeums liegt der Höhenzug des Foho Bazartete (1177 m, Lage), der sich über den gesamten Suco ausdehnt.[6]
Ponilala hat eine Fläche von 8,54 km²[1] und teilt sich auf in die fünf Aldeias Cota Heu (Cotaheu, Kotaheo, Kotaheu), Eroho, Hatuposi (Hatoposi), Nunupu und Sacoco (Sakoko).[7]
Am Gipfel des Foho Bazartete liegen die Dörfer Moges und Bazartete. Auf dem Gipfel steht die Kirche von Ponilala. Daneben befindet sich die Prä-Sekundarschule Pe Hilario Madeira Ponilala und etwas unterhalb eine Station (tetum Stasaun, portugiesisch Estação) der Sagrada Família. Südlich des Gipfels liegen die Dörfer Eroho, Kotamata und an der Südspitze des Sucos Aiphu. Nördlich folgen auf einem Nebengipfel das Dorf Gurethe und unterhalb Hatuta, Nunupu und Hatuposi. Im Norden liegt das langgezogene Dorf Sacoco und zwei weitere, kleinere Siedlungen.[4]
In Gurethe steht eine weitere Kapelle der Sagrada Familia und in Sacoco die Kapelle Sagrada Coração de Maria. Grundschulen gibt es außer in Bazartete noch in Eroho und in Sacoco. Der Sitz des Sucos befindet sich in Eroho.[4]
Einwohner
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Im Suco leben 4.055 Einwohner (2022), davon sind 2.052 Männer und 2.003 Frauen. Im Suco gibt es 766 Haushalte.[2] Fast 63 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. Über 36 % sprechen Tetum Prasa.[8]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 1. September 1975 kam es im Verlauf des Bürgerkrieges zwischen UDT und FRETILIN in Aiphu zu Gefechten und Hinrichtungen. Bei einem Massaker an Gefangenen richteten UDT-Kämpfer in Aiphu 26 Mitglieder der FRETILIN hin.[9.1]
Am 8. September töteten Kämpfer des Team Susi, zu dem indonesische Soldaten und osttimoresische Partisanen gehörten, in Aiphu dutzende Zivilisten. Tomás Gonçalves gab an, dass mindestens 70 Zivilisten ermordet wurden. Unter den Toten war auch Helder Varela, Sohn des Administrators des Subdistrikts Ermera.[9.2]
An die Opfer der Hinrichtungen und Kämpfe erinnert seit 2016 ein Denkmal.[10]
Anfang 1979 wurden etwa hundert Männer aus Ponilala und der bisherigen Distriktshauptstadt Ermera von der indonesischen Besatzungsmacht an den Ort gebracht, wo heute die Stadt Gleno steht. Das indonesische Militär zwang die Männer, das bisher unbewohnte Gebiet zu roden und von der Vegetation zu befreien, damit hier die neue Stadt gebaut werden konnte. Erfüllten die Zwangsarbeiter ihr Tagespensum nicht, wurden sie zur Bestrafung gefoltert. Drei Männer, die zu krank zum Arbeiten waren, wurden von den Soldaten umgebracht. Da man in der Zeit keine Gärten anlegen konnte, erfolgte die Versorgung mit Nahrungsmitteln durch das Militär. Als die Arbeiten an der neuen Distriktshauptstadt Gleno 1983 beendet waren, stellte das Militär die Versorgung ein. Die Familien der Zwangsarbeiter wurden nun ebenfalls nach Gleno zwangsumgesiedelt. Weil immer noch keine Gärten zur Grundversorgung angelegt worden waren, kam es zu Todesfällen durch Verhungern. Erst ab 1985 durften sich die Bewohner Glenos frei bewegen.[11]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1952 wurde Joaquim da Costa Babo Chefe de Suco von Ponilala.[12]
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Amaro Silverio dos Santos zum Chefe de Suco gewählt.[13] Bei den Wahlen 2009 gewann Jacinto de Jesus Madeira[14] und 2016 Amaro Silveiro dos Santos.[15] Bei den Wahlen 2023 wurde Alberto Martins gewählt.[16]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Marcus Soares Martins (* 1978), Politiker
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Ponilala ( vom 4. November 2013 im Internet Archive) (tetum; PDF; 8,5 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Ponilala ( vom 12. Juli 2022 im Internet Archive) (tetum; PDF;)
- Seeds of Life: Suco information sheets Ermera (tetum)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015 ( vom 23. September 2019 im Internet Archive).
- 1 2 Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.
- ↑ Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 ( vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).
- 1 2 3 Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Ermera ( vom 14. August 2022 im Internet Archive)
- ↑ Timor-Leste GIS-Portal ( vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
- ↑ PeakVisor: Foho Bazartete, abgerufen am 25. April 2026.
- ↑ Jornal da República: Diploma Ministerial n.° 16/2017, mit Korrekturen vom 9. Mai 2017, abgerufen am 12. März 2019.
- ↑ Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Ponilala (tetum; PDF; 8,5 MB)
- „Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“ (PDF; 2,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
- ↑ Regierung Osttimors: Government builds Reconciliation Monument of Aifu’s massacre, 8. April 2016, abgerufen am 20. Juni 2017.
- ↑ „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
- ↑ Belo, Dom Carlos Filipe Ximenes (2011) Os antigos reinos de Timor-Leste (Reys de Lorosay e Reys de Lorotoba, Coronéis e Datos), S. 120. Baucau: Tipografia Diocesana Baucau.
- ↑ Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)
- ↑ Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)
- ↑ Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. ( vom 14. August 2021 im Internet Archive)
- ↑ Gemeinde Ermera: POSTO ADMINISTRATIVO ERMERA, abgerufen am 9. Mai 2026.

