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Pimpla

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Pimpla

Pimpla rufipes

Systematik
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Familie: Schlupfwespen (Ichneumonidae)
Unterfamilie: Pimplinae
Tribus: Pimplini
Gattung: Pimpla
Wissenschaftlicher Name
Pimpla
Fabricius, 1804

Pimpla ist eine Schlupfwespengattung in der Unterfamilie Pimplinae. Das Taxon geht auf den Entomologen Johann Christian Fabricius im Jahr 1804 zurück. Typusart ist Ichneumon instigator Fabricius, 1793 (= Pimpla rufipes (Miller, 1759)).

Die Gattung Pimpla lässt sich anhand folgender Merkmalskombination von anderen Gattungen abgrenzen:[1] Der innere Augenrand ist oberhalb der Fühlereinlenkungen schwach bis ziemlich stark konkav. Der Clypeus ist nicht durch eine quer verlaufende Furche geteilt. Die Wangen (malar space) sind 0,35–1,4 Mal so lang als die basale Breite der Mandibeln. Die Mandibeln sind breit und weisen apikale Zähne ungefähr gleicher Länge auf. Der Notaulus ist schwach ausgeprägt ohne einen deutlichen Kamm am vorderen Ende oder er fehlt vollständig. Mediane Längskiele auf dem Propodeum fehlen oder sind nur vage ausgeprägt. Die hinteren Femora besitzen keinen Zahn auf der Unterseite. Die tarsalen Krallen sind groß. Sie sind ohne einen Zahn oder einem verlängerten Haar mit einer abgeflachten Spitze. Der Legebohrer der Weibchen ist annähernd gerade. Die Legebohrerspitze ist nicht stark nach unten gebogen.

Die Vertreter der Gattung Pimpla sind als idiobionte Endoparasitoide von Präpuppen und Puppen verschiedener Schmetterlinge bekannt.[2][3]

Die Gattung besitzt eine kosmopolitische Verbreitung auf.[3] Mehrere Arten (P. contemplator, P. rufipes, P. turionellae) wurden zur biologischen Schädlingsbekämpfung in Nordamerika eingeführt ohne dass diese sich dort etablieren konnten.[4] In Deutschland ist die Gattung mit mindestens 11 Arten vertreten:[2] P. aethiops, P. contemplator, P. flavicoxis, P. insignatoria, P. melanacrias, P. murinanae, P. processioneae, P. rufipes, P. spuria, P. strigipleuris und P. turionellae.

Mehrere fossile Arten der Gattung Pimpla wurden in Gesteinsschichten des Eozän und Oligozän gefunden. Die ältesten Fossilien datieren aus dem Eozän (vor 50,3–46,2 Millionen Jahren).[5]

Der Gattung Pimpla werden mehr als 200 Arten zugeordnet.[6]

Im Folgenden eine Liste rezenter Arten der Gattung Pimpla (GBIF, Stand 2025).[6]

Im Folgenden eine Liste fossiler Arten der Gattung Pimpla (GBIF, Stand 2025).[6][5][7]

Einzelnachweise

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  1. Diego Pádua, Rodrigo Araujo, Luis Mazariegos: Pimpla Fabricius (Hymenoptera: Ichneumonidae: Pimplinae) from Colombia. In: Zootaxa 4683 (3) DOI:10.11646/zootaxa.4683.3.8. 2019, S. 439–446, abgerufen am 7. Februar 2026 (englisch).
  2. a b Konrad Schmidt, Franz Zmudzinski: Beiträge zur Kenntnis der badischen Schlupfwespenfauna (Hymenoptera, Ichneumonidae) 2. Pimplinae und Poemeniinae (Pseudorhyssini). (PDF; 1,05 MB) In: Carolinea - Beiträge zur naturkundlichen Forschung in Südwestdeutschland – 60. 2002, S. 131–140, abgerufen am 30. Januar 2026.
  3. a b Simon van Noorth: Pimpla Fabricius. Iziko South African Museum (waspweb.org), 2025, abgerufen am 30. Januar 2026 (englisch).
  4. Genus Pimpla. In: bugguide.net. Iowa State University – Dept. of Plant Pathology, Entomology, and Microbiology, abgerufen am 30. Januar 2026 (englisch).
  5. a b Pimpla. In: www.mindat.org. Abgerufen am 30. Januar 2026 (englisch).
  6. a b c Pimpla Fabricius, 1804. In: www.gbif.org. Global Biodiversity Information Facility (GBIF), abgerufen am 30. Januar 2026 (englisch).
  7. The Paleobiology Database (PBDB). In: paleobiodb.org. Abgerufen am 30. Januar 2026 (englisch).
Commons: Pimpla – Sammlung von Bildern