Pimpla contemplator
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Pimpla contemplator ♀ | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pimpla contemplator | ||||||||||||
| (Muller, 1776) |

Pimpla contemplator ist eine Schlupfwespe aus der Unterfamilie der Pimplinae. Die Art wurde von dem dänischen Zoologen Otto Friedrich Müller im Jahr 1776 als Ichneumon contemplator erstbeschrieben.[1] Das aus dem Lateinischen stammende Art-Epitheton contemplator bedeutet „Beobachter“, „Landvermesser“ oder „Betrachter“. Pimpla contemplator ist in Deutschland eine von mindestens 11 Arten der Gattung Pimpla.[2]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die etwa 7–8 mm langen schwarzen Schlupfwespen haben überwiegend rötliche bis gelbbraun gefärbte Beine. Die vorderen Coxae und Trochanteren sind schwarz. Die hinteren Tibien sind schwarz mit einem subbasalen deutlich abgegrenzten weißlichen Ring. Weiterhin sind die hinteren Tarsen schwarz gefärbt. Die fadenförmigen filiformen Fühler weisen etwa 31 Geißelglieder auf. Die Fühlergeißel ist ohne Tyloide (Sinnesfelder).[3] Die inneren Augenränder sind leicht und gleichmäßig in Richtung der Fühlereinlenkungen gekrümmt.[3] Die prätarsalen Krallen sind ohne einen basalen Zahn.[3] Bei den Weibchen ist das Gesicht nicht konvex nach vorne gerichtet.[3] Das vierte Tarsenglied der Hinterbeine der Weibchen ist apikal tief gerandet.[3] Der über das Hinterleibsende hinaus ragende Teil der Bohrerklappen ist kürzer als die hinteren Tibien.[3]
Verbreitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pimpla contemplator ist in der westlichen Paläarktis verbreitet.[1] In Europa erstreckt sich das Vorkommen von Schottland und dem Norden Fennoskandinaviens bis in den Mittelmeerraum.[1] Im Osten reichen die Funde über den Kaukasus bis in den Nordost-Iran und nach Turkmenistan.[1][4][5]
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pimpla contemplator parasitiert Präpuppen und Puppen verschiedener Schmetterlinge.[2] Zu den Wirtsarten gehört u. a. der Kleine Fuchs (Vanessa urticae) (Familie Nymphalidae).[3] Als Wirte werden Vertreter aus den Familien der Wickler (Tortricidae) und der Spanner (Geometridae) genannt.[6] Die Schlupfwespen beobachtet man gewöhnlich von April bis Oktober.[2]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c d Pimpla contemplator (Muller, 1776). In: www.gbif.org. Global Biodiversity Information Facility (GBIF), abgerufen am 4. Februar 2026 (englisch).
- ↑ a b c Konrad Schmidt, Franz Zmudzinski: Beiträge zur Kenntnis der badischen Schlupfwespenfauna (Hymenoptera, Ichneumonidae) 2. Pimplinae und Poemeniinae (Pseudorhyssini). (PDF; 1,05 MB) In: Carolinea - Beiträge zur naturkundlichen Forschung in Südwestdeutschland – 60. 2002, S. 131–140, abgerufen am 4. Februar 2026.
- ↑ a b c d e f g S. Çoruh, H. Özbek: A faunistic and systematic study on Pimplinae (Hymenoptera: Ichneumonidae) in Eastern and Northeastern parts of Turkey. In: Linzer biologische Beiträge 40 / 1. 2008, S. 419–462, abgerufen am 4. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Ashkan Masnadi-Yazdinejad, Reijo Jussila: Contribution to the knowledge of ichneumonid wasps of Iran. Subfamilies Ichneumoninae, Pimplinae and Diplazontinae (Hymenoptera, Ichneumonidae). (PDF; 3,52 MB) In: Entomofauna Band 29, Heft 22. 2008, S. 293–320, abgerufen am 4. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Milka Glavendekić, Janko Kolarov: Fauna of Yugoslavian Ichneumonidae Pimplinae, Xoridinae, Acaenitinae (Insecta, Hymenoptera, Ichneumonidae). (PDF; 714 KB) In: Entomofauna Band 15, Heft 1. S. 1–12, abgerufen am 4. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Konrad Schmidt: Hautflügler (Hymenoptera) in einem Garten in Heidelberg-Neuenheim. (PDF; 4,56 MB) In: Carolinea 76. 2018, S. 79–128, abgerufen am 4. Februar 2026 (englisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pimpla contemplator (Muller, 1776) (Woodland Black Slip Wasp). In: www.bioimages.org.uk. Abgerufen am 7. Februar 2026 (englisch). – Makroaufnahmen von Männchen und Weibchen