Schon 1948 gab es ein NBA-Team in Indianapolis, die Indianapolis Jets. Von 1949 bis 1953 existierten dann noch die Indianapolis Olympians.[1]
Die Pacers waren 1967 eines der Gründungsmitglieder der American Basketball Association (ABA) und in den folgenden Jahren eines der dominierenden Teams der mit der NBA konkurrierenden Liga. In den Saisons der Jahre 1970, 1972 und 1973 gewannen die Pacers die ABA-Meisterschaft.[1]
1976 wurden die Pacers im Zuge der Vereinigung von NBA und ABA in die NBA integriert. In der NBA waren sie nicht mehr so erfolgreich wie zuvor in der ABA und erreichten in den ersten zehn Jahren nur zweimal die Play-offs. Jedoch wurden in den 80er-Jahren künftige Schlüsselspieler der 80ern und 90ern Pacersteams gedraftet. Darunter Herb Williams (1982 an 14. Stelle), Vern Fleming (1984 an 18. Stelle) Wayman Tisdale (1985 an 2. Stelle), Chuck Person (1986 an 4. Stelle), Reggie Miller (1987 an 11. Stelle) und der niederländische Center Rik Smits (1988 an 2. Stelle). Ebenso stieß 1989 der Deutsche Detlef Schrempf zum Team. Als unglückliche Draftwahl kann man Steve Stipanovich (1983 an 2. Stelle) und Clark Kellogg (1982 an 8. Stelle) nennen, die trotz Talents aufgrund schwerer Verletzungen ihre Karrieren früh beenden mussten. 1990 wurden dann erstmals die Playoffs wieder erreicht. Anfang der 1990er wurden die Pacers immer besser und entwickelten sich zu einem Topklub in der Eastern Conference. Nachdem Larry Brown 1993 den Posten als Trainer übernahm, erreichten die Pacers 1994 und 1995 das Conference-Finale. Ab 1997 übernahm die ehemalige NBA-Legende Larry Bird das Team als Trainer. Mit einem Kern aus Reggie Miller, Rik Smits, Chris Mullin, Mark Jackson, Jalen Rose und Dale Davis führte er die Pacers 1998 und 1999 ebenfalls in das Conference-Finale und in der Saison 1999/00 dann in das NBA-Finale. Dort verloren sie gegen die Los Angeles Lakers mit 4:2 in sechs Spielen. Außerdem schafften es die Pacers als erstes und bis heute einziges Team, in einem Spiel mehr als doppelt so viele Punkte wie der Gegner zu erzielen. Am 27. Februar 1998 besiegten sie die Portland Trail Blazers mit 124:59[2][3]. Ab 2000 übernahm Isiah Thomas den Trainerposten von Bird. Zudem verpflichtete man mit Jermaine O’Neal einen künftigen Starspieler. Mit Thomas schied man zwischen 2001 und 2003 jedes Mal in der ersten Playoffrunde aus. Danach erreichten die Pacers, unter Rick Carlisle, in der Saison 2003/04 noch einmal das Conference-Finale. Ebenso schloss man mit 61 Siegen und 21 Niederlagen die beste Saison der Teamgeschichte ab. 2005 beendete Reggie Miller, der Franchise-Player der Pacers, seine Karriere. Mit dem Rücktritt Millers wurde das Team um Spieler wie Ron Artest, Stephen Jackson und Jermaine O’Neal aufgebaut. Im NBA-Draft 2005 wählte man an 17. Stelle Danny Granger aus. In der darauffolgenden Saison erreichten die Pacers noch einmal die Play-offs. Doch es ging bergab mit den Pacers, die danach bis 2011 die Play-offs nicht mehr erreichten.[1] In dieser Zeit entwickelte sich Granger zum neuen Franchise-Player des Teams, nachdem Artest 2006 das Team verließ. Beim NBA-Draft 2008 erhielt man den jamaikanischen Center Roy Hibbert, der zuvor von den Toronto Raptors an 17. Stelle ausgewählt worden war. Im Gegenzug verließ unter anderem O’Neal das Team in Richtung Toronto.
In der Saison 2009/10 spielten die Pacers ihre schlechteste Saison seit 20Jahren und konnten nur 32 von 82Partien gewinnen.[1] Beim NBA-Draft 2010 entschied sich die Pacersführung in der ersten Runde an 10. Stelle für Paul George, in der zweiten Runde wählte man Lance Stephenson an 40. Stelle aus. (Insgesamt standen den Pacers drei Draftrechte zu).[4] Außerdem holten sich die Pacers für die Saison 2010/11 mit Darren Collison und James Posey weitere Verstärkung.[5] Ebenso wurde während der Saison ein Trainerwechsel vorgenommen und Frank Vogel wurde neuer Headcoach. Unter seiner Leitung konnten die Pacers wieder in die Play-offs einziehen und unterlagen dort in der ersten Runde den Chicago Bulls.
In der aufgrund des Lockouts verkürzten Saison 2011/12 schafften es die Pacers, sich in der Spitzengruppe der Eastern Conference zu etablieren. Durch die Verpflichtung von David West und Leandro Barbosa konnte der Kader verstärkt werden. Besonders Center Roy Hibbert verbesserte sich und wurde zum Allstar Game eingeladen und etablierte sich als Leistungsträger neben Danny Granger. Die reguläre Saison beendeten die Pacers mit 42Siegen und 24Niederlagen auf dem dritten Platz der Eastern Conference und trafen in der ersten Runde der Play-offs auf die Orlando Magic. Die Serie gegen die Magic endete mit 4:1 Siegen für die Pacers. Im darauf folgenden Halbfinale trafen die Pacers auf die favorisierten Miami Heat und schieden mit 2:4 gegen den späteren Meister aus.
Zur Saison 2012/13 veränderten die Pacers ihren Kader nur auf wenigen Positionen und verbreiterten ihn. Früh stand ein längeres Fehlen von Danny Granger fest, der aufgrund von Verletzungen schließlich fast die gesamte Saison verpasste. Mit Paul George spielte sich ein anderer Spieler in den Vordergrund und wurde zum Allstar Game eingeladen und erhielt von der Liga den NBA Most Improved Player Award, für den Meistverbesserten Spieler der Saison. Die Pacers beendeten die Saison mit 49Siegen und 32Niederlagen auf Rang drei der Eastern Conference. Die erste Runde der Play-offs konnten die Pacers mit 4:2 Siegen gegen die Atlanta Hawks beenden. In der zweiten Runde schalteten sie die New York Knicks ebenfalls mit 4:2 aus, bevor sie in den Conference Finals mit 3:4 am späteren Meister Miami Heat scheiterten.
Die Saison 2013/14 verlief ähnlich erfolgreich wie die letzte. Die Pacers holten mit 56 Siegen die beste Bilanz in der Eastern Conference und sicherten sich somit den Heimvorteil. Nachdem man die Serien gegen die Atlanta Hawks und Washington Wizards gewinnen konnte, traf man im Conference-Finale erneut auf die Miami Heat. Auch dieses Mal setzten sich die Heat mit 2:4 durch.
Nach dem Ausscheiden in der ersten Runde der Play-offs 2015/16 wurde der auslaufende Vertrag mit Headcoach Frank Vogel nicht verlängert.[6] Am 16. Mai 2016 übernahm Co-Trainer Nate McMillan den Posten des Headcoach der Pacers.[7] Die Pacers verpflichteten in der Offseason Jeff Teague, den sie für George Hill eintauschten, und Thaddeus Young. McMillan führte die Pacers mit einer 42–40 Bilanz in die Playoffs, dort unterlag man den Cleveland Cavaliers in der ersten Playoffrunde.
Nach zahlreichen Wechselspekulationen um Starspieler Paul George wurde dieser nach sieben Jahren bei den Pacers zum Oklahoma City Thunder für Victor Oladipo und Domantas Sabonis transferiert.[8] Die Pacers wurden vor der Saison keine größeren Chancen auf die Playoffs eingeräumt, doch gerade durch die Leistungsexplosion von Neuzugang Oladipo, aber auch dank Bojan Bogdanović, Darren Collison und Thaddeus Young erreichten die Pacers 48 Saisonsiege und qualifizierten sich als fünftbeste Mannschaft im Osten für die Playoffs. In der ersten Runde unterlag man jedoch knapp den Cleveland Cavaliers nach sieben Spielen.
Nach einer guten Saison 2024/25 erreichten die Pacers als viertplatziertes Team im Osten mit 50:32 Siegen erneut die Playoffs. Nach einer klaren 4:1 Serie gegen die Milwaukee Bucks in Runde 1 schlugen sie die topplatzierten Cleveland Cavaliers überraschend deutlich ebenso mit 4:1. In den Conference Finals warteten die NY Knicks. Nach einer turbulenten Aufholjagd in Spiel eins der Serie gewannen die Paces die Serie letztlich mit 4:2. Tyrese Haliburton in Assists und Pascal Siakam als bester Scorer führten das Team an, wobei Siakam in drei Spielen der Serie über 30 Punkte erzielte und zum Eastern Conference Finals MVP gewählt wurde. Somit zogen die Pacers zum ersten Mal seit 2000 in die NBA-Finals ein.
Hall of Famer Reggie Miller spielte von 1987 bis 2005 für die PacersJermaine O’Neal spielte von 2000 bis 2008 für die PacersForward Danny Granger spielte von 2005 bis 2014 für Indiana