OpenClaw
| OpenClaw | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Peter Steinberger |
| Aktuelle Version | 2026.4.29[1] (30. April 2026) |
| Programmiersprache | TypeScript |
| Kategorie | KI-Agent |
| Lizenz | MIT-Lizenz |
| openclaw.ai | |
OpenClaw ist eine Open-Source-Software für künstliche Intelligenz (KI), die als Grundlage für persönliche KI-Agenten dient. Das Projekt wurde ursprünglich unter dem Namen Clawdbot gestartet, später auf Grund der Ähnlichkeit zu Anthropics Sprachmodell Claude[2] in Moltbot umbenannt und trägt heute den Namen OpenClaw. Der Sourcecode wurde im November 2025 auf Github veröffentlicht.
Mit OpenClaw lässt sich auf einem Standard-Computer ein Service betreiben, der KI-gestützt beliebige Aufgaben automatisch und autonom ausführt. Die Steuerung erfolgt über gängige Instant-Messaging-Dienste wie WhatsApp, Telegram oder Signal.[3]
Entstehung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Software entstand 2025 als Projekt des österreichischen Software-Entwicklers Peter Steinberger, der dafür auf Vibe-Coding zurückgriff, zunächst mit Hilfe von claude.ai, dann von OpenClaw selbst.[4] 2026 nahm er ein Übernahmeangebot von Sam Altman an.[5]
Funktionsweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]OpenClaw wird über die Kommandozeile installiert, die technischen Voraussetzungen sind gering, fehlende Software wird automatisch nachinstalliert. Ein Kommunikationskanal, z. B. die erwähnten Messenger, und ein KI-Modell (z. B. GPT, Claude) müssen gewählt werden.[6]
Nach der Einrichtung kontrolliert die Software den Rechner und agiert selbstständig. Aufgaben werden als Prompts über die Messenger an OpenClaw übermittelt. Sie kann, wenn es zur Lösung der durch den Nutzer gestellten Anfragen nötig erscheint, Dateien erstellen, bearbeiten und löschen, weitere Software hinzufügen, Skripte schreiben und ausführen, Internetdienste kontaktieren und vieles mehr. Die Fähigkeiten von OpenClaw können durch sogenannte Skills erweitert werden. Jeder Skill stellt eine bestimmte Funktionalität zur Verfügung, die dann von OpenClaw genutzt werden kann. Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, einen Passwortmanager anzubinden, damit OpenClaw selbstständig Internetdienste nutzen kann, welche Authentifizierung verlangen.
Es wird grundsätzlich empfohlen, OpenClaw nicht auf produktiven Systemen zu nutzen. Auch auf Geräten, die Zugriff auf private Daten haben, sollte OpenClaw nicht betrieben werden. OpenClaw bietet einen Sandboxmodus, um negative Auswirkungen zu reduzieren.[7][8]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Software wurde mittels Vibe-Coding von Peter Steinberger entwickelt.[6] Der Entwickler selbst sieht das Projekt als „ein bisschen das Intersection zwischen Technologie und Art. Da kann was passieren, da ist es unsicher, aber es ist natürlich sehr powerful.“[6] Auf GitHub wurde die Software am 25. November 2025 unter dem Namen warelay mit der Versionsnummer 0.1.1 veröffentlicht.[9]
Anfang 2026 erlangte das Projekt größere Aufmerksamkeit durch Berichte von Tech- und Wirtschaftsmedien,[7][10][11][12][13] die insbesondere seine Fähigkeit hervorhoben, Aufgaben zu automatisieren, Befehle auszuführen und als digitaler persönlicher Assistent zu agieren, der rund um die Uhr verfügbar ist. Auch die Gefahren beim Einsatz von OpenClaw wurden ausführlich diskutiert.[14][15]
Weiteres
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Bereitstellung von Skills existiert ein zentraler Marktplatz namens ClawHub. Dabei handelt es sich um ein Register, über das Erweiterungen für OpenClaw veröffentlicht und bezogen werden können. Um die Verbreitung von Schadcode einzuschränken, werden eingereichte Pakete zur zusätzlichen Sicherheitsprüfung über den Online-Virenscanner VirusTotal geprüft.[16]
Zum OpenClaw-Ökosystem gehört weiterhin Moltbook, ein soziales Netzwerk für KI-Agenten.[17]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ openclaw 2026.4.29. 30. April 2026 (abgerufen am 2. Mai 2026).
- ↑ Dirk Knop: KI-Bot: OpenClaw (Moltbot) mit hochriskanter Codeschmuggel-Lücke. In: Heise online. 2. Februar 2026. Abgerufen am 2. Februar 2026.
- ↑ Stephan Scheuer: Wie Open Claw mich in zwei Tagen überzeugt hat. In: Handelsblatt. Nr. 29, 11. Februar 2026, S. 22.
- ↑ Open Claw entfesselt KI-Agenten – sind wir darauf vorbereitet?
- ↑ Martin Holland: KI-Hype OpenClaw: OpenAI nimmt österreichischen Entwickler unter Vertrag. In: Heise online. 16. Februar 2026. Abgerufen am 24. Februar 2026.
- 1 2 3 Jan-Keno Janssen: OpenClaw ausprobiert: Die gefährlichste Software der Welt?. In: Heise online. 31. Januar 2026. Abgerufen am 5. Februar 2026.
- 1 2 Ben Schwan: OpenClaw: KI-Client steuert Mac fern. In: Heise online. 2. Februar 2026. Abgerufen am 6. Februar 2026.
- ↑ Sandboxing - OpenClaw. In: docs.openclaw.ai. Abgerufen am 6. April 2026 (englisch).
- ↑ Release warelay 0.1.1 · openclaw/openclaw. In: GitHub. Abgerufen am 6. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Will Knight: Moltbot Is Taking Over Silicon Valley. In: Wired. ISSN 1059-1028 (wired.com [abgerufen am 5. Februar 2026]).
- ↑ Macy Meyer: New AI Assistant OpenClaw Acts Like Your Digital Servant, but Experts Warn of Security Risks. In: CNET. Abgerufen am 5. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Sam Sabin: Silicon Valley's latest AI agent obsession is riddled with security risks. In: Axios.com. 29. Januar 2026, abgerufen am 5. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Ron Schmelzer: Viral AI Sidekick ‘Clawdbot’ Changes Name To ‘Moltbot’ And Sheds Its Skin. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 5. Februar 2026]).
- ↑ Lina Knees, Stephan Scheuer: Open Claw: Agenten-Hype – Ein Österreicher schreckt das Silicon Valley auf. In: Handelsblatt. 4. Februar 2026, abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ Leonid Leiva Ariosa: Open Claw: Die neuen KI-Agenten gleichen hochbegabten Kleinkindern. Ihnen die Schlüssel unseres digitalen Zuhauses zu geben, wäre fahrlässig In: NZZ 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026
- ↑ Dennis Schirrmacher: KI-Assistent OpenClaw bekommt VirusTotal an die Seite. In: Heise online. 9. Februar 2026. Abgerufen am 12. Februar 2026.
- ↑ Anna Heim: OpenClaw's AI assistants are now building their own social network. In: TechCrunch. 30. Januar 2026, abgerufen am 5. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).