Olyka (ukrainisch Олика; russisch Олыка, polnisch Ołyka) ist eine Stadt (bis April 2025 eine Siedlung städtischen Typs) in der Ukraine mit etwa 3100 Einwohnern. Sie liegt am Flüsschen Putyliwka in der Oblast Wolyn im Rajon Luzk, das ehemalige Rajonszentrum Kiwerzi ist etwa 32 Kilometer nordwestlich gelegen, die Oblasthauptstadt Luzk etwa 35 Kilometer westlich.
Österreichische Truppen waren im Ersten Weltkrieg in der Stadt und am 11. September 1915 fand die Uraufführung des Rainermarsches statt, der für das K.u.k. Infanterieregiment Nr. 59 komponiert wurde. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde der Ort ein Teil der Zweiten Polnischen Republik (Woiwodschaft Wolhynien, Powiat Łuck, Gmina Ołyka). Infolge des Hitler-Stalin-Pakts besetzte die Sowjetunion 1939 das Gebiet. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 war der Ort bis 1944 unter deutscher Herrschaft. Die bereits seit dem späten 16. Jahrhundert in Olyka ansässige jüdische Gemeinde wurde während des Holocaust am 29. Juli 1942 ermordet. Die aus dem späten 19. Jahrhundert stammende hölzerne Synagoge wurde danach zerstört.[1]
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Olyka wieder zur Sowjetunion und wurde in die Ukrainische SSR eingegliedert. Seit 1940 hatte der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs, 1991 kam die Siedlung zur neu entstandenen Ukraine.
Am 12. Juni 2020 wurde die Siedlung zum Zentrum der neugegründeten Siedlungsgemeinde Olyka (Олицька селищна громада/Olyzka selyschtschna hromada). Zu dieser zählen auch noch die 16 in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten Dörfer,[2] bis dahin bildete die Siedlung zusammen mit den Dörfern Lytschany und Metelne die gleichnamige Siedlungsratsgemeinde Olyka (Олицька селищна рада/Olyzka selyschtschna rada) im Süden des Rajons Kiwerzi.
Ołyka. In: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem: Yad Vashem, 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 546.