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Nomaden

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(Weitergeleitet von Nomade)
Tuareg, klassische Hirtennomaden aus der Sahara

Als Nomaden (von altgriechisch νομάς nomás, „weidend“, „herumschweifend“) werden Menschen bezeichnet, die aus wirtschaftlichen Gründen ein nicht-sesshaftes – nomadisierendes – Leben führen: Zumeist folgen ihre Wanderbewegungen immer wiederkehrenden Mustern, die vor allem aufgrund schwankender klimatischer Bedingungen notwendig werden (vergleichbar mit den Wanderungen von Wildtieren). Nur auf diese Weise kann der Lebensunterhalt über das ganze Jahr gesichert werden. Man unterscheidet meist Hirtennomaden, Jäger und Sammler und Dienstleistungsnomaden (fahrende Händler, Handwerker und Unterhalter) sowie Voll- und Halbnomaden. Manche Autoren rechnen nur die Hirtennomaden zu den Nomaden.[1]

Nomaden leben in einem symbiotischen Verhältnis zu sesshaften Gesellschaften, werden aber von Staaten oft misstrauisch betrachtet und zur Sesshaftigkeit gedrängt. Ihre Lebensweise gilt als vom Aussterben bedroht.

Jurte der Reiternomaden in der tuwinischen Steppe

Unter „Nomadismus“ versteht man eine nicht-sesshafte Lebensweise, die um Wanderbewegungen mit wiederkehrenden Mustern aufgrund von nur zeitweiser Verfügbarkeit von Ressourcen organisiert ist.[2] Nomaden sind zu unterscheiden von wohnungs- und berufslosen „Vagabunden“, die aus anderen als ökonomischen, kulturellen oder saisonalen Gründen ohne Regelmäßigkeit umherziehen.[3]

Sie werden oft grob nach dem Beruf, der ihre Lebensweise bedingt und strukturiert, in drei Typen untergliedert:[4][5] (1) Hirtennomaden / Mobile Pastoralisten, die zahlenmäßig den größten Anteil unter Nomaden ausmachen,[6] (2) Jäger und Sammler – darunter auch die fischenden Seenomaden[7] – und (3) Dienstleistungsnomaden / peripatetische Minderheiten, also fahrende Händler, Handwerker, Unterhalter und kultische Experten, deren „Ressourcen“ knappe Handelsgüter[8] und die Bedarfe der sesshaften Gesellschaften sind.[9] Diese Typen sind als Idealtypen zu verstehen; ethnologische Studien zeigten in verschiedenen Weltregionen, dass Nomaden häufig Mischformen dieser nomadischen Lebens- und Produktionsweisen praktizieren.[10]

Manche Autoren rechnen nur die Pastoralisten zu den „Nomaden“.[11] Ob die nur teilweise nomadischen[12] Sinti und Roma und die europäischen „Travellers“ als Dienstleistungsnomaden zuzurechnen sind, ist umstritten;[13] die Sinti lehnen die Bezeichnung „Nomaden“ ab.[14] Selten werden auch Wanderfeldbauern als Nomaden bezeichnet, die alle drei bis fünf Jahre aus ökonomischen Gründen ihren Wohnort wechseln.

Quer zur Typologie nach ausgeübtem Beruf bzw. Subsistenzweise lassen sich Nomaden weiter untergliedern nach ihrem Mobilitätstyp. Zwischen einem idealen „reinen Nomadismus“ und einer idealen „reinen Sesshaftigkeit“ werden so viele verschiedene Mischformen praktiziert, dass eine Typologisierung nicht leichtfällt.[15] Manche Autoren sprechen daher von einem Kontinuum zwischen beiden „Reinformen“, statt Idealtypen abzugrenzen.[16] Die differenzierteste Typologie hat Carole Ferret entwickelt:[17]

Nomadismus-Typologie nach Carole Ferret
N.B.: Mehrere von Ferret verwendete Begriffe werden von unterschiedlichen Autoren unterschiedlich gefüllt.[18]

Stefano Manfredi und Stephan Procházka haben außerdem vorgeschagen, das bisweilen auch als „Postnomadismus“ bezeichnete Sesshaft-geworden-Sein als einen eigenen Typus zu betrachten.[19][20]

Stellung der Nomaden in sesshaften Gesellschaften

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Roma-Lager in Frankreich

Nomadismus ist eine vom Aussterben bedrohte Lebensweise.[21] Nomaden stehen stets, aber in unterschiedlichem Ausmaß in einem symbiotischen Verhältnis zu sesshaften Gesellschaften:[22] Am wenigsten die Pastoralisten, die zumindest in der Vergangenheit auch autark leben konnten,[23] am klarsten die Dienstleistungsnomaden, für die Promode Misra alternativ die Bezeichnung „symbiotische Nomaden“ vorgeschlagen hat.[24] Zugleich waren Nomaden den Machthabern sesshafter Völker aller Zeiten sehr oft suspekt und wurden nicht selten als Barbaren betrachtet.[25] Aufgrund ihrer mobilen Lebensweise waren sie schwer zu kontrollieren, sie wechselten immer wieder über Landesgrenzen und entzogen sich staatlichem Einfluss.[26] Entsprechend strebten moderne Staaten regelmäßig danach, Nomadismus zu unterbinden und Nomaden entweder auszuweisen oder zur Sesshaftigkeit zu zwingen.[27]

Hinlänglich bekannt sind in diesem Zusammenhang die Feldzüge gegen die nomadisch lebenden Indianer Nordamerikas. Den Bisonjägern der Plains entzog man in den 1870er Jahren durch die Dezimierung der Büffelherden systematisch die Lebensgrundlage. Solche „ethnischen Säuberungen“ unter Nomadenstämmen sind jedoch ein weltweites Phänomen. So wurden zum Beispiel die wildbeuterisch lebenden San Süd- und Südwestafrikas von Mitte des 17. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts vernichtet, versklavt oder vertrieben.[28] Auch die Nomaden Nordeuropas – die Samen – blieben nicht von solchen Repressalien verschont. Mit der Ausbreitung des Sozialdarwinismus entstand in Schweden eine rassische Trennung der angeblich „primitiven“ Nomaden von den anderen Schweden. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1920er Jahre vertrat die Regierung die Auffassung, dass man die „Samenrasse“ bevormunden müsse, da sie nicht in der Lage sei, eine höhere Kulturstufe einzunehmen. Man „beschützte“ sie dergestalt, dass man unter anderem sogenannte „Nomadenschulen“ einrichtete, in der die samischen Kinder auf niedrigstem Niveau unterrichtet wurden oder den Samen verbot, in „richtigen“ (rechteckigen) Häusern zu wohnen.[29][30][31]

Auch heute noch sind Nomaden Diffamierungen, Diskriminierungen und sozialer, ökonomischer, politischer und ethnischer Marginalisierung ausgesetzt und in vielen Staaten eine von der Bevölkerungsmehrheit nicht erwünschte Minderheit.[32][26] Dort wird die Bezeichnung Nomade daher vielfach abwertend verwendet.[25] Im Völkerrecht existieren keine Rahmenwerke, die Rechte von Nomaden schützen würden.[21]

Ethnien mit bedeutendem Anteil einer nomadischen Lebensweise

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Im Folgenden sind rezente Beispiele von Ethnien mit (teilweise auch ehemaliger) nomadischer Lebensweise aufgeführt.

Himbafrauen, Halbnomaden im Nordwesten von Namibia
Hadza aus Tansania, eines der letzten Jäger- und Sammlervölker Afrikas
  • Die Afar – sind ein nomadisches Volk, das im Osten Eritreas, im Nordosten Äthiopiens und in Dschibuti lebt.
  • Beduinen – sind nomadische Wüstenbewohner der Arabischen Halbinsel, Sinai, Teilen der Sahara und im israelischen Negev.
  • Berber – sind eine Ethnie der nordafrikanischen Länder Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Mauretanien.
  • Hadza – sind eine Volksgruppe im zentralen Norden des ostafrikanischen Staates Tansania.
  • Hema – sind nomadisierende Viehhirten, die im Gebiet der Großen Seen Afrikas und Tansania leben.
  • Himba – sind ein in Namibia und Angola lebendes Hirtenvolk.
  • Massai – sind eine ostafrikanische Volksgruppe mit nomadischer Lebensweise.
  • Misseriye – sind Rindernomaden (Baggara) im Sudan und Tschad.
  • Rendille – sind Wüstennomaden im Norden Kenias.
  • Samburu – sind ein nilotisches Volk im Norden Kenias mit ehemals nomadischer Lebensweise.
  • Die San – pflegten einen mobilen Jäger-und-Sammler-Lebensstil im südlichen Afrika.
  • Von den Somali – lebt ein großer Teil halbnomadisch von mobiler Tierhaltung am Horn von Afrika.
  • Tibbu – sind Hirtennomaden in der zentralen Sahara.
  • Tuareg – zählen zu den Berbern und leben mit hirtennomadischer Lebensweise in der Sahara und im Sahel.
  • Turkana – sind eine nilotische Volksgruppe in Kenia mit traditionell nomadischer Lebensweise.
Bachtiar-Nomade in Iran
Nenzen, Rentiernomaden in der sibirischen Tundra
  • Bajau – sind Seenomaden im Malaiischen Archipel, wobei viele Bajau sesshaft geworden sind.
  • Burjaten – sind eine mongolische Ethnie in Sibirien, welche die hirtennomadische Lebensweise aufgab.
  • Bachtiaren – das traditionelle Siedlungsgebiet der Hirtennomaden liegt im Zagros-Gebirge und Chuzestan.
  • Changpa – sind Hirtennomaden in über 4000 m hoch gelegenen Regionen von Ladakh (Indien) und Tibet.
  • Dukha (auch Tsaatan) – Rentiernomadische Gruppe der Tuwiner, die in der mongolischen Taiga im Norden der Mongolei leben.
  • Kaschgai – sind ein turksprachiges Volk im Süden Irans und leben bis heute teilweise nomadisch.
  • Kutschi – sind Nomaden, die im Nordosten und Süden Afghanistans und in Pakistan leben.
  • Luren – lebten bis in das 20. Jahrhundert hinein überwiegend nomadisch, in Iran und im Irak.
  • Die Merkiten – waren ein mongolischer Stamm, der in der Epoche von Dschingis Khan eine große Rolle spielte.
  • Mlabri – sind heute als ehemalige Nomaden in Thailand zu einem sesshaften Leben gezwungen.
  • Moken – sind südostasiatische Seenomaden, die halbnomadisch im Gebiet der Straße von Malakka leben.
  • Mongolen – bezeichnet verschiedene zentralasiatische Gruppierungen, von denen mehrere nomadisch leben.
  • Nenzen und andere kleine Völker Sibiriens – sind traditionell nomadische Rentierhirten in Sibirien. Einige wurden zur Sowjetzeit sesshaft gemacht; seit dem Ende der Sowjetunion sind etliche Völker wieder zur nomadischen Lebensweise zurückgekehrt.
  • Schahsavan – sind heute noch an den Hängen des Sabalan (Iran) anzutreffen. Die Winterweiden lagen früher in der Mugansteppe.
  • Tibeter – lebten vor der Besetzung durch China teilweise nomadisch.
  • Yörük – leben teilweise nomadisch in Südanatolien.
  • Kalmücken – Nomaden mongolischer Sprache und buddhistischer Religion, in sowjetischer Zeit sesshaft gemacht.
  • Kasachen – zum kleinen Teil auch westlich der europäisch-asiatischen Grenze lebende ehemalige Nomaden, seit sowjetischer Zeit sesshaft.
  • Nogaier – hatten ebenfalls bis ins 20. Jahrhundert einen nomadischen Lebensstil.
  • Baschkiren – nur zum kleinen Teil südlicher Teilverbände und Stämme in der Steppe bis in sowjetische Zeit Nomaden oder Halbnomaden, die große Mehrheit in der Mitte und im Norden ist traditionell sesshaft.
  • Samen – (veraltet Lappen) leben teilweise als halbnomadische Rentiernomaden im Norden Fennoskandinaviens.
  • Nenzen – Rentiernomaden auf europäischer und asiatischer Seite des nördlichen Ural.
  • Komi – in nördlicheren Teilgruppen (Komi-Ischemzen und nördliche Komi-Syrjänen) traditionell Rentiernomaden, sonst traditionell sesshaft.
  • Aborigines – lebten teilweise ehemals als nomadische Jäger und Sammler.

Historische Nomadenvölker und halbnomadisch lebende Völker

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  • Alanen – waren ursprünglich ein Reitervolk, das nomadisch, seltener halbnomadisch in den südrussischen Steppen lebte.
  • Awaren – gehörten zu der Nomadenkonföderation Xianbei.
  • Chasaren – waren ein ursprünglich nomadisches und später halbnomadisches Turkvolk in Zentralasien.
  • Hunnen – ist ein Sammelbegriff für einige zentralasiatische Reitervölker mit nomadischer oder halbnomadischer Lebensweise.
  • Mauren – werden teilweise nomadisch lebende Berberstämme genannt, welche die Araber bei der Eroberung der Iberischen Halbinsel unterstützten.
  • Skythen – werden einige der Reiternomadenvölker genannt, die in der eurasischen Steppen nördlich des Schwarzen Meeres siedelten.
  • Turkvölker – lebten nomadisch in Zentral- und Westasien, Sibirien und Osteuropa und gehören zur Sprachfamilie der Turksprachen.
  • Wu Hu – ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene nichtchinesische Steppenvölker.
  • Xiongnu – ist die chinesische Bezeichnung für einen Stammesbund aus Reiternomaden im östlichen Zentralasien.

Das LIFE-Netzwerk (Local Livestock for Empowerment of Rural People) ist eine Gruppe von Nichtregierungsorganisationen, die hauptsächlich in Asien und Afrika mit Tierhaltergemeinschaften zusammenarbeitet und sich im Rahmen von internationalen Prozessen bei der Welternährungsbehörde (FAO) und der Internationalen Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD) für Tierhalterrechte einsetzt.[33]

Sonstige Bedeutungen

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Das Wort Nomade wird in jüngerer Zeit auch für sogenannte „Mietnomaden“, „Kaufnomaden“[34] oder „Jobnomaden“ verwendet; letztere verstanden als Personen, die aus eigener Entscheidung keine dauerhafte berufliche Anstellung anstreben, sondern die Stellung und in Verbindung damit auch den Wohnort häufig wechseln. Mit dem Aufkommen der Internet-Kommunikation hat sich die Szene der „digitalen Nomaden“ herausgebildet, die aus unterschiedlichen Gründen häufig unterwegs sind und von überall arbeiten.

Wiktionary: Nomaden – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. ↑ Winfried Gebhardt, Ronald Hitzler (Hrsg.): Nomaden, Flaneure, Vagabunden: Wissensformen und Denkstile Der Gegenwart. VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 11–13.
  2. ↑ Thomas Acton: Theorising mobility: Migration, nomadism, and the social reconstruction of ethnicity. In: Nando Sigona, Roger Zetter (Hrsg.): Romani mobilities in Europe: Multidisciplinary perspectives. Conference Proceedings. Oxford University, Refugee Studies Centre, Oxford 2010, S. 5–11, hier 6 (wordpress.com [PDF]).
    Špela Kalčić, Marko Juntunen, Nataša Rogelja: Marginal mobility: a heuristic tool for comparative study of contemporary mobilities. In: Dve domovini. Band 38, 2013, S. 7–20, hier 12 (dlib.si).
    Jérémie Gilbert: Nomadic Peoples and Human Rights. Routledge, London, New York 2014, ISBN 978-0-415-52696-8, S. 3 (archive.org).
  3. ↑ Aparna Rao: The Concept of Peripatetics: An Introduction. In: Idem (Hrsg.): The Other Nomads. Peripatetic minorities in cross-cultural perspective. Böhlau Verlag, Köln, Wien 1987, ISBN 3-412-08085-3, S. 7 f.
    Aparna Rao: Des Nomades méconnus: Pour une typologie des communautés péripatétiques. In: L’Homme. Band 95, 1985, S. 97–120, hier 99, JSTOR:25132145.
  4. ↑ Zum Beispiel von Jérémie Gilbert: Nomadic Peoples and Human Rights. Routledge, London, New York 2014, ISBN 978-0-415-52696-8, S. 5–7 (archive.org).
    Anna Lipphardt: Der Nomade als Theoriefigur, empirische Anrufung und Lifestyle-Emblem. Auf Spurensuche im Globalen Norden. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Band 65, Nr. 26/27, 2015, S. 32–38, hier 33 f. (bpb.de [PDF]).
    Pravin S. Khandagale: Struggle for settlement. The case of Nomadic Dombari community in Aurangabad District, Maharashtra. In: Ashwani Kumar, R. B. Bhagat (Hrsg.): Migrants, Mobility and Citizenship in India. Routledge, London, New York 2022, ISBN 978-1-138-59577-4, S. 193.
  5. ↑ Vergleiche Nomad. In: Noel Castree, Rob Kitchin, Alisdair Rogers (Hrsg.): A Dictionary of Human Geography. Oxford University Press, Oxford 2013, ISBN 978-0-19-959986-8, S. 346.
    Nomads (Nomadism). In: John Scott (Hrsg.): A Dictionary of Sociology. 4. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2014, ISBN 978-0-19-968358-1, S. 518.
    Subir Rana: Nomads. In: Sangeeta Ray, Henry Schwarz (Hrsg.): The Encyclopedia of Postcolonial Studies. John Wiley & Sons, 2016, ISBN 978-1-119-07650-6, S. 5 f.
    Jérémie Gilbert: Nomads. In: Christina Binder u. a. (Hrsg.): Elgar Encyclopedia of Human Rights. Edward Elgar Publishing, Cheltenham, Northampton 2022, S. 556 f., doi:10.4337/9781789903621.nomads.
  6. ↑ Kathleen A. Galvin: Nomadism. In: David Levinson, Melvin Ember (Hrsg.): Encyclopedia of Cultural Anthropology. Band 3. Henry Holt and Company, New York 1996, ISBN 0-8050-2877-3, S. 859 (archive.org).
    Christopher P. Atwood: Nomadism. In: Peter N. Sterns (Hrsg.): The Oxford Encyclopedia of the Modern World. Oxford University Press, Oxford 2008, ISBN 978-0-19-517632-2.
  7. ↑ David J. Phillips: Peoples on the move. Introducing the Nomads of the World. Piquant, Carlisle 2001, ISBN 0-87808-352-9, S. 8 f. (archive.org).
  8. ↑ Philip C. Salzman: Nomadism. In: Hank Shugart (Hrsg.): Oxford Research Encyclopedia of Environmental Science. Oxford University Press, 2017, Kap. Types of Nomads, doi:10.1093/9780197851432.001.0001.
    Egemen Yilgür: „Turcoman Gypsies:“ The intersectional/multiple identities of a peripatetic group and its historical segmentation. In: Romani Studies. Band 35, Nr. 1, 2025, S. 33–66, hier 337, doi:10.3828/rost.2024.21.
  9. ↑ Aparna Rao: The Concept of Peripatetics: An Introduction. In: Idem (Hrsg.): The Other Nomads. Peripatetic minorities in cross-cultural perspective. Böhlau Verlag, Köln, Wien 1987, ISBN 3-412-08085-3, S. 1.
    Promode K. Misra: Peripatetics. In: David Levinson (Hrsg.): Encyclopedia of World Cultures. Band 3: South Asia. G.K. Hall & Company, New York 1992, ISBN 0-8161-1808-6, S. 233 f. (archive.org).
    Matt T. Salo: Peripatetics. In: David Levinson, Melvin Ember (Hrsg.): Encyclopedia of Cultural Anthropology. Band 3. Henry Holt and Company, New York 1996, ISBN 0-8050-2877-3, S. 917 f. (archive.org).
  10. ↑ Zum Beispiel Aparna Rao: Peripatetic Peoples and Lifestyles in South Asia. In: Barbara Brower, Barbara R. Johnston (Hrsg.): Disappearing Peoples? Indigenous Groups and Ethnic Minorities in South and Central Asia. Routledge, Abingdon, New York 2007, ISBN 978-1-59874-120-9, S. 55, 54 (archive.org): „[… E]ven within a restricted geographical area the categories of pastoralist, forager, and peripatetic can overlap (they are ‚multiresourced‘). [… N]one of these categories is discrete and […] an infinite range of ‚mixed‘ categories exist […].“
    Elisabeth Boesen: Wodaabe Women and the Outside World. In: Ulrike Freitag, Achim von Oppen (Hrsg.): Translocality. The Study of Globalising Processes from a Southern Perspective. Brill, Leiden, Boston 2010, ISBN 978-90-04-18116-8, S. 36.
  11. ↑ Zum Beispiel Anatoly M. Khazanov: Nomads and the Outside World. 2. Auflage. The University of Wisconsin Press, Madison 1994, ISBN 0-299-14284-1, S. 15 f. (archive.org).
    Kurt Beck: Nomadismus. In: Günter Endruweit, Gisela Tromsdorff (Hrsg.): Wörterbuch der Soziologie. 2. Auflage. Lucius & Lucius, Stuttgart 2002, ISBN 3-8282-0172-5, S. 385 (archive.org).
    Jean-Pierre Digard: Être nomade ou sédentaire : de quoi parle-t-on et en quels termes ? Considérations lexicales et typologiques. In: Cahiers d'anthropologie sociale. Band 21, Nr. 2, 2020, S. 23–31, hier 24, doi:10.3917/cas.021.0023.
  12. ↑ Donald Kenrick: Nomadism. In: The A to Z of the Gypsies (Romanies). The Scarecrow Press, Lanham, Toronto, Plymouth 2010, ISBN 978-0-8108-7561-6, S. 179 (archive.org).
  13. ↑ Jérémie Gilbert: Nomadic Peoples and Human Rights. Routledge, London, New York 2014, ISBN 978-0-415-52696-8, S. 8 (archive.org).
  14. ↑ Daniele V. Leggio, Yaron Matras: How open borders can unlock cultures. Concepts, methods, and procedures. In: Idem (Hrsg.): Open Borders, Unlocked Cultures. Romanian Roma Migrants in Western Europe. Routledge, London, New York 2018, ISBN 978-1-138-23948-7, S. 2.
  15. ↑ Jorge Silva Castillo: Nomadism Through the Ages. In: Daniel C. Snell (Hrsg.): A Companion to the Ancient Near East. Blackwell Publishing, Malden, Oxford, Carlton 2005, ISBN 0-631-23293-1, S. 127 (archive.org).
  16. ↑ Zum Beispiel Douglas L. Johnson: The Nature of Nomadism. A Comparative Study of Pastoral Migrations in Southwestern Asia and Northern Africa. University of Chicago | Department of Geography, Chicago 1969, S. 12, 15–18 (archive.org).
    Richard Symanski, Ian R. Manners, R. J. Bromley: The Mobile-Sedentary Continuum. In: Annals of the Association of American Geographers. Band 65, Nr. 3, 1975, S. 461–471, hier bes. 463, JSTOR:2561895.
    Vergleiche Natasha Maru: A Relational View of Pastoral (Im)mobilities. In: Nomadic Peoples. Band 24, Nr. 2, 2020, S. 209–227, hier 210 f., JSTOR:27139521.
  17. ↑ Carole Ferret: Don’t You Have to Nomadise to be a Nomad? The Ambivalence and Misunderstandings of Kazakh Pastoral Nomadism. In: Journal of Intercultural Dialogue. Band 2, 2024, S. 72–91, hier 81 (academia.edu).
    Ebenso Bernard Faye, Gaukhar Konsupayeva: Transhumances in Kazakhstan. In: Sraïri Mohamed Taher u. a. (Hrsg.): Past, present and future challenges in mountain transhumance. CIRAD, Montpellier 2025, ISBN 978-2-87614-857-4, S. 44 (hal.science).
  18. ↑ Siehe zum Beispiel Philip C. Salzman: Political Organization among Nomadic Peoples. In: Proceedings of the American Philosophical Society. Band 111, Nr. 2, 1967, S. 115–131, hier 115–118, JSTOR:986038.
    Speziell zu „Semi-Nomadismus“ und ähnlich zu „Transhumanz“ zum Beispiel Roger Cribb: Nomads in Archaeology. Cambridge University Press, Cambridge 1991, ISBN 0-521-32881-0, S. 19 (archive.org).
    Zu Semi-Nomadismus auch Douglas L. Johnson: The Nature of Nomadism. A Comparative Study of Pastoral Migrations in Southwestern Asia and Northern Africa. University of Chicago | Department of Geography, Chicago 1969, S. 16 f. (archive.org).
  19. ↑ Stefano Manfredi, Stephan Procházka: „Nomadic“, „Sedentary“, and „Sedentarised“ as comparative ecolinguistic concepts: Evidence from Arabi historical dialectology and contact linguistics. In: Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes. Band 115, 2025, S. 205–263, hier 209 f., doi:10.25365/phaidra.684_09.
  20. ↑ Für die Beschreibung einiger Beispiele postnomadischer Gesellschaften siehe Avinoam Meir: As Nomadism Ends. The Israeli Bedouin of the Negev. WestviewPress, Boulder, Oxford 1997, ISBN 0-8133-8959-3, S. 18 ff. (archive.org).
    Katarzyna Golik: The Sedentarization and Gentrification in post-Nomadic Districts. In: Ethnographies. Band 49, Nr. 1/2, 2021, S. 37–62, hier 38 u. ö., doi:10.4467/22999558.PE.21.004.14126.
    Manjo B. Isa, Pierre F. E. Ntede: Processes of the Sedentarisation of the Mbororo in North West Region-Cameroon. In: EAS Journal of Humanities and Cultural Studies. Band 5, Nr. 4, 2023, S. 159–178, hier 160, doi:10.36349/easjhcs.2023.v05i04.003.
    Gulnara Botokanova, Adylbek Alybaev, Gulnara Mursahmedova: Transformation of the Consciousness of Post-Nomads in the Context of Globalization. In: Trans/Form/Ação. Band 47, Nr. 2, 2024, S. 2 u. ö., doi:10.1590/0101-3173.2024.v47.n2.e0240085.
    Auch manche Roma identifizieren sich selbst als ehemalige Nomaden; siehe zum Beispiel zu den Xomá: Anthony Howarth: Not Quite the End of Nomadism: Gypsies, Travellers and Roma in Contemporary Europe. In: Nomadic Peoples. Band 26, Nr. 2, 2022, S. 243–267, hier 256, JSTOR:2731736.
  21. 1 2 Jérémie Gilbert: Nomads. In: Christina Binder u. a. (Hrsg.): Elgar Encyclopedia of Human Rights. Edward Elgar Publishing, Cheltenham, Northampton 2022, S. 557, doi:10.4337/9781789903621.nomads.
  22. ↑ Subir Rana: Nomads. In: Sangeeta Ray, Henry Schwarz (Hrsg.): The Encyclopedia of Postcolonial Studies. John Wiley & Sons, 2016, ISBN 978-1-119-07650-6, S. 4.
    Thomas Barfield: Nomads and States in Comparative Perspective. In: Jamie Levin (Hrsg.): Nomad-State Relationships in International Relations. Before and After Borders. Palgrave Macmillan, Cham 2020, ISBN 978-3-030-28052-9, S. 25.
  23. ↑ David J. Phillips: Peoples on the move. Introducing the Nomads of the World. Piquant, Carlisle 2001, ISBN 0-87808-352-9, S. 9 (archive.org).
  24. ↑ Promode K. Misra: Mobility-Sedentary Opposition: A Case Study of the Nomadic Gadulia Lohar. In: Nomadic Peoples. Band 21/22, 1986, S. 179–187, hier 180, JSTOR:43123282.
  25. 1 2 Annegret Nippa u. Museum für Völkerkunde Hamburg (Hrsg.): Kleines abc des Nomadismus. Publikation zur Ausstellung „Brisante Begegnungen. Nomaden in einer sesshaften Welt.“ Hamburg 2011, S. 30.
  26. 1 2 Annegret Nippa u. Museum für Völkerkunde Hamburg (Hrsg.): Kleines abc des Nomadismus. Publikation zur Ausstellung „Brisante Begegnungen. Nomaden in einer sesshaften Welt.“ Hamburg 2011, S. 82–83.
  27. ↑ Christopher P. Atwood: Nomadism. In: Peter N. Sterns (Hrsg.): The Oxford Encyclopedia of the Modern World. Oxford University Press, Oxford 2008, ISBN 978-0-19-517632-2.
    Subir Rana: Nomads. In: Sangeeta Ray, Henry Schwarz (Hrsg.): The Encyclopedia of Postcolonial Studies. John Wiley & Sons, 2016, ISBN 978-1-119-07650-6, S. 7–10.
    Jamie Levin u. a.: Before and After Borders: The Nomadic Challenge to Sovereign Territoriality. In: Idem (Hrsg.): Nomad-State Relationships in International Relations. Before and After Borders. Palgrave Macmillan, Cham 2020, ISBN 978-3-030-28052-9, S. 63, 66 f.
  28. ↑ Fred Krüger, Georgia A. Rakelmann, Petra Schierholz (Hrsg.): Botswana – Alltagswelten im Umbruch: facettes of a changing society. Auflage, LIT-Verlag, Hamburg 2000, S. 160–161.
  29. ↑ Rolf Kjellström: Samernas liv. Carlsson Bokförlag, Kristianstad 2003, ISBN 91-7203-562-5 (schwedisch).
  30. ↑ http://www.jokkmokkguiderna.com/jokkmokks_vintermarknad_historia
  31. ↑ Annegret Nippa u. Museum für Völkerkunde Hamburg (Hrsg.): Kleines abc des Nomadismus. Publikation zur Ausstellung „Brisante Begegnungen. Nomaden in einer sesshaften Welt.“ Hamburg 2011, S. 140–141.
  32. ↑ Stefan Leder: Nomaden und Sesshafte in Steppen und Staaten. Universitäten Halle-Wittenberg und Leipzig, 2005.
    Jérémie Gilbert: Nomads. In: Christina Binder u. a. (Hrsg.): Elgar Encyclopedia of Human Rights. Edward Elgar Publishing, Cheltenham, Northampton 2022, S. 557, doi:10.4337/9781789903621.nomads.
  33. ↑ PROVIEH Magazin 02/2012, Mensch und Tier, S. 41: vgtm.de, 12. August 2012.
  34. ↑ Immobilienrecht: Notar zahlt für Kaufnomaden. (handelsblatt.com [abgerufen am 9. April 2018]).