Nius
| NiUS | |
| „Die Stimme der Mehrheit“ | |
| Medienportal | |
| Sprachen | Deutsch |
|---|---|
| Sitz | Berlin |
| Gründer | Frank Gotthardt |
| Betreiber | VIUS SE & Co. KGaA |
| Redaktion | Julian Reichelt |
| Registrierung | optional |
| Online | seit Juli 2023 |
| (aktualisiert 27. Juli 2023) | |
| https://www.nius.de/ | |
Nius ist ein 2022 gegründetes deutschsprachiges Onlinemedium, das als rechtspopulistisches[1][2][3][4] und rechtskonservatives Portal im Stil von Fox News[5] eingeordnet wird. Chefredakteur ist Julian Reichelt, der in gleicher Funktion bis 2021 für die Boulevardzeitung Bild tätig war. Zudem ist er zusammen mit Vera Regensburger Geschäftsführender Direktor der Vius Management SE, welche die Betreibergesellschaft Vius SE & Co. KGaA vertritt.[6] Die Betreibergesellschaft hält auch 77 Prozent des österreichischen Exxpress. Wissenschaftlich wurde Nius u. a. als Propaganda-Medium und weit rechts stehendes, Journalismus simulierendes Agitationsformat beurteilt.
Unternehmensstruktur
Der Sitz der Redaktion und des Herausgebers ist Berlin.
Kontrolliert[7] wird Nius vom Medienunternehmer und Milliardär Frank Gotthardt, der als Förderer von Julian Reichelt nach dessen Karriereende beim Springer-Verlag bekannt wurde.[8][9] Gotthardt erklärte 2024 seine Motivation für die Zusammenarbeit mit Julian Reichelt damit, dass es in Deutschland eine „Übermacht der Medien“ gebe, die „links zu verorten“ seien. Die Gründung von Nius sei daher „staatsbürgerliche Verantwortung“. Das Portal werde nur als rechts der Mitte wahrgenommen, weil die Mitte „nach links gedriftet“ sei.[10][11] Nius wird von Frank Gotthardt finanziert.
Als Herausgeber fungiert Gotthardts Firma Vius SE & Co. KGaA.[6] Dahinter steht die persönlich haftende Gesellschafterin VIUS Management SE, die Reichelt zusammen mit Vera Regensburger leitet.[6] Regensburger war seit 2022 Geschäftsführerin von Sebastian Kurz‘ Firma AS2K[12] und bis April 2022 Vizekabinettschefin im Bundeskanzleramt von Karl Nehammer (ÖVP).[13]
Finanzierung
Finanziert wird Nius vor allem durch Frank Gotthardt.[14] Weitere Einnahmen generiert das Portal durch einige wenige Anzeigen und durch Abonnements, durch die Kunden Zugang zum Archiv erhalten. Die aktuellen Beiträge sind frei im Internet zugänglich.[15] Nach einem 2025 geleakten Datensatz hatten 46 Nutzer ein Jahresabo über 199,99 Euro, 351 über 99,99 Euro, 235 zahlten 100 Euro Jahresbeitrag. Dazu kamen Nutzer, von denen mehrfache monatliche Zahlungen von 9,99 Euro oder 10 Euro eingehen.[16]
Konventionelle Werbung, auch Radiowerbung auf Nius Radio, wird anfangs nur spärlich geschaltet. Im Jahr 2023 gab Vius SE 183.700 Euro für Google-Ads aus, im Jahr 2024 (Stand Dezember 2024) betrugen die Ausgaben schon 614.550 €.[17] Insgesamt sollen für politische Werbung bei Google und Meta zwischen 2023 bis 2025 1,4 Mio. Euro ausgegeben worden sein.[18]
2022 wies die Betreibergesellschaft von Nius einen Bilanzverlust von 3 Millionen Euro aus. 2023 wurde bei einer Bilanzsumme von rund 6,4 Millionen ein Fehlbetrag von 13,8 Millionen Euro angegeben, der durch Gelder von Gotthardt beglichen wurde. Insgesamt sei das Portal mit Stand Mitte Juli 2025 „nach allen Informationen bislang ein Zuschussgeschäft“, in das Gotthardt Geld „in zweistelliger Millionenhöhe gepumpt“ habe.[14] 2024 waren es bei gut sieben Millionen Euro Bilanzsumme rund 16,2 Millionen Euro Jahresfehlbetrag, wobei weiter kaum Erlöse generiert wurden. Insgesamt erzielte die Betreiber-Gesellschaft Vius damit in den ersten drei Jahren 33 Millionen Euro Verlust, die von Gotthardt begleichen werden. Bis Ende 2024 hatte er 37,4 Millionen Euro in Vius investiert; bis Ende 2025 soll die Summe nach Angaben aus seinem Umfeld auf über 50 Millionen angewachsen sein.[19][20]
Redaktion
Die Chefredaktion besteht Stand Mai 2026 aus Ute Oelker, Björn Harms, Pauline Voss, Philippe Fischer, Helena Gebhard.[21] Presserechtlich verantwortlich ist Julian Reichelt. Erster Chefredakteur von Juni bis Oktober 2023 war Jan David Sutthoff.[7][9][22][23] Bis Mitte 2024 bildeten die ehemaligen Bild-Journalisten Sebastian Vorbach und Willi Haentjes die Chefredaktion.[24]
Zur 30-köpfigen Redaktion gehören die ehemaligen Bild-Redakteure Ralf Schuler, Julius Böhm und Alexander Möhnle,[25] die zuvor bereits mit Reichelt gearbeitet hatten,[26][27] sowie Louis Hagen,[28] Christian Kemper,[29] Amir Makatov,[30] Anabel Schunke,[31] Giovanna Winterfeldt,[32][33] Rob Szymoniak[34] und Alexander Kissler.[35]
Ehemalige Redakteure und freie Mitarbeiter:
| Name | Position/Rolle | Zeitspanne | Details | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Sebastian Vorbach | Bewegtbildformate | bis 2023 | Vorbach moderierte das Talk-Format "Stimmt" | |
| Zara Riffler | Redakteurin | bis 2025 | [36] | |
| Tim Thorer | Mitglied der Chefredaktion | bis 2025 | [37] | |
| Judith Sevinç Basad | Redakteurin | bis 2025 | [38] | |
| Birgit Kelle | Expertin, frei | bis Anfang 2026 | ||
| Benedikt Brechtken | Kolumnist | bis Mai 2026 | Libertäre Kolumnen, wechselte zu Apollo News | |
| Jan Aleksander Karon | Redakteur | bis Mai 2026 | Reportagen u. a. | |
| Björn Harms | Redakteur | bis Mai 2026 | Umfangreiche Reportagen über den sogenannten NGO-Komplex |
Unternehmensgeschichte
Nach seiner Entlassung bei Axel Springer wollte Julian Reichelt ein eigenes Medienunternehmen gründen. Als sich dieses Vorhaben im April 2022 konkretisierte, bezog das Projekt Räumlichkeiten der Berliner Niederlassung von Frank Gotthardts Unternehmen als Untermieter.[39] Im Juli 2023 ging dann Nius online. Zunächst wurden einzelne Formate eingeführt, zu denen es neben den Webseiten, jeweils unter dem gleichen Namen, Accounts in den Sozialen Medien wie YouTube, X, Facebook und Instagram gab.
Die Formate werden unter der Marke Nius gebündelt und die Inhalte auf dem Portal sowohl als Text, Video als auch als Webradio verbreitet. Die unterschiedlichen Formate werden als „Shows“ bezeichnet. Im April 2024 startete die einstündige Morgensendung NIUS live. Die Journalistin Hannah Knuth schrieb in der Zeit, Nius sei kein Nachrichtenportal, sondern verbreite hauptsächlich Meinungsbeiträge, auch wenn diese nicht als solche gekennzeichnet würden.[15]
Im Mai 2024 stieg die Vius SE beim österreichischen Exxpress ein und übernahm 25 Prozent.[40][41] Im November 2024 stockte die Vius SE ihren Anteil bei Exxpress auf 50 Prozent auf,[42] im Mai 2026 liegt dieser bei 77,3 %. Zudem hält die VIUS SE & Co. KGaA 75,1 % an der in Wien ansässigen VIUS Radio Flexco.[43]
| Autor | Name der Show |
|---|---|
| Julian Reichelt | Achtung, Reichelt! |
| Ralf Schuler | Schuler! Fragen, was ist |
| Sebastian Vorbach | Stimmt! Der Nachrichten-Talk |
| Giovanna Winterfeldt | Gio unzensiert |
| Waldemar Hartmann | Waldis dritte Halbzeit |
| Julius Böhm | RealTalk |
| Alexander Kissler | Kissler Kompakt |
| Alex Purrucker | NiUS Live |
Empfang von Nius TV und Nius Radio
Im September 2024 wurde bekannt, dass die Betreibergesellschaft von Nius die Zulassung für ein bundesweites Fernsehspartenprogramm von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg beantragt und auch erhalten hat. Übertragen werden stundenweise Fernsehsendungen auf der Website des Senders bzw. auf YouTube.

In einem gesonderten Antragsverfahren wurde von derselben Medienanstalt ein Radioprogramm mit dem Namen „Nius. Das Radio“ genehmigt. Das Radioprogramm startete zunächst als Internetradio.[44] Anfang Juni 2025 genehmigte die MABB dem Anbieter einen Sendeplatz im lokalen Berliner DAB-Mux Kanal 7B, der Sendestart erfolgte im Oktober 2025.[45]
Seit 17. Juli 2025 sendet Nius Radio im saarländischen DAB+-Multiplex für private Programme. Später wurde das Programm in den regionalen DAB+-Multiplexen in Niedersachsen und in einem DAB+-Multiplex in Thüringen aufgeschaltet.[46] Im Oktober 2025 startete man auch in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie im Januar 2026 landesweit in Nordrhein-Westfalen. Am 5. März 2026 erfolgte eine Aufschaltung im nördlichen Teil von Hessen sowie am 9. März 2026 im Rhein-Main-Gebiet.
Eine Besonderheit fand am 15. August 2025 in Sachsen statt: Nius Radio übernahm den Sendeplatz von Radio Holiday in den DAB-Multiplexen Kanal 8C Dresden sowie Kanal 10A Leipzig und war dort für mehrere Stunden auf Sendung. Kurz darauf wurde das Programm wieder ab- und Radio Holiday aufgeschaltet. Die Sächsische Landesmedienanstalt SLM reagierte auf Anfragen mit folgender Information: „Für die Veranstaltung des Hörfunkprogramms NIUS Radio verfügt die VIUS SE & Co. KGaA über eine bundesweite Rundfunkzulassung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb). Allein diese Zulassung berechtigt jedoch nicht zu einer Verbreitung des Programms über sächsische DAB+-Multiplexe. Hierfür ist eine Zuweisung nach § 5a SächsPRG notwendig, über die die VIUS SE & Co. KGaA aktuell nicht verfügt. Vor diesem Hintergrund hat die SLM dafür Sorge getragen, dass die Programmverbreitung über die sächsischen DAB+-Multiplexe umgehend wieder eingestellt wird, was inzwischen auch umgesetzt wurde.“[47][48] Am 16. April 2026 erfolgte dann die erneute Aufschaltung in Sachsen, diesmal aber landesweit im Kanal 12A.
Kontroversen
Nius unterwirft sich nicht den Bestimmungen des Pressekodex. Für kommerzielle Angebote mit journalistischem Inhalt wie Nius ist nach dem Medienstaatsvertrag die Medienanstalt Berlin-Brandenburg zuständig. Diese kann die Inhalte auf die Einhaltung journalistischer Mindeststandards überprüfen und hat Nius wegen Beschwerden im Blick. Nius macht sich nach Ansicht von Felix W. Zimmermann von der Legal Tribune Online die Rechtsprechung gezielt zunutze, die davon ausgeht, dass der durchschnittliche Leser nicht nur Überschriften, sondern den gesamten Artikel lese, was heute nicht mehr unbedingt lebensnah sei. Mit irreführenden und skandalisierenden Überschriften wolle Nius Aufmerksamkeit um jeden Preis erzielen. Erst im Text würden irreführende Eindrücke aus Überschrift und Teaser wieder zurechtgerückt.[49]
Klimawandel
Nius sät Zweifel an Schwere und Folgen der Erderwärmung und verbreitet Positionen, die dem wissenschaftlichen Forschungsstand zum Klimawandel widersprechen. Im Juli 2023 wurde auf Nius den im Mittel global steigenden Temperaturen das in Deutschland von Niederschlägen geprägte Wetter gegenübergestellt und daraus eine „Diskrepanz“ abgeleitet. Allerdings lassen sich aus temporären lokalen Wetterphänomenen keine Aussagen über langfristige Klimatrends ableiten, wie Kevin Sieck, Forscher am Climate Service Center Germany, erläuterte.[50] Als „Klimaexperten“ präsentierte Nius Fritz Vahrenholt, der die Meinung vertrat, die Berichterstattung zum Klimawandel diene dazu, Angst und Panik zu verbreiten. Die Folgen der globalen Erwärmung würden übertrieben. René Orth, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biogeochemie, und Johann Jungclaus, Forscher am Max-Planck-Institut für Meteorologie, sagten dazu, eine Zunahme von Hitzewellen oder Starkregenereignissen sei in vielen Gegenden der Welt klar belegt und auch im Weltklimabericht abgebildet. Dieser stütze „in keinster Weise“ Vahrenholts Behauptungen.[50]
Im Juli 2023 berichtete Nius von der „heißeste[n] Klimalüge des Jahres“. „Nahezu alle Medien im Land und die Bundesregierung“ hätten hinsichtlich der Tageswerte für Italien bzw. Südeuropa falsch berichtet. Anders als bei Nius behauptet, wurde in der Berichterstattung jedoch über die vorhergesagten Temperaturen und nicht die tatsächlich gemessenen Werte vor Ort gesprochen. Nius behauptete ferner, in der Berichterstattung sei die Bodentemperatur mit der Lufttemperatur verwechselt worden, irrte aber auch in diesem Punkt: In einem zugrunde liegendem Bericht der ESA entstand zunächst der Eindruck, dass die Bodentemperatur gemeint sei. Der Bericht bezog sich jedoch auf die Lufttemperaturen.[51]
In einem Artikel auf Nius wurde der ZDF-Meteorologe Özden Terli angegriffen und ihm ein „Absolutheitsanspruch“ vorgeworfen. Es werde „keinerlei Raum“ für eine „demokratische Debatte“ gelassen. Terli sagte in einem Tweet als Reaktion unter anderem: „Ich hätte nie gedacht, dass der Zug in eine derart wissenschaftsfeindliche Richtung fahren würde.“[52]
Asylbewerber
Nach der Behauptung des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz von Ende September 2023 zu Zahnarztleistungen für abgelehnte Asylbewerber, durch die Deutsche lange auf Zahnarzttermine warten müssten,[53] produzierte Nius einen Beitrag zum Thema mit Geflüchteten, die kaum oder kein Deutsch sprachen.[54] Der Beitrag hatte den Tenor, dass Asylbewerber übermäßig Zahnbehandlungen in Deutschland in Anspruch nähmen.
Das NDR-Medienmagazin Zapp besuchte die Flüchtlingsunterkunft, vor der Nius-Reporter die Interviewpartner angesprochen hatte. Die Betroffenen berichteten unter anderem, dass sie von den Nius-Reportern aufgefordert worden seien, ihre Zähne zu zeigen und den Daumen zu heben. Die Leiterin des Wohnheims sagte: „Im Grunde wurden die Leute missbraucht. […] Denen wurden die Worte im Mund umgedreht.“ Dass sie selber eine Zuzahlung für Zahnbehandlung geleistet hätten, sei zum Beispiel in diesem Beitrag nicht erwähnt worden. Zudem ging Nius nicht darauf ein, dass Merz ausschließlich von abgelehnten Asylbewerbern gesprochen hatte.[55]
Auflösung des Vertrags von Jan Fleischhauer
Jan Fleischhauer, der ursprünglich ab September 2023 eine Late-Night-Show namens Fleischhauers Welt moderieren sollte,[7] löste seinen Vertrag auf.[56][57] Als Gründe gab er an, dass der Webauftritt „[s]ehr düster, sehr aggressiv“ sei und nicht dem Claim „Stimme der Mehrheit“ gerecht werde. Ferner dominiere Reichelt das Unternehmen mehr, als ihm bei Vertragsabschluss zugesichert worden sei. Fleischhauers Ansicht nach wollen die Menschen „nicht die ganze Zeit angeschrien oder wachgerüttelt werden“.[58]
Alexandra Föderl-Schmid
Nius spielte Anfang 2024 eine entscheidende Rolle in einer Kontroverse um die stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung, Alexandra Föderl-Schmid. Nius beauftragte den Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber mit einer Plagiatsprüfung ihrer Dissertation.[59][60] Die Tatsache, dass Nius Weber für seine Nachforschungen bezahlte, warf in der Medienbranche Fragen über die Motivation des Portals auf.[61][59][62][63]
Prüfung durch die Medienaufsicht
Im Februar 2024 wurde bekannt, dass die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MaBB) prüfe, ob ein Aufsichtsverfahren gegen Nius in Gang gesetzt werden müsse. Zuvor waren mehrere Beschwerden bei der Behörde eingegangen. Es gehe bei der Prüfung allein um die Frage, ob die journalistischen Sorgfaltspflichten eingehalten würden, zitierte t-online den MaBB-Justiziar Marco Holtz. Die politische Ausrichtung des Angebots sei für die medienrechtliche Überprüfung unerheblich.[64]
Zurückgewiesene Unterlassungsforderung der Antidiskriminierungsstelle
Nachdem Nius mit wahrheitswidrigen Überschriften wie „Regierung will 1000 Euro Bußgeld für Frauen-Fitnessstudio, weil es einen Mann nicht in Dusche lassen will“ und „Frauen, die nicht mit Männern duschen wollen, sollen Strafe zahlen“ über die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle (ADS) berichtet hatte, forderte die ADS vom Betreiber, der von Frank Gotthardt finanzierten kommerziellen Plattform VIUS SE & Co. KGaA, Unterlassung. Es handele sich schlicht um Fake News. Die Antidiskriminierungsstelle unterlag im Sommer 2024 in erster Instanz beim Landgericht Berlin und in zweiter Instanz beim Kammergericht. Hintergrund ist laut Felix W. Zimmermann von Legal Tribune Online, dass die hergebrachte Rechtsprechung davon ausgehe, dass der durchschnittliche Leser nicht nur Überschriften und Teaser, sondern den gesamten Artikel lese, was nicht unbedingt lebensnah sei und es Portalen ermögliche, mit irreführenden und skandalisierenden Überschriften Aufmerksamkeit zu erregen. Eine „Beeinträchtigung der Funktionsweise des Staates“, die einen Eingriff in das besondere Schutzbedürfnis der Machtkritik am Staat erlaube, liege laut Richterspruch nicht einmal ansatzweise vor, und so fehlten die Voraussetzungen für die Unterbindung solcher „Meinungsäußerungen“. Ataman erklärte für die ADS nach der Urteilsverkündung, sie „finde es bedenklich, dass unzutreffende, skandalisierende Behauptungen verbreitet werden können. Wir werden die Entscheidung prüfen und sind von unserer Rechtsposition weiterhin überzeugt“.[65][66]
Zwangsgeld und Haftandrohung nach Falschdarstellungen
Nachdem Reichelt auf seinem YouTube-Kanal und in Nius Falschdarstellungen zur Finanzierung der Seenotrettungsorganisation Mission Lifeline gemacht hatte, wurden Reichelt und Nius auf Antrag der Vereinsvorsitzenden Hermine Poschmann in einer einstweiligen gerichtlichen Verfügung zu einer Gegendarstellung aufgefordert. Als diese nicht ordnungsgemäß erfolgte, verhängte das Landgericht Berlin im März 2024 ein Zwangsgeld bzw. alternativ eine Erzwingungshaft. Daraufhin erschienen ordnungsgemäße Gegendarstellungen auf YouTube und Nius. Rechtsanwalt Steinhöfel wollte nicht sagen, ob die vorausgegangene Nichterfüllung der gerichtlichen Verfügung durch einen groben Fehler zustande kam oder als Versuch, damit durchzukommen.[67]
Gerichtsverfahren wegen unzulässiger Verdachtsberichterstattung
Nius und Julian Reichelt wurde im April 2024 vom Landgericht Hamburg mit einer einstweiligen Verfügung verboten, den Eindruck zu erwecken, der Verein PolizeiGrün e. V.[68] sei für die Partei Bündnis 90/Die Grünen tätig. Andere von den Grünen angegriffene Aussagen hielt das Gericht dagegen für zulässig. Die Verfahrenskosten trugen die beiden Parteien je ungefähr zur Hälfte. In der medialen Verarbeitung des Beschlusses (Litigation-PR) versuchten Reichelt und sein Anwalt allerdings, die gerichtliche Teilniederlage als Sieg der Pressefreiheit umzudeuten, indem sie auf eine Bestätigung der Pressefreiheit hinwiesen und nicht auf die von Nius verbreiteten falschen Behauptungen und Eindrücke eingingen.[69][70]
Im Oktober 2023 hatte das gleiche Gericht eine einstweilige Verfügung wegen unzulässiger Verdachtsberichterstattung und Unwahrheit gegen Nius und Reichelt ausgesprochen. Im Rahmen der BSI-Affäre hatte Nius in den Raum gestellt, Nancy Faeser könnte hinter dem Bericht des ZDF Magazin Royale stecken, der die Affäre ins Rollen gebracht hatte. Zudem wertete das Gericht die Aussage als unwahr, der ZDF-Bericht enthalte „keinen einzigen wahren Vorwurf“.[71][72]
Strafrechtliches Ermittlungsverfahren in der Schwachkopf-Affäre
Im Jahr 2025 leitete die Staatsanwaltschaft Berlin Ermittlungen gegen das Portal ein, nachdem es illegal einen Durchsuchungsbeschluss veröffentlicht hatte. Dieser stand im Zusammenhang mit einem Strafverfahren wegen der mutmaßlichen Beleidigung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck als „Schwachkopf“ (deshalb Schwachkopf-Affäre genannt) durch einen Mann aus Bayern. Der Paragraph 353 d StGB „untersagt, ‚amtliche Dokumente‘ aus einem laufenden Strafverfahren ‚ganz oder in wesentlichen Teilen‘ im Wortlaut öffentlich mitzuteilen, bevor sie in öffentlicher Verhandlung erörtert worden sind oder das Verfahren abgeschlossen ist“.[73]
Unterlassungserklärung nach transfeindlicher Kampagne
Im November 2024 erschienen bei Bild und Nius mehrere Artikel über eine Beamtin der Polizei Berlin, die zur Frauenvertreterin gewählt wurde. Die Beamtin sei, so die Berichterstattung von Bild, angeblich „als Mann geboren worden“ und stehe unter „Missbrauchsverdacht“. Nach Recherchen des Tagesspiegel wurde die Beamtin weder als Mann geboren, noch gibt es Indizien oder Beweise für von ihr verübte Straftaten. Nius gab eine Unterlassungserklärung ab und löschte sämtliche Beiträge zu dem Thema. Eine Korrektur oder Entschuldigung wurde nicht veröffentlicht.[74]
Gefährdungslage nach Berichterstattung zu einer Anwaltskanzlei
Der Deutsche Anwaltverein und die Bundesrechtsanwaltskammer kritisierten Nius für die Berichterstattung zu einer Anwältin scharf, nachdem es nach der Nius-Berichterstattung zu einer Kundgebung der Identitären Bewegung und diversen bedrohlichen Zuschriften gekommen war. Die Dresdner Polizei hatte verstärkt Streifenwagen zum Schutz der Kanzlei eingesetzt und eine Gefährderansprache an einen 25-jährigen Chemnitzer gehalten.[75] Das Landgericht Berlin II fand im April 2025, die identifizierende Berichterstattung von Nius über eine Dresdner Rechtsanwältin, die in drei Artikeln mit der gescheiterten Ausweisung des späteren Attentäters von Solingen in Verbindung gebracht wurde, den sie vertreten hatte, sei zulässig. Ihr Persönlichkeitsrecht sei dadurch nicht verletzt. Dass die Kanzlei in einem Zusammenhang mit der späteren Tat durch Al Hasan gestanden haben soll, sei eine subjektive Wertung seitens Nius und damit eine Meinungsäußerung. Auch überzogene und abwegige Meinungsäußerungen seien von der Meinungsfreiheit gedeckt (LG Berlin II, Urteil vom 3. April 2025 – 27 O 304/23).[76]
Anzeige wegen Volksverhetzung
Am 16. Juli 2023 erstattete der von der Berliner Senatsverwaltung eingesetzte Queerbeauftragte Alfonso Pantisano wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung Anzeige gegen Reichelt und Judith Sevinç Basad.[77] Dabei bezog sich Pantisano auf die via Twitter geäußerte Kritik Reichelts an einer Aktion der Berliner Polizei mit Regenbogenfahne und auf ein von Nius veröffentlichtes Video von Basad mit dem Titel Trans ist Trend: Wie eine Ideologie unser Land verändert. Die Berliner Polizei bestätigte kurz darauf den Anfangsverdacht für die Straftaten und leitete Ermittlungen ein.[77]
Debatte um Äußerungen von Julia Klöckner
Die CDU Koblenz richtete im August 2025 ihr Sommerfest in den Räumen von CompuGroup Medical aus – einem Unternehmen im Mehrheitsbesitz von Nius-Finanzier Frank Gotthardt. Dort sagte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, die Arbeitsweise von Nius unterscheide sich „nicht so sehr“ von der der linksgerichteten taz.[78] Damit löste sie Kritik in den Reihen von SPD, Grünen und der Linken aus. Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, forderte ihren Rücktritt.[79] Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende des Koalitionspartners SPD, Wiebke Esdar, kritisierte: „Wer beides [taz und Nius] gleichsetzt, schwächt das Vertrauen in unabhängige Medien und verkennt die Unterschiede zwischen kritischem Journalismus und Meinungsmache.“[80]
Rechtsstreit um Äußerungen von Daniel Günther
In einer Fernsehdebatte zur möglichen Altersgrenze für die Nutzung Sozialer Medien erwähnte Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und Vorsitzender der CDU Schleswig-Holstein, im Januar 2026 Nius als negatives Beispiel. Seiner Ansicht nach sind solche Portale „Feinde von Demokratie“ und die Darstellungen seiner Person auf Nius „faktenfrei“. Die Betreiberin von Nius ging daraufhin wegen vermeintlichen Verstoßes gegen das Neutralitäts- und das Sachlichkeitsgebot im Eilverfahren gegen das Land Schleswig-Holstein im Verwaltungsrechtsweg vor. Das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht lehnte den Antrag Anfang Februar 2026 ab. Die angegriffenen Äußerungen seien nicht „unter ausdrücklicher Bezugnahme auf das Amt des Ministerpräsenten oder auf Maßnahmen oder Vorhaben der Landesregierung“[81] erfolgt. Dass Günther sich an anderer Stelle in der Sendung auf sein Amt als Ministerpräsident berufen habe, führe zu keinem anderen Ergebnis.[82] Nach Beschwerde von Seiten von Nius entschied auch das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht (OVG) im April 2026 zugunsten des Landes.[83][84] Nius kündigte an, die OVG-Entscheidung vom Bundesverfassungsgericht überprüfen zu lassen.[85]
Erfundener Ramadan-Skandal
Am 13. März 2026 konstruierte Nius einen vorgeblichen Skandal: In der Kantine der Agentur für Arbeit in Dortmund seien Bürgergeldempfänger mit einem luxuriösen Buffet auf Kosten der Agentur zu einem Fastenbrechen am Ende des Ramadan eingeladen worden. Tatsächlich hatte die neue, türkischstämmige Pächterin der Kantine auf eigene Kosten Mitarbeiter der Agentur zu einer Eröffnungsveranstaltung eingeladen. Das Landgericht Köln entschied auf Antrag der Kantinenbetreiberin im Eilverfahren, dass die Kernaussagen des Berichts „sämtlich unwahr“ und zu unterlassen seien. Außerdem müsse Nius der Antragstellerin für die unrechtmäßig verwendeten Bilder eine Entschädigung zahlen und dürfe diese nicht weiter verwenden.[86] Das Gericht hielt zudem fest, dass Nius um seine falsche Tatsachenbehauptung wusste, da es die Einladung der Kantinenpächterin mit den korrekten Hintergründen in seinem Artikel eingebunden hatte.[87]
Rezeption
Wissenschaft
Eine 2025 erschienene Studie kam zum Ergebnis, Nius sei ein im „Desinformationskontinuum“ verortetes „pseudo-journalistisches Agitationsformat […], in dem journalistische Standards im Sinne des Pressekodexes nicht gewahrt werden und rechtskonservative Diskurse mit extremistischen Positionen Verbreitung finden“. Nius praktiziere „eine Strategie der absichtlichen Dekontextualisierung realer Informationen, indem korrekte Informationen in einem inkorrekten Kontext präsentiert werden, um die Öffentlichkeit von einer ,alternativen Lesart‘ zu überzeugen, die ideologische oder ökonomische Ziele“ begünstige. Auch passe sich Nius an politische Debatten aus den USA an, insbesondere den aggressiven Kulturkampf der Republikaner gegen die Gleichstellung von Trans-Personen, bei dem es um Durchsetzung kultureller Hegemonie durch Einschüchterung Anderer gehe. Dies führe zu einer „Unterwanderung und Verschiebung des Diskurses in Richtung des rechtskonservativen und extremistischen Spektrums“.[88]
Der Journalistik-Professor Klaus Meyer beschrieb Nius in einem wissenschaftlichen Fachaufsatz mit Fragestellung „Was ist Journalismus?“ als Propaganda-Medium, das „von einem deutschen Tech-Multimillionär mit ideologischen Motiven“ finanziert wird.[89]
Der Politikwissenschaftler Mohamed Salhi von der Goethe-Universität ordnete Nius im Jahr 2025 als extrem rechte Plattform ein.[90] Die Politikwissenschaftlerin und Journalistin Gilda Sahebi schrieb ebenfalls 2025, die Funktion des Portals bestehe darin, „rechtsextreme Narrative in die demokratische Mitte zu drücken“.[91]
Der Politikwissenschaftler Markus Linden sieht im Angebot von Nius ein „rechtspopulistisches Agitationsformat mit journalistischem Anstrich“. Das Portal verfolge eine Doppelstrategie: einerseits „gemäßigte“ Formate mit demokratischen Politikern, andererseits „reißerisch aufgemachte Krawall-Formate, bei denen eine sichtbare Rückbindung an journalistische Sorgfaltspflichten unterbleibt“. Die Nius-Macher seien Medienprofis, die aber einer Agenda folgten. Es handele sich bei dem Portal „um ein zentrales mediales Sprachrohr der Kreise um Hans-Georg Maaßen“, so Linden; Nius sei „Werteunion-TV“.[92] Linden sieht bei Nius eine Radikalisierung. Die Website überschreite bewusst Grenzen und greife ebenfalls bewusst auf Methoden der Desinformation zurück. Falsche Darstellungen seien bei Nius nicht bloß handwerkliche Fehler.[93] Außerdem analysierte Linden, dass sich Reichelt vordergründig als „Vertreter der Aufklärung“ inszeniere und sich auf die liberale Meinungsfreiheit berufe, während er gleichzeitig „illiberale Agenden relativier[t] oder sogar für Viktor Orbáns expliziten Illiberalismus“ arbeite. Nius sei dabei ein „Scharnierportal“, das Themen von alternativmedialen „Originalen“ wie dem rechtsextremen Sender Auf1 übernehme und in den „Mainstream“ bringe.[94]
In der Journalistik argumentiert der Medienethiker Luis Paulitsch bei Nius für die Einordnung als „rechtskonservatives ‚Alternativmedium‘“. Er weist auch darauf hin, dass dem Finanzier Frank Gotthardt eines solchen rechtskonservativen „Krawallportals“ ein gewisser Reputationsschaden drohe.[95] Paulitsch weist zudem darauf hin, dass Nius wegen der Finanzierung durch Gotthardt weder auf zahlende Kunden noch Werbeeinnahmen angewiesen sei, dafür aber stark von dessen Wohlwollen abhängig sei.[96]
Der Medienwissenschaftler Benjamin Krämer bezeichnet Nius als „populistisch im präzisen Sinne des Wortes“ und ordnet es politisch weit rechts ein.[97] Nius unterwerfe sich nicht den Bestimmungen des Pressekodex, sondern versuche mit irreführenden und skandalisierenden Überschriften Aufmerksamkeit um jeden Preis zu erzielen. Erst im Text würden irreführende Eindrücke aus Überschrift und Teaser wieder zurechtgerückt.[98] Erfolge daraus könne die Neue Rechte verbuchen,[99] wobei von Nius in Einzelfällen Inhalte vom AfD-nahen Deutschland-Kurier übernommen werden.[100]
Medien
Die taz warf dem Portal Mitte Juli 2023 „rechtspopulistische Stimmungsmache“ vor, es werde „überspitzt, verkürzt, aus dem Zusammenhang gerissen und manchmal auch schlicht gelogen“. Die Themenauswahl sei derart gestaltet, dass „das vermutete Empörungspotenzial möglichst große Teile der Bevölkerung“ umfasse; der Ukrainekrieg komme dagegen nur am Rande vor, „vielleicht weil man hier zu Recht Uneinigkeiten im Zielpublikum“ vermute.[2] Der Medienjournalist Stefan Niggemeier schrieb in Bezug auf Nius, es bestehe aus „Abgründen aus Hass und Gehässigkeit, Verdrehungen und Verleumdungen, Manipulation und Wahn“.[55] Die Frankfurter Rundschau sah Ende Juli 2023 bei Nius Parallelen zum US-Sender Fox News, ebenfalls im Besitz eines Milliardärs (Rupert Murdoch). „Stimmen aus der Medienbranche“ würden Nius unterstellen, „es würde Kulturkämpfe entfachen, um von Klassenkämpfen abzulenken“. Wer sich die Videos ansehe, fühle sich „an die rechten US-Kommentatoren Tucker Carlson und Alex Jones erinnert“.[5] Auch in der taz schrieb Arne Semsrott, dass es Rechtsextremen „routiniert“ gelinge, Themen in der Öffentlichkeit zu setzen. Nius spiele dabei eine Rolle und sei Teil einer „perfekte[n] Nazi-Pipeline“: „Erst kommt die AfD, dann Nius, dann nach der Springerpresse der gesamte Mainstream“.[100]
In der Sendung des ZDF Magazin Royale vom 6. Dezember 2024 wurden Textplagiate von Nius und die Mitwirkung einer rechtsextremen Autorin an Nius aufgedeckt.[101] Lars Wienand (t-online), der österreichische Standard[102] und andere renommierte Nachrichtenportale[103][104] bezeichneten Nius als „Krawallportal“, dessen Chefredakteur Julian Reichelt keinen Hehl daraus mache, „dass er mit dem Portal eine politische Mission verfolgt – nämlich die Politik, und dabei vor allem die Union, nach rechts zu rücken“. Nius-Darstellungen seien oft „verzerrend“ und ließen für das Verständnis von Sachverhalten relevante Informationen aus.[14]
Robert Pausch schrieb Anfang 2026 in der Zeit, Nius sei „vermutlich der lauteste“ Akteur in einer Kampagne von Angriffen gegen die CDU, die darauf abziele, „die liberalen Kräfte in der Partei zu schwächen und die Union in Richtung AfD zu öffnen“. Chefredakteur Reichelt nenne die Brandmauer zur AfD eine „Lebensgefahr“, verfasse Texte, bei der er der AfD strategische Ratschläge gebe, wie sie mit der Union zu einer gemeinsamen Regierung kommen könne und habe öffentlich verkündet, sein sehnlichster Wunsch sei „die Wiedervereinigung des bürgerlichen Lagers“, womit er AfD und Union gemeint habe.[105]
Imre Grimm schrieb im Januar 2026, Nius sei eine „demagogische Meinungsschleuder“, die „[l]aut, übellaunig und konsequent rechts“ sei. Er zählt Nius zusammen mit Tichys Einblick oder Apollo News zu den „parajournalistische[n] Portale[n]“, die mit „sicherem Blick für Empörungspotenziale […] Versatzstücke“ skandalisierten, „Themen durch bewusstes Verkürzen und Weglassen“ framten und „sich dabei als die wahren Hüter der Pressefreiheit“ darstellten. Es sei ein „Wahrheitsvernebelungsdienst“, der im Auftrag eines Multimillionärs mit politischer Mission Stimmung mache. Das Geschäftsmodell basiere nicht auf „umfassender Information, sondern auf aggressiven Meinungsbeiträgen, Umdeutung, Verzerrung, emotionalisierter Zuspitzung, einem starken Wir-gegen-sie-Narrativ und der gezielten Mobilisierung und Bindung eines loyalen Publikums“. Dabei betreibe Nius Rage Bait im Stil von Tucker Carlson und greife nur auf, was Wut schüre und Empörung generiere, die Nius wichtigste Ressource sei.[106]
Die Reichweite und Relevanz des Nius Portals scheint anhand von Zahlen des Analytics-Dienstleisters Similarweb abzunehmen. Mit 3,5 Mio. Besuchen landete es im April 2026 auf Platz 171 des Rankings News & Media Publishers (in Germany), was im Vergleich zu den Vorzahlen als neuer Minusrekord bezeichnet wurde. Beim Start von Nius im Juli 2023 hatte man bereits 3,65 Mio. Visits, 2024 waren es 9,54 Mio. und im September 2025 5,69 Mio. (damals Rang 115 im Ranking).[107][108]
Im Mai 2026 wurde eine Online-Petition über Campact gegen „rechte Angstmache“ im Rahmen einer Werbekampagne von Nius gestartet.[109]
Hackerangriff
Am 12. Juli 2025 wurde die Plattform Nius Opfer einer Cyberattacke, bei der mehr als 5.000 Kundendaten erbeutet und veröffentlicht wurden.[110] Zu den Daten, die bei dem Hackerangriff veröffentlicht wurden, zählen Name, mehrere E-Mail-Adressen pro Nutzer, Bankverbindungen und private Anschriften. In der aus diesen Daten zusammengestellten Datenbank befanden sich auch Hans-Georg Maaßen, Thilo Sarrazin, Katja Adler und Ulrich Vosgerau.[14] Laut Heise Online wurden die Aufmachung der Internetseite verändert und sämtliche Artikelüberschriften durch den gleichen Weblink ersetzt, der zum Download der erbeuteten Kundendaten führte.[111]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Aufsicht prüft Reichelt-Portal: Probleme mit Sorgfaltspflicht? In: t-online.de. 13. Februar 2024, abgerufen am 27. Mai 2024.
- 1 2 Malene Gürgen: Rechtes Medienportal „Nius“: Grundprinzip verdrehte Fakten. In: Die Tageszeitung: taz. 18. Juli 2023, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 27. Juli 2023]).
- ↑ Linus Lüring, Stefan Schuchort: Warum gibt es Kritik am Nachrichtenportal „Nius“? In: Bayerischer Rundfunk. 18. Februar 2024, abgerufen am 17. März 2024.
- ↑ Medienanstalt Berlin-Brandenburg prüft sieben Beschwerden gegen „Nius“. In: FAZ.NET. 15. Februar 2024, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 17. März 2024]).
- 1 2 Baha Kirlidokme: Neues Medium Nius mit Julian Reichelt: Fox News auf Deutsch. In: Frankfurter Rundschau. 28. Juli 2023, abgerufen am 28. Juli 2023.
- 1 2 3 Impressum. In: nius.de. Abgerufen am 5. Mai 2026.
- 1 2 3 Alexander Krei: Jan Fleischhauer folgt Reichelt und Schuler zu „Nius“. In: DWDL.de. 4. Juli 2023, abgerufen am 28. Juli 2023.
- ↑ Jonas Mueller-Töwe, Lars Wienand: Ex-„Bild“-Chef Julian Reichelt: Neue Hinweise auf Kooperation mit Milliardär. In: t-online.de. 16. August 2022, abgerufen am 28. Juli 2023.
- 1 2 Brigitte Baetz: Das neue Portal Nius ist online. In: deutschlandfunk.de. 10. Juli 2023, abgerufen am 28. Juli 2023.
- ↑ Frank Gotthardt zu Gast bei Alexandra Klöckner. In: spotify.com. 14. Februar 2024, abgerufen am 20. Februar 2024.
- ↑ Jetzt bricht Reichelts Milliardär sein Schweigen. In: t-online.de. Abgerufen am 20. Februar 2024.
- ↑ Gabriela Keller: Netzwerk mit Nebenwirkungen: Jens Spahn und der Milliardär. In: correctiv.org. 22. Juli 2025 (correctiv.org [abgerufen am 29. August 2025]).
- ↑ Kurz-Vertraute Regensburger managt neben „Exxpress“ Reichelt-Portal „Nius“. 5. August 2025, abgerufen am 29. August 2025 (österreichisches Deutsch).
- 1 2 3 4 Nutzer in Sorge: Hacker stellen Kundendatei von Nius ins Netz. 15. Juli 2025, abgerufen am 13. Mai 2026.
- 1 2 Hannah Knuth: Er sagt: Wir sind eine Bewegung. In: Die Zeit vom 19. September 2024, S. 5.
- ↑ Nutzer in Sorge: Hacker stellen Kundendatei von Nius ins Netz. 15. Juli 2025, abgerufen am 28. Juli 2025.
- ↑ VIUS SE & Co. KGaA. Ausgaben im Zeitverlauf. In: Google Ads Transparency Center. Google LLC, abgerufen am 8. Dezember 2024.
- ↑ Jean Peters: Medien und Medizinsoftware: Der Profiteur von Spahns Politik. In: correctiv.org. 25. Juli 2025 (deutsch).
- ↑ Lars Wienand: Verluste bei Reichelts "Nius" weiten sich aus. In: T-Online.de, 18. Mai 2026. Abgerufen am 19. Mai 2026.
- ↑ Julian Reichelt: »Nius«-Dachgesellschaft Vius macht noch mehr Verlust. In: Der Spiegel. 19. Mai 2026, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 20. Mai 2026]).
- ↑ Impressum. Abgerufen am 2. Juni 2026.
- ↑ Marvin Schade: Neues Portal Nius von Vius: Wie Investor Frank Gotthardt Reichelts Reich übernimmt. In: Medieninsider. 3. Juli 2023, abgerufen am 28. Juli 2023.
- ↑ Jan David Sutthoff. Autoren. In: nius.de. Abgerufen am 29. Dezember 2023.
- ↑ Impressum. In: nius.de. Abgerufen am 3. März 2024.
- ↑ Alexander Möhnle: +++ In eigener Sache. In: Twitter. 29. Februar 2024, abgerufen am 1. März 2024.
- ↑ Der Spiegel weiß: Reichelts neue Redaktion arbeitet über einem Nachtklub – erste Mitarbeiter stehen fest. In: kress.de. 6. April 2022, abgerufen am 28. Juli 2023.
- ↑ Reporter Julius Böhm folgt nun Ex-BILD-Chef Julian Reichelt ins TV-Geschäft. In: osthessen-news.de. 28. Mai 2022, abgerufen am 28. Juli 2023.
- ↑ Louis Hagen. Autoren. In: nius.de. Abgerufen am 29. Dezember 2023.
- ↑ Christian Kemper. Autoren. In: nius.de. Abgerufen am 29. Dezember 2023.
- ↑ 649bd525da2409e68b6c6896. Abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Anabel Schunke. Autoren. In: nius.de. Juli 2023, abgerufen am 27. Juli 2023.
- ↑ Giovanna Winterfeldt. In: nius.de. Abgerufen am 29. Dezember 2023.
- ↑ de:hate: Giovanna Winterfeldt und der Soft-Touch-Rechtspopulismus. 24. August 2023, abgerufen am 17. Juli 2024.
- ↑ Rob Szymoniak. Autoren. In: nius.de. Abgerufen am 29. Dezember 2023.
- ↑ Wie König Olaf I. die Wirklichkeit vernichtet. 3. Oktober 2024, abgerufen am 3. Oktober 2024.
- ↑ kress.de: Zara Riffler. Abgerufen am 31. Mai 2025.
- ↑ Mitglied der Chefredaktion verlässt Nius. In: medieninsider.de. 3. Februar 2025, abgerufen am 2. Juni 2026.
- ↑ Judith Sevinç Basad. Autoren. In: nius.de. Juli 2023, abgerufen am 29. Dezember 2023.
- ↑ meedia.de: Julian Reichelt gründet eigenes Medienunternehmen in Berlin. Abgerufen am 21. August 2025.
- ↑ Harald Fidler: Julian Reichelts „Nius“ steigt bei Wiener „Exxpress“ ein. In: DerStandard.at. 22. Mai 2024, abgerufen am 15. September 2024.
- ↑ Gregory Lipinski: Unter Gleichgesinnten: Portal „Nius“ um Ex-„Bild“-Chef Julian Reichelt steigt beim „eXXpress“ ein. 23. Mai 2024, abgerufen am 15. September 2024.
- ↑ Julian Reichelts „Nius“ stockt bei „Exxpress“ auf 50 Prozent auf. Abgerufen am 7. Dezember 2024 (österreichisches Deutsch).
- ↑ VIUS SE & Co. KGaA, Berlin. In: Northdata.de. Abgerufen am 5. Mai 2026.
- ↑ t-online.de: „Reichelt darf bundesweit auf Sendung gehen“, vom 9. September 2024, abgerufen am 20. November 2024
- ↑ mabb-Medienrat vergibt erstmals zwei DAB+-Programmplätze mit flächendeckendem Empfang in Brandenburg - Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ markusweidner: NiUS - Das Radio auf DAB+ gestartet. In: RadioBlog.eu. 17. Juli 2025, abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ markusweidner: DAB+ in Sachsen und Thüringen: Radio Holiday durch NiUS Radio ersetzt. In: RadioBlog.eu. 15. August 2025, abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ markusweidner: Rolle rückwärts: Radio Holiday auf DAB+ in Sachsen wieder auf Sendung. In: RadioBlog.eu. 16. August 2025, abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ Lars Wienand: Streit um Überschriften. Trans Frau im Fitnessstudio: Reichelt darf in die Irre führen. 25. Juli 2024, abgerufen am 13. Mai 2026.
- 1 2 Carla Reveland, Pascal Siggelkow: Verregneter Juli: Lokale Wetterphänomene sprechen nicht gegen Klimawandel. In: Faktenfinder von tagesschau.de. 10. August 2023, abgerufen am 24. August 2023.
- ↑ Lars Wienand: Selbst Medien wurde es zu heiß: Verwirrung um 48 Grad in Italien. In: t-online.de. 15. Juli 2023, abgerufen am 24. August 2023.
- ↑ David Schmitz: Kölner kritisiert „Selbstdenker-Fantasien“: ZDF-Meteorologe rechnet mit Klimaleugnern und „Denunzianten“ ab. In: Kölner Stadtanzeiger. 23. August 2023, abgerufen am 24. August 2023.
- ↑ CDU-Chef Merz: Asylbewerber „lassen sich Zähne neu machen, während Deutsche keine Termine bekommen“. In: berliner-zeitung.de. 27. September 2023, abgerufen am 16. Oktober 2023.
- ↑ Der Osten in den Medien; Fake-Videos aus Israel; NIUS-Kontroverse. In: Zapp – Das Medienmagazin. NDR.de, 11. Oktober 2023, abgerufen am 12. Oktober 2023.
- 1 2 Stefan Niggemeier: Verhetzen, verunglimpfen, verachten. In: Übermedien. 9. Oktober 2023, abgerufen am 12. Oktober 2023.
- ↑ Cornelius Pollmer: Jan Fleischhauer heuert nicht bei „Nius“ an. In: sueddeutsche.de. 8. November 2023, abgerufen am 8. November 2023.
- ↑ Joachim Huber: „Zu hysterisch“: Jan Fleischhauer verlässt Reichelt-Portal, noch ehe er begonnen hat. In: Der Tagesspiegel Online. 8. November 2023, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 13. Mai 2026]).
- ↑ Cornelius Pollmer: Jan Fleischhauer erklärt im SZ-Interview, warum er nicht bei „Nius“ anheuert. In: Süddeutsche Zeitung. 8. November 2023, abgerufen am 9. November 2023.
- 1 2 Vorwurf der Hetzkampagne: Der Fall Föderl-Schmid. 9. Februar 2024, abgerufen am 12. Februar 2024.
- ↑ Mina Marschall: Süddeutsche Zeitung veröffentlicht zwei Missbilligungen durch Presserat. In: FAZ.NET. 17. Januar 2024, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 12. Februar 2024]).
- ↑ Ex-Standard-Chefredakteurin Föderl-Schmid lebend gefunden. In: kurier.at. 9. Februar 2024, abgerufen am 12. Februar 2024.
- ↑ Plagiatsprüfung gegen Vize-Chefin von „Süddeutscher Zeitung“: Portal von Ex-„Bild“-Redakteur zahlt. 6. Februar 2024, abgerufen am 12. Februar 2024.
- ↑ Die Medien-Woche: MW250 – Der Fall Alexandra Föderl-Schmid auf Apple Podcasts. In: apple.com. Abgerufen am 12. Februar 2024.
- ↑ Aufsicht prüft Reichelt-Portal: Probleme mit Sorgfaltspflicht? In: t-online.de. 13. Februar 2024, abgerufen am 14. Februar 2024.
- ↑ Trans Frau im Fitnessstudio: Reichelt darf mit Schlagzeile in die Irre führen. 25. Juli 2024, abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ LTO: Meinungsfreiheit: Ferda Ataman verliert gegen Nius. Abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Schlamperei bei Reichelt: Gericht verhängt Zwangsgeld. In: t-online.de. 9. März 2024, abgerufen am 31. Oktober 2024.
- ↑ Startseite. Abgerufen am 28. Juli 2025.
- ↑ Grünen-Klage gegen Reichelt: Alle sehen sich als Sieger. In: t-online.de. 10. April 2024, abgerufen am 11. April 2024.
- ↑ Grüne erwirken einstweilige Verfügung gegen Reichelt. In: lto.de. Abgerufen am 11. April 2024.
- ↑ Jan Böhmermann siegt vor Gericht gegen Ex-„Bild“-Chef Julian Reichelt. In: Der Spiegel. 5. Oktober 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 11. April 2024]).
- ↑ Felix W. Zimmermann: Böhmermann-Produktionsfirma siegt gegen Julian Reichelt. In: lto.de. 5. Oktober 2023, abgerufen am 22. April 2024.
- ↑ Jost Müller-Neuhof: Dokument in „Schwachkopf“-Affäre veröffentlicht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Julian Reichelts „Nius“. tagesspiegel.de, 4. März 2025, abgerufen am 6. März 2025.
- ↑ Vicky Bargel: Berlin: Wie »Bild« und »Nius« eine kriminelle trans Polizistin erfanden. In: Der Spiegel. 21. März 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 13. Mai 2026]).
- ↑ LTO: 'Identitäre' bedrohen Anwältin des Solingen-Attentäters. Abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Alles nur Meinung: LG Berlin segnet NiUS-Berichterstattung über Asylanwältin ab | beck-aktuell. 11. April 2025, abgerufen am 13. Mai 2026.
- 1 2 Jeja Klein: Anfangsverdacht: Polizei ermittelt gegen Reichelt und Basad wegen Volksverhetzung. In: queer.de. 19. Juli 2023, abgerufen am 27. Juli 2023.
- ↑ SPD kritisiert Julia Klöckner für Aussage über taz und Nius. In: Der Spiegel. 18. August 2025, abgerufen am 27. August 2025.
- ↑ Kritik an Klöckner nach Vergleich von Nius mit Taz: Reichinnek (Linke) legt Bundestagspräsidentin Rückzug nahe. In: deutschlandfunk.de. 19. August 2025, abgerufen am 27. August 2025.
- ↑ Nach Vergleich von Nius und taz Linke – fordert Klöckner zum Rücktritt auf. 19. August 2025, Tagesschau. online
- ↑ Schleswig-Holsteinisches VG, Beschluss vom 5. Februar 2026 - 6 B 2/26 -, sh.juris.de = NJW 2026, 784.
- ↑ Betreiberin des Nachrichtenportals Nius hat keinen Unterlassungsanspruch gegen das Land Schleswig-Holstein wegen Aussagen von Daniel Günther in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ vom 07.01.2026. Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht, 5. Februar 2026, abgerufen am 29. April 2026.
- ↑ Beschwerde des Nachrichtenportals nius.de erfolglos. Schleswig-Holsteinisches Oberverwaltungsgericht, 23. April 2026, abgerufen am 29. April 2026.
- ↑ Schleswig-Holsteinisches OVG, Beschluss vom 23. April 2026 - 6 MB 9/26 -, sh.juris.de.
- ↑ Weitere „Nius“-Niederlage vor Gericht: Günther (CDU) spricht von „Sieg für die Meinungsfreiheit“. In: Deutschlandfunk. 26. April 2026, abgerufen am 29. April 2026.
- ↑ Max Kolter: Nius hat Ramadan-Skandal erfunden. In: Legal Tribune Online. 24. April 2026, abgerufen am 25. April 2026.
- ↑ Kantinenpächterin siegt gegen "Nius": Lügen um Fastenbrechen zerlegt. 24. April 2026, abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Oliver Klawitter: Medienkompetenz als Lösungsansatz gegen rechte Desinformationskampagnen. Empirische Erkenntnisse und medienpädagogische Impulse zum Umgang mit pseudo-journalistischen Inhalten rechtskonservativer Nachrichten und Meinungsportale auf TikTok. In: MedienPädagogik. Band 59, 2025, S. 202–247, doi:10.21240/mpaed/59/2025.05.15.X.
- ↑ Klaus Meyer: Was ist Journalismus? Standards und Strukturen als Abgrenzungskriterien*. In: Journal für Rechtspolitik. Band 33, 2025, S. 9–16, doi:10.33196/jrp202501000901.
- ↑ Mohamed Salhi: Surprises, symbols, and mainstreaming. Symbolic politics in AfD’s European elections campaign. In: Journal of Language and Politics. 2025, doi:10.1075/jlp.24202.sal.
- ↑ Gilda Sahebi: Migrationspolitik in Deutschland: Richtet euch nach Gerichten. In: Die Tageszeitung: taz. 11. Juni 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 13. Mai 2026]).
- ↑ Aufsicht prüft Reichelt-Portal: Probleme mit Sorgfaltspflicht? 13. Februar 2024, abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ deutschlandfunk.de: "Nius" - Medienaufsicht prüft offenbar neues Portal von Ex-Bild-Chef Julian Reichelt. 15. Februar 2024, abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Der Aufstieg der Mosaik-Rechten | Blätter für deutsche und internationale Politik. Abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Gegenerzählungen für „Selberdenker“ | Journalistik (2/2024). 19. August 2024, abgerufen am 11. September 2024.
- ↑ Luis Paulitsch: Alternative Medien. Definition, Geschichte und Bedeutung. Wiesbaden 2025, S. 64.
- ↑ Frank Gotthardt: Warum der Inhaber der Kölner Haie das rechtspopulistische Portal „Nius“ gegründet hat. 12. März 2024, abgerufen am 23. April 2024.
- ↑ Trans Frau im Fitnessstudio: Reichelt darf mit Schlagzeile in die Irre führen. 25. Juli 2024, abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Stimmungsmache von rechts - Kampagne gegen Juristin Frauke Brosius-Gersdorf. In: deutschlandfunk.de. 15. Juli 2025, abgerufen am 28. September 2025: „Der Erfolg für die Neue Rechte besteht demnach darin, dass Falschbehauptungen, Halbwahrheiten und Gerüchte die Sphäre der sogenannten alternativen Medien verlassen und Bundestagsabgeordnete der CDU beeinflusst haben, sodass die Abstimmung über die Verfassungsrichter nicht stattfinden konnte.“
- 1 2 Arne Semsrott: Wer mit „Nius“ redet, legitimiert Hetzkampagnen. In: Die Tageszeitung: taz. 24. Juni 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 21. September 2025]).
- ↑ Lars Wienand: Böhmermann-Recherche zu „Nius“: Reichelt fürchtet Vernichtung durchs ZDF. In: t-online.de. msn.com, 6. Dezember 2024, abgerufen am 7. Dezember 2024.
- ↑ "Exxpress" sichert sich die Domain Nius.at. Abgerufen am 13. Mai 2026 (österreichisches Deutsch).
- ↑ Matthias Monroy: »Nius« gewinnt gegen Marla-Svenja Liebich. Abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Nius: Der feine Unterschied zwischen Blattlinie und Propaganda. 27. August 2025, abgerufen am 13. Mai 2026 (österreichisches Deutsch).
- ↑ Robert Pausch: Daniel Günther: Er legt sich mit den Richtigen an. In: Die Zeit. 15. Januar 2026, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 13. Mai 2026]).
- ↑ „Nius“ – was ist das eigentlich? Abgerufen am 13. Mai 2026.
- ↑ Jens Schröder: Top 100 Onlinemedien im April: "Merkur", "Zeit" und "Tagesspiegel" weit über Vorjahr, "Nius" schwach wie nie. In: meedia.de. 13. Mai 2026.
- ↑ Marc Bartl: Wie erfolgreich ist Nius wirklich? Zahlen zu Reichweite, Verlusten und Anspruch. In: kress.de. 21. November 2025.
- ↑ Hanno Fleckenstein: Nius-Werbung in Berliner U-Bahn: Kleistern gegen die Bedeutungslosigkeit. In: Die Tageszeitung: taz. 26. Mai 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 27. Mai 2026]).
- ↑ Hackerangriff auf Onlinemedium: Datenbank enthüllt persönliche Daten Tausender »Nius«-Abonnenten. In: Spiegel Online. 15. Juli 2025, abgerufen am 16. Juli 2025.
- ↑ Dirk Knop: Cyberangriff auf nius.de: mutmaßlich Nutzerdaten veröffentlicht. In: Heise Online. 13. Juli 2025, abgerufen am 16. Juli 2025.
