Zum Inhalt springen

Mitterbrunnwald

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mitterbrunnwald (zerstreute Häuser)
Ortschaft
Katastralgemeinde Bernhardschlag
Mitterbrunnwald (Österreich)
Mitterbrunnwald (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Urfahr-Umgebung (UU), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Rohrbach
Pol. Gemeinde Vorderweißenbach
Koordinaten 48° 30′ 10″ N, 14° 13′ 30″ OKoordinaten: 48° 30′ 10″ N, 14° 13′ 30″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 63 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 25,56 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 12344
Katastralgemeindenummer 45402
Zählsprengel/ -bezirk Bernhardschlag (41625 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS
63

BW

Mitterbrunnwald ist eine Ortschaft in der Gemeinde Vorderweißenbach im Bezirk Urfahr-Umgebung in Oberösterreich und hat 63 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]).

Die Ortschaft Mitterbrunnwald ist Teil der Katastralgemeinde Bernhardschlag[2] sowie des Zählsprengels Bernhardschlag[3] und umfasst 28 Adressen (Stand 1. April 2020).[4]

Die Ortschaft liegt am südwestlichen Rand des Forstgebietes Brunnwald, einem südlichen Böhmerwaldausläufer. Sie wird im Norden vom Matzenbachl und im Süden vom Distelbach begrenzt.

Die Ortschaft wurde als „Mittern Prunnwald“ erstmals in der Josephinischen Landesaufnahme um 1775 beschrieben.[5] Der Name bezieht sich auf den bereits 1435 erstmals erwähnten Brunnwald und wird mit der näheren Bestimmung „Mitter-“ gegenüber den Nachbarsiedlungen Oberbrunnwald und Unterbrunnwald abgegrenzt.

Im Jahr 1786 wurden die Ortschaften Oberbrunnwald, Mitterbrunnwald und Unterbrunnwald im Zuge der Pfarrregulierung durch Kaiser Joseph II. in das Pfarrgebiet Traberg eingegliedert.[6]

Im Jahr 1938 waren in der Ortschaft Mitterbrunnwald ein Müller mit Sägewerk, ein Viehhändler, ein Wasenmeister und ein Landwirt ansässig.[7]

Die Gemeindestraße Mitterbrunnwald wurde im Jahr 1959 ausgebaut.

  • Der Radrundweg S2 Brunnwald-Runde führt unter anderem durch alle vier Ortschaften, die nach dem Forstgebiet Brunnwald benannt sind.[8]
  • Marktgemeinde Vorderweißenbach (Hrsg.): Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. Der Stern im Böhmerwald. Sternstein Verlag, Bad Leonfelden 2025, ISBN 978-3-902865-25-0. Darin mit Bezug zur Ortschaft Mitterbrunnwald:
    • Kapitel 7. Ende der Monarchie, Weltkriege, Wiederaufbau und Eiserner Vorhang. S. 105–146, Abschnitt Gefallene der beiden Weltkriege aus der Gemeinde Vorderweißenbach. S. 126–127.
    • Kapitel 8. Gemeinde sind wir alle. S. 149–190.
    • Kapitel 9. Religiöse Spuren – Pfarre – Pfarrkirche. S. 191–246.
    • Kapitel 15. Verkehrserschließung in unserer Gemeinde. S. 367–374 (Autor: Otto Kastner).
    • Kapitel 20. Hausbesitzer von 1750–1940. S. 467–507 (Autoren: Sonja und Johann Pammer), Abschnitt „Brunnwald“ S. 484–485, „Unterbrunnwald“ S. 486, „Mitterbrunnwald“ S. 487–488, „Oberbrunnwald“ S. 489–490.
  • Edmund Grabner (Hrsg.), Stefan Grasböck, Reinhard Hauer: Zeichen am Weg. Kleindenkmäler in der Marktgemeinde und Pfarre Vorderweißenbach. Arbeitskreis Kultur und Bildung des Vereins „Dorferneuerung Vorderweißenbach“, 2008, S. 162–181 (Inhaltsverzeichnis auf obvsg.at).

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. DORIS (Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System). Land Oberösterreich, Abteilung Geoinformation und Liegenschaft, abgerufen am 4. Februar 2026.
  3. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis Oberösterreich 2001. Verlag Österreich, Wien 2005, ISBN 3-902452-43-9, S. 343 (statistik.at [PDF; abgerufen am 4. Februar 2026]).
  4. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  5. Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 10). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 978-3-7001-3676-7, S. 92, Nr. 10.2.6.5 (Kapitel „Brunnwald ZH 18–52; Brunnwaldhäuseln ZH von Brunnwald; Schloß Brunnwald Schl von Brunnwald; Mitterbrunnwald ZH 20–79; Oberbrunnwald R 18–82 = 10.2.1.2 Brunnwald, Ober-; Unter- / Oberneukirchen = Brunnwald, Ober- / Pol. Bez. Rohrbach“; Details siehe den Ortschaftsartikel Brunnwald).
  6. Vorderweißenbach. Heimat. Geschichte. Gegenwart. 2025, S. 204 (Die Ortschaften Brunnwald, Amesberg, Amesschlag und Ortschlag gehören ebenfalls nicht zur Pfarre Vorderweißenbach, sondern seit jeher zur Pfarre Leonfelden).
  7. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 683 (findbuch.at [PDF]).
  8. S2 Brunnwald-Runde. In: bergfex.at. Abgerufen am 16. Mai 2026.