Messinghausen
Messinghausen Stadt Brilon | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 51° 24′ N, 8° 40′ O | |
| Höhe: | 397 (365–560) m ü. NN | |
| Fläche: | 9,41 km² | |
| Einwohner: | 749 (31. Dez. 2021)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 80 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |
| Postleitzahl: | 59929 | |
| Vorwahl: | 02963 | |
Lage der Ortschaft Messinghausen innerhalb des Stadtgebiets von Brilon
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Luftbild (2013) | ||
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In Silber über blauem gewellten Schildfuß schwarzer Hammer und Schlägel ins Andreaskreuz gestellt.[5] Beschreibung: Der blaue Schildfuß weist auf die Hoppecke hin, in deren Tal Messinghausen liegt. Hammer und Schlägel symbolisieren die Eisengruben und Steinbrüche, in denen die Bewohner früher ihren Broterwerb hatten. Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Messinghausen wurde am 16. März 1954 genehmigt.[5] |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die in den Jahren 1967/68 gebaute Kirche St. Vitus hat die ehemalige Dorfkirche ersetzt, von der heute nur noch der Kirchturm erhalten ist. Der Innenraum der neuen Kirche wurde durch den Bildhauer Theodor Sprenger gestaltet.
- Kirchturm der alten Dorfkirche
- Innenraum von St. Vitus
- Dorfansicht mit neuer Kirche
- Konstantins-Kreuz auf dem Sticklenberg
Anlässlich der 1600-Jahr-Feier zur Beendigung der Christenverfolgungen durch Kaiser Konstantin wurde auf dem Sticklenberg ein 7 m hohes Kreuz errichtet.
See im Berg
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Bekannt ist Messinghausen für den See im Berg, der bei Tauchern wegen seiner außergewöhnlich guten Sichtverhältnisse sehr beliebt ist. Der See liegt südwestlich vom Ortskern und ist über 45 Meter tief. Bereits mehrmals ist es zu Tauchunfällen mit teils tödlichem Ausgang gekommen.[6][7]
Regelmäßige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die örtliche Schützenbruderschaft St. Vitus 1835 gestaltet alljährlich ihr Schützenfest an dem Wochenende, das dem St.-Vitus-Tag (15. Juni) am nächsten liegt.
Wirtschaft und Infrastruktur
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Einige Arbeitsplätze bieten die Kalkindustrie, kleinere Gewerbebetriebe und wenige Landwirte an. Der Tourismus, der 1980 mit 27.412 Übernachtungen einen Höhepunkt erreichte, hat heute kaum noch Bedeutung. Die Erwerbstätigen pendeln überwiegend zum Akkumulatorenwerk nach Hoppecke oder nach Brilon.
Ansässige Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am östlichen Dorfrand liegt der seit 1896 betriebene Steinbruch des Kalkwerks Messinghausen. Dieser wird heute von der Rheinkalk Messinghausen GmbH & Co. KG betrieben, wobei der Kalksteinabbau bereits vor Jahren eingestellt wurde. 2020 wurde angekündigt, dass die Hydratanlage und das Brennwerk stillgelegt werden sollen. Bis dato sind rund 60 Mitarbeiter am Standort beschäftigt. Nach der Stilllegung werden nur die Kalksteinmahlanlagen, welche Kalkstein aus dem Steinbruch Rösenbeck mahlen, weiterlaufen.[8][9]
Verkehr
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Messinghausen liegt an der L 870, die von Brilon über Hoppecke nach Bredelar führt, wo sie in die Bundesstraße 7 einmündet. Über selbige erreicht man die Bundesautobahn 44 bei Westheim.
Im öffentlichen Nahverkehr verbindet die Buslinie R91 Messinghausen mit Brilon und Marsberg. Die Linie verkehrt im Stundentakt, zu Stoßzeiten im 30-Minuten-Takt.
Messinghausen liegt zwar an der Oberen Ruhrtalbahn, doch wird der Bahnhof Messinghausen[10] heute nur noch von einzelnen Zügen bedient. Der nächste Bahnhof liegt in Bredelar. Dort halten Regionalexpresszüge im Stundentakt in Richtung Hagen und Warburg.
| Linie | Verlauf | Takt |
|---|---|---|
| RE 17 | Sauerland-Express: Hagen Hbf – Schwerte (Ruhr) – Fröndenberg – Wickede (Ruhr) – Neheim-Hüsten – Arnsberg – Oeventrop – Freienohl – Meschede – Bestwig – Olsberg – Brilon Wald Linienast 1: – Brilon Stadt Linienast 2: – Hoppecke – Messinghausen – Beringhausen – Bredelar – Marsberg – Westheim (Westf) – Scherfede – Warburg (Westf) Linienast 3: – Willingen Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2024 | 60 min Hagen – Brilon Stadt morgens Hagen – Warburg Clubsaison Hagen – Willingen |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945 – Erlebnisberichte vieler Mitarbeiter aus dem ganzen Kreisgebiet. Josefs-Druckerei, Bigge 1955.
- Alfred Bruns: Amt Thülen Geschichte und Überlieferung. Druckerei Karl Hecker, Brilon 1974.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Alme schrumpft. Christian Rohlfing, abgerufen am 28. September 2022.
- ↑ Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945. 1955, Abschnitt Messinghausen, S. 55–56.
- ↑ Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945. 1955, Ehrentafel Abschnitt Messinghausen, S. 241–243.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 332 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- 1 2 Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen – Kurkölnisches Sauerland. Arnsberg 1986, S. 167.
- ↑ Tödlicher Tauchunfall in Messinghausen. In: Westfalenpost. Funke Mediengruppe, 28. August 2010, abgerufen am 1. Mai 2025.
- ↑ Freiwillige Feuerwehr Brilon: Tauchunfall in Messinghausen. In: Freiwillige Feuerwehr – Stadt Brilon. 9. Februar 2009, abgerufen am 28. September 2022.
- ↑ Aus für Brennbetrieb ein Schock für Messinghausen. Westfalenpost, 4. März 2020.
- ↑ Kalkwerk Messinghausen: Lhoist stellt Brennbetrieb vorläufig ein. Sauerlandkurier, 6. März 2020.
- ↑ Messinghausen auf bahnhof.de



