Merzligen
| Merzligen | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Verwaltungskreis: | Seeland |
| BFS-Nr.: | 0741 |
| Postleitzahl: | 3274 |
| Koordinaten: | 585753 / 215127 |
| Höhe: | 509 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 438–556 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 2,30 km²[2] |
| Einwohner: | 403 (31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 175 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 2,7 % (31. Dezember 2024)[4] |
| Website: | www.merzligen.ch |
| Lage der Gemeinde | |
Merzligen (in einheimischer Mundart Meerzlige [])[5] ist ein Dorf mit eigener Einwohnergemeinde und Burgergemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Schweizer Kantons Bern. Zur Gemeinde gehört auch der südliche Teil des Weilers St. Niklaus.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Merzligen ist zu 91,48 % eine deutschsprachige Gemeinde. 6,1 % der Einwohner sind französischsprachig.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Bellmund, Jens BE, Kappelen BE und Hermrigen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die Ebene östlich des Dorfs entlang der Grenze zu Kappelen führte die Römerstrasse Aventicum–Petinesca. Die erste sichere Erwähnung des Ortsnamens als Merzelingen stammt aus dem Jahre 1278; wahrscheinlich ist er auch durch eine nur als Abschrift aus dem frühen 15. Jahrhundert erhaltene Urkunde von 1261/63 als Mercin bezeugt. Es handelt sich wahrscheinlich um eine ursprünglich lateinische Bildung zum Personennamen Mercius mit dem Ortsnamensuffix -anum, die später an die im deutschen Sprachraum zahlreichen Namen auf -ingen angeglichen wurde.[5]
Seit 1398 gehörte das Gericht Merzlingen zum Gerichtsviertel Hermrigen der Berner Landvogtei Nidau. Das Dorf war bis 1947 zu Bürglen kirchengenössig, seither zu Worben.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Merzligen (in Klammern die Veränderung im Vergleich zu den Wahlen 2019 in Prozentpunkten): SVP 31,09 % (+2,09), SP 13,74 % (−1,02), Grüne 10,33 % (−3,94), FDP 10,30 % (−0,30), glp 9,77 % (−0,57), Mitte 9,19 % (−3,98), EVP 5,00 % (+0,16), EDU 4,51 % (+3,83), SD 0,05 % (−0,14).[6]
Gemeindepartnerschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 1992 unterhält Merzligen eine Partnerschaft mit der tschechischen Gemeinde Jamné im Bezirk Iglau an der böhmisch-mährischen Grenze.[7]
Versorgung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wasser
Merzligen ist eine Verbandsgemeinde der Seeländischen Wasserversorgung.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Merzligen früher und heute: Ein Zeitdokument. Einwohnergemeinde Merzligen, Merzligen 2006.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- 1 2 Andres Kristol: Merzligen BE (Nidau). In: Dictionnaire toponymique des communes suisses / Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen / Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri. Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 591. Angegebene Lautschrift: [].
- ↑ Eidgenössische Wahlen 2023, NR – Ergebnisse Parteien (csv). In: opendata.swiss. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 17. Februar 2024.
- ↑ Partnergemeinde Jamné (CZ). Website der Gemeindeverwaltung Merzligen, abgerufen am 20. September 2022.

