Mansplaining
Der Begriff Mansplaining ist ein Kofferwort aus der englischen Sprache (man = Mann und explain[ing] = erklären) und bezeichnet Erklärungen, Interpretationen, Sprechweisen o. Ä., einer männlichen Person, die davon ausgeht, sich besser bei einem Thema auszukennen als die weibliche Hörerschaft, oft ungeachtet der Expertise der Frau.[1][2] Der Begriff wurde durch den am 14. April 2008 in der Los Angeles Times veröffentlichten Essay "Men Explain Things to Me" (Männer erklären mir die Welt)[3] von Rebecca Solnit geprägt. Der Artikel diente als Initialzündung für das Aufkommen des Begriffs und seiner Verbreitung. Dieser Neologismus wurde 2010 von der New York Times zum Wort des Jahres erklärt.[4]
Definitionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im englischen Sprachraum
- Das vor allem in den USA häufig verwendete Wörterbuch Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary erklärt den Begriff in einer im März 2018 veröffentlichten Aktualisierung wie folgt: "Mansplaining ist im Kern etwas ganz Bestimmtes. Es tritt auf, wenn ein Mann herablassend mit jemandem (insbesondere einer Frau) über etwas spricht, von dem er nur unvollständiges Wissen hat, und dabei fälschlicherweise annimmt, mehr darüber zu wissen als die Person, mit der er spricht."[5]
- Lily Rothman, eine freiberufliche Autorin aus New York City, veröffentlichte 2012 in The Atlantic einen Artikel über die Kulturgeschichte des Mansplainings. "Das Wort ist relativ neu, die Idee existiert aber schon seit Jahrzehnten." Bezogen auf den US-Wahlkampf 2012 fährt sie fort: "In diesem Wahlkampf hat das Phänomen des „Mansplaining“ – also das Erklären ohne Rücksicht darauf, dass der Empfänger mehr weiß als der Erklärende, oft von Männern gegenüber Frauen – in der politischen Mainstream-Kommunikation regelrecht Einzug gehalten."[6]
- Im Cambridge Dictionary lautet die Definition: „Die Handlung, jemandem etwas so zu erklären, dass der Eindruck entsteht, er sei dumm; insbesondere dann verwendet, wenn ein Mann einer Frau etwas erklärt, was sie bereits versteht.“[7]
- Mansplaining wird im Oxford English Dictionary definiert als „jemandem etwas auf eine als herablassend oder bevormundend empfundene Weise erklären, typischerweise ein Mann gegenüber einer Frau“[8].
Im deutschen Sprachraum
- Im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache wird der Begriff wie folgt definiert:"abwertend unerwünschtes, als herablassend oder bevormundend empfundenes Erklären von Sachverhalten, mit dem ein Mann die Überzeugung zum Ausdruck bringt, dass er über größeres Wissen verfügt als die (meist weiblichen) Gesprächspartner."[9]
Etymologie und verwandte Wortschöpfungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Neologismus Mansplaining ([man-spleyn] / ˈmænˌspleɪn /) setzt sich aus dem Wort "man" (dt. Mann) und "splain" (Kurzform von "explain", dt. erklären) zusammen[10][11]. Die Wortzusammensetzung „-splain“ wird wie ein Suffix verwendet und bedeutet „etwas auf herablassende oder überhebliche Weise zu erklären oder zu kommentieren“. In den meisten Fällen beschreibt der erste Teil des Wortes die Perspektive des „Erklärenden“.[12] Mansplaining hat sich in der englischen Sprache etabliert und tritt in verschiedenen Formen auf: als Verb , als Gerundium "to mainsplain" und als Adjektiv "mansplainy."[13]
Schon seit etwa 1800 wird "splain" in nicht hochsprachlichen englischen Texten für explain verwendet.[10][13] Das Wort „Mansplaining“ ist nicht neu. Es wird seit mindestens einem Jahrhundert in informellen Texten oder – wie etwa in Ricky Ricardos Ermahnung seiner Geliebten in „I Love Lucy“ – in fehlerhaftem Englisch für „erklären“ verwendet.
Die Verbreitung des Ausdrucks Mansplaining führte dazu, dass sowohl "man" als auch "splaining" im Englischen mit anderen Morphemen kombiniert werden.
- Manspreading (spreading dt. ausbreiten) entwickelte sich ebenfalls zu einem populären Begriff für die breitbeinige Sitzposition, die viele Männer einnehmen. Allgemeiner steht der Ausdruck für das männliches Sich-Breitmachen. Besonders in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln stößt dies inzwischen sogar bei Männern auf harsche Kritik. Die New Yorker U-Bahn startete im Dezember 2015 sogar eine entsprechende Plakataktion.[14][15][16]
- Manslamming (slamming, dt. zuschlagen, stoßen od. rammen) bezeichnet das Phänomen, dass Männer auf Gehwegen häufig nicht ausweichen und meist Passantinnen anrempeln, wenn diese nicht Platz machen. Ähnlich zu Manspreading beschreibt die Bezeichnung das ungefragte Einnehmen von Raum.[15][17]
- Manterrupting ist ein Phänomen im Kommunikationsverhalten, bei dem Männer Gesprächsbeiträge von Frauen unterbrechen, dominieren oder deren Redezeit verkürzen, indem sie unangemessen oft oder aufdringlich das Wort ergreifen.
Neologismen, die "splaining" im gleichen Sinne wie in Mansplaining verwenden, sind z. B. Whitesplaining, das herablassende Verhalten, bei dem weiße Personen Menschen of Color (PoC) ungefragt rassistische Erfahrungen oder Strukturen erklären.[18][19] Straightsplaining (straight engl. umgangssprachlich für dt. Heterosexuell) bezeichnet das herablassende Erklären von LGBT-Themen oder -Verhaltensweisen durch eine heterosexuell orientierte Person gegenüber einer LGBT - Person.[20][21]
Femsplain (auch womansplain) wird nach dem Vorbild von Mansplaining angewendet, um auszudrücken, dass auch Frauen gegenüber Männern herablassend über geschlechterbezogene Themen, wie z. B. Feminismus, sprechen können.[22]
Der Begriff Germansplaining beschreibt u. a. die Tendenz vieler Deutscher beliebige US-Amerikaner ungefragt über die Verhältnisse in den USA aufklären zu wollen.[23][24] Er findet aber auch Anwendung in der Politik und bezeichnet in der Europäischen Union das Phänomen, bei dem Deutschland – oft als stärkste Wirtschafts- und Politikmacht – anderen EU-Mitgliedstaaten ungefragt Ratschläge erteilt.
Entstehung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ausdruck entstand maßgeblich durch den im April 2008 veröffentlichten Essay „Men Explain Things to Me“ (dt. "Wenn Männer mir die Welt erklären") der US-amerikanische Autorin Rebecca Solnit. Auf der Website tomdispatch.com[25] erzählte sie eine Anekdote, die sie 2003 erlebt hatte. Auf einer Party sagte ihr der Gastgeber, ein älterer, wohlhabender Mann, er habe gehört, dass sie einige Bücher geschrieben habe. Sie begann, über ihr kurz vorher veröffentlichtes Buch über Eadweard Muybridge zu sprechen. Daraufhin unterbrach ihr Gegenüber sie mit der Frage, ob sie von dem kürzlichen Erscheinen eines ausgesprochen wichtigen Buchs über Muybridge gehört habe, und erging sich, ohne eine Antwort abzuwarten, in Auslassungen über das Buch, das er – so stellte sich später heraus – nur aus Rezensionen kannte. Der wiederholte Einwurf von Solnits ebenfalls anwesender Freundin, es handle sich dabei um Solnits Buch, fand erst beim dritten oder vierten Mal Gehör, verschlug dem Herrn jedoch nur einen Moment lang die Sprache.[26][27]
Solnit nimmt die Geschichte zum Anlass, um auf die unverhohlene, konfrontative Selbstsicherheit der völlig Unwissenden im Allgemeinen hinzuweisen, stellt aber auch fest, dass solche Erfahrungen meist geschlechtsspezifisch Frauen betrifft. Als Beispiel für extremere Ausprägungen dieser Haltung, nennt die Länder des Nahen Ostens, wo die Aussage einer Frau keine rechtliche Bedeutung hat und diese erst männliche Zeugen finden müssten, um ihre Glaubwürdigkeit zu bestätigen.[26][28] Und auch in den USA sei es trotz aller Fortschritte immer noch ein wichtiges feministisches Ziel, „Frauen sowohl Glaubwürdigkeit als auch Gehör zu verschaffen“ und zu erreichen, dass „Vergewaltigungen, auch in Beziehungen und in der Ehe, sowie häusliche Gewalt und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz als Straftaten behandelt werden“.[29][26] Schließlich sei in ihrem Heimatland, den USA, eine der häufigsten Todesursachen von Schwangeren die Ermordung durch ihren Ehemann oder Ex-Ehemann.[29]
„Die meisten Frauen kämpfen an zwei Fronten: zum einen für das jeweilige Thema und zum anderen schlicht und einfach für das Recht zu sprechen, Ideen zu haben, als Kenner von Fakten und Wahrheiten anerkannt zu werden, Wertschätzung zu erfahren und als Menschen anerkannt zu werden.“
Gleichzeitig erschien in der Los Angeles Times der Artikel Men who explain things am 13. April 2008.[3]
2014 veröffentlichte Solnit unter dem Titel Men Explain Things to Me bei Haymarket Books eine Essaysammlung, die sich unter anderem mit den Themen Gewalt gegen Frauen, Gleichheit der Geschlechter sowie Virginia Woolf und Susan Sontag beschäftigen. In dem titelgebenden Essay findet sich ihr Text von 2008. Solnit beschrieb hier zusätzlich Reaktionen auf den Text und präzisierte ihre eigene Position, auch in Bezug auf den Begriff Mansplaining. Hier stellte sie klar, dass sie mit der Kreation des Begriffs nichts zu tun habe, auch wenn ihr Essay wohl eine Initialzündung dafür war, weil er den Zeitgeist sehr gut wiedergebe.[30] Sie selbst habe Vorbehalte gegen das Wort und verwende es kaum, weil es ihrer Meinung nach nahelege, dass es sich um ein generelles „männliches Fehlverhalten“ handle, wo doch in Wirklichkeit nur manche Männer so handelten.[31] Solnit ist durchaus „der Ansicht, dass auch Frauen anderen manchmal auf herablassende Weise Dinge erklären, nicht zuletzt Männern“.[32] Doch sage dies „nichts über das Machtgefälle, das noch unheilvollere Formen annehmen kann, oder über das Muster, nach dem das Geschlechterverhältnis in unserer Gesellschaft im Allgemeinen funktioniert“.[32] Hieraus lässt sich ableiten, dass die Autorin das von ihr geschilderte Verhalten für die Spitze eines Eisbergs hält:
„Das geschilderte Gesprächsverhalten ist eine Methode, im höflichen Diskurs Macht auszuüben – die gleiche Macht, mit der auch im unhöflichen Diskurs und durch Akte körperlicher Einschüchterung und Gewalt Frauen zum Schweigen gebracht, ausgelöscht, vernichtet werden – als Gleichwertige, als Partizipierende, als Menschen mit Rechten und viel zu oft schlicht als Lebende.“
Ihr habe der Essay verdeutlicht, so Solnit, dass es ein Kontinuum gebe, „das von geringfügigeren gesellschaftlichen Missständen bis zum gewaltsamen Zum-Schweigen-Bringen und zu gewaltsamem Tod reicht“.[34]
Solnits verwendet den Begriff "Mansplaining" nicht in ihrem Text.[26] Es ist deshalb falsch, ihr diesen Neologismus zuzuschreiben.[35][36][37]
Es besteht jedoch ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Veröffentlichung der Essay und dem ersten Gebrauch des Wortes, aber Solnit lieferte lediglich die Definition dafür.[38]
Prägung und Verbreitung des Begriffs
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]USA
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Laut Recherche der Internetplattform Know Your Meme wurde Mansplaining erstmals nachweislich in Kommentaren zum Artikel mit dem Titel „Women Who Hate Dean Hating Women Hating… wait“ auf dem Blog des LiveJournal-Nutzers Fandom_Wank am 21. Mai 2008 benutzt.[39] Der Begriff wurde primär in der feministische Bloggerinnenszene geprägt und verbreitet.[40] Im April 2009 erfolgte der erste Eintrag des Begriffs im Urban Dictionary, wo es 2011 zum "Urban Word of the Day" wurde.
Mansplaining" wurde 2010 von der New York Times als eines der "Wörter des Jahres" (Word of the Year) gekürt. In der zweiten Hälfte des Jahres 2012 verbreitete sich das Wort immer weiter in den Medien.[39] Während der Anhörungen zum Bengasi - Anschlag in 2012 verwendeten ihn die Mainstream-Medien, um über die Kritiker der damaligen Außenministerin Hillary Clinton zu berichten.[37]
Es entstand die Website Academic Men Explain Things to Me (deutsch: Wenn Akademiker mir die Welt erklären[41]). Dort tauschten sich Hunderte von Akademikerinnen über Situationen aus, „in denen sie herablassend behandelt oder kleingemacht worden waren, man schlecht über sie geredet hatte und anderes“.[35] In einem Blogeintrag von 2010 findet sich die Umschreibung, Mansplaining sei, „wenn ein Mann dir, einer Frau, erklärt, wie du etwas tun sollst, das du bereits tun kannst, oder wo du im Irrtum bist über etwas, bei dem du in Wirklichkeit recht hast, oder wenn er dir falsche, angebliche Fakten zu einem Thema erklärt, über das du viel mehr weißt als er“.[42]
In den US-amerikanischen Medien wurde Mansplaining ab 2012 immer wieder für das Verhalten männlicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, aber auch von fiktionale Figuren benutzt . Darunter waren Mitt Romney, der republikanische Präsidentschaftskandidat von 2012,[43] der Gouverneur von Texas Rick Perry,[44] der MSNBC-Moderator Lawrence O’Donnell,[45] mehrere Figuren der HBO-Serie The Newsroom,[46][47] der Musikproduzent Jimmy Iovine,[48] der Schauspieler Matt Damon[49] und der Verbraucherschutzanwalt Ralph Nader.[50]
Australien
Mansplaining wurde schnell zu einem festen Begriff im australischen Diskurs über Geschlechterrollen und bereits 2014 vom Macquarie Dictionary zum Wort des Jahres gekürt. Der Ausdruck wird häufig in politischen Debatten verwendet, etwa wenn Politikerinnen von männlichen Kollegen herablassend belehrt werden. 2015 wurde der neugewählte Premierminister Malcolm Turnbull im Parlament von der stellvertretenden Vorsitzenden der Labour-Partei Tanya Plibersek als "Mansplainer" bezeichnet, nachdem dieser auf eine Frage belehrend antwortete.[51][52] 2016 gab es einen Disput zwischen der Labor-Senatorin Katy Gallagher und Kommunikationsminister Mitch Fifield, die sich gegenseitig Man- bzw. Woman-Splaining vorwarfen.[53][54] Ein Jahr später wurde Gallagher im Internet massiv von rechtsgerichteten Trollen angefeindet, nachdem der ehemaligen Breitbart-Redakteurs Milo Yiannopoulos ein Video über diesen Vorfall auf seine Webseite veröffentlichte.[55] Aufsehen erregte auch Premierminister Scott Morrison, als er 2020 die liberale Ministerin Anne Ruston unterbricht, als diese von der Presse nach den Erfahrungen von Frauen in der Regierung gefragt wird.[56]
Deutscher Sprachraum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Deutschsprachige Medien wandten den Begriff anfangs nicht auf Personen an, sondern rezipierten ihn im Zusammenhang mit den Auszeichnungen, die das Wort erhielt, vor allem mit der Wahl zum Wort des Jahres 2014 in Australien. Die Übersetzung herrklären wurde von der deutschsprachigen Presse gelegentlich zur Begriffsklärung benutzt,[57][58][59][60] ist aber in der Anwendung nicht gebräuchlich. In Solnits Essaysammlung ist der Begriff mit männerklären übersetzt.[35]
Julia Bähr machte in der FAZ den alltäglichen Sexismus von Mansplainern an deren genereller Annahme fest, „die ihnen gegenüberstehende Frau wüsste weniger als sie“.[61] Sie wies darauf hin, dass diese Überheblichkeit häufig auch schon im Ungleichgewicht der Anrede stecke: Ein „junge Frau“ sei bei Mansplainern häufig, eine Antwort mit „alter Mann“ treffe jedoch in der Regel auf humorloses Unverständnis.[61] Kathrin Hollmer urteilte im Magazin Jetzt der Süddeutschen Zeitung, das eigentliche Problem des Mansplaining sei das Schweigen, das es nach sich ziehe – von Frauen und Männern.[62]
Mittlerweile gibt es im Internet eine Reihe deutschsprachiger Seiten, die Tipps dazu geben, wie mit mansplainenden Männern umgegangen werden soll. Dabei wird empfohlen, Mansplaining nicht einfach schweigend zu akzeptieren, sondern paternalistisches Verhalten klar zu benennen. Außerdem sei das aktive Einfordern von Redezeit wichtig, um im anschließenden Redebeitrag das eigene Wissen präsentieren zu können. Gezielt gestellte Nachfragen seien zudem dazu geeignet, zu enthüllen, dass mansplainende Männer häufig selbst kein tiefergehendes Wissen über das gerade erklärte Themengebiet besitzen. Im Zweifelsfall sei es auch möglich, das Gespräch einfach zu beenden. Männern wird wiederum empfohlen, sich bewusst Zeit zu nehmen, bevor man einen Sachverhalt erklärt, um sich zu fragen, ob man zuvor wirklich um Rat gefragt wurde bzw. überhaupt das nötige Wissen für eine adäquate Erklärung hat. Mansplaining könne vermieden werden, wenn man sich als Mann ggf. vorhandene Vorurteile gegenüber Frauen bewusst mache und anerkenne, dass Wissen nicht nach Geschlecht verteilt ist.[63][64][65]
Gebräuchlicher ist im Deutschen jedoch der Begriff „Männlicher Chauvinismus“.
Andere Sprachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ausdruck hat sich als Anglizismus in vielen Sprachen etabliert. Es gibt aber auch spezifische Begriffe oder Adaptionen in anderen Sprachen:
Schweden
2015 nahm der schwedische Sprachenrat den Begriff in die Liste der neuen Wörter auf.[66] Der Sprachenrat ist eine Abteilung des Staatlichen Instituts für Sprache und Folklore (Institutet för språk och folkminnen) und die Hauptorganisation für Sprachpflege in Schweden.[67]
Französische Sprache
Es wird auch der Ausdruck Mecspliquer[68] verwendet, zusammengesetzt aus "mec" bzw. Plural mecs (Slang für Typ, Kerl) und expliquer (erklären)[69] Derber auch als "pénispliquer" bezeichnet.[70]
Einordnung des Begriffs in den Gender Studies
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mansplaining wird als eine Wortschöpfung angesehen, um auf traditionelle und moderne Geschlechterblindheit in der Kommunikation aufmerksam zu machen und hierarchische Geschlechterverhältnisse offenzulegen. Das Wort dient als eine Art linguistische Waffe[71] bzw. Kampfbegriff gegen eine behauptete Geschlechterblindheit und der daraus resultierende Verschleierung asymmetrischer Machtbalancen im Geschlechterwissen. Verschiedene Forschende sehen in der Benennung bestimmter Verhaltensweisen als Mansplaining die Möglichkeit, Alltagssexismus und symbolische Gewalt sichtbar zu machen.[72][73][74]
Stefan Hirschauer, Professor für Gender Studies an der Uni Mainz, erklärt in der TAZ vom 10. Dezember 2023: "Mansplaining ist aber nicht wirklich wissenschaftlich belegt, es gibt hier nur Evidenzen aus dem Alltag: unangenehme Erfahrungen mit einer ermüdenden Bevormundung durch Männer beziehungsweise Statushöhere. Es gibt aber Studien, die das herablassende Erklären von Dingen, von denen das Gegenüber faktisch mehr versteht, mit der Neigung von Männern verknüpfen, sich zu überschätzen."[75]
Offenlegung hierarchischer Geschlechterordnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In heutigen Gesellschaften herrscht laut Sabine Hark und Paula-Irene Villa ein alltagsweltliches Geschlechterwissen vor, das als doxisch, d. h. als wirklich, wahr und unhinterfragbar gelte und deshalb tabuisiert werde. Es weise dabei eine große Bandbreite und Vermischung von Überzeugungen auf – das reiche von der Überzeugung einer „gegebenen, unveränderlichen und naturhaften Essenz der Geschlechterdifferenz“ bis hin zum Mythos einer längst verwirklichten Geschlechterneutralität mit objektiv gegebener Geschlechtergleichheit.[76] Gemeinsam sei diesen Überzeugungen, dass das eigene unbewusste Geschlechterwissen geschützt und nicht näher hinterfragt werden soll. Dieser naive lebensweltliche Alltagsglauben werde jedoch durch vielfältige Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft zunehmend erschüttert. Dazu würden auch die zunehmende Offenlegung der geschlechtlichen Hierarchisierung von Kommunikation[77] einschließlich Sprache (Genderlinguistik) gehören.[76]
Ein Beispiel für die Offenlegung der geschlechtlichen Hierarchisierung von Kommunikation und deren Abwehr sehen die Geschlechterforscherinnen Kathrin Ganz und Anna-Katharina Meßmer in der Wortbildung Mansplaining und der Kritik daran. Das Wort habe sich in „feministisch-aktivistischen Kreisen“ entwickelt und werde dort verwendet, um „verschiedene Formen paternalisierender Artikulationsweisen von Männern gegenüber Frauen zu benennen, wie beispielsweise herablassende (und unaufgeforderte) Belehrungen oder die Abwertung weiblicher Expertise.“[78]
Formen und Mechanismen von Mansplaining
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ganz und Meßmer zufolge kennt Mansplaining viele Formen: „Es lässt sich beobachten, wenn männliche Laien weiblichen Expert_innen ihr Fachgebiet erklären, [und] wenn Politiker im Rahmen eines politischen Aushandlungsprozesses die zuständige Bundesministerin als ‚weinerlich‘ bezeichnen“.[79] Ganz und die Feministinnen Leah Bretz und Nadine Lantzsch ergänzen, der Begriff lasse sich auch beobachten, „wenn dominanzgesellschaftliche Diskurse, Normen und Institutionen kritisiert werden und ein_e Kommentator_in daraufhin das dringende Bedürfnis verspürt, von oben herab erklären zu müssen, wie der Sachverhalt normalerweise verstanden werde und warum es sich dabei um eine ganz harmlose, unproblematische Sache handele.“[80]
All diesen Ausprägungen liegt laut Ganz und Meßmer stets die androzentrische Vorstellung zugrunde, der Mann sei von Natur aus vernunftbegabt, objektiv, allwissend und verkörpere ganz im Gegensatz zum weiblichen Geschlecht das allgemein-menschliche. Im Gegensatz zu explizit antifeministischer Argumentation handele es sich bei Mansplaining und der Abwehr des Begriffes meist um ein implizites Handeln und Argumentieren, um das eigene alltagsweltliche Geschlechterwissen nicht reflektieren oder offenlegen zu müssen.[79]
Werde ein konkreter Fall von paternalisierender bzw. sexistischer Hierarchisierung offengelegt, so werde dieser vielfach über den Mechanismus „Nicht alle Männer sind so“ (engl. „Not all men“) relativiert. Dieser kommunikative Mechanismus würde die Offenlegung der hierarchischen Geschlechterordnung verhindern, indem sexistische Erfahrungen und Realitäten sowie männliche Privilegien relativiert würden. Diese Individualisierung des Arguments führt laut Ganz und Meßmer dazu, dass von den eigentlichen strukturellen Problemen abgelenkt und das kritisierte Verhalten als Ausnahme deklariert wird. Dies lege die Grundlage, auf der Victim blaming und antifeministische Argumentationen aufbauen können.[81]
Verinnerlichtes Geschlechterwissen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Forschung wird anerkannt, dass Männer beim Mansplaining nur selten provokative Absichten verfolgen. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass der Grund für Verhaltensweisen wie Mansplaining in der Sozialisation von Männern bzw. der Entwicklung spezifischer Geschlechterrollen und Geschlechtshabitus liegt.[82] Dennoch „stabilisiert das Mansplaining die Hierarchisierung des Wissens der Geschlechter“[79] und führt laut Ganz, Bretz und Lantzsch mitunter „zu einer Scheindiskussion über die angebliche Gleichheit Aller, die Machtverhältnisse vollkommen ausblendet und diejenigen zum Schweigen bringt, die jene Machtverhältnisse mitdenken.“[80] Die Philosophin Nicole Dular geht davon aus, dass Mansplaining eine Form von epistemischer Ungerechtigkeit darstellt.[83]
Dennoch sehen Ganz und Meßmer Mansplaining noch als harmloseste Form der anti-genderistischen Artikulationsformen an. Antifeministische Argumentationen, Trolling und Hate-Speech seien in ihrer Wirkung schwerwiegender.[79]
Psychologie
Der Unterschied zwischen etwas Erklären und der Bedeutung von „Mansplaining“ liegt primär im Kontext, den Machtverhältnissen und der Absicht.[84] Mansplaining beinhaltet sowohl eine unnötige Erklärung als auch die Annahme von Überlegenheit oder Autorität, typischerweise auf eine Weise, die die Perspektive oder Expertise der Frau ignoriert.[85]
Bewertungen und Kritik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den USA wurde die vermeintlich herablassende Konnotation von Mansplaining kritisiert. Zudem wurde argumentiert, dass das angeprangerte Verhalten nicht zwangsweise mit dem Geschlecht des Sprechers verknüpft sei.[86] Als das Wort sich mehr und mehr verbreitete, beklagten einige Kommentatoren, unangemessene Verwendung und inflationärer Gebrauch hätten die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs in manchen Fällen verwässert.[87] Der Begriff wird ferner wegen seiner Stereotypisierung des männlichen Geschlechts als sexistisch kritisiert.[88]
Der Facharzt Tom McLaughlin und der Rechtswissenschaftler Joshua Sealy-Harrington äußerten sich 2014 in The Globe and Mail kritisch über die Verwendung des Begriffs Mansplaining. Dieser werde ihnen zufolge manchmal genutzt, um das Gegenüber zum Schweigen zu bringen und durch ein ad-hominem-Argument eine sinnvolle Debatte zu verhindern. Falsche Argumente, die jemand vorbringt, müssten aber inhaltlich widerlegt werden. Durch das bloße Labeln des Gegenübers mit Ausdrücken wie Mansplaining werde das Gegenüber stereotypiert, was ironischerweise dem Anliegen entgegensteht, Stereotype zu überwinden. Des Weiteren schwinge bei dem Begriff die Botschaft mit, ganze soziale Gruppen dürften aus dem Diskurs etwa um Sexismus ausgeschlossen werden, wodurch Probleme dieser Art aber nicht gelöst werden könnten.[89]
Auch Frankie Gaffney kritisierte in The Irish Times 2017 die Stereotypisierung, die mit der Verwendung des Begriffes einhergehe, und ordnete ihn in den Trend der zunehmenden Identitätspolitik ein. Identitätspolitik beschreibt Gaffney als ineffektiven Aktivismus, der die Menschen spalte, aber sonst nichts bewirke.[90]
In der Washington Post schrieb Cathy Young 2016, dass Mansplaining nur eine von vielen Wortneuschöpfungen sei, die „Mann“ als abwertende Vorsilbe verwenden, und sieht diese als Teil eines „aktuellen Zyklus der Misandrie“. Insbesondere soziale Medien würden den Trend verstärken, männliches Verhalten auf bösartigste Art und Weise zu interpretieren. Das Niedermachen von Männern sei zum konstanten Hintergrundrauschen in den Online-Medien geworden.[91]
Solnit äußerte inzwischen, sie habe den Eindruck, Mansplaining werde „ein bisschen inflationär angewandt“.[92] Sie stellte klar:
„Ich dachte, ich hätte über Männer und Gewalt geschrieben. Vielleicht nicht über die Gründe. Aber dass sie gewalttätig sind. Für Frauen von einer Frau. Wir müssen darüber nachdenken, wie Männer vom System beschädigt werden. Nicht so wie die Männerrechtler das tun, die den Frauen die Schuld geben und zurück zur Zeit vor 1970 wollen. Wir brauchen eine Debatte darüber, wie wir alle frei sein können.“
Stephen Marche schrieb in der Los Angeles Times 2017 dass männliches Schweigen in den 1970ern noch als Versagen gesehen worden sei und Männer von der feministischen Bewegung dazu ermutigt worden seien, ihre Empfindungen stärker auszudrücken. Zurückhaltende Sprache habe über Jahrhunderte als ein Marker für männliche Macht gegolten, was man unter anderem an Theodore Roosevelts Definition der US-Außenpolitik als „Sprich sanft und trage einen großen Knüppel“ sehen könne. Frauenemanzipation brauche Männeremanzipation und umgekehrt, und das bedeute, dass auch Männer einen Teil der Erklärungsarbeit leisten müssen. Die Lösung könne nicht sein, Männer wieder dazu zu animieren, weniger zu sprechen.[94]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mansplaining fand Eingang in eine Reihe von Wörterbüchern. 2013 gab Dictionary.com bekannt, dass es mansplain und das Suffix -splain in sein Wörterbuch aufnehmen werde.[95] 2014 wurde das Wort Teil der Internet-Version der Oxford Dictionaries[96], im Januar 2018 Teil der gedruckten Ausgabe.[97] In der Begründung hieß es, der Begriff Mansplaining hätte inzwischen in der Sprache Fuß gefasst, obwohl er noch nicht ganz zehn Jahre alt sei.[97]
2010 stand Mansplaining auf der Wörter-des-Jahres-Liste der New York Times[40] und war 2012 von der American Dialect Society für die Auszeichnung als Kreativstes Wort des Jahres nominiert. Es konnte sich aber letztlich wegen mangelnder Originalität nicht durchsetzen, weil es die Vorsilbe man in einer Weise verwendet, die bereits von Wortschöpfungen wie manscaping (englisch für: Intimrasur für den Mann) bekannt war.[98] In Australien wurde Mansplaining vom Macquarie Dictionary zum Wort des Jahres 2014 gekürt.[99][100] In der Begründung der Jury hieß es, Mansplaining sei ein „dringend erforderliches, klug geprägtes Kunstwort, das auf eingängige Weise die Idee der herablassenden Erklärweise einfinge, die manche Männer nur allzu häufig Frauen gegenüber an den Tag legen“.[101]
In Deutschland wurde das Wort auf die Auswahlliste für den Anglizismus des Jahres 2015 gesetzt.[102]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Begonya Enguix Grau: Men know, women listen. Mansplaining, manspreading and other malestream stories. In: John Mercer, Mark McGlashan (Hrsg.): Toxic Masculinity. Men, Meaning, and Digital Media. Routledge, London / New York 2023, ISBN 978-1-00-326388-3, S. 129–148.
- Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären. Aus dem amerikanischen Englisch von Kathrin Razum und Bettina Münch. Mit Bildern von Ana Teresa Fernández. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015, ISBN 978-3-455-50352-4; Originalausgabe: Men Explain Things to Me, Illustrationen von Ana Teresa Fernández. Haymarket Books, Chicago, ISBN 978-1-60846-386-2; britische Ausgabe: Men Explain Things to Me: And Other Essays. Granta Books, London, ISBN 978-1-78378-079-2.
- Ruth Ayaß: Kommunikation und Geschlecht: Eine Einführung. Kohlhammer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-016472-7.
- Elizabeth Bell, Daniel Blaeuer: Performing Gender and Interpersonal Communication Research. In: Bonnie J. Dow, Julia T. Wood (Hrsg.): The Sage handbook of gender and communication. Sage, Thousand Oaks 2006, ISBN 978-1-4129-0423-0, S. 9–24
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Mansplaining – Schreibung, Definition, Bedeutung, Beispiele. 18. Dezember 2024, abgerufen am 5. April 2026.
- ↑ Mansplaining ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden. Abgerufen am 5. April 2026.
- 1 2 Rebecca Solnit: Men who explain things. 13. April 2008, abgerufen am 5. April 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Mansplaining | Gender Glossar. Abgerufen am 5. April 2026.
- ↑ Mansplaining. Abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- ↑ Lily Rothman: A Cultural History of Mansplaining. In: The Atlantic. 1. November 2012, abgerufen am 5. April 2026 (englisch).
- ↑ mansplaining. 1. April 2026, abgerufen am 5. April 2026.
- ↑ Begriffsdefinition ( vom 24. Januar 2016 im Internet Archive) in der Online-Version der Oxford Dictionaries, abgerufen am 24. Januar 2016; im englischen Original: „(Of a man) explain (something) to someone, typically a woman, in a manner regarded as condescending or patronizing.“
- ↑ Mansplaining – Schreibung, Definition, Bedeutung, Beispiele. 18. Dezember 2024, abgerufen am 5. April 2026.
- 1 2 splain. Merriam Webster, abgerufen am 18. November 2019.
- ↑ MANSPLAIN Definition & Meaning | Dictionary.com. Abgerufen am 7. April 2026.
- ↑ 'SPLAIN Definition & Meaning | Dictionary.com. Abgerufen am 7. April 2026.
- 1 2 Mansplaining. In: merriam-webster.com. Abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).
- ↑ Definition of MANSPREADING. Abgerufen am 7. April 2026 (englisch).
- 1 2 Manslamming, Mansplaining, Manspreading und andere Flegeleien | Laut & Luise. Abgerufen am 7. April 2026.
- ↑ Was ist Manspreading? | Gender-Mediathek. 6. Januar 2022, abgerufen am 7. April 2026.
- ↑ Megan Garber: 'Manslamming': A Verb, a Gerund. In: The Atlantic. 8. Januar 2015, abgerufen am 7. April 2026 (englisch).
- ↑ whitesplain. In: Wiktionary, the free dictionary. 23. September 2025 (wiktionary.org [abgerufen am 7. April 2026]).
- ↑ ‘Whitesplaining’: what it is and how it works. Archiviert vom am 11. Dezember 2024; abgerufen am 7. April 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ straightsplaining. In: Wiktionary, the free dictionary. 26. September 2025 (wiktionary.org [abgerufen am 8. April 2026]).
- ↑ Abhinav Sharma: Pride Month: What is straightsplaining, and why should you stop doing it? In: Lifestyle Asia India. https://www.lifestyleasia.com, 15. Juni 2020, abgerufen am 8. April 2026 (englisch).
- ↑ femsplaining. In: Wiktionary, the free dictionary. 27. Mai 2024 (wiktionary.org [abgerufen am 8. April 2026]).
- ↑ Germansplaining. Abgerufen am 8. April 2026.
- ↑ Franz Nicolay: The Humorless Ladies of Border Control. New Press, 2016, ISBN 978-1-62097-180-2.
- 1 2 Rebecca Solnit: Men Explain Things to Me. Facts Didn’t Get in Their Way. In: tomdispatch.com. Überarbeitete Version vom 19. August 2012, abgerufen am 23. Januar 2016.
- 1 2 3 4 Rebecca Solnit: Men Explain Things to Me. Facts Didn’t Get in Their Way. In: commondreams.org. 13. April 2008, abgerufen am 23. Januar 2016.
- ↑ Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären. Aus dem amerikanischen Englisch von Kathrin Razum und Bettina Münch. Mit Bildern von Ana Teresa Fernández. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015, ISBN 978-3-455-50352-4, S. 12–13.
- ↑ Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären. Aus dem amerikanischen Englisch von Kathrin Razum und Bettina Münch. Mit Bildern von Ana Teresa Fernández. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015, ISBN 978-3-455-50352-4, S. 16.
- 1 2 Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären. Aus dem amerikanischen Englisch von Kathrin Razum und Bettina Münch. Mit Bildern von Ana Teresa Fernández. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015, ISBN 978-3-455-50352-4, S. 18.
- ↑ Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären. Aus dem amerikanischen Englisch von Kathrin Razum und Bettina Münch. Mit Bildern von Ana Teresa Fernández. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015, ISBN 978-3-455-50352-4, S. 26–27.
- ↑ Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären. Aus dem amerikanischen Englisch von Kathrin Razum und Bettina Münch. Mit Bildern von Ana Teresa Fernández. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015, ISBN 978-3-455-50352-4, S. 27.
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- ↑ Deborah Tannen: You just don't understand. Women and Men in Conversation. William Morrow & Co., New York 1990.
- ↑ Kathrin Ganz, Anna-Katharina Meßmer: Anti-Genderismus im Internet. Digitale Öffentlichkeiten als Labor eines neuen Kulturkampfes. In: Sabine Hark, Paula-Irene Villa (Hrsg.): Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8394-3144-3, S. 59–78, hier S. 61 f.
- 1 2 3 4 Kathrin Ganz, Anna-Katharina Meßmer: Anti-Genderismus im Internet. Digitale Öffentlichkeiten als Labor eines neuen Kulturkampfes. In: Sabine Hark, Paula-Irene Villa (Hrsg.): Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8394-3144-3, S. 59–78, hier S. 62.
- 1 2 Leah Bretz, Kathrin Ganz, Nadine Lantzsch: Hatr.org. Wie Maskulisten den Feminismus unterstützen. In: Andreas Kemper (Hrsg.): Die Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum. Unrast, Münster 2012, S. 146–157, hier S. 150.
- ↑ Kathrin Ganz, Anna-Katharina Meßmer: Anti-Genderismus im Internet. Digitale Öffentlichkeiten als Labor eines neuen Kulturkampfes. In: Sabine Hark, Paula-Irene Villa (Hrsg.): Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8394-3144-3, S. 59–78, hier S. 62 f.
- ↑ Leah Bretz, Kathrin Ganz, Nadine Lantzsch: Hatr.org. Wie Maskulisten den Feminismus unterstützen. In: Andreas Kemper (Hrsg.): Die Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum. Unrast, Münster 2012, S. 146–157.
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- ↑ Mitteilung des Macquarie Dictionary zur Wahl von Mansplaining zum Wort des Jahres 2014, 4. Februar 2015, abgerufen am 24. Januar 2016 (englisch); im englischen Original: “The Committee chose mansplain as the word of the year for 2014. They felt that it was a much needed word and it was a clever coinage which captured neatly the concept of the patronising explanation offered only too frequently by some men to women.”
- ↑ Alle Nominierungen für den #anglizismus2015. ( vom 23. Januar 2016 im Internet Archive) In: anglizismusdesjahres.de. 18. Dezember 2015, abgerufen am 23. Januar 2016.