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Ruth Ayaß

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Ruth Ayaß (* 1964 in Karlsruhe) ist eine deutsche Soziologin. Sie hat an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld eine Professur für Qualitative Methoden inne.

Ruth Ayaß ist eine Tochter der Krankenschwester Lore Ayaß, geborener Wetzel, und des Sozialarbeiters und Bewährungshelfers Walter Ayass.[1] Ihr älterer Bruder ist der Historiker, Sozialarbeiter und Hochschullehrer Wolfgang Ayaß.[2] Nach dem Abitur in Karlsruhe studierte sie Linguistik und Soziologie an der Universität Konstanz. Sie wurde 1996 an der Universität Gießen mit einer mediensoziologischen Fallstudie über die Sendereihe Das Wort zum Sonntag zum Dr. rer. soc. promoviert. Von 1991 bis 1998 war sie Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte, ab 1999 Assistentin am Institut für Soziologie in Gießen. Von 2001 bis 2004 folgte eine Tätigkeit als Assistentin an der Fakultät für Soziologie in Bielefeld mit Habilitation 2004 über Mediale Gattungen und die kommunikative Aneignung von Massenmedien. Sie folgte 2004 einem Ruf als Professorin in Klagenfurt (Österreich). Seit 2016 ist sie Professorin für Soziologie in Bielefeld für Methoden der empirischen Sozialforschung mit dem Schwerpunkt qualitative Methoden. Zu ihren weiteren Arbeitsschwerpunkten gehören Konversationsanalyse und die kommunikative Konstruktion von Geschlecht.

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • „Das Wort zum Sonntag“. Fallstudie einer kirchlichen Sendereihe. Kohlhammer, Stuttgart / Berlin / Köln 1997, ISBN 978-3-17-014878-9; zugleich Dissertation, Universität Gießen 1996.
  • Kommunikation und Geschlecht. Eine Einführung. Stuttgart 2005, ISBN 978-3-17-016472-7.[3]
  • mit Jörg Bergmann (Hrsg.): Qualitative Methoden der Medienforschung. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2006, ISBN 978-3-499-55665-4 (Download- und Spendenmöglichkeit auf www.verlag-gespraechsforschung.de)
  • mit Christian Meyer (Hrsg.): Sozialität in Slow Motion. Theoretische und empirische Perspektiven. Festschrift für Jörg Bergmann. Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-531-18346-6.
  • mit Cornelia Gerhardt (Hrsg.): The appropriation of media in everyday life. Amsterdam 2012, doi:10.1075/pbns.224.
  • Media structures of the life-world. In: Michael Staudigl, George Berguno (Hrsg.): Schutzian phenomenology and hermeneutic traditions. Springer, Dordrecht 2014, S. 93–110.
  • Using media as involvement shields. In: Journal of Pragmatics. Band 72, 2014, S. 5–17, doi:10.1016/j.pragma.2014.02.003.
  • Life-world, sub-worlds, afterworlds. The various ‘realnesses’ of multiple realities. In: Human Studies. 40, 2017, S. 519–542, doi:10.1007/s10746-016-9380-x.
  • mit Jörg Strübing, Stefan Hirschauer, Uwe Krähnke und Thomas Scheffer, Gütekriterien qualitativer Sozialforschung. Ein Diskussionsanstoß. In: Zeitschrift für Soziologie. Band 47, Heft 2, 2018, S. 83–100, doi:10.1515/zfsoz-2018-1006.
  • Doing Waiting. An Ethnomethodological Analysis. In: Journal of Contemporary Ethnography. Band 49, Nr. 4, 2020, S. 419–445, doi:10.1177/0891241619897413.
  • Photographs of Disasters. An Ethnomethodological Approach. In: Visual Studies. Band 35, Nr. 2–3, 2020, S. 167–192, doi:10.1080/1472586X.2020.1775494.

Einzelnachweise

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  1. In Gedenken an Walter Ayass. Verein für Jugendhilfe Karlsruhe e. V., abgerufen am 5. April 2026.
  2. Ayass, Walter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 33.
  3. Vgl. dazu www.literaturkritik.de.