Nachdem der Lotus 88 von der FIA für illegal erklärt worden war, musste Teamchef Colin Chapman die Formel-1-Saison 1981 mit dem Lotus 87 bestreiten. Dadurch blieben die Ergebnisse unter den Erwartungen. Infolgedessen beendete Hauptsponsor Essex das Arrangement mit Lotus, was das Team in große finanzielle Probleme stürzte. Erst die erfolgreichen Verhandlungen mit John Player Special führten wieder zu einer Erhöhung des Budgets und ermöglichten es Chapman mit dem Lotus 91 einen neuen Wagen zu konstruieren.
Das Monocoque des Fahrzeugs war aus mit Kohlenstoff- und AramidfasernverstärktemKunstharz gefertigt. Äußerlich ähnelte es seinem Vorgängermodell, war aber nach aerodynamischen Erkenntnissen grundlegend überarbeitet worden und galt als eines der besten Chassis im Starterfeld. Fünf Chassis wurden gebaut. Der Lotus 91 blieb jedoch im Vergleich zur Konkurrenz mit Turbomotoren hinter den Erwartungen zurück.
Angetrieben wurde das Fahrzeug von einem Ford-Cosworth-DFV-Motor, einem wassergekühlten Achtzylinder-V-Motor mit 90° Bankwinkel und einem Hubraum von 2993 cm³. Bei einer Drehzahl von etwa 10.750/min leistete er rund 490 PS (360 kW). Motorzündung und Einspritzsystem stammten von Lucas. Das manuelle zu schaltende, längs eingebaute Lotus-Hewland Getriebe hatte fünf Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang. Der Tank fasste 191Liter. Alle Räder waren einzeln an Doppelquerlenkern aufgehängt.
Hauptsponsor war die zum Tobacco-Konzern gehörende Zigarettenmarke John Player, weshalb das Fahrzeug in Schwarz mit goldenen Applikationen gehalten war.
Jean-François Krause: Fahrzeugdatenblatt: Lotus 91-Ford V8. Endlich wieder Erfolg! In: Das große Formel-1-Archiv, Weltbild Verlag Augsburg, o.S.
Anthony Pritchard: Lotus: The Competition Cars-All the Racing Type Numbers from 1947 to the Modern Era, Haynes Publishing Sparkford 2006, ISBN 978-1-84425-006-6, S. 181 f., 255.
Ulrich Schwab: Grand Prix. Die Rennen zur Automobil-Weltmeisterschaft 1982. Motorbuch Verlag Stuttgart 1982, ISBN 3-87943-898-6, S. 28–30.