Legionslager Bonn


Das Legionslager Bonn, auch als Castra Bonnensis oder Castra Bonnensia bezeichnet, der Siedlungsplatz selbst auch einfach als Bonna, war ein römisches Militärlager (nebst seinen Zivilsiedlungen – den Canabae Legionis und dem Vicus – sowie seinen externen infrastrukturellen Installationen) während der Besetzung des Rheinlandes zwischen dem ersten und dem fünften Jahrhundert unserer Zeitrechnung auf dem Gebiet der heutigen Stadt Bonn. Wenige obertägige und zahlreiche untertägige Hinterlassenschaften dieser Zeit im Stadtgebiet künden noch heute von dieser Epoche. Hinzu kommt, dass durch die mehr als zweihundertjährige Tätigkeit des heutigen LVR-Landesmuseums Bonn und seiner Vorgängerinstitutionen sowie des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande die römische Vergangenheit der Stadt schon seit den 1820er Jahren intensiv und kontinuierlich erforscht wurde und wird. Bonn ist neben Köln (Colonia Claudia Ara Agrippinensium), Neuss (Novaesium) und Xanten (Vetera und Colonia Ulpia Traiana) einer der größten und bedeutendsten militärischen und zivilen römischen Siedlungsplätze des Rheinlands sowie Bestandteil des Niedergermanischen Limes, der 2021 den Status des UNESCO-Weltkulturerbes erhielt.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Entsprechend ihrer Größe, Vielfalt und Bedeutung sowie der unterschiedlichen Zeitstellungen der militärischen Installationen, Zivilsiedlungen und infrastrukturellen Anlagen erstrecken sich die Befunde des antiken Bonns im heutigen siedlungsgeographischen Bild großflächig im Stadtgebiet und darüber hinaus auf den Gebieten angrenzender Gemeinden. Das Legionslager selbst befand sich im Bereich zwischen den heutigen Straßen Augustusring und Rosental bzw. Graurheindorfer Straße und Rheinufer, sein Zentrum lag im Kreuzungsbereich der Römerstraße mit der Nordstraße/Badener Straße. Der Verlauf der Via principalis (Lagerquerstraße) entspricht fast exakt dem Verlauf der heutigen Römerstraße. Die Canabae Legionis begannen unmittelbar südlich des Lagers an der heutigen Wachsbleiche und erstreckten sich in südlicher Richtung bis zum Gelände des Collegium Albertinum in der Bonner Südstadt. Als westliche Begrenzungslinien gelten die Straßenzüge Kölnstraße, Bonngasse und Sternstraße, östlich dehnte sich das Areal bis zum Rhein aus. Die Bereiche sind und waren auch in antiker Zeit mit ihrer Lage von mehr als 60 Metern über dem Meeresspiegel selbst bei Überschwemmungssituationen des Rheins hochwasserfrei. Ein weitläufiger, sogenannter Vicus Bonnensis (eine moderne Wortschöpfung) entstand unabhängig von den Canabae Legionis als zweite Zivilsiedlung weiter südlich im Bereich des ehemaligen Regierungsviertels.
Geographisch/topographisch gehört der Bonner Raum zum südlichen Zipfel der Kölner Bucht, bevor diese ins Rheintal übergeht. Dieser Übergangsbereich wird von den nördlichen Ausläufern des Rheinischen Schiefergebirges beschirmt, im Westen von den Hügeln der Ville, im Osten, auf der anderen Rheinseite, von den nördlichen Ausläufern des Siebengebirges.[1] Diese Lage bewirkt (und bewirkte auch schon in römischer Zeit) ein ausgeglichenes Klima mit mäßigem Niederschlag und milden Wintern. Angeschwemmte Rheinsedimente und aus dem Nordwesten angewehte Lösse sorgten für fruchtbare Ackerböden. Der dritte siedlungsbegünstigende Faktor sind die Altarme des früher noch stark mäanderndes Rheins, die so genannte Gumme, durch deren Schleifen hochwasserfreie und damit siedlungsfreundliche, inselartige Höhenrücken in der Region geschaffen wurden.[2]
Historisch befand sich das römische Bonn im Gebiet der Ubier, eines ursprünglich im rechtsrheinischen Gebiet siedelnden Germanenstamms, der von dem römischen Feldherrn Marcus Vipsanius Agrippa während einer seiner Statthalterschaften in Gallien (um 39/38 und um 20/19 v. u. Z.) auf das linke Ufer der Kölner Bucht in den römischen Herrschaftsbereich umgesiedelt wurde.[3]
Vorrömische Besiedlung
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(rund 11.000 v. u. Z.)
Die vorrömische Geschichte Bonns geht bis in die jüngere Altsteinzeit, in die Zeit um 11.000 v. u. Z. zurück und weist im Ortsteil Oberkassel die früheste Präsenz des Homo sapiens innerhalb Deutschlands auf.[2]
In der Jungsteinzeit, mit der beginnenden Sesshaftwerdung des Menschen, entwickelte sich ab etwa 5500 v. u. Z. eine zunehmende Siedlungsaktivität auf dem Bonner Gebiet, auf dem inzwischen 62 jungsteinzeitliche Siedlungsplätze bekannt sind, die sich vorrangig an den Wasserläufen und an der Gumme entwickelten. Eine Wallanlage der Michelsberger Kultur auf dem Venusberg ist hierbei von besonderer Bedeutung.[4] Nach einer fast fundleeren Bronzezeit nehmen zu Beginn der Hallstattzeit und dann besonders im La Tène die Siedlungsaktivitäten wieder deutlich zu.[2]
Lange Zeit war man der Meinung, dass der Raum siedlungsleer gewesen sei, nachdem Gaius Iulius Caesar den bis dahin dort lebenden Stammesverband der Eburonen bei einem Rachefeldzug ausgelöscht hatte.[5] Thomas Fischer und Marcus Trier weisen jedoch darauf hin, dass nach neuerem Kenntnisstand die Eburonen nicht im Köln-Bonner Raum, sondern weiter westlich, im Gebiet der heutigen Staaten Belgien und Niederlande gesiedelt hätten.[6] Pollenanalysen zeigen aber einen zwischenzeitlichen Rückgang der Ackerbaupflanzen und ein erneutes Vordringen der Wälder. In jedem Fall wurden, vermutlich während einer der beiden Statthalterschaften des Marcus Vipsanius Agrippa, die zuvor rechtsrheinisch siedelnden und dort von ihren Nachbarn bedrängten Ubier in dieser Region angesiedelt. Ob dies während der ersten oder der zweiten Statthalterschaft des Agrippa, als kontinuierlicher Prozess oder in mehreren Schüben erfolgte, ist ungeklärt und wird in der Forschung diskutiert.[7]
Quellen
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Niederländische Edition
von 1687
Der umstrittene römische Historiker Florus berichtet zu Beginn des zweiten Jahrhunderts darüber, dass der Feldherr Drusus, wohl in den Jahren 12 bis 9 v. u. Z., eine Brücke zwischen Bonna und dem rechtsrheinischen Gessoriacum über den Rhein habe schlagen lassen,[8] was zu Recht bezweifelt werden dürfte und ins Reich der Legenden zu verweisen ist. Vermutlich hat Florus oder ein mittelalterlicher Kopist Bonna mit Bononia (= Gesoriacum) verwechselt, einer römischen Hafenstadt im heutigen Boulogne-sur-Mer. Ernst zu nehmen hingegen ist, dass der Name Castra Bonnensis in den Historien des Geschichtsschreibers Tacitus erstmalig im Zusammenhang mit den Wirren des Vierkaiserjahres 69 u. Z. Erwähnung findet.[9] Darüber hinaus berichtet der seriösere Tacitus an zahlreichen anderen Stellen seines Werkes über die Bonner Garnison.[10]
Sowohl auf der Tabula Peutingeriana als auch im Itinerarium Antonini ist der Ort an der römischen Rheintalstraße verzeichnet. Ebenfalls Erwähnung findet das römische Bonn bei Ammianus Marcellinus[11] und in der Cosmographia des Geographen von Ravenna.[12]
In den frühmittelalterlichen Quellen zwischen 691/692 und 832 werden noch immer das Castrum Bonna oder Castrum Bonnense erwähnt und in den Urkunden des Cassius-Stifts sind noch für 830/831 und 848 die aufrecht stehenden Kastellmauern belegt.[13] Dies änderte sich erst an der Wende vom späten Hochmittelalter zum frühen Spätmittelalter, als mit dem 1244 beginnenden Bau der mittelalterlichen Stadtmauer das Steinmaterial benötigt, und die römischen Ruinen sukzessive abgebaut wurden. Mit dem Verschwinden der Ruinen verblasste auch die Erinnerung an die römische Vergangenheit.[14]
Forschungsgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erst nach der Entfaltung der Renaissance und des Humanismus auch nördlich der Alpen, der Erfindung des Buchdrucks und der Entwicklung humanistischer Bildungsideale erwachte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wieder das Interesse an der antiken Vergangenheit. Durch Justus Lipsius (1547–1606) ist ein Brief des Diakons am Cassiusstift, Jacobus Campius († 1609), an den französischen Philologen Franciscus Modius (1536–1597) aus dem Jahre 1582 überliefert, in dem sich Campius mit den römischen Hinterlassenschaften und Inschriften Bonns auseinandersetzt. Nur wenig später, 1616, stellte der niederländische Historiker und Kartograph Petrus Bertius (1565–1629) die antiken Quellen Bonns zusammen. Der Ausbau Bonns zur Kurkölnischen Residenzstadt Anfang des 18. Jahrhunderts förderte zahlreiche römische Funde und Befunde zu Tage, beflügelte das Interesse an diesen Dingen und führte zu den ersten größeren Privatsammlungen, namentlich die des Canonicus Franz Pick[15] (1750 bis 1817) und des Arztes Johann Heinrich Crevelt (1751–1818), die später die Basis der Sammlungen des Rheinischen Landesmuseums bilden sollten.


Die erste planmäßige Ausgrabung auf Bonner Stadtgebiet (Am Wichelshof) war für 1817 projektiert und wurde 1818/1819 unter der Leitung des Gymnasiallehrers Karl Ruckstuhl[16] (1788–1831) und unter Beteiligung der soeben gegründeten Preußischen Rhein-Universität realisiert. Noch 1819 publizierte Ruckstuhl einen ersten Grabungsvorbericht.[17] Eine vollständige und wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Publikation erfolgte erst 1823 durch Wilhelm Dorow. Helfrich Bernhard Hundeshagen, der auch an den Ausgrabungen teilgenommen hatte, fertigte die Zeichnungen und Übersichtspläne.[18]
Dorow war auch derjenige gewesen, in dem der preußische Staatskanzler Karl August von Hardenberg genügend Kompetenz entdeckt hatte, um ihn zum ersten Direktor des 1820 gegründeten „Antiquitätenkabinetts Rheinisch-Westphälischer Alterthümer“ zu berufen, auch „Museum vaterländischer Alterthümer“ genannt, das die Keimzelle des Rheinischen Landesmuseums ist.[19] Gleichzeitig wurden Dorow Kompetenzen der Art eingeräumt, die man heute als Bodendenkmalpflege kennt.
In Folge des offenbar schon damals ausgeprägten „Rheinischen Klüngels“, der zu einem Kompetenzgerangel zwischen Museum und Universität führte, währte Dorows Tätigkeit in Bonn nur anderthalb Jahre, in denen er jedoch prägend und perspektivisch wirkte. Nach seiner Abberufung erlahmte das Interesse der Institutionen an weiteren Ausgrabungen, obschon in den 1830er bis 1860er Jahren, bedingt durch zahlreiche Neubauten, ständig neue römische Artefakte zu Tage traten. Als Reaktion auf diese Passivität gründeten die weiterhin an ihrer Vergangenheit interessierten Bonner und andere rheinische Bürger 1841 den Verein von Alterthumsfreunden im Rheinlande mit Sitz in Bonn, der sich der Förderung archäologischer Forschung und deren Publikation verschrieb. Seit 1842 bis heute gibt der Verein die Bonner Jahrbücher heraus, die längst zu einer der großen, unverzichtbaren Publikationsreihen der Archäologie avanciert sind.
Durch umfangreiche Neubaumaßnahmen in ehemals römisch besiedelten Bereichen wurden ab 1876 weitere großflächige Ausgrabungen notwendig, derer sich Ernst aus’m Weerth, der Direktor des seit 1876 „Provinzialmuseum“ genannten Bonner Museums, und der preußische General im Ruhestand Carl Johann von Veith, ein archäologischer Autodidakt, annahmen. Die Feldarbeiten dauerten bis in die 1880er Jahre und schufen erstmals ein klares Bild der römischen Topographie der Stadt Bonn, das im Wesentlichen bis heute gültig geblieben ist. Die Grabungsresultate wurden 1888 publiziert.[20]
Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts standen weitere Untersuchungen an, die durch größere Baumaßnahmen wie den Bau der Rheinbrücke zwischen Bonn und Beuel und die damit verbundene Neugestaltung der Rheinfront (seit 1898), den Bau der Nordschule (1903) und die Anlage des Augustusrings (1905) verursacht wurden. Leiter der Ausgrabungen wurde Constantin Koenen, der zuvor mit seinen Arbeiten in Novaesium (Neuss) brilliert hatte und dem im Rahmen der Bonner Untersuchungen eine gute Dokumentation und einige Detailbeobachtungen zu verdanken sind.[21]
1925 erschien im Auftrag der Altertumsfreunde eine zusammenfassende Darstellung des römischen Bonn von Emil Sadée, die bis 1958 gültig blieb.[22] Weitere Ausgrabungen fanden 1926 statt, bei denen im Bereich der Universität die Reste der Legionsziegelei entdeckt wurden. 1929 folgten Untersuchungen im Bereich des Münsters und der 1812 abgerissenen Martinskirche, bei denen sowohl eine römische Tempelanlage und Teile eines Gräberfeldes als auch die Spuren frühmittelalterlicher christlicher Kultgebäude aufgedeckt wurden. Die Untersuchung gilt als erste Kirchengrabung des Rheinlands und als Grundlegung für die Entwicklung der Archäologie des Mittelalters. Kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden bei Bauarbeiten im Bereich Augustusring/Rheinufer sowie an der Graurheindorfer Straße Abschnitte der Wehrmauer des Legionslagers freigelegt. Selbst während des Krieges kam es durch den Aushub von Löschteichen zur Freilegung römischer und mittelalterlicher Befunde.
Nach dem Krieg und nicht zuletzt durch die Ernennung Bonns zur Bundeshauptstadt kam es zu umfangreichen Wiederaufbau- und Neubaumaßnahmen, durch die nahezu die gesamte Bonner Innenstadt überbaut und versiegelt wurde. Teilweise konnten diese Aktivitäten durch bauvorgreifende oder -überwachende Maßnahmen kontrolliert werden, teilweise fanden sie aber auch ohne Hinzuziehung der Bonner Denkmalbehörde statt. Die letzten größeren, länger andauernden Ausgrabungen fanden Anfang der 1970er Jahre statt. Aber auch danach wurden durch den Bau von Tiefgaragen, Hotels und größeren Geschäftshäusern, die Innenstadtsanierung und nicht zuletzt die Neugestaltung des ehemaligen Regierungsviertels immer wieder archäologische Ausgrabungen erforderlich, wobei man sich in den letzten Jahrzehnten bemühte, einzelne Spots an der Geländeoberfläche oder in Kellergeschossen zu restaurieren. Von 1989 bis zu seiner Pensionierung 2012 zeichnete Michael Gechter für die Bonner Bodendenkmalpflege verantwortlich. Seinen zahlreichen Publikationen und den Grabungsergebnissen einer mehr als 200-jährigen archäologischen Tradition ist es zu verdanken, dass das Legionslager Bonn heute zu den bestuntersuchten Legionslagern des Imperiums zählt.[14]
Archäologische Befunde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Auxiliarlager Bonn | |
|---|---|
| Limes | Niedergermanischer Limes |
| Abschnitt | Rheinlinie |
| Datierung (Belegung) | 17 bis 43 |
| Typ | Auxiliarkastell |
| Einheit | Ala I Tungrorum Frontoniana[23] (?) Cohors I Thracum[24] (?) |
| Größe | polygonal, bis zu 5 ha |
| Bauweise | Holz-Erde-Lager |
| Erhaltungszustand | nicht sichtbares Bodendenkmal |
| Ort | Bonn |
| Geographische Lage | 50° 44′ 12″ N, 7° 6′ 21″ O |
| Höhe | 58 m ü. NHN |
| Vorhergehend | Römerlager Wesseling (nördlich) |
| Anschließend | Rigomagus (südlich) |
Frührömische Militärpräsenz (16 bis 12 v. u. Z.)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ausweislich des Fundmaterials muss zwischen 16 v. u. Z. und 12 v. u. Z. in Bonn eine kleine Militäreinheit gelegen haben, für die jedoch neben den Funden keine zwingenden archäologischen Befunde vorliegen. Analog zu vergleichbaren Militärstationen am Rhein wird es sich vermutlich um Exploratores (Kundschafter) zur Vorbereitung der Drususoffensive der Jahre 12 v. u. Z. bis 9 v. u. Z. gehandelt haben. Die kleine Truppe in der Stärke von maximal einer Zenturie (80 Mann) siedelte sich innerhalb der ubischen Siedlung an. Die Funde weisen darauf hin, dass es in diesem Bereich möglicherweise auch über die Drususoffensive hinaus, bis zur Errichtung des Auxiliarlagers ständig eine militärische Präsenz, vielleicht auch mit reduzierter Stärke, gegeben haben könnte.[7]
Letztlich ist die Situation dieser Übergangszeit nicht endgültig gesichert und man findet in der Literatur auch die Hypothese, dass es zwischen der frühen Militärpräsenz und der Errichtung des Militärlagers keine militärischen Aktivitäten gegeben habe.
Auxiliarlager (17 bis 43 u. Z.)
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Aufgrund etlicher augusteisch-frühtiberischer Funde, die nicht zur Chronologie sowie den Befundsituationen des Legionslagers und der frührömischen Militärstation passten, war schon lange die Existenz eines separaten Auxiliarlagers auf dem Gebiet der Stadt Bonn vermutet, jedoch immer an den falschen Stellen gesucht worden. Erste konkrete Befunde stellten sich erst 1983 im Bereich der heutigen Theaterarkaden ein, wo Reste von Mannschaftsbaracken identifiziert wurden. Diese Befunde wurden 1987 beim Bau des heutigen Hilton-Hotels zwischen Doetschstraße und Moses-Hess-Ufer bestätigt, als man eine drei Meter breite Holz-Erde-Mauer mit vorgelagertem doppelten Spitzgraben aufdeckte, deren Ausrichtung mit den Fluchten der 1983 gefundenen Kasernen übereinstimmte.
Die Wehrmauer wurde mittels zweier im Abstand von drei Metern in den Boden eingebrachter und dort mit Pfosten fixierter Fachwerkrahmen gebildet, die zusätzlich mit Querverstrebungen miteinander verbunden waren. In dieses, außen mit durch Flechtwerk stabilisierten Lehm verschalte Mauerskelett, wurde der aus den Gräben entnommene Erdaushub eingestampft. Außen vor der Mauer folgte nach einer rund einen Meter breiten Berme ein doppelter Spitzgraben, dessen einzelne Gräben jeweils zwei Meter tief und vier Meter breit waren. Der Grundriss dieses Lagers wird an seiner Rheinfront eine gerade Linie gebildet, zu den anderen Seiten hin eine polygonale Form besessen haben. Insgesamt werden vier Lagertore vermutet: eins zum Rheinufer hin, jeweils eines an den nördlichen und südlichen Enden des Lagers und eines im Westen.[25]
Im Bereich der Theaterarkaden ließen sich die Überbauung der ubischen Gebäude durch die Anlagen des Auxiliarlagers, insbesondere dessen Mannschaftsbaracken mit ihren Contubernien nachweisen. Auch bei den komplexen Befunden am Collegium Albertinum konnten (jedoch nur geringe) Bauspuren einer militärischen Präsenz in der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts nachgewiesen werden. Ausweislich von Inschriftensteinen[26] handelt es sich hierbei möglicherweise um Spuren einer seit Beginn der 20er Jahre bestehenden, separaten militärischen Verwaltungseinrichtung, in der abkommandierte Legionssoldaten aus anderen Standorten ihren Dienst verrichteten (siehe weiter unten).[27][28]
Aufgrund zweier an der Adenauerallee gefundener Grabsteine stellte Michael Gechter die Hypothese auf, welche beiden Einheiten das Auxiliarkastell belegt haben könnten. Der Grabstein des Reburrus verweise auf die Ala I Tungrorum Frontoniana[23] und der Stein des Mucasius auf die Cohors I Thracum Germanica.[24][29][30] Die Ala I Tungrorum Frontoniana war im Gebiet der Tungrer (bei der heutigen belgischen Stadt Tongeren) rekrutiert worden und hatte den Beinamen ihres ersten Kommandeurs Frontonius erhalten. Unmittelbar nach ihrer Aufstellung wurde sie nach Bonn verlegt und anschließend, in frühclaudischer Zeit nach Asciburgium (Moers-Asberg) abkommandiert. Die Cohors I Thracum Germanica kam ebenfalls direkt vom Ort ihrer Aushebung (in der Provinz Thracia) nach Bonn. Spätestens in neronischer Zeit wurde sie nach Vetera (Xanten) verlegt.[31]
Legionslager (Castrum)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Legionslager Bonn | |||
|---|---|---|---|
| Alternativname | Castra Bonnensis, Castra Bonnensia, Bonna | ||
| Limes | Niedergermanischer Limes | ||
| Abschnitt | Rheinlinie | ||
| Datierung (Belegung) | A) Mitte 30er bis 69/70 B) 70 bis 274/275 C) 280/290 bis 353/355 D) 359 bis Ende 4./Anf. 5. Jh. | ||
| Typ | Legionslager | ||
| Einheit | A) Legio I Germanica[32] + Ala Pomponiana (bis 43)[33] + Ala Longiniana (43-69)[34] + Cohors Silaucensium[35] + Cohors V Asturum (bis 69)[36] B.a) Legio XXI Rapax[37] (70-83) + Ala Sulpicia (?) + Cohors I Civium Romanorum equitata (?) B.b-C) Legio I Minervia[38] (83 bis 353/355 D) unbekannt | ||
| Größe | 528 m × 524 m = 276.672 m² | ||
| Bauweise | A) Holz-Erde-Lager B-D) Steinkastell | ||
| Erhaltungszustand | kaum noch sichtbares Bodendenkmal | ||
| Ort | Bonn | ||
| Geographische Lage | 50° 44′ 42,2″ N, 7° 6′ 0,2″ O | ||
| Höhe | 62 m ü. NHN | ||
| Vorhergehend | Römerlager Wesseling (nördlich) | ||
| Anschließend | Rigomagus (südlich) | ||
| Fundstelle nach Grewe |
Ort | Koordinaten | Befund |
| 1 | Witterschlick, südöstlich der Servaistraße |
50° 41′ 31,3″ N, 7° 1′ 46,3″ O | Hitelbachquelle |
| 2 | Witterschlicker Allee 6, unterhalb der Waldschule Alfter | 50° 41′ 31,5″ N, 7° 1′ 52,5″ O. | Unweit der Quelle 1975 von spielenden Kindern entdeckt. 3,1 m langes Teilstück der Leitung, bestehend aus einer in Opus caementitium gegossenen Rinne von 20 cm mal 20 cm, die mit Platten aus Ziegeln und Grauwacke abgedeckt war. |
| 3 | Witterschlicker Allee 38 | 50° 41′ 22,6″ N, 7° 2′ 12,6″ O | Liegt rund zehn Meter unterhalb des Hauses und ist nur noch als schmale Terrasse im Hang des Grundstücks wahrnehmbar. Beim Bau 1957 soll die Leitung mit einer Sohle aus Schieferplatten und aufgehendem Ziegelmauerwerk angeschnitten worden sein, ohne dass der Fund gemeldet wurde. Die Abdeckung soll aus Grauwacke bestanden haben. |
| 4 | Witterschlicker Allee 36a | 50° 41′ 24,5″ N, 7° 2′ 8,5″ O | Geländeterrasse im Grundstück des Hauses. Nicht gemeldete Ziegelfunde beim Bau 1952. |
| 5 | Witterschlicker Allee 28a | 50° 41′ 25,9″ N, 7° 2′ 5,2″ O | 1958 bei der Errichtung des Hauses soll die Wasserleitung angeschnitten worden sei, die diagonal durch die Baugrube verlief. Dokumentation und Fundmeldung erfolgten nicht. |
| 6 | Witterschlicker Allee 26a | Beim Bau eines Bienenhauses soll 1928 die Leitung angeschnitten und teilweise ausgebrochen worden sein. Sekundäre Verwendung des Ausbruchmaterials, keine Dokumentation, keine Fundmeldung. | |
| 7 | Alfter-Impekoven, Degensmühle | In diesem Bereich wurden erstmals eine klein- und eine großvolumige Leitung nebeneinander beobachtet. Der Pfarrer Maaßen erhielt die Mitteilung, wonach Mitte des 18. Jahrhunderts zwischen den beiden Degensmühlen eine Wasserleitung zu Tage getreten, aber von dem Mühlenbesitzer wieder zugeschüttet worden sein sollte. Gemeinsam mit dem preußischen General Carl Johann von Veith forschte er nach und wurde fündig. Die größere Leitung war aus Opus Caementitium gegossen, die Seitenwände noch bis zu einer Höhe von 51 cm erhalten. Rund 300 m weiter südlich und etwas höher gelegen fand sich eine weitere Leitung mit deutlich geringeren Maßen, die aus Tuffstein konstruiert war.[91] | |
| 8 | Alfter-Oedekoven, Schöntalweg | Der eindeutige Befund einer römischen Wasserleitung wurde bei Ausschachtungsarbeiten für einen Neubau angeschnitten. Durch einen knapp 100 Meter östlich gezogenen Baggerschnitt konnte der Verlauf gesichert und die Fließrichtung des Kanals berechnet werden. Das Bauwerk war aus vermörtelten und innen verputzten Tuffsteinen konstruiert, seine lichte Weite betrug 40 cm mal 40 cm.[92] | |
| 9 | Alfter-Impekoven, Bundesstraße 56 | Im Impekovener Ortsteil Nettekoven, im Bereich „Zur Degensmühle“/„Mühlengrund“ befindet sich offenbar der Zusammenschluss der Hitelbachleitung mit der Hardtbergleitung zu einer nach Bonn führenden Sammelleitung. 1868, bei der Verlegung der „Bonner Chaussee“ (der heutigen Bundesstraße 56), wurden unweit der beiden Degensmühlen, zwischen den Kilometersteinen 6,0 und 6,1 die beiden Leitungen angeschnitten.[93] | |
Die zweite Quelle, nördlich des Hardtbergs, ist die Kurfürstenquelle, die den Dichbach erzeugt. Zu dem Abschnitt der Wasserleitung, die von dieser Quelle gespeist wird, gibt es einige Befunde unterhalb der Burg Medinghoven.
| Fundstelle nach Grewe |
Ort | Koordinaten | Befund |
| NN | Bonn-Duisdorf | 50° 42′ 32,4″ N, 7° 2′ 47,4″ O | Kurfürstenquelle |
| 10 | Burg Medinghoven Heilsbachstraße/Rene-Schickele-Straße |
50° 42′ 49″ N, 7° 2′ 17,5″ O | Mit den Fundstellen 10, 11, 12 und 13 lässt sich ein rund vierhundert Meter langes Teilstück der Wasserleitung rekonstruieren. Bei der Aufdeckung der Fundstelle 10 war die Leitung fast vollständig ausgebrochen, lediglich einzelne Tuffbrocken und Fragmente von rotem Verputz zeugten noch von ihr.[95] |
| 11 | Burg Medinghoven Rene-Schickele-Str. 2-4 |
50° 42′ 49,5″ N, 7° 2′ 13″ O | Der Befund der Fundstelle 11 ähnelte in seinem schlechten Zustand dem der Fundstelle 10. Er befindet sich im Bereich des Förderzentrums nördlich der Straße „An der Burg Medinghoven“.[95] |
| 12 | Burg Medinghoven Josef-Böcker-Straße 1 |
50° 42′ 50,9″ N, 7° 2′ 3,35″ O | Die Fundstelle wurde bei Bauarbeiten auf dem Grundstück entdeckt, wo in zwei verschiedenen, 18 Meter voneinander entfernten Baugrubenprofilen der Querschnitt der Leitung sichtbar wurde. Der Kanal hatte eine Gesamtbreite von 1,13 m bei einer lichten Weite der Wasserrinne von 0,47 m. Die Gesamthöhe belief sich auf 0,76 m bei einer lichten Rinnenhöhe von 0,37 m. Das Bauwerk war in mehreren Schichten aus Opus Caementitium errichtet worden. Eine Abdeckung war nicht mehr vorhanden.[96] |
| 13 | Burg Medinghoven Flur Im Pützengarten |
Heute überbaute Fundstelle, an der die Leitung 1961 bei Bauarbeiten angeschnitten wurde. Über einer Fundamentstickung aus in Lehm gesetzten Grauwackesteinen befand sich der aus Opus Caementitium gegossene Leitungskörper, in dessen Inneren eine aus mit Wassersperrputz (Opus signinum) abgedichte Rinne aus Tuffsteinen verlief. Der Leitungskörper hatte eine Breite von 1,24 m an der Unterkante und 1,35 m an der Oberkante. Die lichte Weite der Rinne betrug 0,48 m. Die oberen Bereiche der Leitung waren weggebrochen.[97] | |
| 14 | Burg Medinghoven | Aufschluss einer bis auf die Abdeckung vollständig erhaltenen Wasserleitung. Ausweislich restlicher Spuren der ehemaligen Abdeckung bestand diese vermutlich aus einem Tuffsteingewölbe. Der Leitungskörper lag auf einer Stickung aus Basalt, bestand aus Opus caementitium und beinhaltete eine aus Tuffsteinen aufgemauerte Wasserrinne, die mit Opus signinum abgedichtet war. Die lichte Weite der Rinne belief sich auf 0,34 m, die des gesamten Baukörpers auf 1,06 m.[98] | |
| 15 | Burg Medinghoven Buschackerweg |
Der Befund wurde 1958 rund 150 m nordwestlich der Burg angeschnitten. Der Körper besaß eine Breite von 1,20 m bei einer erhaltenen Höhe von 9,80 m. Die lichte Weite der Rinne belief sich auf 0,46 m, die erhaltene Höhe auf 0,50 m.[99] | |
Nach der Vereinigung der beiden Teilstrecken zu einer Sammelleitung im Raum Impekoven, zieht diese in geradem Verlauf in Richtung Bonn, wo sie im Bereich Am Johanneskreuz/Dietkirchen die südöstliche Ecke des Legionslagers bzw. den nordöstlichen Zipfel der Canabae Legionis erreicht. Konkrete Befunde sind in diesem Leitungsabschnitt keine mehr vorhanden, so dass wir weitgehend auf bis zu über 200 Jahre alte Überlieferungen und Beschreibungen angewiesen sind, um den Leitungsverlauf im Gelände nachzuvollziehen.
| Fundstelle nach Grewe |
Ort | Koordinaten | Befund |
| 16 | Bonn-Duisdorf | In den handschriftlichen Notizen von 1924 des damaligen Stadtbaurats wiedergegebene Fundmeldung eines Landvermessers, der „...an der Stelle, wo die Staatsbahn nach Meckenheim zweimal hintereinander die Chaussee kreuzt, das Profil des Römerkanals gesehen habe“. Diese Beschreibung entspricht dem Bereich, an dem die Leitung aus dem Gebirge tritt und auf die Römerstraße trifft, der sie nun auf den nächsten dreieinhalb Kilometern folgt. | |
| 17 | Bonn-Endenich, Auf dem Hügel |
Der Fundplatz befindet sich auf dem Gelände der abgegangenen Immenburg, dem heutigen Campus Endenich der Bonner Universität. Dort entdeckte man 1875 Trachytblöcke und Tuffsteine der Wasserleitung, Spuren einer Villa rustica sowie etliche Graburnen.[100] | |
| 18 | Bonn-Endenich, Immenburgstraße |
Immer wiederkehrende Fundmeldungen von römischen Befunden, darunter eine von 1908, man habe „starkes Mauerwerk in Abständen von drei Metern“ gefunden, was auf ein oberirdisches Aquädukt oder eine Druckleitung schließen lässt.[101] | |
| 19 | Bonn | Helfrich Bernhard Hundeshagen (1819) In diesem Zusammenhang ist der sogenannte Hundeshagenplan ein bemerkenswertes Dokument, das den Verlauf der Leitung vom Endenicher Bach (heute unter der Straße „Am Frankenbad“) bis zum „Johanniskreuzbrunnen“ zeigt, und in dessen Verlauf „Altes Mauerwerk“ verzeichnet ist. Das bedeutet, dass zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch Ruinen der Wasserleitung zu sehen gewesen sein müssen. Auch Carl Johann von Veith beschrieb 1888 entsprechende römische Befunde zwischen Endenicher Bach und Kastellmauer.[102][103] | |
| 20 | Bonn, Rosental, Am Johanneskreuz/ Dietkirchen |
50° 42′ 29,9″ N, 7° 5′ 52,5″ O/ 50° 44′ 29,7″ N, 7° 5′ 56,9″ O |
Zwischen der südöstlichen Ecke des Legionslagers und der nordwestlichen Ecke der Canabae Legionis erreichte die Wasserleitung ihr Ziel, das zugleich den höchstgelegenen Punkt des Lagerareals bildete und damit zur Versorgung desselben optimal geeignet war. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich an dieser Stelle mit dem „Johanniskreuzbrunnen“ bis in das 19. Jahrhundert ein Fließbrunnen befunden hat, so dass eine kontinuierlich Wasserversorgung dieses Platzes seit der römischen Zeit gut möglich erscheint, auch wenn die Versorgung irgendwann natürlich nicht mehr durch das alte Aquädukt, sondern über neue Wasserleitungen erfolgte. Die Nutzung einer römischen Versorgungsleitung für mittelalterlich-christliche Taufkirchen ist durchaus nicht singulär, sondern konnte auch in Aix-en-Provence (Colonia Aquae Sextiae Salluviorum) und Lyon (Lugdunum) nachgewiesen werden. |
| 21 | Bonn, Römerstraße | 1987 kamen bei einer Baumaßnahme im Bereich einer Tankstelle an der Römerstraße drei sorgsam bearbeitete Rohrsteine mit Muffenverbindungen ans Tageslicht. Auf Grund ihrer lichten Weite von 24 cm und ihrer Verarbeitung haben sie vermutlich zu einer Druckleitung mit hochvolumiger Leistung gehört. | |
An vielen Stellen im Bonner Raum wurde sekundär Kalksinter verbaut, der jedoch nicht aus der Bonner Wasserleitung stammt, sondern aus der Eifelwasserleitung, die zur Wasserversorgung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium diente. So wurden beim Bau des Bonner Münsters außen am Ostchor Säulen aus Kalksinter angebracht, deren typische Strukturen jedoch aufgrund von Verwitterung kaum noch zu erkennen sind. Vor dem Landesmuseum wurde ein teilrestauriertes Teilstück der Eifelwasserleitung wieder aufgebaut.[104] Die sekundäre Verwendung von Kalksinter findet sich auch am Hauptaltar von St. Nikolaus in Kessenich[105] und am Seitenaltar von St. Laurentius in Lessenich.[106] sowie in Form zweier Säulen an der Doppelkirche St. Maria und Clemens in Schwarzrheindorf.[107][94]
Römischer Wachtposten Bad Godesberg
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In den 1950er Jahren wurden bei Ausgrabungen auf der mittelalterlichen Godesburg unter dem Bergfried die Fundamente eines rechteckigen Gebäudes mit den Abmessungen von 18 m mal 11 m entdeckt.[108] In diesem Zusammenhang wurden römische Dachziegel, bemalter Wandverputz sowie Keramik des 2. und 3. Jahrhunderts geborgen. Die zwei Meter mächtigen Fundamentmauern des Bauwerks bestanden aus Opus caementicium, der direkt auf den anstehenden Fels gesetzt worden war. Vermutlich befand sich an dieser Stelle vom späten 2. bis zum 4. Jahrhundert ein Wachturm und späterer Burgus zur Überwachung der römischen Rheintalstraße. In diesem Zusammenhang steht vermutlich auch der Fund einer Spolie, eines Weihesteins an die Heilgötter Aesculapius und Hygia, der in den Jahren 193/194 von einem Bonner Legionslegaten gestiftet worden war, und sekundär in den Torbogen der Burg eingelassen wurde.[109] Die Inschrift lautet:
- FORTVNIS
- SALVTARIBV[s]
- AESCVLAPIO
- HYG[iae]
- Q(vintvs) VENIDIVS RVF[vs]
- MARIV[s] MAXIM[vs]
- [L(vcivs)] CALVINIANV[s]
- [le]G(atvs) LEG(ionis) I MIN(erviae)
- LEG(atvs) AVG(vsti) PR(o) [pr(aetore)]
- PROVINC(iae) CILIC[iae]
- D(onvm) [d(edit)][110]
Übungslager
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Aufrechterhaltung der Disziplin wurden römische Soldaten unter anderem durch die Anlage von Übungskastellen beschäftigt. Rund um den antiken Siedlungsbereich fanden sich rund 22 Übungslager, mit denen die Soldaten den Lagerbau trainierten, vor allem die technisch aufwändigen und anspruchsvollen Konstruktionen von Lagerecken und Lagertoren.[111]
Insbesondere im Kottenforst, in den Ortsteilen Beuel, Duisdorf und Lengsdorf sowie in der Nachbargemeinde Röttgen konnten solche Lager nachgewiesen werden.[112] Insgesamt sieben der Übungslager auf dem Gebiet der Stadt wurden inzwischen als Bodendenkmale unter besonderen Schutz gestellt.[113]
Eine höhere Konzentration von Übungslagern als im Großraum Bonn (aktuell 23) ist bislang nur aus der Region um Vetera (bei Xanten) bekannt, wo insgesamt 86 solcher Anlagen ausfindig gemacht wurden. Bekannt sind sie auch aus Großbritannien, wo insbesondere in Haltwhistle am Hadrianswall und in Llandrindod Commons (Wales) Übungslager entdeckt wurden. Bei einem Übungslager in Cawthorne (Yorkshire) konnten die Archäologen die Vorgehensweise beim Lagerbau nachvollziehen: Zunächst zogen die Soldaten eine schmale Rinne in der Flucht des projektierten Grabens. Danach stachen sie zu beiden Seiten der Rinne im vorgegebenen Neigungswinkel den Boden ab.[114]
Viele Übungslager konnten erst in jüngerer Zeit durch den Einsatz neuer technologischer Prospektionsmethoden, wie dem Airborne Laserscanning etliche neue Übungslager identifiziert werden.[115]
- Beuel
In Bonn-Beuel wurde Mitte der 1960er Jahre luftbildarchäologisch ein Übungslager entdeckt und 1968 archäologisch untersucht. Es umfasste ein Gebiet von 170 m mal 100 m (= 1,7 ha) und war von einem einfachen, 1,3 m bis 1,7 m breiten Graben umgeben. Ein Wall oder Spuren von Innenbebauung konnten nicht nachgewiesen werden. Durch einige Keramikscherben wurde das Lager auf die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts datiert.[116]
- Duisdorf
In Bonn-Duisdorf wurde ein weiteres Übungslager freigelegt. Man fand dort eine rund 160 m mal 72 m (= 1,15 ha) messende Wallanlage mit einem vorgelagerten Graben, der noch bis zu einer Resttiefe von 0,35 m erhalten war. Der Wall selbst mit einer Breite von rund sechs Metern konnte noch mit einer erhaltenen Resthöhe von 0,7 m ermittelt werden. Auch die in die vier Himmelsrichtungen weisenden Lagertore waren mit ihrer Breite von rund sieben Metern noch vorhanden. Datierbare Funde wurden nicht gemacht, es wird jedoch vermutet, dass dieses Übungslager der Legio I Minervia zuzuweisen ist.[117]
- Lengsdorf
Auf dem Gebiet von Bonn-Lengsdorf wurden in den 1960er Jahren zwei Lager luftbildarchäologisch identifiziert und Ende des Jahrzehnts archäologisch untersucht. Bei einem Lager konnte der 138 m mal 97 m (= knapp 1,3 ha) messende Umriss eines 3,0 m breiten und bis zu einer Tiefe von 1,1 m erhaltenen einzelnen Spitzgrabens ermittelt werden. Vom anderen Lager existierte nur noch eine einzelne Ecke.[118] Die nördliche Anlage wurde von Dirk Soechting 1969 baubegleitend untersucht.[119] Dabei wurde mittels keramischen Fundmaterials der Grabenverfüllung ein Terminus post quem der spätflavischen Zeit gewonnen.[115]
- Kottenforst
Im Kottenforst befinden sich in der Waldville ein halbes Dutzend und bei Röttgen weitere vier Übungslager.[120]
Auf Godesberger Gebiet können einige römische Wallanlagen noch im Gelände ausgemacht werden. Im Bereich „Im Jagen“ 79/80 sind Spuren eines durch moderne Wege gestörten und verflachten Lagers von 65 m mal 72 m erkennbar. Von ursprünglich vier claviculae (nach innen gezogene Wallenden zur Schaffung eines Eingangs) sind noch drei erhalten. Knapp einen Kilometer nordöstlich („Im Jagen“ 79/80), sind Konturen des Walls eines weiteren Übungslagers nebst zwei von ursprünglich vier Zugängen im Gelände erkennbar. Vom umlaufenden Graben sind keine Spuren mehr zu entdecken. Ein drittes Übungslager wurde im Bereich „Im Jagen“ 65/66 ausgemacht. Dessen nordöstliche Seite wird von der Wattendorfer Allee durchschnitten.[121] Der noch bis zu einem halben Meter hohe Wall und zwei der ursprünglich vier Zugänge sind noch wahrnehmbar. Ein weiterer Befund wird von der Bellerbusch Allee gestört. Dabei handelt es sich um ein Übungslager, das mit einer erhaltenen Umwallungshöhe von 0,6 m und bis zu vier Meter breiten claviculae auch heute noch gut im Gelände auszumachen ist. Das Lager umfasst mit seinen Seitenlängen von 62 m mal 86 m eine Fläche von 0,53 ha.[122][123][115]
Denkmalschutz und Fundpräsentation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die materiellen Relikte des römischen Bonn sind Bodendenkmale nach dem Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz – DSchG).[124] Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig. Zufallsfunde sind an die Denkmalbehörden zu melden.
Von den insgesamt 44 eingetragenen Bodendenkmälern der Stadt Bonn (Stand 15. Januar 2021) stehen 24 im Zusammenhang mit der römischen Besiedlung. Es sind dies im Einzelnen:
- B 1: Römisches Wallrechteck (vermutlich Übungslager) an der Bellerbuschallee im Kottenforst[122]
- B 2: Römisches Übungslager an der Wattenburger Allee im Godesberger Bereich des Kottenforsts[121]
- B 3: Römisches Wallrechteck (vermutlich Übungslager) am Riesenweg im Godesberger Bereich des Kottenforsts[125]
- B 4: Römisches Wallrechteck (vermutlich Übungslager) am Professorenweg im Godesberger Bereich des Kottenforsts[126]
- B 10: Römisches Wallrechteck „Oben der Kreyermaar“ (vermutlich Übungslager) im Bereich Hardtberg/Duisdorf[127]
- B 12: Römische Hafenanlage am Leinpfad
- B 17: Römerzeitliche Thermenanlage an der Adenauerallee 19
- B 22: Römisches Legionslager (1. Jahrhundert) an Augustusring, Graurheindorfer Straße 2–90 und Rosental 1–89
- B 23: Römischen Vicus aus dem 1. Jahrhundert an der Adenauerallee und benachbarten Plätzen
- B 26: Canabae Legionis sowie mittelalterliche und neuzeitliche Stadtbefestigung im Bereich Wachsbleiche/Fritz-Schröder-Ufer/Theaterstraße/Welschnonnenstraße
- B 27: Übungslager im Bereich Gaußstraße/Newtonstraße
- B 28: Römische Siedlung des 1. Jahrhunderts, Teilbereich Hofgarten/Stadtgarten
- B 29: Teilbereich des römischen Vicus an der Heussallee 2–10/Friedrich-Ebert-Allee
- B 32: Teilbereich des römischen Vicus an der Raiffeisenstraße 2–4
- B 31: Römische Kellermauern im Bereich Adenauerallee/Rheinweg/Coburger Straße
- B 33: Römisches Gräberfeld und Siedlungsspuren, Teilbereich Münsterplatz 17a
- B 34: Römische Siedlungsreste und Gräber im Bereich Irmintrudisstraße/Nordstraße
- B 38: Römisches Übungslager Morsacker
- B 40: Römisches Übungslager „Villiprot“ an der Alsdorfer Bahn im Kottenforst
- B 41: Römisches Übungslager „Villiper Bach“ im Bereich Villiper Allee/Langer Weg im Kottenforst
- B 42: Römisches Übungslager am Professorenweg 2 im Kottenforst
- B 43: Römisches Übungslager an der Wattendorfer Allee 2 im Kottenforst
- B 44: Römisches Übungslager „Heiderhof“ im Bereich Gimmersdorfer Weg/Buchholzerweg im Kottenforst[113]
Steindenkmäler im Stadtbild
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aus Anlass der Bundesgartenschau wurden 1979 Kopien römischer Steindenkmäler angefertigt (insgesamt 26 Stück) und im Rheinauenpark aufgestellt, wo sie seitdem verblieben sind. Das Ensemble der Denkmäler besteht aus einer Jupitergigantensäule, einem Meilenstein, neun Grabsteinen von Militärs, sechs von Zivilisten und neun Weihealtären. Die Steine stammen zwar nicht alle aus Bonn, stehen aber durchaus im zeitlichen und strukturellen Kontext.[128]
Rheinisches Landesmuseum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jeanne-Nora Andrikopoulou: Der römische vicus von Bonn. In: Bonner Jahrbücher. Band 196, 1997, S. 1996, S. 421–468, (Digitalisat)
- Jeanne-Nora Andrikopoulou-Strack: Der römische Vicus von Bonn. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 199–222.
- Jan Albert Bakker: Bonn – Bonna. In: Christoph B. Rüger, Julianus Egidius Bogaers (Hrsg.): Der Niedergermanische Limes. Materialien zu seiner Geschichte. Rheinland-Verlag, Köln 1974, ISBN 3-7927-0194-4, S. 196–199.
- Gerhard Bauchhenß: Bonn und Umgebung. Militärische Grabdenkmäler (= Corpus Signorum Imperii Romani. Corpus der Skulpturen der Römischen Welt. Deutschland. Band 3 Germania Inferior, Teil 1). Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 1978, ISBN 3-7749-1450-8.
- Gerhard Bauchhenß: Bonn und Umgebung. Zivile Grabdenkmäler (= Corpus Signorum Imperii Romani. Corpus der Skulpturen der Römischen Welt. Deutschland. Band 3 Germania Inferior, Teil 2). Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 1978, ISBN 3-7749-1611-X.
- Gerhard Bauchhenß, Susanne Willer: Welcher Göttin, welchem Gott vertraust Du? In: Erich Claßen et al. (Hrsg.): Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen. WBG Theiss, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-8062-4428-1, S. 393–401.
- Steve Bödecker: Projekt zur Inventarisierung des Niedergermanischen Limes. Das Legionslager Bonn. In: Der Limes. 3 (2009) Heft 2, S. 23–25, (Digitalisat)
- Steve Bödecker: Römische Übungslager im Hinterland von Bonn. In: Peter Henrich (Hrsg.): Der Limes vom Niederrhein bis an die Donau. 6. Kolloquium der Deutschen Limeskommission 15./16. März 2011 in Mainz. (= Beiträge zum Welterbe Limes. 6). Theiss, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8062-2466-5, S. 21–27.
- Steve Bödecker: Legio I Minervia. In: Erich Claßen et al. (Hrsg.): Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen. WBG Theiss, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-8062-4428-1, S. 188 f.
- Manuel Fiedler, Constanze Höpken: Wandmalereifunde aus dem römischen Vicus in Bonn. In: Bonner Jahrbücher. 2012. 212, 2013, S. 51–70, doi:10.11588/bjb.2012.0.43981.
- Michael Gechter: Ausgrabungen in Bonn in den Jahren 1983/84. In: Rheinisches Landesmuseum Bonn (Hrsg.): Ausgrabungen im Rheinland 1983/84. Rheinland-Verlag, Köln 1985, S. 121–128.
- Michael Gechter: Bonn. Römische Besiedlung. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 364–372.
- Michael Gechter: Bonn. Das Legionslager. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 372–376.
- Michael Gechter: Bonn-Bad Godesberg. Römischer Wachtposten. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 383 f.
- Michael Gechter: Bonn-Beuel. Römisches Übungslager. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 385.
- Michael Gechter: Bonn-Lengsdorf. Römisches Übungslager. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 386 f.
- Michael Gechter: Castra Bonnensia. Das römische Bonn. Bayerische Vereinsbank, Donauwörth 1989.
- Michael Gechter, Jürgen Wentscher: Römische Militärgebäude außerhalb des Bonner Legionslagers. In: Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege (Hrsg.): Archäologie im Rheinland 1988. Rheinland-Verlag, Köln 1989, S. 31 f.
- Michael Gechter: Das römische Bonn. Ein historischer Überblick. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 35–133.
- Michael Gechter: Das ubische Bonn und die erste römische Besetzung. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 134–136.
- Michael Gechter: Auxiliarlager, 17 bis ca. 43 n. Chr. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 137–139.
- Michael Gechter: Das Legionslager. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 140–155.
- Michael Gechter: Canabae legionis. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 156–170.
- Michael Gechter: Das spätantike Bonn. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 171–180.
- Klaus Grewe: Die Wasserleitung für das Legionslager Bonn. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 181–198.
- Carl Hauptmann: Das römische Bonn. Vom Jahre 53 v. Chr. bis 400. Bonn 1925. (Nachdruck Dogma, Oldenburg 2019)
- Heinz Günter Horn: Bonn-Duisdorf. Römisches Übungslager. In: Ders. (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 385 f.
- Heinz Günter Horn: Bonn-Röttgen. Römische Übungslager. In: Ders. (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 387 f.
- Marlene Kaiser: Die Ziegelstempel der römischen Garnisonen von Bonn. In: Bonner Jahrbücher. 196, 1996, S. 51–160, doi:10.11588/bjb.1996.0.52215.
- Marlene Kaiser: Die Gräber des römischen Bonn vom 1. bis zum 4. Jahrhundert. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 223–264.
- Heike Kennecke: Der Rhein als europäische Verkehrsachse, Die Römerzeit. (= Bonner Beiträge zur vor- und frühgeschichtlichen Archäologie. Band 16). Universität Bonn, Bonn 2013.
- Jennifer Komp: Wiederentdeckungen im Depot. Ausgewählte Funde der Grabung Egon Gersbach im Bonner Legionslager. In: Bonner Jahrbücher. 212, 2012, S. 83–119, doi:10.11588/bjb.2012.0.43983.
- Hans Lehner: Die antiken Steindenkmäler des Provinzialmuseum in Bonn. Cohen, Bonn 1918.
- Jennifer Morscheiser-Niebergall: Im Lager und vor den Toren. Neue Grabungen in Bonn. In: Peter Henrich (Hrsg.): Der Limes in Raetien, Ober- und Niedergermanien vom 1. bis 4. Jahrhundert· 7. Kolloquium der Deutschen Limeskommission 24./25. September 2013 in Aalen. (= Beiträge zum Welterbe Limes 8). Theiss, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-8062-3059-8, S. 164–171, (Digitalisat)
- Manfred van Rey (Hrsg.): Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadtarchiv Bonn, Bonn 2001.
- Christoph B. Rüger: Bonn-Beuel. In: Christoph B. Rüger, Julianus Egidius Bogaers (Hrsg.): Der Niedergermanische Limes. Materialien zu seiner Geschichte. Rheinland-Verlag, Köln 1974, ISBN 3-7927-0194-4, S. 193–195.
- Christoph B. Rüger: Bonn-Lengsdorf. In: Christoph B. Rüger, Julianus Egidius Bogaers (Hrsg.): Der Niedergermanische Limes. Materialien zu seiner Geschichte. Rheinland-Verlag, Köln 1974, ISBN 3-7927-0194-4, S. 200 f.
- Emil Sadée: Das römische Bonn. Marcus und Weber, Bonn 1925.
- Hermann Schaaffhausen, Carl Johann von Veith: Das Roemische Lager in Bonn. Adolph Marcus, Bonn 1888.
- Dirk Soechting: Römische Lager am Hardtberg bei Bonn. In: Rheinische Ausgrabungen. 10, 1971, S. 84–95.
- Thorsten Valk: Bonn. Leben am Limes. In: Erich Claßen et al. (Hrsg.): Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen. WBG Theiss, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-8062-4428-1, S. 24 f.
- Jens Wegmann: Das Legionslager Bonn. In: Erich Claßen et al. (Hrsg.): Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen. WBG Theiss, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-8062-4428-1, S. 185–187.
- Jens Wegmann: Bonna. In: Erich Claßen et al. (Hrsg.): Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen. WBG Theiss, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-8062-4428-1, S. 322–330.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sigrid Lange: Freizeittipps zur Stadtgeschichte. Fahrradtour auf den Spuren der Römer (pdf-Datei). Stadt Bonn, Bonn 2016
- LVR-LandesMuseum Bonn, offizielle Webpräsenz des Museums, abgerufen am 4. Oktober 2022
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Michael Gechter: Bonn. Römische Besiedlung. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 364.
- 1 2 3 Hans-Eckart Joachim: Bonn in vorgeschichtlicher Zeit. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, S. 7–20.
- ↑ Johannes Heinrichs: Civitas Ubiorum. Studien zur Geschichte der Ubier und ihres Gebiets. Habilitations-Schrift. Köln 1996.
- ↑ Michael Gechter: Das Michelsberger Erdwerk auf dem Bonner Venusberg. In: Archäologie im Rheinland 1987, Köln/Bonn 1988, S. 26.
- ↑ Caesar: De Bello Gallico. 6, 29–44.
- ↑ Thomas Fischer und Marcus Trier: Das römische Köln. Bachem, Köln 2014, S. 41. Zudem sei der Stamm der Eburonen nicht völlig ausgerottet, sondern „nur“ stark reduziert worden.
- 1 2 Michael Gechter: Das ubische Bonn und die erste römische Besetzung. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, S. 134–136.
- ↑ Florus II, 30
- ↑ Tac. Hist. IV.20
- ↑ Tac. Hist. IV.19, IV.25, IV.62, IV.70, IV.77 und V.22
- ↑ Amm. Marc. XVIII 2, 4
- ↑ Geogr. Rav. IV 24 S. 227
- ↑ ´Wilhelm Levison: Die Bonner Urkunden des frühen Mittelalters. In: Bonner Jahrbücher. 136/137 (1932), S. 217–270, (Digitalisat abrufbar).
- 1 2 Michael Gechter: Die Erforschung des römischen Bonn. In: Ders: Das römische Bonn. Ein historischer Überblick. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, S. 35–54.
- ↑ Leopold Kaufmann: Canonicus Franz Pick. Ein Beitrag zur rheinischen Kunstgeschichte. In den Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, 1870, S. 1–26, (Digitalisat)
- ↑ Karl Ruckstuhl in der Allgemeinen Deutschen Biographie, Band 53 (1907).
- ↑ Karl Ruckstuhl: Nachgrabungen bei Bonn. Jahr 1818 und 1819. Hiezu eine lithographirte Zeichnung. In: Jahrbuch der Preußischen Rhein-Universität 1 (1819), S. 159–223, (Digitalisat eines Sonderdrucks von 1820).
- ↑ Wilhelm Dorow: Die Denkmale germanischer und römischer Zeit in den Rheinisch-Westfälischen Provinzen. 1. Cotta, Stuttgart 1823, (Digitalisat)
- ↑ Geschichte des Museums auf der Webpräsenz des Landesmuseums, abgerufen am 29. September 2022.
- ↑ Carl Johann von Veith: Castra Bonnensia. A. Marcus, Bonn 1888.
- ↑ Constantin Koenen: Bonn. Ausgrabungen im Legionslager, Funde ausserhalb des Lagers. In: Hans Lehner (Hrsg.): Ausgrabungs- und Fundberichte des Provinzialmuseums in Bonn. vom 1. August 1901 bis 30. April 1903. In: Bonner Jahrbücher. 110 (1903), S. 152–165, (Digitalisat abrufbar).
- ↑ Emil Sadée: Das römische Bonn. Marcus und Weber, Bonn 1925.
- 1 2 AE 1963, 00049: Reburrus Fra/tton(i)s f(ilius) eques al(ae) / Fr[o]nt(onianae) an[n(orum)
- 1 2 CIL 13, 08099: ] ex c[oh(orte)] / [3 T]<hr=RH>a{e}cum / ann(orum) XXX sti[p(endiorum)] / VIII h(ic) s(itus) e(st) / Mucasius f(rater?) p(osuit)
- 1 2 Nora Andrikopoulou-Strack, Jürgen Klaus: Untersuchungen im Bereich des nördlichen. Brückenkopfes der Kennedy-Brücke in Bonn. In: Archäologie im Rheinland 1987 (1988), S. 59–61.
- ↑ Beispielsweise AE 1945, 00009
- 1 2 Waldemar Haberey: Neue Beobachtungen aus dem römischen und frühmittelalterlichen Bonn. In: Franz Oelmann: Bericht über die Tätigkeit des Landesmuseums in Bonn in der Zeit vom 1. April 1939 bis 31. Dezember 1940. In: Bonner Jahrbücher. 149 (1941), S. 262–265, (Digitalisat abrufbar).
- 1 2 Michael Gechter, Jürgen Wentscher: Römische Militärgebäude außerhalb des Bonner Legionslagers. In: Archäologie im Rheinland 1988 (1989), S. 31f.
- ↑ Wilhelm Vollgraff: Zum Bonner Grabstein eines thrakischen Soldaten. In: Bonner Jahrbücher. 138 (1933), S. 136–143, (Digitalisat abrufbar)
- ↑ Michael Gechter: Auxiliarlager, 17 bis ca. 43 n. Chr. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, S. 137–139.
- ↑ Michael Gechter: Das römische Bonn. Ein historischer Überblick. Anhang: Die römischen Truppen in Bonn. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 116.
- 1 2 AE 1986, 00515, CIL 13, 08054, CIL 13, 08055, CIL 13, 08056, CIL 13, 08057, CIL 13, 08058, CIL 13, 08059 und CIL 13, 08060. Zu den Steininschriften vgl. auch Hans Lehner: Die antiken Steindenkmäler des Provinzialmuseum in Bonn. Cohen, Bonn 1918, (Digitalisat)
- 1 2 CIL 13, 08097: Niger Aetonis f(ilius) / Nemes ala Pomponi/ani anno(rum) L / aer<o=A>(rum) XXV / h(ic) s(itus) e(st)
- 1 2 CIL 13, 08092, CIL 13, 08093, CIL 13, 08094, CIL 13, 08095, CIL 13, 08096
- 1 2 Mar(cus) Iul(ius) c(enturio) coh(ortis) Sil(aucensium) // Felix Sev()
- 1 2 CIL 13, 08098: Pintaius Pedilici / f(ilius) Astur Trans/montanus castel(l)o / Intercatia signifer / c(o)ho(rtis) V Asturum / anno(rum) XXX stip(endiorum) VII / h(eres) ex t(estamento) f(aciendum) c(uravit) / ave
- 1 2 CIL 13, 08032, CIL 13, 08081, AE 1977, 00577, AE 1977, 00578, AE 1945, 00009 und CIL 13, 12323,1 bis CIL 13, 12323,6
- 1 2 AE 1891, 00138, AE 1901, 00070, AE 1930, 00030, AE 1931, 00011, AE 1939, +00235, AE 1977, 00576, AE 1984, 00668, AE 2004, 00964, AE 2014, 00903, CIL 13, 08009, CIL 13, 08010, CIL 13, 08014, CIL 13, 08015, CIL 13, 08019, CIL 13, 08021, CIL 13, 08035, CIL 13, 08038, CIL 13, 08039, CIL 13, 08040, CIL 13, 08041, CIL 13, 08050, CIL 13, 08053, CIL 13, 08062, CIL 13, 08062a, CIL 13, 08064, CIL 13, 08065, CIL 13, 08066, CIL 13, 08067, CIL 13, 08068, CIL 13, 08069, CIL 13, 08070, CIL 13, 08071, CIL 13, 08072, CIL 13, 08073, CIL 13, 08074, CIL 13, 08075, CIL 13, 08076, CIL 13, 08077, CIL 13, 08078, CIL 13, 12042, CIL 13, 12043, CIL 13, 12543,1 und CIL 13, 12119,001 bis CIL 13, 12119,135
- ↑ Harald von Petrikovits: Eine Bauinschrift des Lagers der Legio I in Bonn. In: Germania. 21 (1937), S. 233–235, (Digitalisat abrufbar).
- ↑ Tac. Hist. V, 2
- ↑ Géza Alföldy: Epigraphisches aus dem Rheinland, 1. In: Bonner Jahrbücher. 165 (1965), S. 177–191, (Digitalisat abrufbar).
- 1 2 3 4 5 6 Michael Gechter: Das Legionslager. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, S. 140–155.
- ↑ Roland Prien: Ein spätrömisches Massengrab aus dem Bonner Legionslager. In: Bonner Jahrbücher. 202/203 (2005), S. 171–198, (Digitalisat abrufbar).
- 1 2 Michael Gechter: Bonn. Das Legionslager. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 372–376.
- 1 2 3 Harald von Petrikovits: Die Innenbauten römischer Legionslager während der Prinzipatszeit. (= Abhandlungen der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. 59). Verlag für Sozialwissenschaften, Opladen 1975, S. 82ff.
- ↑ Gechter bei Van Rey (2001), S. 53 und 144.
- ↑ CIL 13, 7706: Herculi / Saxano / vex<i=E>llatio / cohortis / I c(ivium) R(omanorum) / v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
- ↑ AE 1931, 00011
- ↑ CIL 13, 8019: In h(onorem) d(omus) d(ivinae) / pro salute Impp(eratorum) / Diocletiani [et] Maximi/[an]i [A]ugg(ustorum) [Cons]t[a]nti / [et] Maximiani nobb(ilissimorum) / [Caes]s(arum) templ[um] Marti[s] / [mi]l[i]taris v[etu]s[t]ate c[o]/nlapsum Aur(elius) Si[3]us praef(ectus) / [l]eg(ionis) I M(inerviae) a solo resti/[t]uit d(i)e(?) XIII Kal(endas) Oc[t(obres)] / [T]us[c]o et [Anulli]no co(n)[s(ulibus)]
- ↑ Michael Gechter: Das römische Bonn. Ein historischer Überblick. Anhang: Die römischen Truppen in Bonn. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, ISBN 3-922832-26-1, S. 116–133.
- ↑ Heinz Günter Horn: Römischer Hafen. In: Ders. (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 376.
- ↑ Forscher weisen römische Anlandestelle in Bonn nach, auf archäologie-online.de am 21. November 2014, abgerufen am 25. September 2022.
- ↑ Heike Kennecke: Der Rhein als europäische Verkehrsachse, Die Römerzeit. (= Bonner Beiträge zur vor- und frühgeschichtlichen Archäologie. Band 16). Universität Bonn, Bonn 2013.
- ↑ Carol van Driel-Murray, Michael Gechter: Funde aus der fabrica der legio I Minervia am Bonner Berg. In: Archäologie des römischen Rheinlands, 4 (= Rheinische Ausgrabungen, 23), Rheinland Verlag, Köln 1984, S. 1–83.
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- ↑ Michael Gechter: Ausgrabungen in Bonn in den Jahren 1983/84. In: Rheinisches Landesmuseum Bonn (Hrsg.): Ausgrabungen im Rheinland 1983/84. Rheinland-Verlag, Köln 1985, S. 121–128.
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- ↑ Etwa bei 50° 43′ 43,5″ N, 7° 6′ 37,5″ O.
- ↑ Michael Gechter: Canabae legionis. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn, Band 1. Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, S. 156–170.
- ↑ Jeanne-Nora Andrikopoulou-Strack: Der römische Vicus von Bonn. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, S. 199–222, hier S. 199.
- ↑ CIL XIII, 08056
- ↑ AE 1963, 00051
- ↑ Tilmann Bechert: Zur Terminologie provinzialrömischer Brandgräber. In: Archäologisches Korrespondenzblatt. Band 10, 1980, ISSN 0342-734X, S. 253–258.
- ↑ Joachim Gorecki: Studien zur Sitte der Münzbeigabe in römerzeitlichen Körpergräbern zwischen Rhein, Mosel und Somme. In: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission, Band 56 (1975).
- 1 2 3 Marlene Kaiser: Die Gräber des römischen Bonn vom 1. bis zum 4. Jahrhundert. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, S. 223–264.
- ↑ CIL 13, 8017: [I(ovi)] O(ptimo) M(aximo) / [Marti] Propugnatori / [Victo]riae Saluti Imp(eratoris) / [Seve]ri Alexandri Aug(usti) n(ostri) / [et M]amaeae Aug(ustae) matri(s) eius / [et e]xercitus M(arci) Aureli Se/[ver]i Alexandri Pii Felicis / [Inv]icti Augusti totiu[s]/[qu]e domus divin(a)e eius / [le]g(io) I M(inervia) [P(ia)] F(idelis) Severiana Ale/[xa]nd[ria]na cum auxiliis / [si]gna(?) r[e]bus peractis / [c]umq[ue] Titio Rufino / [c(larissimo)] v(iro) leg(ato) [l]egionis eius/[de]m ag[en]te sub Flav[io] / [Ael]ian[o(?) c(larissimo) v(iro) c]o(n)s(ulari) n(ostro) po/[n]enda [cur]avit VI Kal(endas) / [N]o[v(embres) Pompeiano] et Pae/[ligniano] co(n)s(ulibus)
- ↑ Werner Eck: Krise oder Nichtkrise – das ist hier die Frage. Köln und sein Territorium in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts. in: Olivier Hekster, Gerda de Kleijn, Daniëlle Slootjes (Hrsg.): Crises and the Roman Empire. Proceedings of the Seventh Workshop of the International Network Impact of Empire (Nijmegen, June 20-24, 2006): Brill, Leiden 2006, S. 23–43, insbes. S. 31–33, (Open Access bei JSTOR).
- ↑ Anna-Barbara Follmann-Schulz: Die römischen Gläser aus Bonn (= Beihefte der Bonner Jahrbücher, Band 46). Rheinland Verlag, Köln 1988.
- ↑ Josef Engemann, Christoph B. Rüger: Spätantike und frühes Mittelalter. Ausgewählte Denkmäler im Rheinischen Landesmuseum Bonn. Rheinland Verlag, Köln 1991.
- ↑ Gerhard Bauchhenß: Bonn und Umgebung. Militärische Grabdenkmäler (= Corpus Signorum Imperii Romani. Corpus der Skulpturen der Römischen Welt. Deutschland. Band 3 Germania Inferior, Teil 1). Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 1978, ISBN 3-7749-1450-8.
- ↑ Gerhard Bauchhenß: Bonn und Umgebung. Zivile Grabdenkmäler (= Corpus Signorum Imperii Romani. Corpus der Skulpturen der Römischen Welt. Deutschland. Band 3 Germania Inferior, Teil 2). Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 1978, ISBN 3-7749-1611-X.
- ↑ Sebastian Ristow: Liturgie wo und wann? zur Deutung der frühen Architekturbefunde unter dem Bonner Münster. In: Andreas Odenthal, Albert Gerhards (Hrsg.): Märtyrergrab – Kirchenraum – Gottesdienst II. Interdisziplinäre Studien zum Bonner Cassiusstift. (= Studien zur Kölner Kirchengeschichte 36), Schmitt, Siegburg 2008, S. 13–31, (Digitalisat).
- ↑ AE 2017, 00996
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- 1 2 3 Gerhard Bauchhenß, Susanne Willer: Welcher Göttin, welchem Gott vertraust Du? In: Erich Claßen et al. (Hrsg.): Roms fließende Grenzen. Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen. WBG Theiss, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-8062-4428-1, S. 393–401.
- ↑ CIL 13, 8001, CIL 13, 8012, CIL 13, 8013, CIL 13, 8014, CIL 13, 8015, CIL 13, 8016 und CIL 13, 8017
- ↑ CIL 13, 8005 und CIL 13, 8006
- ↑ CIL 13, 7994
- ↑ CIL 13, 7994, CIL 13, 7996 und CIL 13, 8808
- ↑ CIL 13, 8008, CIL 13, 8009, CIL 13, 8011 und CIL 13, 8016
- ↑ CIL 13, 8035, CIL 13, 12041 und CIL 13, 12048
- ↑ Hans Lehner, walter Bader: Baugeschichtliche Untersuchungen am Bonner Münster. In: Bonner Jahrbücher 136/137 (1932), S. 22, Nr. 54, Tafel 23, 2, (Digitalisat abrufbar).
- ↑ Hans Lehner: Die antiken Steindenkmäler des Provinzialmuseum in Bonn. Cohen, Bonn 1918, Nr. 200.
- ↑ Hans Lehner, walter Bader: Baugeschichtliche Untersuchungen am Bonner Münster. In: Bonner Jahrbücher 136/137 (1932), S. 23, Nr. 56, (Digitalisat abrufbar).
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- ↑ Siegfried Gutenbrunner: Die germanischen Götternamen der antiken Inschriften. (= Rheinische Beiträge und Hülfsbücher zur germanischen Philologie und Volkskunde Bd. 24). Niemeyer, Halle 1936, s. 123f.
- ↑ Günter Neumann: Die germanischen Matronen-Beinamen. In: Gerhard Bauchhenß (Hrsg.): Matronen und verwandte Gottheiten. Ergebnisse eines Kolloquiums veranstaltet von der Göttinger Akademiekommission für die Altertumskunde Mittel- und Nordeuropas. Rheinland Verlag, Köln 1987, S. 129.
- ↑ German Hubert Christian Maaßen: Die Römische Staatsstrasse von Trier über Belgica bis Wesseling a.Rh. und der Römerkanal am Vorgebirge. Universitäts-Buchdruckerei, Bonn 1881, S. 116–117, (Digitalisat)
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- 1 2 3 4 Klaus Grewe: Die Wasserleitung für das Legionslager Bonn. In: Manfred van Rey: Geschichte der Stadt Bonn. Band 1: Bonn von der Vorgeschichte bis zum Ende der Römerzeit. Stadt Bonn, Bonn 2001, S. 181–198.
- 1 2 Peter Josef Tholen: Duisdorf, Kr. Bonn. In: Bonner Jahrbücher. 170 (1970), S. 372 und Abb. 25, S. 372, (Digitalisat abrufbar).
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- ↑ In: Hans Lehner, Franz Oelmann, Josef Hagen: Bericht über die Tätigkeit des Provinzialmuseums in Bonn in der Zeit vom 1. April 1926 bis 31. März 1927. In: Bonner Jahrbücher. 132 (1927), S. 297, (Digitalisat abrufbar).
- ↑ Carl Johann von Veith: Castra Bonnensia. A. Marcus, Bonn 1888.
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- ↑ Klaus Grewe: Bonn-Schwarzrheindorf. Kalksinter. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 388.
- ↑ Etwa bei 50° 41′ 6,75″ N, 7° 9′ 2,65″ O.
- ↑ Michael Gechter: Bonn-Bad Godesberg. Römischer Wachtposten. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 383f.
- ↑ CIL 13, 07994: Fortunis / Salutaribu[s] / Aesculapio / Hyg[iae] / Q(uintus) Venidius Ruf[us] / Mariu[s] Maxim[us] / [L(ucius)] Calvinianu[s] / [le]g(atus) leg(ionis) I Min(erviae) / leg(atus) Aug(usti) pr(o) [pr(aetore)] / provinc(iae) Cilic[iae] / d(onum) [d(edit)]
- ↑ Jon Coulston: Training: Principate. In: Yann Le Bohec (Hrsg.): The Encyclopedia of the Roman Army. Wiley, Chichester 2015, ISBN 978-1-4051-7619-4, S. 1010.
- ↑ Heinz Günter Horn: Bonn-Röttgen. Römische Übungslager. In: Ders. (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 387f.
- 1 2 Stadt Bonn, Amt 61-02, Untere Denkmalbehörde: Liste der gem. § 3 DSchG NW in die Denkmalliste eingetragenen Baudenkmäler, Bodendenkmäler, beweglichen Denkmäler und Denkmalbereiche der Stadt Bonn ( vom 31. März 2022 im Internet Archive). Stand 15. Januar 2021, S. 60–62.
- ↑ Anne Johnson: Römische Kastelle des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. in den germanischen Provinzen des Römerreiches. Zabern, Mainz 1983, ISBN 3-8053-0868-X, S. 57 und S. 61.
- 1 2 3 Steve Bödecker: Römische Übungslager im Hinterland von Bonn. In: Peter Henrich (Hrsg.): Der Limes vom Niederrhein bis an die Donau. 6. Kolloquium der Deutschen Limeskommission 15./16. März 2011 in Mainz. (= Beiträge zum Welterbe Limes, 6). Theiss, Stuttgart 2012, S. 21–27.
- ↑ Michael Gechter: Bonn-Beuel. Römisches Übungslager. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 385.
- ↑ Heinz Günter Horn: Bonn-Duisdorf. Römisches Übungslager. In: Ders. (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 385f.
- ↑ Michael Gechter: Bonn-Lengsdorf. Römisches Übungslager. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 386f.
- ↑ Dirk Soechting: Römische Lager am Hardtberg bei Bonn. In: Beiträge zur Archäologie des römischen Rheinlands 2, Rheinische Ausgrabungen 10 (1971), S. 84–95.
- ↑ Im Kottenforst bereiteten sich die Römer auf den Kampf vor - Hardtberg · 22 römische Übungslager rund um Bonn gehören zusammen mit dem Bonner Römerkastell zum Weltkulturerbe des Niedergermanischen Limes. Archäologe Jens Wegmann besucht mit dem GA eines der Lager im Kottenforst., Generalanzeiger Bonn, 10 August 2021. In: ga.de
- 1 2 Bodendenkmal B 2, etwa bei 50° 39′ 50,4″ N, 7° 6′ 28,8″ O
- 1 2 Bodendenkmal B 1, etwa bei 50° 39′ 57,6″ N, 7° 7′ 1,2″ O
- ↑ Steve Bödecker: Entdeckung römischer Übungslager im Kottenforst durch Airborne Laserscan. In: Archäologie im Rheinland 2012. (2013), S. 131–133.
- ↑ Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz – DSchG)
- ↑ Wallrechteck am Riesenweg etwa bei 50° 39′ 25,92″ N, 7° 5′ 42″ O.
- ↑ Wallrechteck am Professorenweg etwa bei 50° 39′ 30,6″ N, 7° 5′ 18,96″ O.
- ↑ Wallrechteck „Oben der Kreyermaar“ etwa bei 50° 41′ 33″ N, 7° 2′ 37,32″ O.
- ↑ Werner Hilgers: Abgüsse römischer Steindenkmäler im Stadtbild. In: Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 376–379.








