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Capsarius

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Capsarii versorgen verwundete Soldaten. Detailausschnitt aus der Trajansäule

Capsarius (Plural: capsarii) bezeichnete im römischen Heer einen Angehörigen des militärischen Sanitätsdienstes. Die capsarii waren mit der Versorgung verwundeter Soldaten betraut und unterstützten die Militärärzte (medici); sie werden daher als Lazarettgehilfen bezeichnet.

Die Bezeichnung wird mit capsa („Behälter“, „Kiste“) in Verbindung gebracht, einem Behältnis zur Aufbewahrung beziehungsweise zum Transport von medizinischem Material.

Aufgaben und Stellung

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Die capsarii bildeten einen Teil des medizinischen Personals der römischen Armee. Eine Inschrift aus Carnuntum bezeugt ein collegium capsariorum innerhalb einer militärischen Einheit. Der Weihende, Titus Flavius Processus, bezeichnet sich zugleich als medicus ordinarius.[1] Die enge Verbindung zwischen medicus und capsarii bestätigt die Zugehörigkeit der capsarii zum militärischen Sanitätswesen.

Nach Florian Steger konnten Soldaten ihre Ausbildung zum Militärarzt im Heer als Capsarius beginnen und anschließend als Schüler eines Medicus ausgebildet werden. Damit konnten die capsarii auch eine Ausbildungsfunktion innerhalb des militärischen Sanitätsdienstes einnehmen.

Die capsarii gehörten zu den immunes, also Soldaten, die aufgrund ihrer besonderen Tätigkeit von bestimmten gewöhnlichen Diensten befreit waren.

  • Johannes Klinkenberg: Niederbieber: Weihinschrift an den Genius capsariorum. In: Römisch-germanisches Korrespondenzblatt, Band 4, 1911, S. 69–70.
  • J. C. Wilmanns: Der Arzt in der römischen Armee der frühen und hohen Kaiserzeit. In: Clio medica, Band 27, 1995, S. 171–187.
  • Florian Steger: Asklepiosmedizin. Medizinischer Alltag in der römischen Kaiserzeit. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2004, S. 67.

Einzelnachweise

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  1. ↑ CIL 13, 11979.