Lederwinkel
| Lederwinkel (Streusiedlung) | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Voitsberg (VO), Steiermark | |
| Gerichtsbezirk | Voitsberg | |
| Pol. Gemeinde | Maria Lankowitz (KG Salla) | |
| Ortschaft | Salla | |
| Koordinaten | 47° 6′ 42″ N, 14° 57′ 7″ O | |
| Höhe | 1152 m ü. A. | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Zählsprengel/ -bezirk | Salla (61632 ) | |
Blick auf den Bauernhof Hofbauer mit der zugehörigen Kapelle in Lederwinkel | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk | ||
Lederwinkel ist eine Streusiedlung in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Maria Lankowitz im Bezirk Voitsberg in der Steiermark.
Lage und Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lederwinkel liegt im nordwestlichen Teil der Marktgemeinde Maria Lankowitz, nordwestlich des Ortszentrums. Der Ort liegt im Graben des Lederwinkelbachs, zu dem hin die nach Osten streichenden Hänge und Ausläufer des Ofnerkogels und des Plankogels abfallen.
Direkt südlich verläuft die Gaberl Straße (B 77) an Lederwinkel vorbei, welche den Ort mit Salla und dem Gaberl verbindet.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort wird erstmals in der Pfarrzählung von 1782 bereits als Lederwinkel schriftlich erwähnt. Da es keine älteren Nennungen des Ortsnamens lässt sich dessen Herkunft nicht sicher feststellen. Der Heimatforscher Ernst Lasnik sieht den Ursprung in einem Lagerplatz für Vieh, welche auch als Legerwinkel bezeichnet wurden. Nach dem Sprachwissenschaftlers Fritz Lochner von Hüttenbach leitet sich der Ortsname entweder von einem Familiennamen oder dem Beruf des Lederers oder Gerbers ab. Diese Deutung ist aber fraglich, da Gerber oft in Städten oder Märkten ihren Beruf ausübten, der heutige Ort aber außerhalb eines Bergdorfes liegt.[1]
Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner Lederwinkels im Verlauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaften. So hatten die Herrschaften Großlobming, Kleinkainach, Lankowitz (mit dem Amt Salla und dem Stübicher Amt) sowie Plankenwarth Untertanen im Ort. Der Ort war Teil des Werbbezirks Piber.[1]
Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Lederwinkel Teil der Ortsgemeinde Salla. Als am 1. Januar 2015 Salla im Rahmen der Gemeindestrukturreform mit der Marktgemeinde Maria Lankowitz zusammengelegt wurde, wurde auch Schezrberg Teil der neuen Gemeinde.[1]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lederwinkel ist land- und forstwirtschaftlich geprägt. Bei Lederwinkel befinden sich mit dem Wagnerbruch ein Steinbruch, in dem Salla-Marmor abgebaut wird.[1]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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In Lederwinkel gibt es mehrere religiöse Kleindenkmäler die von regionalgeschichtlicher Bedeutung sind. Die Hofbauerkapelle wurde 1846 an der Stelle eines älteren Kreuzes errichtet. Der Steinbruchbetreiber Ernst Grein stiftete 1984 einen Neubau, in dem das alte Altarbild der Pfarrkirche Salla aufbewahrt wird. Das 1971 geweihte Seinerkreuz sowie das Kulmjacklkreuz werden als Wetterkreuze genutzt.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ortsverzeichnis 2001 Steiermark (PDF; 4,9 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-45-5, S. 299.
- Walter Brunner (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Voitsberg. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2011, S. 170–171.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 Walter Brunner (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Voitsberg. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2011, S. 170.
- ↑ Walter Brunner (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Voitsberg. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2011, S. 171.
