Lavenone
| Lavenone | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Lombardei | |
| Provinz | Brescia (BS) | |
| Lokale Bezeichnung | Lavinù | |
| Koordinaten | 45° 44′ N, 10° 26′ O | |
| Höhe | 385 m s.l.m. | |
| Fläche | 31,82 km² | |
| Einwohner | 504 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Fraktionen | Bisenzio, Presegno | |
| Postleitzahl | 25070 | |
| Vorwahl | 0365 | |
| ISTAT-Nummer | 017087 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Lavenonesi | |
| Website | www.comune.lavenone.bs.it | |
Lavenone ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 504 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Provinz Brescia, Region Lombardei.
Geographie
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Die Gemeinde liegt etwa 27 Kilometer nordnordöstlich der Provinzhauptstadt Brescia im Val Sabbia und gehört zur Comunità montana della Valle Sabbia. Lavenone erstreckt sich am orographisch linken Ufer des Chiese, an der Mündung des Torrente Abbioccolo in den Chiese. Etwa 1,5 Kilometer nordöstlich entfernt liegt der Idrosee. Zum knapp 32 km² großen Gemeindegebiet gehören auch die Fraktionen Bisenzio und Presegno.
Die Nachbargemeinden sind Anfo, Bagolino, Collio, Idro, Pertica Bassa, Treviso Bresciano und Vestone.
Etymologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Toponym taucht erstmals im 13. Jahrhundert in der Form Lavinone auf.[2] Weitere Varianten sind im 14. Jahrhundert Lavinono, Lavinon im 15. Jahrhundert und Lavinone im 17. Jahrhundert. Die Form Lavenone erscheint ab dem 18. Jahrhundert.[3]
Nach Dante Olivieri spiegelt der Ortsname eine abgeleitete Wortbildung des lateinischen labes (= Erdrutsch) wider, wie es beispielsweise auch bei Laveno der Fall ist. Damit ist auch ein Zusammenhang des Ortes mit dem alten Stamm der Vennonen ausgeschlossen.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lavenone ist eines der wenigen Dörfer der Gegend, die ohne den Schutz einer Burg frei zugänglich waren. An der Grenze zum Trentino war es seit Jahrhunderten den Grafen von Lodron unterstellt und musste die Militärgeschichte der Franzosen, Deutschen und Piemonteser ertragen. In früheren Zeiten war Laverone für seine Schmiedekunst bekannt, bis die Schmiede ins Ausland gingen, nach Venedig, Deutschland, Dänemark, Kroatien Mailand und Serbien. Im 18. Jahrhundert war der Ort einer der modernsten Stahlzentren der Provinz Brescia, bis am 15. September 1882 ein fürchterliches Hochwasser des Chiese alles zerstörte und jegliche Chance für einen Wiederaufbau nahm. Heute haben einige Unternehmen ihren Sitz in der Gemeinde, obwohl die meisten berufstätigen Einwohner in die größeren Orte in der Region pendeln.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die Gemeinde führt die frühere Strada Statale 237 del Caffaro (heute die Provinzstraße SPBS 237) von Brescia nach Calavino.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort verfügt über zwei Sehenswürdigkeiten: Die Pfarrkirche San Bartolomeo (der Heilige ist auch Schutzpatron des Ortes) und das Santuario della Madonna delle Neve. Der Bau der heutigen Pfarrkirche wurde 1778 begonnen, die Einweihung fand jedoch erst am 6. September 1840 statt. Im Inneren findet man fünf Altäre aus der Vorgängerkirche, Werke der Holzschnitzer Giovanni Pialorsi und Girolamo Bonomi aus den Jahren 1634 bis 1660.
Die Brücke über den Abbioccolo im Osten der Ortslage ist römischen Ursprungs.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Lavenone. In: Antonio Fappani: Enciclopedia Bresciana. Band 7: J–L. La voce del popolo, Brescia 1987, S. 82 f.
- Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. Garzanti, Mailand 1996, ISBN 88-11-30500-4.
- Touring Club Italiano (Hrsg.): Guide d‘Italia – Lombardia (esclusa Milano). Touring Editore, Mailand 1999, (10. Auflage), ISBN 88-365-1325-5, Lavenone Online
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).
- 1 2 Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. S. 347.
- ↑ Lavenone. In: Antonio Fappani: Enciclopedia Bresciana. Band 7, S. 82 f.
