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Braone

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Braone
Braone (Italien)
Braone (Italien)
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Brescia (BS)
Lokale Bezeichnung Braù
Koordinaten 46° 0′ N, 10° 21′ OKoordinaten: 45° 59′ 30″ N, 10° 20′ 36″ O
Höhe 394 m s.l.m.
Fläche 13,36 km²
Einwohner 685 (31. Dez. 2024)[1]
Postleitzahl 25040
Vorwahl 0364
ISTAT-Nummer 017027
Bezeichnung der Bewohner Braonesi
Schutzpatron Candelora
Website www.comune.braone.bs.it

Braone (im camunischen Dialekt Braù) ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Brescia, Region Lombardei, mit 685 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024).

Das Gemeindegebiet von Braone im Val Camonica

Der Ort liegt im mittleren Valcamonica etwa 75 km nordwestlich der Provinzhauptstadt Brescia auf einer Höhe von 394 m s.l.m. Braone erstreckt sich in leicht überhöhter Lage vom Talgrund auf der orographisch linken Seite des Flusses Oglio zu Füßen des Monte Mazzullo, an der Mündung des Palobbio-Tals. Letzteres wird durch den Torrente Palobbio entwässert, der sich bei Braone in den Oglio ergießt.

Die Nachbargemeinden der etwas mehr als 13 km² großen Gemeinde sind Breno, Cerveno, Ceto, Losine und Niardo.

Das Toponym taucht erstmals im Laufe des 15. Jahrhunderts als Braono auf, in der Folge auch als Bragone. Nach Dante Olivieri könnte sich der Name aus dem langobardischen braida in der Bedeutung „offene Landschaft“ oder „flache Ebene“ ableiten.[2] Andere wiederum entlehnen den Ortsnamen dem spätlateinischen bracum (=Sumpf, Schlamm) oder dem etruskischen Bra-hoidanis in der Bedeutung eines fast geschlossenen oder geschützten Ortes.[3]

Pfarrkirche Santa Maria della Purificazione

Die Siedlung lag an einer römischen Nebenstraße, die von Cividate Camuno über den Monte Barberino führte und in Cemmo wieder auf die Hauptstraße traf. Bei Erdarbeiten wurde 1952 der sogenannte Münzschatz von Braone gefunden. Es handelt sich dabei um den frühesten archäologischen Beweis einer frühmittelalterlichen Besiedlung des Tales. Die Münzen, darunter mehrere Goldmünzen, mit dem Konterfei einiger oströmischer Kaiser wie Leo I., Xenon und Anastasios I., lagen als Grabbeigaben in einem einfachen Grab, dass dem 5. bis 6. Jahrhundert n. Chr. zugeordnet werden kann.[3]

Im 12. Jahrhundert belehnte der Bischof von Brescia die Familie Griffi mit dem Ort. Das Adelsgeschlecht der Griffi übte über mehrere Jahrhunderte großen Einfluss auf Braone aus. Im Laufe seiner Geschichte wurde der Ort mehrmals vom Torrente Palobbio zerstört. Erst nach dem Bau eines Dammes 1820 entspannte sich die Lage. 1927 wurde die Gemeinde, die aus einer Vicinia hervorgegangen war und 1820 unter den Habsburgern nach einer ersten Auflösung neu gegründet wurde, nach Breno eingemeindet. Die im Zuge der faschistischen Gemeindereform erfolgte Eingemeindung wurde 1949 wieder rückgängig gemacht.[3]

Bevölkerungsentwicklung

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Das wiesenreiche Gebiet begünstigte seit jeher die Zucht von Braunvieh sowie den Anbau von Roggen und Obst. Im 17. Jahrhundert war Braone vor allem für den Anbau von Birnen bekannt. Bekanntheit erlangte der Ort aber als Dorf der Steinmetze. Letztere bearbeiteten die Steine, die von den Hochwassern des Sturzbaches Pallobio angeschwemmt worden waren. Der Niedergang dieses Handwerks führte zu einer starken Abwanderung vor allem in die Schweiz.[3]

Durch das Gemeindegebiet führt die Strada Statale 42 del Tonale e della Mendola von Treviglio nach Bozen.

Sehenswürdigkeiten

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  • Pfarrkirche Santa Maria della Purificazione, die im 15. Jahrhundert erstmals erwähnte Kirche wurde zwischen der Mitte des 18. und dem Beginn des 19. Jahrhunderts umgebaut und erweitert. Der barocke Innenraum wurde von lokalen Künstlern aus dem Valcamonica ausgeschmückt.[4]
  • Braone. In: Antonio Fappani: Enciclopedia Bresciana. Band 1: A–B. La voce del popolo, Brescia o. I., S. 262 f.
  • Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. Garzanti, Mailand 1996, ISBN 88-11-30500-4.
  • Touring Club Italiano (Hrsg.): Guide d‘Italia – Lombardia (esclusa Milano). Touring Editore, Mailand 1999, (10. Auflage), ISBN 88-365-1325-5, Braone Online
Commons: Braone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).
  2. Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. S. 97.
  3. 1 2 3 4 Braone. In: Antonio Fappani: Enciclopedia Bresciana. Band 1, S. 262 f.
  4. Chiesa della Purificazione di Maria Vergine <Braone>. In: chieseitaliane.chiesacattolica.it. Abgerufen am 27. Mai 2026 (italienisch).