Laskowitz (Groß Lassowitz)
| Laskowitz Laskowice | |||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | |||||||||||||||||||||||||
| Staat: | |||||||||||||||||||||||||
| Woiwodschaft: | Oppeln | ||||||||||||||||||||||||
| Powiat: | Kluczbork | ||||||||||||||||||||||||
| Gmina: | Gross Lassowitz | ||||||||||||||||||||||||
| Geographische Lage: | 50° 51′ N, 18° 7′ O | ||||||||||||||||||||||||
| Einwohner: | 936 (31. März 2011[1]) | ||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl: | 46-280 | ||||||||||||||||||||||||
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | ||||||||||||||||||||||||
| Kfz-Kennzeichen: | OKL | ||||||||||||||||||||||||
| Wirtschaft und Verkehr | |||||||||||||||||||||||||
| Eisenbahn: | Jełowa–Kluczbork | ||||||||||||||||||||||||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | ||||||||||||||||||||||||
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1 nach der Eingemeindung von Marienfeld und Thule (bis 1945)
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schrotholzkirche St. Lorenz und St. Barbara
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Die römisch-katholische Filialkirche St. Lorenz und St. Barbara (poln. Kościół św. Wawrzyńca) ist eine 1686 auf einer kleinen Anhöhe errichtete Schrotholzkirche. Die Kirche ist geostet, verfügt im Westen über einen in Ständerwerk ausgeführten Frontturm. Der achteckige Turmhelm ist wie das Kirchendach schindelgedeckt. An das Langhaus, dessen Dachfirst von einem barocken Dachreiter bekrönt wird, schließt sich der eingezogene Chor mit niedrigerem Dach an. Im Inneren jedoch ist die Decke des Langhauses flach gedeckt, der Chor dagegen besitzt ein zur Tonne ausgebildetes Holzgewölbe. Über eine Außentreppe ist die Patronatsloge im Chor erreichbar. An die Südaußenwand der Kirche ist ein Umgang angebaut.
Das Innere wird von der L-förmigen Empore und dem manieristischen Hauptaltar aus dem 17. Jahrhundert mit Gemälden der heiligen Barbara und des heiligen Lorenz aus dem 19. Jahrhundert bestimmt. Ferner gibt es noch eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. In einer kleinen Krypta unter dem Kirchenfußboden liegt in einem Eichenholzsarg die natürliche Mumie einer jungen Adeligen. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um die 1608 verstorbene Brigitta Buchta von Buchtitz, um die sich zahlreiche Legenden ranken und deren Leichnam im Volksmund als Laskowitzer Tod bezeichnet wird[9].
2010 wurde mit Renovierungsarbeiten in der Kirche begonnen. Dabei traten an mehreren Stellen unter dem Wandanstrich barocke Malereien zu Tage, die nun vollständig freigelegt werden sollen. Die Kirche war ursprünglich vollständig mit Wandmalereien verziert, die im 19. Jahrhundert auf königliches Dekret hin weiß übertüncht wurden. Bis dahin soll sich in der Kirche auch eine große Darstellung der Hölle befunden haben.[5]
Im Turm hängt eine 1606 von Jakob Götz in Breslau gegossene Glocke. Sie wurde noch für den Vorgängerbau gegossen, ebenso wie eine zweite, im Ersten Weltkrieg eingeschmolzene Glocke sowie eine dritte Glocke, die aufgrund eines Risses im Jahre 1650 von Sebastian Götz in Breslau neu gegossen wurde. Sie kam 1942 auf den Glockenfriedhof in Hamburg, wurde jedoch nicht eingeschmolzen und kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Nürtingen. Ihre Inschrift belegt, dass bereits die Vorgängerkirche in Laskowitz dasselbe Patrozinium hatte: Año 1650 Ist zu diser Kirche st Lorentz und Barbara in Laskowitz diese Glocke vmb gegossen worden Avf anordnen der Kirchvätter Adam Kavrtz Adam Zigan Iacob Schlisch. Sowie auf der anderen Seite: Sebastian Götz Goss mich.[5]
Weitere Sehenswürdigkeiten
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- Moderne Heilig-Geist-Kirche – 1984–1994 erbaut[5]
- Auf dem Friedhof befindet sich östlich des Chors das zweiseitig gestaltete Denkmal für die Gefallenen des 1. u. 2. Weltkrieges.
- Wegekreuz an der ul. Tulska
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Deutscher Freundschaftskreis
- Freiwillige Feuerwehr OSP Laskowice[10]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 515.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 27. Januar 2019
- ↑ Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen. Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit. Priebatsch, Breslau 1889, S. 81
- ↑ Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 352.
- 1 2 Vgl. territorial.de, abgerufen am 22. August 2010
- 1 2 3 4 5 Geschichte der Kirche in Laskowitz ( vom 18. September 2017 im Internet Archive) (polnisch)
- ↑ Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Tabelle in digitaler Form ( vom 15. Januar 2017 im Internet Archive)
- ↑ Quellen der Einwohnerzahlen: 1830 – 1844 – 1855, 1861 – 1783 ( vom 14. August 2010 im Internet Archive) – Landkreis Rosenberg (Oberschlesien). Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2023.
- ↑ Michael Rademacher: Kreis Rosenberg (poln. Olesno). Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Das schlesische Pharaoland, polenjournal.de, abgerufen am 14. November 2023
- ↑ Freiwillige Feuerwehr Laskowitz (polnisch)


