Krnov
| Krnov | |||||
|---|---|---|---|---|---|
|
| |||||
| Basisdaten | |||||
| Staat: | |||||
| Historischer Landesteil: | Schlesien | ||||
| Region: | Moravskoslezský kraj | ||||
| Bezirk: | Bruntál | ||||
| Fläche: | 4440 ha | ||||
| Geographische Lage: | 50° 5′ N, 17° 42′ O | ||||
| Höhe: | 316 m n.m. | ||||
| Einwohner: | 22.848 (1. Jan. 2023)[1] | ||||
| Postleitzahl: | 120 61, 794 01 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | T | ||||
| Verkehr | |||||
| Bahnanschluss: | Olomouc–Opava východ, Krnov–Głuchołazy | ||||
| Struktur | |||||
| Status: | Stadt | ||||
| Ortsteile: | 3 | ||||
| Verwaltung | |||||
| Bürgermeister: | Tomáš Hradil (Stand: 2019) | ||||
| Adresse: | Hlavní náměstí 92 79401 Krnov 1 | ||||
| Gemeindenummer: | 597520 | ||||
| Website: | www.krnov.cz | ||||
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1834 | 5.456 | (mit den Vororten) Einwohner sind katholische Deutsche[8] |
| 1900 | 14.623 | deutsche Einwohner[9] |
| 1930 | 21.925 | davon 1.767 Tschechen[10] |
| 1933 | 23.464 | Gemeindegrenzen von 1939[10] |
| 1939 | 24.174 | davon 21.133 Katholiken, 2.290 Evangelische, 141 sonstige Christen und 33 Juden[10] |
Verteilung der Volksgruppen
| Volkszählung | Einwohner gesamt |
Nationalität | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Deutsche | Tschechen | Polen | Andere | |
| 1880 | 11.800 | - | - | ||
| 1910 | 15.647 | 15.390 | 247 | 10 | - |
| 1918 | 32.000 | 30.500 | 1.500 | - | 0 |
| 1921 | 21.129 | 18.635 | - | ||
| 1930 | 21.925 | 20.158 | 1.767 | - | 0 |
| 1939 | 24.174 | - | - | - | - |
Bevölkerungsentwicklung nach Ende des Zweiten Weltkriegs[14]
(Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres)
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1947 | 16.355 |
| 1950 | 18.800 |
| 1960 | 22.529 |
| 1970 | 22.306 |
| 1980 | 26.405 |
| 1990 | 26.075 |
| 2000 | 25.953 |
| 2010 | 24.940 |
| 2020 | 23.130 |
| 2022 | 22.848 |
Sehenswürdigkeiten
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Schlösser und Burgen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Schloss der Herzöge von Jägerndorf, erneuert 1531
- Ruine der Burg Cvilín (Burg Lobenstein) bei Úvalno
Kirchen und Synagoge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heilig-Geist-Kirche, errichtet im 13. Jahrhundert, mit Siechenhaus, heute Orgelkonzerthalle
- Pfarrkirche St. Martin, errichtet im 13. Jahrhundert
- Katholisches Pfarramt am Kirchplatz, erbaut 1910 durch Baumeister Ernst Latzel
- Minoritenkloster mit Kirche Jungfrau Mariae Himmelfahrt von 1722 und Kapelle
- Wallfahrtskirche der Heiligen Mutter Gottes im Schmerz auf dem Burgberg, erbaut 1722
- Friedhofskirche Erhöhung des heiligen Kreuzes, erbaut im 15. Jahrhundert
- Evangelische Kirche St. Peter und Paul, erbaut 1903
- Synagoge mit Doppelturm, errichtet 1871 als größte Synagoge Nordmährens, am Tempelring; 1938 nicht zerstört, 2005 zum Teil restauriert.
- Jüdischer Friedhof, seit 1873
Türme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Liechtensteinwarte (Cvilín), markanter Aussichtsturm mit einem Seitentürmchen auf dem Burgberg
- Aussichtswarte auf dem Melzerberg bei Mösnig, neu erbaut durch die Nachfolge-Firma von Franz Irblich
Schulen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Salvatorianer-Kolleg Klösterle, unterhalb des Burgberges
- Gymnasium, erbaut 1878
- Ehemalige Kaiser-Franz-Josefs-Jubiläumsschule, erbaut 1909
- Bürgerschule, erbaut 1883 von Baumeister Latzel
- Staatliche Fachschule für Weberei, erbaut 1877
- Gebäude der Tschechischen Schule an der Meierhofstraße, seit 1919
Öffentliche Bauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Schützenhaus, erbaut 1907 nach Plänen von Leopold Bauer
- Rathaus, erbaut 1903, angebaut die Sparkasse ab 1907. Das Rathaus ist baugleich mit dem 1889–1891 entstandenen Rathaus des Wiener Vorortes Währing, seit 1892 Bezirksamt des 18. Wiener Gemeindebezirks. Es wurde von Moritz und Carl Hinträger im Stil der deutschen Renaissance entworfen.
- Krankenhaus, erbaut 1930
- Turnhalle, erbaut 1930 nach Plänen von Leopold Bauer
- Stadttheater
Villen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Palast Silesia des Textilhändlers Geiringer & Reitler
- Villa Bellak
- Villa Steuer (Textilfabrikant), jetzt Hotel
- Villa Cerhak, jetzt Forstverwaltung
- Villa Larisch, jetzt Bankhaus
- Villa Gessler
- Villa Florian Schmidt, jetzt Stadtbücherei
- Villa Chlupaček
- Villa Bloch (Textilhändler)
- Villa Flemmich (Textilfabrikant)
- Waldschloss Mösnig, ehemals Hotel, erbaut von Josef Irmler
- Arbeiterheim = Gewerkschaftshaus, heute Kino „MÍR“
- Schulhaberhaus, Rathausplatz
- Pavillon des früheren Eislaufplatzes
- Stadtmauer (Teilstücke), Schwedenmauer genannt, neben dem Gymnasium – im Schlosshof – auf der Ostseite des Minoritenklosters, neben der Synagoge
- Villa Kandler/Mükusch (Kunstmühlenbetrieb)
- Poliklinik, früher Krankenkasse
Denkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Denkmal für Leopold Bauer neben dem Rathaus seit 1999
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1850 bis 1864 Franz Florian Göbel (1802–1873), Abgeordneter
- 1864 bis 1872 Alois Larisch Fabrikant Textilien, Firmengründer
- 1872 bis 1879 Franz Goldemund
- 1879 bis 1882 Emil Hirsch
- 1882 bis 1885 Franz Goldemund
- 1885 bis 1900 Emil Hirsch
- 1900 bis 1903 Otto Rieger sen. (1847–1903), Orgelbauer
- 1903 bis 1919 Johann Kienel (1854–1945), Fabrikant
- 1919 bis 1924 Johann Trenka
- 1924 bis 1934 Richard Andratschke (1873–1953)
- 1934 bis 1938 Ernst Richter
- 1938 bis 1940 Oskar König
- 1940 bis 1945 Otto Just
- 1945 Mai/Juni Kurt Nießner, von der sowjetischen Militärverwaltung eingesetzter deutscher, aus dem Ausland zurückgekehrter Antifaschist.
- 1960? bis 1970 Josef Bača
- 1970 bis 1981 František Ivánek
- 1981 bis 1990 Jaroslav Vrzal († 2008)
- 1991 bis 1998 Bedřich Marek
- 1999 bis 2006 Josef Hercig
- 2007 bis 2010 Renata Ramazanová
- 2011 bis 2014 Alena Krušinová
- 2015 bis 2018 Jana Koukolová-Petrová
- ab 2019 Tomas Hradil
Partnerstädte
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Głubczyce, Polen
Karben, Deutschland
Mińsk Mazowiecki, Polen
Nadwirna, Ukraine
Pefki, Griechenland
Povegliano Veronese, Italien
Prudnik, Polen
Rajec, Slowakei
Saint-Égrève, Frankreich
Telšiai, Litauen
Yukon, Oklahoma, USA
Patenstadt Ansbach
Ansbach in Bayern ist seit dem 14. Juli 1954 Patenstadt für Jägerndorf. Die Patenschaft entstand aus der alten geschichtlichen Verbindung und aus den Bemühungen Bayerns, die Sudetendeutschen wirtschaftlich, kulturell und sozial einzugliedern. In den in Ansbach eingerichteten „Jägerndorfer Heimatstuben“ sind in sechs Räumen Exponate aus der Geschichte des Herzogtums Jägerndorf zu besichtigen. Im Kulturzentrum der Stadt Ansbach befindet sich das Stadtarchiv, in welchem auch das „Jägerndofer Heimatarchiv“ eingeordnet ist.
Wirtschaft und Bildung
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Die aus dem Eisenbahnausbesserungswerk der Mährisch-Schlesischen Centralbahn hervorgegangene Firma Krnovské opravny a strojírny (KOS) (siehe auch Aliance TW) mit etwa 600 Mitarbeitern hat nach 2001 die Produktion von Straßenbahnen aufgenommen, aufbauend auf Typen von Tatra. Ein weiterer Betrieb ist der Getränkehersteller Santa nápoje, der unter anderem Kofola produziert. In Krnov gab es ein Studienzentrum der Schlesischen Universität Opava, das 2016 geschlossen wurde. Ab den 1960er-Jahren wurden in Krnov Jolana-Instrumente hergestellt, von 1947 bis 2015 stellte Rieger-Kloss Orgeln her, die Insolvenz erfolgte 2018. 1992 wurde auf dem Fabrikgelände eine Orgelbauschule (Střední umělecká škola varhanářská) gegründet, die bis heute existiert.[15]
Verkehr
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Krnov liegt an der Troppau-Olbersdorfer Reichsstraße (heute I/57), welche vom polnischen Teil Schlesiens in die Slowakei führt. Nördlich der Stadt befindet sich der Grenzübergang Bartultovice. Durch die Stadt führt die Straße I/45 nach Leobschütz.
Der örtliche Busverkehr wird von Veolia Transport Morava betrieben.
Krnov befindet sich an der Bahnstrecke 310 von Troppau (Opava) nach Olmütz (Olomouc) und an der Strecke 292 über Bad Ziegenhals (Głuchołazy) nach Freiwaldau (Jeseník). Bis 1945 existierte ferner eine Bahnstrecke nach Leobschütz in Polen.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Matthias Thiel, Stadtkaplan; 1861
- Carl Giskra (1820–1879), 1867–1870 österr. k.k. Minister des Innern; 1869
- Ignaz von Plener (1810–1908), österr. k.k. Handelsminister; 1869
- Max Machanek, Generaldirektor der Mährisch-schlesischen Zentraleisenbahn; 1870
- Josef Heinrich, Stadtpfarrer; 1872
- Alexander Freiherr von Summer, Landespräsident des österr. Herzogtums Ober- und Niederschlesien
- Josef Wünsch, Realschuldirektor, Obmann des Verschönerungsvereins; 1895
- Emil Hirsch, 18 Jahre Bürgermeister; Bau der Wasserversorgung; 1900
- Fanni Titze, Gastwirtin, Wohltäterin; 1905
- Johann Kienel (1854–1945), 16 Jahre Bürgermeister, Wohltäter; 1914
- Heinrich Graf Larisch von Moennich (1850–1918), schlesischer Landeshauptmann; 1917
- Richard Andratschke, Bürgerschuldirektor, 10 Jahre Bürgermeister; 1933
- Rudolf Bastl von Bastlingen, Oberrat, 20 Jahre Bezirkshauptmann (letzter deutscher); 1934
- Tomáš Garrigue Masaryk (1850–1937), erster tschechoslowakischer Staatspräsident; 1935; aberkannt 1938
- Anton Philieb, Retter der Burgbergkirche, Ehrengrab am Stadtfriedhof
- Gabriel Quesker, Retter der Burgbergkirche, Ehrengrab am Stadtfriedhof
- Herman Schmidt, Retter der Burgbergkirche, Ehrengrab am Stadtfriedhof
- Michael Weiss, Retter der Burgbergkirche, Ehrengrab am Stadtfriedhof
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Paul von Jägerndorf († 1377), von 1352 bis 1359 Bischof von Gurk und von 1359 bis 1377 Fürstbischof von Freising
- Anna Maria von Brandenburg-Ansbach (1526–1589), Herzogin von Württemberg
- Adam Francisci (1540–1593), Magister, ab 1577 in Ansbach als Generalsuperintendent, Rektor der Fürstenschule
- Ernst von Brandenburg (1617–1642), Markgraf von Brandenburg
- Emanuel Thomas Peter (1799–1873), Steinmetz und Miniaturmaler
- Adolf Korompay (1800–1864), Baumeister und Architekt
- Alois Larisch (1810–1880), Tuchfabrikant, Bürgermeister 1864–72
- Charles Louis Fleischmann (1835–1897), Unternehmer
- Johann Karl Proksch (1840–1923), Chirurg, praktischer Arzt und Medizinhistoriker
- Karl Türk (1840–1908), Arzt und Politiker, Abgeordneter
- Ernst Latzel (1844–1910), Baumeister und Architekt
- Cornvall Spatzier (1847–1903), Apotheker und Gemeinderat von Jägerndorf
- Hans Sperlich (1847–1931), Kunstmaler in Würzburg
- Karl Kinzer (1857–1916), Wasserbautechniker
- Leopold Bauer (1872–1938), Architekt und Oberbaurat
- Erich Wehrenfennig (1872–1968), Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Böhmen, Mähren und Schlesien
- Heinrich Wolf (1874–1943), Journalist und Schachspieler
- Kurt Korff (1876–1938), Chefredakteur Berliner Illustrirte Zeitung und Die Dame in Berlin
- Grete Berger (1883–1944), deutsche Theater- und Filmschauspielerin
- Otto Karl Fröhlich (1885–1964), österreichischer Bauingenieur
- Robert Hohlbaum (1886–1955), Bibliothekar, Schriftsteller und Dramatiker
- Hubert Partisch (1886–1969), Schriftsteller, Autor
- Fritz Raida (1888–1981), akademischer Maler
- Erwin Ott (1892–1947), Fachschullehrer und Schriftsteller
- Karl-Maria Artel (1898–1969), Schauspieler
- Paul Fidrmuc (1898–1958), Journalist und Spion
- Fritz Geiringer (1900–1940), Textilhändler
- Franz Irblich (1905–1960), Baumeister, als Stadtrat verhinderte er 1938 die Zerstörung der Synagoge
- Lothar Machura (1909–1982), österreichischer Museumskurator
- Jan Behr (1911–1996), Pianist und Dirigent
- Hans von Meiss-Teuffen (1911–1984), Abenteurer und Einhandsegler
- Alfred Knoll (1912–1938), Fußballspieler, Turner
- Norbert Riedel (1912–1963), Ingenieur und Unternehmer
- Guido Knirsch (1912–?), Staatsanwalt, Kreisbetreuer für Jägerndorf
- Alfred Jüttner (1917–1999), Jurist und Publizist
- Rudolf Schautz (1919–1991), Sohn eines Arztes, Assistent von Eugen Kirch, ab 1949 Chirurg am Juliusspital, Chefarzt dort von 1968 bis 1984[16]
- Erwin A. Schinzel (1919–2018), Künstler, Bildhauer
- Ernst Burian (1919–?), Lagerführer des HJ-Wehrertüchtigungslagers Lunz am See
- Hanns Cibulka (1920–2004), Bibliothekar und Schriftsteller
- Fritz Böhm (1920–2013), Vorsitzender des Betriebsrates bei der Audi AG
- Walter Klose (1921–2003), Maler
- Ingeborg Herkommer (1921–2003), Pianistin
- Gerhard Taschner (1922–1976), Geigenvirtuose
- Reinhard L. Friede (* 1926), Professor für Augenheilkunde
- Walter Rudolf Trux (1928–2018), Industriemanager bei IBM, Generaldirektor des Vorstandes von F&S Schweinfurt
- Hermann Kloss (1931–2001), deutscher Orgelbauer
- Leonhard Lipka (1938–2019), Sprachwissenschaftler
- Joachim Nitsch (* 1940), Ingenieur und Energiesystemanalyst
- Pavel Fieber (1941–2020), deutsch-österreichischer Schauspieler, Sänger, Regisseur und Theaterintendant
- Klaus Czernuska (1943–2015), Bürgermeister der Stadt Bad Wimpfen und Landrat des Kreises Heilbronn
- Walter Heinz (1943–2016), deutscher TV-Journalist
- Günter Pumm (* 1944), Politikwissenschaftler
- Jiří Georg Dokoupil (* 1954), deutsch-tschechischer Maler, Zeichner und Grafiker
- Leon Koudelak (* 1961), Gitarrenvirtuose
- Jaroslav Sakala (* 1969), Skispringer
- Radek Bonk (* 1976), Eishockeyspieler
- Robert Cvek (* 1979), Schachspieler
- Tomáš Hradil (* 1979), Kommunalpolitiker, Unternehmer und Sportfunktionär
- Radek Petr (* 1987), Fußballspieler
- Jan Štefela (* 2001), Hochspringer
Sonstige Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Georg (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach) (1484–1543), Markgraf des Fürstentums Ansbach, Schlesischer Herzog
- Georg Friedrich I.(Brandenburg-Ansbach-Kulmbach) (1539–1603), Markgraf des Fürstentums Ansbach, Herzog von Jägerndorf
- Joseph Freiherr von Eichendorf (1788–1857), Dichter und Schriftsteller
- Vinzenz Pießnitz (1799–1851), Erneuerer der Kaltwasserkur
- Johann Rudolf Kutschker (1810–1881), Erzbischof von Wien
- Franz Rieger, (1812–1885) Orgelbauer und Fabrikant
- Hans Kudlich (1823–1917), Arzt, Politiker
- Hugo Schmidt, (1844–1907), Politiker, Arbeiterführer
- Anton Raida (1856–*) Restaurator, Maler
- Joseph Martin Nathan (1867–1947), Bischof von Branitz in Oberschlesien, Gründer der Heil- und Pflegeanstalten
- Rudolf Heeger (1883–1939), Sozialdemokrat, Mitglied des tschechischen Parlaments von 1920 bis 1938
- Siegmund Langschur (1884–1942), Lehrer am Gymnasium Jägerndorf, Vorstand der Jüdischen Gemeinde
- Ernst Kober (1885–1963), Museumsleiter und Archivar in Jägerndorf und Ansbach, Autor
- Bert Rudolf (1905–1992), Komponist
- Poldi Mildner (1913–2007), Pianistin und Klavierpädagogin
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten](in der Reihenfolge des Erscheinens)
- Martin Zeiller: Jägerndorff. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae (= Topographia Germaniae. Band 11). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1650, S. 153–154 (Volltext [Wikisource]).
- Faustin Ens: Das Oppaland, oder der Troppauer Kreis, nach seinen geschichtlichen, naturgeschichtlichen, bürgerlichen und örtlichen Eigenthümlichkeiten. Band 4: Ortsbeschreibungen der Fürstenthümer Jägerndorf und Neisse österreichischen Antheils und der Mährischen Enclaven im Troppauer Kreise, Wien 1837, S. 43–51 (books.google.it).
- Karl August Müller: Vaterländische Bilder, oder Geschichte und Beschreibung sämmtlicher Burgen und Ritterschlösser Schlesiens beider Antheile und der Grafschaft Glatz. Zweite Auflage, Glogau 1844, S. 178–181 (books.google.de).
- Gottlieb Biermann: Geschichte der Herzogthümer Troppau und Jägerndorf. Prochaska, Teschen 1874 (books.google.it).
- Ernst Bednara: Jägerndorf. Sein Name und die Herkunft der ersten Bürger. In: Zeitschrift des Vereins für Geschichte Schlesiens. Band 74 (1940), S. 95–107 und 348–349.
- Heinrich Schulig: Ein Heimatbuch für die Bezirke Jägerndorf und Olbersdorf. Herausgegeben vom Jägerndorfer Bezirkslehrerverein. Adolf Drechsler, Troppau 1923.
- Jiří Kejř: Počátky města Krnova. MNV, Krnov 1968.
- Ladislav Zapletal, Vladimír Blucha: Krnov. Historie a geografie města. Měst. NV, Krnov 1969.
- Odila Hohn: Jägerndorf, Lobenstein, Braunsdorf in Wort und Bild. Burgberg-Verlag, Grettstadt 1981.
- Ernst Kober: Jägerndorfer Ländchen. Neue Folgen: 1951–1963. Burgberg-Verlag, Grettstadt 1997 (=Nachdr. der Beilagen zum Jägerndorfer Heimatbrief).
- Jan Galgánek: Zelené město Krnov po deseti letech: zpráva o životním prostředí města Krnova. Iniciační skupina MA 21 Krnov, Krnov 2005.
- Vladimír Blucha: Město mezi dvěma řekami: čtení o pozoruhodné historii města zvaného Kyrnow, Jegerdorf, Carnovia, Jägerndorf, Karniów, Krnov. Město Krnov, Krnov 2007.
- Jaromír Balla: Krnov: v podhůří Jeseníků. Advertis, Krnov 2008.
- Jaromír Balla: Brantická vrchovina. Krnov a okolí. Advertis, Krnov 2011.
- Eva Marková, Renata Ramazanová, Martin Bodešínský: Krnov: průvodce městem. Město Krnov, Krnov 2014.
- Christian Fastl: Jägerndorf. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 3-7001-3044-9.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)
- ↑ Gottlieb Biermann: Geschichte der Herzogthümer Troppau und Jägerndorf. Prochaska, Teschen 1874, S. 644–646 (books.google.it).
- ↑ Geschichte der Juden in Jägerndorf
- ↑ Klaus-Dieter Alicke: Jägerndorf (Mährisch-Schlesien). In: Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum. Abgerufen am 27. Oktober 2025.
- ↑ Wilhelm Turnwald: Dokumente zur Austreibung der Sudetendeutschen. 1951, Jägerndorf: S. 203, 269, 282, 341, 372, 505. & Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte Hrsg., Fritz Valjavec (Materialsammlung): Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei. Band 4, 1 & 2 von Dokumentation zur Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa. Bonn 1957; zuletzt Weltbild, Augsburg 1994, ISBN 3-89350-560-1. Zum Charakter des Werks siehe Lemma des Ministeriums. Über Jägerndorf Band 1: S. 10, 15 f., 19, 22 f., 80, 90, 106, 110; Band 2: S. 3 ff., 214, 216, 219 f., 222, 226, 363 f., 366 ff, 370 f., 373, 455 ff.
- ↑ deutschlandfunk.de: Hochwasser-Lage in Polen und Tschechien verschärft sich weiter – Stadt Krnov fast komplett überflutet. In: deutschlandfunk.de. 15. September 2024, abgerufen am 16. September 2024.
- ↑ Krnov in Tschechien fast ganz überflutet. In: tagesschau.de Liveblog Hochwasser in Europa. 15. September 2024, abgerufen am 16. September 2024.
- ↑ Faustin Ens: Das Oppaland, oder der Troppauer Kreis, nach seinen geschichtlichen, naturgeschichtlichen, bürgerlichen und örtlichen Eigenthümlichkeiten. Band 4: Ortsbeschreibungen der Fürstenthümer Jägerndorf und Neisse österreichischen Antheils und der Mährischen Enclaven im Troppauer Kreise, Wien 1837, S. 47.
- ↑ Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 10, Leipzig und Wien 1907, S. 146.
- 1 2 3 4 Michael Rademacher: Landkreis Jägerndorf. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 29. Juli 2016.
- ↑ Ernst Pfohl: Ortslexikon Sudetenland Helmut Preißler Verlag-Nürnberg. 1987, ISBN 3-925362-47-9.
- ↑ Österreichisches Musiklexikon, IKM, Abt. Musikwissenschaft Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: Musiklexikon. Abgerufen am 30. Juli 2016.
- ↑ Rudolf Hemmerle: Sudetenland Lexikon. Hrsg.: Adam Kraft Verlag. 2. Auflage. Band 4, 1985, ISBN 3-8083-1163-0, S. 215.
- ↑ Database of Demographic Indicators for Selected Towns of the Czech Republic. Tab. 94. In: www.czso.cz. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2023; abgerufen am 4. November 2023. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Krnovská varhanářská škola přežila i pád firmy, která ji založila. Letos slaví 30 let. 6. März 2022, abgerufen am 21. März 2023 (tschechisch).
- ↑ Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg (Druck: Bonitas-Bauer), Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 669–671.









