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Kolymit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kolymit
Kolymit aus der Marcelita-Mine, Provinz Copiapó, Región de Atacama, Chile
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

1979-046[1]

IMA-Symbol

Kym[2]

Chemische Formel Cu7Hg6
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Elemente – Metalle und intermetallische Legierungen
System-Nummer nach
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

I/A.02-020

1.AD.10
01.01.09.01
Kristallographische Daten
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse; Symbol 33m
Raumgruppe I43m
Gitterparameter a = 9,42 Å Bitte Quelle als Einzelnachweis ergänzen!
Formeleinheiten Z = 4 Bitte Quelle als Einzelnachweis ergänzen!
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 4
Dichte (g/cm3) 13,1
Spaltbarkeit Bitte ergänzen!
Farbe zinnweiß, schnell schwarz-braun anlaufend
Strichfarbe Bitte ergänzen!
Transparenz opak
Glanz metallisch

Kolymit ist ein sehr seltenes Mineral aus der Mineralklasse der Elemente, genauer der Metalle und intermetallischen Verbindungen. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Cu7Hg6 und bildet kuboktaedrische Kristalle von bis zu 5 μm Größe oder ist in Aggregaten mit Kupfer verwachsen.

Etymologie und Geschichte

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Kolymit wurde erstmals 1981 von E. A. Markova, N. M. Chernitsova, Y u. S. Borodaev, L. S. Dubakina und O. E. Yushko-Zaldrarova in der Typlokalität, der Krokhalin-Antimon-Lagerstätte in der Region Magadan in Russland gefunden. Das Mineral ist nach dem Fluss Kolyma, an dem die Typlokalität liegt, benannt.

In der veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz war der Kolymit noch nicht aufgeführt.

In der zuletzt 2018 überarbeiteten Lapis-Systematik nach Stefan Weiß, die formal auf der alten Systematik von Karl Hugo Strunz in der 8. Auflage basiert, erhielt das Mineral die System- und Mineralnummer I/A.02-020. Dies entspricht der Klasse der „Elemente“ und dort der Abteilung „Metalle und intermetallische Verbindungen“, wo Kolymit zusammen mit Aurihydrargyrumit, Belendorffit, Bleiamalgam, Eugenit, Goldamalgam, Luanheit, Moschellandsbergit, Paraschachnerit, Potarit, Quecksilber, Schachnerit und Weishanit eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer I/A.02 bildet.[3]

Die von der International Mineralogical Association (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte[4] 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Kolymit in die Klasse der „Elemente“ und dort in die Abteilung „Metalle und intermetallische Verbindungen“ ein. Hier ist das Mineral in der Unterabteilung „Quecksilber-Amalgam-Familie“ zu finden, wo es zusammen mit Belendorffit die „Kupferamalgam-Gruppe“ mit der Systemnummer 1.AD.10 bildet.

In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen und zuletzt 1997 veröffentlichten Systematik der Minerale nach Dana hat Kolymit die System- und Mineralnummer 01.01.09.01. Das entspricht der Klasse der „Elemente“ und dort der Abteilung „Elemente und Legierungen“. Hier findet er sich in einer unbenannten Gruppe mit der Systemnummer 01.01.09, in der auch Belendorffit eingeordnet ist.[5]

Bildung und Fundorte

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Kolymit wurde in der Schwermetallfraktion von Konzentraten gefunden, die beim Abbau von Antimonerzen anfielen. Es ist vergesellschaftet mit Kupfer, Stibnit, Berthierit, Pyrit, Arsenopyrit und Quarz. Neben der Typlokalität sind weitere Funde aus der Nähe von Copiapó in Chile, Rudabánya in Ungarn und Virginia City im US-Bundesstaat Nevada bekannt.

Kristallstruktur

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Kolymit kristallisiert im kubischen Kristallsystem in der Raumgruppe mit dem Gitterparameter a = 9,42 Å, sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.

  • Kolymit in: Anthony et al.: Handbook of Mineralogy, 1990, 1, 101 (pdf)

Einzelnachweise

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  1. Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: The New IMA List of Minerals – A Work in Progress – Updated: July 2024. (PDF; 3,6 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Juli 2024, abgerufen am 13. August 2024 (englisch).
  2. Laurence N. Warr: IMA–CNMNC approved mineral symbols. In: Mineralogical Magazine. Band 85, 2021, S. 291–320, doi:10.1180/mgm.2021.43 (englisch, cambridge.org [PDF; 320 kB; abgerufen am 5. Januar 2023]).
  3. Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. Alle Mineralien von A – Z und ihre Eigenschaften. Stand 03/2018. 7., vollkommen neu bearbeitete und ergänzte Auflage. Weise, München 2018, ISBN 978-3-921656-83-9.
  4. Ernest H. Nickel, Monte C. Nichols: IMA/CNMNC List of Minerals 2009. (PDF; 1,9 MB) In: cnmnc.units.it. IMA/CNMNC, Januar 2009, archiviert vom Original am 29. Juli 2024; abgerufen am 30. Juli 2024 (englisch).
  5. Richard V. Gaines, H. Catherine Skinner, Eugene E. Foord, Brian Mason und Abraham Rosenzweig: Danas New Mineralogy. 8. Auflage. John Wiley & Sons, 1997, ISBN 0-471-19310-0 (englisch).