Der Ort liegt gut 200km Luftlinie südwestlich des Oblastverwaltungszentrums Kirow am rechten Ufer des linken Wolga-Nebenflusses Große Kokschaga (Große Kokschaga), direkt oberhalb der Einmündung des rechten Zuflusses Waschtranga.
Kiknur ist Verwaltungszentrum des RajonsKiknurski sowie Sitz der Stadtgemeinde Kiknurskoje gorodskoje posselenije, zu der außerdem die Dörfer Bolschoje Scharygino (2km östlich), Jermolkino (3km nordwestlich), Kuknur (4km südlich), Kokschaga (nordöstlich anschließend), Krjaschewo (9km nördlich), Maloje Scharygino (2km südöstlich), Orlowo (5km nordöstlich), Pelesnur (2km nordöstlich), Putinowo (2km südlich), Turussinowo (9km nordöstlich) und Urma (5km nordöstlich) gehören.
Ein Ort an Stelle der heutigen Siedlung wurde erstmals 1555 als von Mari bewohntes Dorf urkundlich erwähnt. Er gehörte ab dem 18.Jahrhundert zum UjesdJaransk des Gouvernements Wjatka. Alternativ waren zeitweise die russischen Bezeichnungen Oschminskoje und– bis ins frühe 20.Jahrhundert –Wosnessenskoje (nach der dortigen Wosnessenskoje-Kirche, von russisch Wosnessenije für „Christi Himmelfahrt“) in Gebrauch.
Am 14. Juli 1929 wurde Kiknur Verwaltungssitz eines neu geschaffenen, nach ihm benannten Rajons. Seit 1966 besitzt der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs.
12Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)