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Jil Teichmann

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Jil Teichmann Tennisspieler
Jil Teichmann
Jil Teichmann
Jil Teichmann (2023)
Nation: Schweiz Schweiz
Geburtstag: 15. Juli 1997 (28 Jahre)
Grösse: 170 cm
1. Profisaison: 2013
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Andy Bettles
Preisgeld: 4'154'921 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 344:258
Karrieretitel: 2 WTA, 2 WTA-Challenger, 7 ITF
Höchste Platzierung: 21 (11. Juli 2022)
Aktuelle Platzierung: 120
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:000000
Australian Open 2R (2022, 2023)
French Open AF (2022, 2026)
Wimbledon 1R (2019, 2021–2023, 2025)
US Open 2R (2018, 2021)
Doppel
Karrierebilanz: 117:84
Karrieretitel: 2 WTA, 1 WTA Challenger, 5 ITF
Höchste Platzierung: 73 (20. Juni 2022)
Aktuelle Platzierung: 1140
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:000000
Australian Open 2R (2023)
French Open 2R (2020, 2022)
Wimbledon
US Open 2R (2019)
Letzte Aktualisierung der Infobox:
19. Januar 2026
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Jil Belen Teichmann (* 15. Juli 1997 in Barcelona, Spanien[1]) ist eine Schweizer Tennisspielerin.

Teichmann machte bereits als Juniorin auf sich aufmerksam, als sie 2014 die renommierten Porto Alegre Junior Championships gewann und anschliessend bei den US Open an der Seite von İpek Soylu bei der Doppelkonkurrenz der Juniorinnen triumphierte.[2] In der Junioren-Tennisweltrangliste kletterte sie daraufhin bis auf Platz drei nach oben. Bereits 2008 sammelte sie erste Erfahrungen auf der ITF Women’s World Tennis Tour, 2015 errang sie ihren ersten Profititel.

2016 gab Teichmann in der Qualifikation von Bogotá ihr Debüt auf der WTA-Tour und schied in der ersten Runde aus. Im selben Jahr gewann sie nacheinander zwei ITF-Titel der $25'000-Kategorie in Montpellier und Périgueux und gab dort in insgesamt zehn Partien nur einen Satz ab. Mit dem verbesserten Ranking konnte sie in New York zum ersten Mal in der Qualifikation eines Grand-Slam-Turniers antreten, verlor dort aber schon zum Auftakt. 2017 stand sie dann in Bogotá erstmals im Hauptfeld eines WTA-Turniers, musste sich in der ersten Runde aber Kateřina Siniaková chancenlos geschlagen geben. Beim ITF-Turnier der $100'000-Kategorie in Cagnes-sur-Mer verlor sie gegen Beatriz Haddad Maia.

Ihren ersten Sieg im Hauptfeld eines WTA-Turniers errang Teichmann 2018 in Acapulco durch einen Zweisatzerfolg über Jana Fett. Bei den US Open überstand sie nach sechs verpassten Anläufen erstmals die Qualifikation für das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers und landete dort gegen Dalila Jakupović sogleich ihren ersten Sieg, bevor sie sich in der zweiten Runde Kaia Kanepi geschlagen geben musste. 2019 gelang Teichmann beim Turnier in Prag schliesslich der internationale Durchbruch, als sie aus der Qualifikation kommend ihren ersten WTA-Titel gewinnen konnte. Nach Erfolgen über Swetlana Kusnezowa und Barbora Strýcová setzte sie sich im Endspiel in drei Sätzen gegen Karolína Muchová durch. Durch den Erfolg rückte Teichmann erstmals in die Top 100 der Weltrangliste vor. Nur wenige Monate später folgte in Palermo, wo sie im Final mit Kiki Bertens erstmals eine Top-10-Spielerin schlagen konnte, ihr zweiter Titelgewinn. Im Anschluss erreichte sie mit Rang 54 ihre bisher beste Weltranglistenplatzierung, konnte aber ihre gute Form auf Sandplatz bei der abschliessenden Hartplatzsaison in Nordamerika und Asien nicht halten.

Im August 2021 gelang ihr mit der Finalqualifikation am WTA-1000-Turnier in Cincinnati ihr bislang grösster Erfolg. Sie schlug auf dem Weg ins Endspiel Naomi Ōsaka (Nr. 2 der Welt), Belinda Bencic (Nr. 12) und Karolína Plíšková (Nr. 4). Sie verlor das Endspiel gegen die Nr. 1 der Welt Ashleigh Barty in zwei Sätzen.

Von Oktober 2025 bis April 2026 nahm sich Teichmann aufgrund mentaler Erschöpfung eine Auszeit vom Tennis und bestritt während sieben Monaten keine Ernstkämpfe. Sie fiel in der Weltrangliste auf Position 191 zurück, profitierte aber von einem geschützten Ranking.[3]

2018 wurde Teichmann für das Duell gegen Tschechien erstmals in die Schweizer Fed-Cup-Mannschaft einberufen; ihre Billie-Jean-King-Cup-Bilanz weist bislang 10 Siege bei 2 Niederlagen aus.

Nr.DatumTurnierKategorieBelagFinalgegnerinErgebnis
1. 30. August 2015  Braunschweig ITF $15'000 Sand Jekaterina Alexandrowa 6:3, 6:3
2. 19. Juni 2016  Montpellier ITF $25'000+H Sand  Montserrat González 6:2, 7:66
3. 25. Juni 2016  Perigueux ITF $25'000 Sand  Olga Sáez Larra 6:3, 6:3
4. 6. November 2016  Hammamet ITF $10'000 Sand  Diana Enache 6:4, 6:4
5. 23. April 2017  Chiasso ITF $25'000 Sand  Kathinka von Deichmann 2:6, 6:3, 6:2
6. 31. März 2019  Santa Margherita di Pula ITF W25 Sand  Kaja Juvan 7:63, 6:0
7. 4. Mai 2019  Prag WTA International Sand  Karolína Muchová 7:65, 3:6, 6:4
8. 28. Juli 2019  Palermo WTA International Sand  Kiki Bertens 7:63, 6:2
9. 5. Mai 2024  Santa Margherita di Pula ITF W35 Sand  Andrea Lázaro García 6:3, 6:4
10. 15. September 2024  Ljubljana WTA Challenger Sand  Nuria Párrizas Díaz 7:68, 6:4
11. 9. Februar 2025  Mumbai WTA Challenger Hart  Mananchaya Sawangkaew 6:3, 6:4

Finalteilnahmen

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Nr.DatumTurnierKategorieBelagTurniersiegerinErgebnis
1. 16. August 2020  Lexington WTA International Hartplatz  Jennifer Brady 3:6, 4:6
2. 22. August 2021  Cincinnati WTA 1000 Hartplatz  Ashleigh Barty 3:6, 1:6
Nr.DatumTurnierKategorieBelagPartnerinFinalgegnerinnenErgebnis
1. 30. August 2013  Caslano ITF $10'000 Sand Chiara Grimm Sara Ottomano
Barbora Štefková
6:4, 4:6, [10:4]
2. 26. April 2014  Chiasso ITF $25'000 Sand Chiara Grimm Italien Alice Matteucci
Italien Camilla Rosatello
7:5, 6:3
3. 22. August 2015  Leipzig ITF $15'000 Sand  Priscilla Hon  Pia König
 Conny Perrin
6:1, 6:4
4. 7. Oktober 2016  Pula ITF $25'000 Sand  Tamara Zidanšek  Claudia Giovine
 Camilla Rosatello
6:2, 6:4
5. 5. November 2016  Hammamet ITF $10'000 Sand  Guadalupe Pérez Rojas  Tamara Čurović
 Barbara Kötelesová
6:1, 4:6, [11:9]
6. 27. Januar 2018  Newport Beach WTA Challenger Hartplatz  Misaki Doi  Jamie Loeb
 Rebecca Peterson
7:64, 1:6, [10:8]
7. 11. Juli 2021  Hamburg WTA 250 Sand  Jasmine Paolini  Astra Sharma
 Rosalie van der Hoek
6:0, 6:4
8. 22. Oktober 2023  Cluj-Napoca WTA 250 Hartplatz (Halle)  Jodie Burrage  Léolia Jeanjean
Walerija Strachowa
6:1, 6:4

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren

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Turnier20162017201820192020202120222023202420252026Karriere
Australian OpenQ1Q1Q11122Q2Q3 2
French OpenQ3Q1Q11AF1Q32AFAF
Wimbledon1 111Q11 1
US OpenQ1Q121121Q1Q21 2

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug in den Final / Halbfinal / Viertelfinal / Achtelfinal; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Qualifikationsrunde; nicht ausgetragen

Turnier20192020202120222023Karriere
Australian Open11122
French Open222
Wimbledon 
US Open2112

Weltranglistenpositionen am Saisonende

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Jahr201320142015201620172018201920202021202220232024
Einzel78958643922114214471573735143135
Doppel1064531363221298207288166110106136447

Teichmann wurde in Barcelona geboren und lebte 16 Jahre lang dort. Ihre Eltern sind beide Schweizer: Vater Jacques stammt aus Dübendorf, Mutter Regula aus Illnau-Effretikon.[1]

Commons: Jil Teichmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Mathias Germann: Jil Teichmann wuchs in Spanien auf «Ich fühle mich als Schweizerin». In: blick.ch. 19. April 2018, abgerufen am 4. Juli 2022.
  2. Bielerin gewinnt Junioren-Doppel an den US Open. In: srf.ch. 7. September 2014, abgerufen am 4. Juli 2022.
  3. Nach mentalen Problemen – Teichmann will sich zurückkämpfen – aber mit Bedacht, SRF Sport, 20. April 2026, abgerufen am 20. April 2026.