Horgenbach, Erzenholz und Osterhalden liegen heute am westlichen Stadtrand von Frauenfeld an der Strasse Frauenfeld–Schaffhausen und bildeten bis 1919 eine Ortsgemeinde der Munizipalgemeinde Frauenfeld. Der östlich von Erzenholz liegende Weiler Oberfäld gehört zur Gemeinde Gachnang.
Durch Osterhalden fliesst der von Gachnang her kommende Tägelbach (auch Tegelbach), der nach Norden abfliesst und nach etwa 2km von links in den Seitengraben der Thur mündet.
Der Name Erzenholz [ɛrtsənˈhɔlts] (im einheimischen Dialekt: [(fɔm) eːʀtsəˈholts]) scheint erstmals in Urkunden von 1389 (Ůli Ertzenholzer) und 1465 (alle von Ertzenholtz) auf und wird auf eine Form *(ze demo) Erinzenholze ‚beim Walde des Erinzo‘ zurückgeführt. Erinzo wiederum ist ein verkürzter zweigliedriger Personenname mit dem Vorderglied ahd.*irmin- ‚gross‘.[3]
Horgenbach [ˈhɔrgənbax] (im einheimischen Dialekt: [(fɔm) ˈhɔʀg̥əb̥ax]) ist zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahr 1305 erwähnt (uf dem gůte ze Horgenbach, daz man haisset Ottenhof) und geht auf den lokativischenDat.sg. eines Gewässernamens zurück: mhd.*(bi dem) horwegen bache ‚beim verschlammten Bach‘ oder auch als Zusammensetzung *(bi dem) horwenbach (zu ahd. horo ‚Schmutz, Schlamm, Sumpf‘).[4]
Osterhalden [oːstərˈhaldən] (im einheimischen Dialekt: [(fɔ) oːʃtəʀˈhaːld̥ə]), belegt seit 1271 (apud Osterhalde), führt zurück auf mhd. *(an der) ôsterhalden, das heisst ‚am östlichen Hange‘.[5]
Vor 1798 war Horgenbach Teil des NiedergerichtsLangdorf, das nach der Inkorporation der Abtei Reichenau ins Hochstift Konstanz von 1540 dem Bischof von Konstanz gehörte (Amt Frauenfeld). Während die reformierten Einwohner von Horgenbach seit jeher zur Pfarrei Frauenfeld gehören, besuchen die katholischen Einwohner seit 1869 die Messe in Uesslingen.[6]