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Harry Redknapp

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Harry Redknapp
Harry Redknapp (2011)
Personalia
Voller Name Henry James Redknapp
Geburtstag 2. März 1947
Geburtsort London, Vereinigtes Königreich
Größe 180 cm
Position Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
1958–1962 Tottenham Hotspur
1962–1964 West Ham United
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1964–1972 West Ham United 149 (7)
1972–1976 AFC Bournemouth 101 (5)
1976 FC Brentford 1 (0)
1976–1979 Seattle Sounders 24 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1982–1983 AFC Bournemouth (Assistent)
1983–1992 AFC Bournemouth
1992–1994 West Ham United (Assistent)
1994–2001 West Ham United
2002–2004 FC Portsmouth
2004–2005 FC Southampton
2005–2008 FC Portsmouth
2008–2012 Tottenham Hotspur
2012–2015 Queens Park Rangers
2016 Jordanien (interim)
2017 Birmingham City
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Henry James „Harry“ Redknapp (* 2. März 1947 in London) ist ein ehemaliger englischer Fußballspieler und -trainer. Er betreute verschiedene Premier-League-Klubs, unter anderem West Ham United, Tottenham Hotspur, den FC Southampton sowie den FC Portsmouth. Sein einziger bedeutender Titel war der Gewinn des FA Cups 2008 mit Portsmouth. Neben seinen sportlichen Leistungen wurde Redknapp vor allem für seine charismatische, volksnahe Art und den souveränen Umgang mit den Medien geschätzt und entwickelte sich zu einer beliebten Persönlichkeit des englischen Fußballs.[1]

Spielerkarriere

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Harry Redknapp stammt aus Poplar, einem Arbeiterviertel im Londoner East End. Schon als Jugendlicher war er ein begeisterter Fußballer und verließ die Schule bereits kurz vor seinem 15. Geburtstag, um sich auf seine Sportlerkarriere zu konzentrieren. Seit 1958 spielte er für die Jugendmannschaften der Tottenham Hotspurs, wechselte jedoch 1962 zu West Ham United, der als klassischer Arbeiterklub des East End gilt. 1964 erhielt Redknapp einen Profivertrag und absolvierte am 23. August 1965 sein erstes Profispiel für die Hammers in der englischen First Division. In den folgenden Jahren etablierte er sich als solider Mittelfeld- oder Flügelspieler an der Seite der 66er-Weltmeister Bobby Moore, Geoff Hurst und Martin Peters. Nach insgesamt 175 Pflichtspielen (acht Tore) wechselte Redknapp im August 1972 von West Ham zum Drittligisten AFC Bournemouth. Neben mehr Einsatzzeit suchte er auch eine neue sportliche Perspektive, allerdings stieg die Mannschaft nach der Saison 1974/75 in die Fourth Division ab. Es folgte ein kurzzeitiges Engagement beim FC Brentford und eine Arbeit als Taxifahrer, bevor sich Redknapp 1976 den Seattle Sounders aus der nordamerikanischen Profiliga NASL anschloss. Dort agierte er überwiegend als spielender Co-Trainer von Jimmy Gabriel und stand mit den Sounders im Endspiel um die US-Meisterschaft 1977. Sie unterlagen den New York Cosmos mit 1:2. Nachdem sich ein Engagement bei der kurzlebigen Franchise Phoenix Fire zerschlagen hatte, beendete Redknapp seine aktive Karriere im Jahr 1979.[2]

Trainerlaufbahn

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AFC Bournemouth

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Zur Saison 1982/83 kehrte Redknapp zum AFC Bournemouth zurück und wurde zunächst Co-Trainer von David Webb und später Don Megson. Nach dessen Entlassung machte die Klubführung ihn am 19. Oktober 1983 zum neuen Cheftrainer und sein erstes Spiel war ein 0:0 gegen Southend United. Unter Redknapp stabilisierten sich die Cherries und sicherten sich durch einen komfortablen Punkteabstand zu den Abstiegsrängen den Klassenerhalt. Darüber hinaus gelang dem Drittligisten im FA Cup durch einen Sieg über den Titelverteidiger Manchester United ein Überraschungserfolg.[3] Gleich am Ende seiner Premierensaison gewann er mit dem Klub die erste Austragung des Associate Members’ Cup 1984 (2:1 gegen Hull City).[4]

In den folgenden Jahren setzte Redknapp verstärkt auf Spieler der eigenen Nachwuchsabteilung und förderte gezielt junge Talente. Auch sein Sohn Jamie schaffte den Sprung in die erste Mannschaft und wurde 1991 an den FC Liverpool verkauft. Der AFC Bournemouth entwickelte sich zu einer offensivstarken Mannschaft, die durch teilweise attraktiven Fußball überzeugte. Taktisch bevorzugte Redknapp eine klassische 4-4-2-Formation und legte großen Wert auf mannschaftliche Geschlossenheit. Er selbst galt als harter Arbeiter und überzeugte durch seine Menschenführung.[5] Nach einigen Spielzeiten der Konsolidierung im Mittelfeld der Tabelle, gipfelte die sportliche Entwicklung in der Saison 1986/87: Mit einem Vereinsrekord von 97 Punkten führte Redknapp den AFC Bournemouth zur Drittligameisterschaft und erstmalig zum Aufstieg in die Second Division. Zu den Schlüsselspielern der Aufstiegsmannschaft gehörten unter anderem Gerry Peyton, Sean O’Driscoll und Tony Pulis.

Nach dem Aufstieg gelang es Redknapp zunächst, Bournemouth während der folgenden beiden Spielzeiten in Englands zweiter Liga zu etablieren. Doch während der Saison 1989/90 spielte die Mannschaft eine schwache Rückrunde und musste nach einer 0:1-Niederlage gegen Leeds United im heimischen Dean Court wieder absteigen. Das Saisonfinale am 5. Mai 1990 wurde von Hooligan-Ausschreitungen überschattet, die als Bournemouth-Riots traurige Bekanntheit erlangten.[6] Redknapp ging mit in die Third Division und blieb noch bis zum Ende der Saison 1991/92 beim AFC Bournemouth, bevor er aufgrund der dauerhaft begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten als Trainer zurücktrat.

West Ham United

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1992 wurde Redknapp neuer Assistenztrainer seines früheren Mitspielers Billy Bonds bei West Ham United. Den Hammers gelang 1992/93 der Aufstieg in die neu gegründete Premier League. Als Bonds die neu geschaffene Position des Sportdirektors ablehnte, trat er schließlich vollständig zurück und der Verein übertrug Redknapp die sportliche Verantwortung, indem man ihn am 10. August 1994 zum neuen Cheftrainer ernannte.[7]

In drei Jahren schloss er mit seiner neuen Mannschaft jeweils am Saisonende auf einem Mittelfeldplatz ab und die Handschrift Redknapps wurde zunehmend erkennbar. Dennoch wurde der Druck für ihn größer, da die eigenen Anhänger vielmehr sein Scheitern, den Verein in die obere Tabellenhälfte zu führen, erkannten. Das Präsidium hielt jedoch in diesen turbulenten Zeiten an Redknapp als Trainer von West Ham fest.

Wie in Bournemouth setzte Redknapp den Schwerpunkt in der Jugendarbeit die Spielern wie Rio Ferdinand, Joe Cole, Michael Carrick und Redknapps Neffen Frank Lampard zum Durchbruch verhalf. Im Jahr 1998 schlossen die „Hammers“ die Spielzeit auf dem achten Platz ab, was im Jahr darauf durch den fünften Platz – eine der besten Positionierungen in der Vereinsgeschichte – und die damit verbundene Qualifikation für den UI-Cup noch gesteigert wurde.

In der folgenden Saison konnten die Leistungen in der Liga nicht bestätigt werden. West Ham gewann den UI-Cup, und auch die zusätzlichen Spiele im UEFA-Pokal führten im Lauf der Saison zu Müdigkeitserscheinungen. In den letzten vier Partien holte der Verein von zwölf möglichen Punkten nur noch einen. Ebenfalls in dieser Saison verlor West Ham mit Ferdinand seinen vermutlich besten Abwehrspieler, als dieser für 18 Millionen britische Pfund zu Leeds United wechselte.

Obwohl ein Teil des Geldes in die erneute Verstärkung der Mannschaft reinvestiert wurde, überwarf sich Redknapp zunehmend mit der Vereinsführung und hielt dieser vor, zu wenig Ehrgeiz zu zeigen. Am 9. Mai 2001 verließ er dann den Verein. Die genauen Umstände wurden offiziell nicht genannt.

2001 übernahm Redknapp den Posten des Sportdirektors beim Zweitligisten FC Portsmouth, fand jedoch nur schwer in das für ihn ungewohnte Tätigkeitsfeld. Zum Ende der Saison 2001/02 kämpfte die Mannschaft gegen den drohenden Abstieg. Nachdem Trainer Graham Rix entlassen worden war, übernahm Redknapp am 25. März 2002 den Trainerposten und betreute die Mannschaft in den verbleibenden fünf Saisonspielen. Obwohl ihm dabei kein Sieg gelang, belegte Portsmouth am Saisonende den 17. Tabellenplatz und sicherte sich damit den Klassenerhalt.[8]

Vor der Saison 2002/03 nahm Redknapp umfangreiche Veränderungen am Kader vor. Ein Großteil der Neuzugänge kam ablösefrei, auf Leihbasis oder für vergleichsweise geringe Ablösesummen. Die Sportpresse bezeichnete Redknapps Transferpolitik als „wheeling and dealing“, was sinngemäß mit „Feilschen und geschicktes Einfädeln von Transfers“ übersetzt werden kann.[9] Redknapp empfand die Bezeichnung als abwertend. Nach dem Verkauf des Toptorjägers Peter Crouch und dem Abgang des erfahrenen Robert Prosinečki räumte man Portsmouth für den Aufstieg lediglich Außenseiterchancen ein. Redknapp bewies eine gute Teamführung und wurde seinem Ruf als „Transfer-Magier“ gerecht. Er stellte eine sehr erfahrene, teils unkonventionelle Mischung aus bewährten Veteranen und hungrigen Talenten zusammen. Insbesondere die Neuzugänge Paul Merson, Arjan de Zeeuw, Steve Stone und Shaka Hislop sowie der Torschützenkönig Swetoslaw Todorow und Jungstar Yakubu Aiyegbeni – allesamt von Redknapp verpflichtet – erwiesen sich als Schlüsselspieler. Nach einem starken Saisonstart setzte sich der FC Portsmouth überraschend an die Tabellenspitze der First Division. Der offensivstarken Einheit gelang mit 98 Punkten der souveräne Aufstieg in die Premier League. Damit kehrte der Verein nach 15 Jahren in die höchste englische Spielklasse zurück. Redknapp erhielt die Auszeichnung als bester Zweitligatrainer („LMA Manager of the Year“).[10]

In der Saison 2003/04 führte Redknapp das personell erneuerte Portsmouth auf den 13. Tabellenplatz der Premier League. Trotz wiederholter Meinungsverschiedenheiten mit Eigentümer Milan Mandarić über die Transferpolitik und den Trainingsbetrieb konnte Redknapp den Kader im Sommer 2004 weiter verstärken. Zugleich erklärte er öffentlich, Portsmouth zu einem etablierten Verein entwickeln zu wollen. Die Unstimmigkeiten nahmen jedoch weiter zu und führten am 23. November 2004 zu Redknapps überraschenden Rücktritt. Der Hauptgrund für seinen Abschied war eine Auseinandersetzung mit Mandarić, nachdem dieser ohne Redknapps Zustimmung Velimir Zajec als neuen Fußballdirektor eingesetzt hatte.

Obwohl Redknapp eine Auszeit vom Profifußball angekündigt hatte, nahm er am 8. Dezember 2004 und damit nur etwa zwei Wochen nach seinem Abschied vom FC Portsmouth, das Traineramt des Ligakonkurrenten FC Southampton an.[11] Damit wechselte er ausgerechnet zum großen südenglischen Lokalrivalen und löste massive Fan-Proteste seines früheren Klubs aus, die ihn als „Judas“ oder „Betrüger“ beschimpften. Redknapp übernahm Southampton am 17. Spieltag (2004/05) und die Mannschaft steckte als Tabellenvorletzter mitten im Abstiegskampf der Premier League. Nach Öffnung des Transferfensters nahm er zwar einige Veränderungen am Kader vor und verpflichtete u. a. seinen Sohn Jamie, doch er konnte den Abstieg am Saisonende nach 27-jähriger Erstklassigkeit nicht verhindern. Redknapp, der zuvor noch nie aus der Premier League abgestiegen war, entschied sich für die Fortführung seiner Arbeit in der zweitklassigen Championship.

Durch den Abgang zahlreicher Leistungsträger blieben die Saints in der Championship 2005/06 deutlich hinter den Erwartungen zurück und nachdem der Vorstandsvorsitzende Rupert Lowe den ehemaligen Rugby-Nationaltrainer Clive Woodward als Technischen Direktor in den Klub geholt hatte, galt das Verhältnis zu Redknapp als zerrüttet.[12] In den Medien verdichteten sich indes Hinweise, dass er zu seinem alten Verein nach Portsmouth zurückkehren wolle und am 3. Dezember 2005 trat Redknapp als Southampton-Trainer zurück. Lowe kündigte offizielle Ermittlungen an, die die Rolle des FC Portsmouth in dieser Angelegenheit untersuchen sollten.

Nur vier Tage nach seinem Rücktritt in Southampton, kehrte Redknapp wieder zum FC Portsmouth zurück und folgte am 7. Dezember 2005 auf den zuvor entlassenen Alain Perrin. Teile der englischen Sportpresse stellten nach diesem kontroversen Schritt die Glaubwürdigkeit des Fußballgeschäfts in Frage.

Redknapp stand vor der Herausforderung den stark abstiegsbedrohten Klub, den er selbst in die Premier League geführt hatte, zu retten.[13] Im Januar 2006 stieg der russisch-französische Geschäftsmann Alexandre Gaydamak als neuer Miteigentümer des Vereins ein und stellte ein umfangreiches Transferbudget zur Verfügung. Zu Beginn der Rückrunde 2005/06 verpflichtete Redknapp für insgesamt 11,6 Millionen Pfund neue Spieler.[14] Trotz der Verstärkungen blieb Portsmouth zunächst auf einem Abstiegsplatz und zwischenzeitlich betrug der Rückstand auf das rettende Ufer acht Punkte. Mit drei Siegen aus den letzten fünf Saisonspielen gelang der Mannschaft jedoch noch der Klassenerhalt und die erfolgreiche Aufholjagd wurde als „Great Escape“ bezeichnet. Redknapp erhielt daraufhin in Anlehnung an den Zauberkünstler den Beinamen „Harry Houdini.“ Kritiker wiesen darauf hin, dass Portsmouth bei Redknapps Amtsantritt noch oberhalb der Abstiegszone gestanden hatte und erst im weiteren Saisonverlauf unter seiner Leitung auf einen Abstiegsplatz gerutscht war.

„Ich bin kein Zauberer. Wir haben alles gegeben und es hat geklappt. Das ist Fußball.“[15]

Siegesparade des FC Portsmouth nach dem Gewinn des FA Cups 2008

Redknapps Ruf, alternde Weltklassespieler, unzufriedene Stars und unterschätzte Talente zu einer konkurrenzfähigen Mannschaft zusammenzuführen bestätigte sich erneut. Unter anderem verpflichtete er David James, Sol Campbell sowie Nwankwo Kanu und es gelang ihm, rund um den Fratton Park große Euphorie zu entfachen.[16] 2006/07 spielte Portsmouth nicht gegen den Abstieg, sondern lange um die internationalen Startplätze mit. Gegen Saisonende fielen sie etwas zurück und beendeten die Spielzeit auf dem neunten Tabellenplatz. In der Folgesaison 2007/08 etablierte sich Pompey endgültig in der oberen Tabellenhälfte und belegte den achten Platz, die bis dahin beste Platzierung des Vereins in der Premier League. Den sportlichen Höhepunkt erreichte die Mannschaft am 17. Mai 2008 mit dem Gewinn des FA Cups. Im Finale im Wembley-Stadion setzten sie sich mit 1:0 gegen Cardiff City durch und gewannen damit den ersten bedeutenden Titel seit 58 Jahren.[17][18] Durch den Pokalsieg qualifizierte sich Portsmouth zudem für den UEFA-Pokal. Im Sommer 2008 tätigte Redknapp den bis dahin teuersten Transfer der Vereinsgeschichte und verpflichtete Peter Crouch vom FC Liverpool für eine Ablösesumme von rund 11 Millionen Pfund.[19]

Tottenham Hotspur

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Nach der Entlassung von Juande Ramos wurde Redknapp am 26. Oktober 2008 als neuer Trainer des Londoner Traditionsvereins Tottenham Hotspur vorgestellt. Für seine schnelle Freigabe erhielt der FC Portsmouth eine Ablösesumme von fünf Millionen Pfund, denn Vereinspräsident Daniel Levy verband mit der Verpflichtung die Hoffnung auf eine sportliche Wende.[20] Redknapp stabilisierte die Mannschaft und führte sie aus der Abstiegszone. Im Januar 2009 investierte Tottenham rund 39,6 Millionen Pfund in neue Spieler. Unter anderem kehrten die Stürmer Jermain Defoe und Robbie Keane an die White Hart Lane zurück und die Spurs beendeten die Saison 2008/09 nach einer erfolgreichen Aufholjagd auf dem achten Tabellenplatz. Zudem erreichten sie das Finale des League Cup 2009, unterlagen dort jedoch Manchester United nach Elfmeterschießen.[21] Im Juni 2012 wurde sein Vertrag vorzeitig aufgelöst, nachdem Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung gescheitert waren.[22]

Queens Park Rangers

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Am 24. November 2012 unterschrieb Redknapp einen bis zum 30. Juni 2015 gültigen Vertrag bei den Queens Park Rangers, die einen Tag zuvor Mark Hughes als Cheftrainer entlassen hatten.[23] Von diesem Posten trat er am 3. Februar 2015 aus gesundheitlichen Gründen zurück.[24]

Jordanien (2016)

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Nachdem Redknapp im Januar 2016 als Sportdirektor des Amateurvereins Wimborne Town vorgestellt[25] und Mitte März 2016 auch als Berater des bisherigen Interimstrainers von Derby County, Darren Wassall, engagiert worden war,[26] nahm Redknapp im März 2016 eine interimistische Tätigkeit als Trainer der jordanischen Fußballnationalmannschaft an. Während sein Vertrag bei Derby County bis zum Saisonende lief, wurde der Vertrag beim jordanischen Verband auf die zwei folgenden Qualifikationsspiele zur WM 2018 begrenzt.[27]

Birmingham City

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Nach dem Rücktritt von Trainer Gianfranco Zola wurde der mittlerweile 70-jährige Redknapp am 18. April 2017 als neuer Trainer des Zweitligisten Birmingham City vorgestellt.[28] Damit war er bereits der dritte Trainer der laufenden Saison 2016/17 und betreute die Mannschaft für die ausstehenden drei Ligaspiele (2 Siege, 1 Unentschieden). Birmingham beendete die Spielzeit auf dem 19. Tabellenplatz und Redknapp unterzeichnete einen Ein-Jahres-Vertrag.[29]

Nach fünf Niederlagen in Serie rangierte Birmingham zu Saisonbeginn 2017/18 auf dem vorletzten Platz. Daraufhin zog die Klubführung die sportliche Konsequenz und entließ Redknapp am 16. September 2017, der kurz darauf das offizielle Ende seiner Trainerlaufbahn verkündete.[30]

Harry Redknapp ist seit Juni 1967 mit Sandra, geborene Harris, verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne, Mark (* 1970) und Jamie (* 1973), der ebenfalls als Fußballprofi aktiv war und 17 Länderspiele für die englische Nationalmannschaft absolvierte. Das Ehepaar lebt in Sandbanks, einem wohlhabenden Wohngebiet der Hafenstadt Poole in Dorset.[31][32]

Sandras Zwillingsschwester Patricia Harris war mit Frank Lampard senior verheiratet, der gemeinsam mit Redknapp bei West Ham United spielte. Aus dieser Ehe stammt Frank Lampard, womit Redknapp dessen angeheirateter Onkel ist. Lampard begann seine Profikarriere bei West Ham United und wurde dort von 1995 bis 2001 durch Redknapp trainiert.

  • Während der WM 1990 in Italien besuchte der damalige Bournemouth-Trainer Redknapp gemeinsam mit Geschäftsführer Brian Tiler und weiteren Freunden den Halbfinal-Einzug der englischen Nationalmannschaft. Am Abend des 30. Juni 1990 machten sie sich in einem Minibus auf den Heimweg, als es in der Nähe von Latina zum Frontal-Crash mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kam. Tiler und drei Freunde starben. Redknapp überlebte schwerverletzt und konnte seine Knochenbrüche vollständig auskurieren, verlor allerdings dauerhaft seinen Geruchssinn.[33]
  • Am 28. Juli 1994 trat das von Redknapp trainierte West Ham United zu einem Freundschaftsspiel beim unterklassigen Klub Oxford City an. Dabei standen die Zuschauer so nah am Spielfeld, dass man ihre Rufe genau hören konnte. An diesem Tag tat sich einer von ihnen besonders hervor: Hardcore-Fan Steve Davies brüllte so ausdauernd gegen den in die Jahre gekommenen Stürmer Lee Chapman, dass Redknapp sich den 27-Jährigen Fan nach dem Ende der ersten Halbzeit zur Brust nahm. Redknapp schickte Davies in die Umkleide-Kabine und wechselte ihn in der zweiten Halbzeit kurzerhand ein. Auf die Frage eines Journalisten, wen er denn da gerade eingewechselt habe, erwiderte Redknapp es habe sich um den imaginären bulgarischen WM-Stürmer Tittyshew gehandelt.[34]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Harry Redknapp's colourful career in football management
  2. ↑ Das unglaubliche Leben des Harry Houdini
  3. ↑ FA Cup: When Bournemouth shocked Manchester United
  4. ↑ Associate Member's Cup 1983-84
  5. ↑ Deconstructing Harry Redknapp: a football talent beyond just his personality
  6. ↑ Bank holiday mayhem – when Leeds were promoted and Bournemouth was trashed
  7. ↑ [cite web |title=Billy Bonds |publisher=West Ham United |access-date=28. September 2026]
  8. ↑ Deconstructing Harry Redknapp: a football talent beyond just his personality
  9. ↑ Why does everybody hate Harry Redknapp? How the People's Champion lost his crown
  10. ↑ Portsmouth’s promotion season under Harry Redknapp – 15 long years later
  11. ↑ On this day in 2004: Harry Redknapp appointed Southampton manager
  12. ↑ Woodward says 'I'm here to learn'
  13. ↑ Redknapp's mission improbable
  14. ↑ Russischer Millionär steigt beim FC Portsmouth ein
  15. ↑ Der Zauberer ohne Geruchssinn
  16. ↑ Final reward for Redknapp revolution
  17. ↑ Survival beats Cup win - Redknapp
  18. ↑ Kanu the hit-and-miss man starts the party
  19. ↑ FC Portsmouth - Transferrekorde
  20. ↑ Tottenham schmeißt Trainer Ramos raus
  21. ↑ Tottenham darf jubeln (Memento vom 13. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
  22. ↑ Tottenham Hotspur confirm that Harry Redknapp will leave the club, Artikel des Guardian vom 14. Juni 2012
  23. ↑ EXCLUSIVE: REDKNAPP APPOINTED (Memento vom 3. Januar 2014 im Internet Archive)
  24. ↑ Redknapp tritt bei Queens Park zurück. Meldung auf sport1.de vom 3. Februar 2015 (abgerufen am 3. Februar 2015).
  25. ↑ Football: Wimborne Town have two new directors... and one of them is Harry Redknapp (englisch), abgerufen am 16. März 2016
  26. ↑ Harry Redknapp in line for Derby director of football job (englisch), abgerufen am 16. März 2016
  27. ↑ Harry Redknapp to manage Jordan and mentor Darren Wassall at Derby (englisch), abgerufen am 16. März 2016
  28. ↑ Redknapp übernimmt Birmingham, abgerufen am 18. April 2017
  29. ↑ Redknapp signs One-Year-Deal
  30. ↑ Harry Redknapp: I would have taken Birmingham City to Premier League
  31. ↑ Harry Redknapp: The life of Sandbanks' most famous resident
  32. ↑ Harry Redknapp’s £15m ‘Italian-style’ Sandbanks villa finally finished
  33. ↑ Der Zauberer ohne Geruchssinn
  34. ↑ 30.000 Pfund in der Hose
Commons: Harry Redknapp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien